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VC Kanti beim Trainingsstart 2021/22 noch nicht komplett
Diese Woche hat das NLA-Team des VC Kanti die Saisonvorbereitung in Angriff genommen. Durch die EM-Engagements zweier Spielerinnen und des Cheftrainers Nicki Neubauer fehlten wichtige Kräfte.
Das Kantiteam beim Saisonstart diese Woche. Hinten v.l.: Matthias Lerch, Scout/SUI, Natalia Cukseeva, Assistenztrainerin/GER, Victoria Deisl, Pass/AUT, Wiebke Silge, Mitte/GER, Katerina Holásková, Mitte/CZE, Vivian Guyer, Pass/SUI, Karis Watson, Mitte/USA, Isidora Ubavić, Diagonal/SRB, Ludwig Horvath Trainer/AUT. Vorne v.l.: Beata Horvath Trainerin/AUT, Lina Hinteregger, Aussen/AUT, Viviane Habegger, Libera/SUI, Melanie Kunz, Pass/SUI, Lisa Contorno, Libera/SUI, Romy Jatzko, Aussen/GER. Auch noch im Kanti-Kader/-Staff: Claudio Kriech, Assistenztrainer/SUI, Eva Svobodava, Aussen/CZE, Korina Perkovac, Aussen/SUI, Nicki Neubauer, Cheftrainer/GER, Maelle Corbach, Aussen/SUI und Alessia Pazin, Pass/SUI. BILD WERNER SCHLÄPFER
Beim aktuellen Schweizer Cupsieger ist es den Verantwortlichen gelungen, trotz der angespannten Corona-Situation ein Budget aufzustellen in in etwa derselben Grössenordnung wie in der vergangenen Saison und damit ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. Die Kanti-Supporter bekommen auch in der bevorstehenden Spielzeit Spitzenvolleyball in Schaffhausen zu sehen. So wie es aussieht, dürfen auch wieder Zuschauer in die Halle kommen, es wäre den Machern zu gönnen – unter welchen Bedingungen, wird sich noch zeigen. Wie beinahe jede Saison gab es auch beim Schaffhauser-NLA-Verein einige Veränderungen. Erfreulich ist die Tatsache, dass mit Kapitän Kateřina Holásková, Wiebke Silge und Karis Watson die erfolgreiche Mitteposition weiterverpflichtet werden konnte. Ebenso sind Vivian Guyer, Korina Perkovac und Viviane Habegger weiter mit von der Partie. Für Irina Kemmsies, Pia Leweling, oder Taylor Fricano spielen neu Romy Jatzko, Victori Deisl, Eva Svobodová, und Isidora Ubavić. Aus dem eigenen Nachwuchs sind Alessia Pazin, Maelle Corbach sowie Melanie Kunz im Kader. Weiter konnten die Talente Lina Hinteregger und Lisa Contorno verpflichtet werden. Letztere spielt nach Abschluss ihrer Schule ein Jahr als Profi, für eine Schweizerin ist dies gewiss nicht selbstverständlich.
Der Saisonstart erfolgt für den VC Kanti diesmal früher als sonst, bereits am Sonntag, 19. September, beim 7. Volleyball Supercup in der Mobiliar Arena in Gümligen. Die Meister treffen da auf die Cupsieger: Neuenburg UC auf den VC Kanti bei den Frauen und Chênois auf den TSV Jona bei den Männern. Und endlich sind auch Fans wieder zugelassen (mit Covid-Zertifikat). Der VC Kanti organisiert in Zusammenarbeit mit Reisepartner Rattin AG eine Fan-Fahrt von Schaffhausen nach Gümligen. Als teilnehmendes Team kann der Club Fan-Tickets mit 25 Prozent Ermässigung bestellen.
VC Kanti trainiert wieder
Nachdem einige Spielerinnen des VC Kanti schon in den vergangenen Wochen mit dem Training angefangen haben, sind am vergangenen Wochenende die restlichen Spielerinnen in Schaffhausen eingetroffen und haben gleich am internationalen, vom Pétanque Klub Herblingen ausgerichteten Pallavollo-Pétanque-Turnier teilgenommen. Zusammen mit dem VC-Kanti-Sponsorenverein spielte das Team mehr oder weniger intensiv um den Siegerpokal. Der Finale war eine enge Angelegenheit, bei dem das Team um Kantiscout Matthias Lerch gegen Karis Watson und Co (im Bild von Werner Schläpfer) das bessere Ende für sich behielt.(wschl)

Für einmal eine Kugel aus Stahl: Viel Spass für die VC-Kanti-Spielerinnen beim Pallavollo-Pétanque-Turnier.
Victoria Deisl holt eine weitere nationale Medaille:
Vikoria Deisl(2), Ronja Klingers Foto: Gert Nepel
Neben den momentan an der Europameisterschaft engagierten Korina Percovac (Schweiz), Nicki Neubauer (Assistenztrainer Deutschland) und Eva Svobodová (Tschechien) fehlte beim VC Kanti zum Trainingsauftakt auch die neue Zuspielerin Victoria Deisl. Die Seekirchnerin hat im Nachbarland letzte Saison mit Linz den Indoortitel gewonnen und sollte ebenfalls am Sonntag zu ihrem neuen Team stossen. Es kam aber anders, die vielseitige Spielerin sprang kurzfristig für Ronja Klingers Schwester ein und holte bei der österreichischen Staatsmeisterschaft im Beachvolleyball Silber. Wenn das kein gutes Omen ist für das Engagement beim VC Kanti. Wir gratulieren. (wschl)
Das Frauen-Nationalteam schafft ein unglaubliches Comeback gegen Ungarn und holt sich das nötige Selbstvertrauen für den Rest der EM
Mit einem 3:2 schafft das Schweizer Team den ersten Sieg an der Europameisterschaft. Damit ist die Grundlage für eine erfolgreiche Gruppenphase gelegt.
Der Start des Spiels verläuft ausgeglichen. Die Schweiz ist im Angriff variantenreich und ein druckvoller Service von Laura Künzler bringt erstmals eine Führung. Mitte des Satzes entwickelt sich die Begegnung zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Ungarn holt aber mit einer starken Defense-Leistung zum Schluss den Satz mit 25:22.
Im zweiten Durchgang bekunden die Schweizerinnen Mühe im Angriff gegen einen starken Block. Die Einwechslung von Méline Pierret bringt aber Schwung in den schweizerischen Angriff. Eine Aufholjagd beginnt. Das Spiel: ein Krimi! Das bessere Ende hat: die Schweiz!
Im Dritten ist das Spiel ein offener Schlagabtausch auf hohem Niveau – jede Nervosität ist gewichen. Bis Mitte des Satzes kann sich kein Team wirklich absetzen. Das Spiel ist an Spannung nicht zu überbieten und wogt hin und her; beide Seiten haben Satzbälle. Aber die Schweiz behält die Nerven – 29:27 und 2:1-Satzführung!
Im vierten Satz findet die Schweiz ihren Rhythmus zuerst nicht – zu solid ist der Gegner und zu viele Eigenfehler hindern den eigenen Spielaufbau. Der Vorsprung Ungarns mahnt an den zweiten Satz – doch leider gelingt diesmal die sagenhafte Aufholjagd nicht ganz. Ungarn gewinnt den Satz mit 25:23.
Ungarn erwischt auch den besseren Start im Fünften – doch die Schweizerinnen kämpfen sich dank einer Serviceserie von Nicole Eiholzer wieder rein ins Spiel. Die Schweizerinnen halten stand; spielen Side-Out um Side-Out aus. Der Moment ist perfekt: Die Schweiz gewinnt ihr erstes EM-Spiel 2021 in fünf Sätzen!
Damit ist ein wichtiger Grundpfeiler für eine erfolgreiche Gruppenphase gelegt. Übermorgen folgt der nächste Wettkampf gegen Weissrussland.
Matchtelegramm:
Ungarn – Schweiz: 2:3 (25:22, 23:25, 29:27, 25:23, 11:15)
Matchdetails
Statistik
Videozusammenfassung SRF
EuroVolley bei SRF
Das Schweizer Frauen-Nationalteam muss sich gegen ein starkes Kroatien am EM-Auftaktspiel geschlagen geben.
In der coronabedingt nur teilweise ausgelasteten Halle in Zadar unterliegen die Schweizerinnen dem Heimteam mit 0:3. Das nächste Spiel gegen die Ungarinnen folgt am Samstag 21. August um 20.00 Uhr.

Photo: CEV
Die Anspannung in der Halle ist zu spüren – sie ergibt sich aus einer Vorfreude auf etwas, wofür man lange gearbeitet und auf vieles verzichtet hat. Beide Teams schlagen konzentriert ein. Im ersten Satz startet das Schweizer Team verständlicherweise etwas nervös, findet aber bald seinen Rhythmus. Die Annahmen sind stabil, was den Spielaufbau für Méline Pierret auf der Zuspielposition erleichtert. Ein beidseitig konstantes Side-Out-Spiel zieht sich auf. Laura Künzler und Maja Storck machen Druck über die Aussenpositionen. Gegen Ende des Satzes kann das Heimteam mit einigen Breaks und starken Services einen Vorsprung herausspielen – aber die Schweiz bleibt dran. Sarah van Rooij punktet druckvoll zum 17:18 und Maja Storck hat ihren Rhythmus am Service mittlerweile gefunden. Die Schweizerinnen kämpfen in der Defensive beherzt, aber können dem schnellen Spiel der Kroatinnen nicht standhalten – sie ziehen mit 18:22 davon. Diesen Vorsprung kann das Heimteam verwalten und gewinnt den ersten Satz mit 25:20.
Der zweite Durchgang startet nicht wunschgemäss: Ein Servicewinner, ein Break und ein Rotationsfehler bedeuten ein Rückstand von 0:3. Die Kroatinnen spielen clever mit dem Block und nun fehlt die bisherige schweizerische Präzision in der Annahme und dementsprechend auch im Aufbau. Aber das Team um Headcoach Saskia van Hintum beisst sich wieder rein und ein Servicewinner von Méline bringt das 8:9. Aber der Wurm bleibt im Apfel – die Angriffe kommen zu häufig nicht durch und der schweizerische Block wird immer wieder angeschlagen. Time-Out Schweiz bei 8:12. Insbesondere das schnelle Aussenspiel der Kroatinnen bedeutet, dass die Longline immer wieder vulnerabel offen steht. Die Schweiz isst momentan hartes Brot – 11:17. Man muss aber auch sagen: Die Defense des Heimteams ist ausgezeichnet und mancher Punkt, der scheinbar schon in Schweizer Hand gewesen ist, wird noch ausgegraben und verwertet. Samira Sulser punktet zwei Mal in der Mitte, aber die Kroatinnen lassen sich nicht mehr beirren. Auch die Einwechslungen von Orianne Hämmerli im Zuspiel und Korina Perkovac auf aussen vermögen das Ruder nicht mehr rumzureissen – trotz beherztem Kampf der Equipe in Rot verlieren sie den Satz 19:25.
Nun alles rein im Dritten! Die Schweizerinnen starten vielversprechend und können gleich ein Break realisieren. Sarah macht mit ihrem kraftvollen Diagonalangriff Druck und die Mitten Samira und Madlaina Matter haben weiterhin eine grossartige Angriffsquote. Der Satz gestaltet sich ausgeglichen wie im Ersten. Die Schweizer Annahmen stimmen wieder und es findet ein Spiel auf Augenhöhe statt. Druckvolle Floatservices von Laura machen den kroatischen Aufbau schwierig – 12:8 für die Schweiz und Time-Out Kroatien! Doch nun steigt der kroatische Druck im Service wieder und diverse Blockpunkte führen dazu, dass der Schweizer Vorsprung schmilzt – 13:13. Die Schweizerinnen müssen im Angriff viel Risiko und Druck nehmen, um Punkten zu können, was aber auch zu einer höheren Fehlerquote führt. Die Teams liefern sich teilweise epische Rallies; aber meist mit dem besseren Ende für das Heimteam. Saskia muss bei 15:20 das zweite Time-Out nehmen. Die Schweizerinnen finden den Tritt nicht mehr, aber fighten um jeden Ball! Einige Ungenauigkeiten bei Kroatien führen dazu, dass die Schweiz nochmals herankommt – 19:22 und erneutes Time-Out des Heimteams. Doch der kroatische Zug lässt sich nicht mehr aufhalten. Sie gewinnen auch den dritten Satz (21:25) und damit das Spiel.
Die nächste Chance für die Schweizerinnen ergibt sich am Samstag 21. August (20.00 Uhr), wenn sie auf die Ungarinnen treffen. Das Spiel wird live auf SRF übertragen.
Matchtelegramm:
Kroatien – Schweiz: 3:0 (25:20, 25:19, 25:21)



