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VC Kanti im EM-Fieber

Corinne Haas, Korina Perkovac, Kateřina Holásková, Vivian Guyer, Eva Svobodová, Kantipräsident Sandro Poles (v. l.) – und hinten der VC-Kanti-Scout Matthias Lerch.
Nach der Olympia-Bronzemedaille der Beach-Volleyballerinnen in Tokio folgt nun ein Indoor Volleyball-Highlight mit Kantibeteiligung: Das Schweizer Volleyball-Frauen-Nationalteam hat sich ein weiteres Mal für die Europameisterschaft qualifiziert. Das Team von Saskia van Hintum qualifizierte sich mit einer sehr guten Leistung im Frühjahr für diesen Event. Bei den diversen Vorbereitungsspielen kam es unter anderem zur Begegnung mit dem tschechischen Nationalteam in Schönenwerd SO. Diese Gelegenheit nutzte der VC-Kanti- Präsident Sandro Poles , um die neue Aussenangreiferin Eva Svobodová mit Tschechien und natürlich die Schweizer Nationalspielerin Korina Perkovac in Aktion zu sehen. Es kam in Schönenwerd zu einem fröhlichen Treffen mit (v.l.) Corinne Haas, Korina Perkovac, Kateřina Holásková, Vivian Guyer, Eva Svobodová, Kantipräsident Sandro Poles – und hinten der VC-Kanti-Scout Matthias Lerch.
Trainingsstart beim VC Kanti ohne Neubauer:
Morgen beginnt die Volleyball-Indoor EM. Alle Schweizer Spiele werden von SRF live übertragen, beginnend morgen mit Kroatien – Schweiz um 17 Uhr. Gleichzeitig beginnen bei den Klubs die Vorbereitungen auf die neue Saison, doch die Nationalspielerinnen werden zu Beginn nicht zur Verfügung stehen, so auch beim VC Kanti. Cheftrainer Nicki Neubauer wird als Assistenztrainer bei den deutschen Frauen engagiert sein. Die tschechische Nationalspielerin Eva Svobodová und Korina Perkovac mit dem Swiss-Team werden ebenfalls beim Kanti-Trainingsstart fehlen. In Abwesenheit von Neubauer werden die ersten Übungseinheiten der neuen Saison 2021/22 ab dem 23. August von Neubauer-Assistent Claudio Kriech zusammen mit den bewährten Kräften aus Vorarlberg, Beata und Ludwig Horvath geleitet.
Aussenseiter mit Ambitionen
Das Volleyball-Nationalteam der Frauen nimmt ab Donnerstag zum zweiten Mal hintereinander an einer EM-Endrunde teil – als Aussenseiter, aber nicht gänzlich ohne Ambitionen.

Leaderin im Nationalteam: Maja Storck (l.) wurde zuletzt in Deutschland zur wertvollsten der Bundesliga gewählt. BILDWerner Schläpfer
Dominik Moser
VOLLEYBALL. Vor zwei Jahren vollbrachten die Schweizerinnen in Bratislava Historisches, als ihnen im abschliessenden Gruppenspiel gegen Belarus zum ersten Mal seit 1971 wieder ein Sieg an einem EM-Turnier gelang. Es war zugleich das Ende der Ära von Nationaltrainer Timo Lippuner, unter dem sich die Equipe erstmals überhaupt auf sportlichem Weg für eine Endrunde qualifiziert hatte.
24 Monate später stehen die Schweizerinnen vor ihrer nächsten EM-Teilnahme. Unter Lippuners Nachfolgerin Saskia van Hintum ist es der Auswahl von Swiss Volley im Mai erneut gelungen, sich für das Kontinentalturnier der besten 24 Teams Euro-pas zu qualifizieren. In einer Dreiergruppe reichte hinter Belarus und vor Estland der zweite Platz zur sicheren Teilnahme an der Endrunde, die wie 2019 wieder in vier Ländern stattfindet. Die Schweizerinnen tragen ihre fünf Vorrundenspiele in der kroatischen Küstenstadt Zadar aus.
Ansprüche gestiegen
Verglichen mit dem EM-Team von vor zwei Jahren präsentiert sich das Kader grösstenteils unverändert. Doch die Ansprüche sind gestiegen. «Wir wollen uns für die Achtelfinals qualifizieren», gibt Maja Storck die Marschrichtung vor. Die 22-jährige Baselbieterin blickt auf eine hervorragende Saison zurück. Im Frühling wurde sie mit Dresden deutscher Meister, dazu noch als wertvollste Spielerin der gesamten Bundesliga ausgezeichnet.
Im Nationalteam ist Storck zusammen mit Laura Künzler die klare Leaderin. Mit dieser Rolle haben die beiden kein Problem. «Laura und ich sind uns das gewohnt. Wir wachsen immer mehr in diese Rolle hinein, auch durch die Erfahrungen, die wir im Ausland sammeln», begründet Storck. Damit inspirieren sie auch die übrigen Nationalspielerinnen. «Wir wissen um unsere Verantwortung und nehmen diese auch gerne wahr», sagt Künzler. Die 24-jährige Aussenangreiferin spielte in der vergangenen Saison in Frankreich bei Pays d’Aix Venelles und war die zweitbeste Skorerin ihres Teams.
Neben den beiden Ausnahmekönnerinnen stehen der Nationaltrainerin im Angriff mit der ehemaligen Beachvolleyballerin Nicole Eiholzer, Korina Perkovac oder Sarah van Rooij gute Alternativen zur Verfügung. Über EM-Erfahrung verfügt auf der wichtigen Position der Passeuse auch die Romande Méline Pierret.
Auf dem Papier Aussenseiter
Um in der Gruppe C zwei Teams hinter sich zu lassen und damit das hohe Ziel Achtelfinalqualifikation zu erreichen, braucht es auf jeden Fall eine Maja Storck und Laura Künzler in Hochform. Denn die fünf Vorrundengegner Italien (2), Kroatien (9), Belarus (11), Slowakei (15) und Ungarn (17) sind im europäischen Ranking allesamt besser klassiert als die Schweiz, die aktuell den 24. Platz einnimmt.
«Müssen uns nicht verstecken»
Mit zwei Ausnahmen können sich die Schweizerinnen aber durchaus Chancen ausrechnen. Im Startspiel am Donnerstag gegen Co-Gastgeber Kroatien sowie eine Woche später zum Abschluss der Vorrunde gegen Gruppenfavorit Italien liegt die Messlatte wohl zu hoch. Gegen Belarus, die Slowakei, und Ungarn scheint eine Überraschung aber durchaus möglich. Das sieht auch Künzler so: «Diese drei Teams liegen für uns in Reichweite. In diesen Spielen wollen wir eine Topleistung abrufen.»
Selbstvertrauen gaben dem Team das 3:0 und 3:2 gegen den EM-Teilnehmer Spanien zum Abschluss einer langen Vorbereitung. «Mit diesen beiden Siegen haben wir gezeigt, dass wir gegen besser klassierte Teams bestehen können», so Storck. Noch Anfang Mai haben die Schweizerinnen bei Testspielen gegen Europas Nummer 14 zweimal den Kürzeren gezogen. Seither hätten sie als Team aber nochmals einen grossen Schritt vorwärts gemacht, findet Künzler und gibt sich deshalb optimistisch. «Wir müssen uns nicht verstecken, müssen extrem mutig sein und auf das vertrauen, was wir in den letzten eineinhalb Monaten trainiert haben.»
Sollten die Schweizerinnen die Vorrunde überstehen, würden sie ihre K.-o.-Spiele in Belgrad austragen. In der serbischen Hauptstadt finden am Wochenende vom 3./4. September auch die Halbfinal- und Finalspiele statt. Die weiteren EM-Austragungsorte neben Zadar sind Plovdiv in Bulgarien und die rumänische Stadt Cluj-Napoca. (sda)
Europameisterschaft der Frauen in Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Serbien (18. August bis 4. September). Gruppeneinteilungen Vorrunde. Gruppe C (in Zadar/CRO): Schweiz (Europa-Ranking: 24), Italien (2), Kroatien (9), Belarus (11), Slowakei (15), Ungarn (17). - Gruppe A (in Belgrad): Serbien (1), Aserbaidschan (5), Russland (6), Belgien (12), Frankreich (20), Bosnien und Herzegowina (30). - Gruppe B (in Plovdiv/BUL: Deutschland (7), Bulgarien (8), Polen (10), Spanien (14), Tschechien (19), Griechenland (22). - Gruppe D (in Cluj-Napoca/ROU): Türkei (2), Niederlande (2), Ukraine (13), Rumänien (15), Finnland (21), Schweden (34).
Modus: Die ersten vier jeder Gruppe qualifizieren sich für die Achtelfinals.
Die Schweizer Spiele in der Vorrunde (alle in Zadar). Donnerstag, 19. August: Kroatien - Schweiz (17.00 Uhr). - Samstag, 21. August: Ungarn - Schweiz (20.00 Uhr). - Montag, 23. August: Schweiz - Belarus (20.15 Uhr). - Dienstag, 24. August: Schweiz - Slowakei (20.00 Uhr). - Donnerstag, 26. August: Italien - Schweiz (20.00 Uhr). –Weiteres Programm. Achtelfinals (28. bis 30. August in Plovdiv und Belgrad): Viertelfinals (31. August/ 1. September in Plovdiv und Belgrad), Halbfinals (3. September in Belgrad) und Final/Spiel um Platz 3 (4. September in Belgrad).
Schweizer Aufgebot (14 Spielerinnen): Thays Deprati (Klub 2020/21: Düdingen/Position: Libera/Alter: 29), Nicole Eiholzer (Düdingen/Angriff/26), Oriane Hämmerli (Cheseaux/Passeuse/25), Flavia Knutti (Düdingen/Angriff/23), Laura Künzler (Pays d’Aix Venelles (FRA)/Aussen/26), Madlaina Matter (Aesch-Pfeffingen/Mitte/24), Korina Perkovac (Kanti Schaffhausen/Angriff/22), Méline Pierret (Düdingen/Passeuse/22), Godeliv Schwarz (Züri Unterland/Mitte/19), Maja Storck (Dresden (GER)/Diagonal/22), Samira Sulser (Düdingen/Mitte/26), Sarah van Rooij (Cheseaux/Angriff/30), Sarina Wieland (Düdingen/Angriff/24), Lea Zurlinden (Düdingen/Mitte/20). – Trainer: Saskia van Hintum. - Assistenten: Frieder Strohm, Dirk Sparidans.
Bronze an RVNO
Bronze für RVNO an der SAR-Schweizermeisterschaft 2021 : In einem unglaublichen spannenden Spiel um Platz 3 holte sich der RVNO (Volleyball-Regionalverband Nordostschweiz) am Finaltag in Glarus die Bronzemedaille (im Bild von Rico Fuchs).
Die Gratulationen gehen an: Nina Cavka (Captain), VC Kanti SH ; Elina Wanner, VBC Aadorf; Aline Kellenberger, VBC Aadorf; Tamina Kessler, Volley Amriswil; Simone Kellenberger, VBC Aadorf; Cosima Wildhaber, Volley Toggenburg; Jana Fuchs, Gloria Mennitto Blanco, beide VC Kanti SH; und die Büsingerin Matilda Vollmer , Volley Amriswil.
Die von den Kantitrainern Seraina Backer und Claudio Kriech betreuten U-16-Spielerinnen der Region qualifizierten sich am ersten Spieltag in BBC-Arena mit zwei Siegen für das Final Four. Am vergangenen Wochenende fand der Kampf um die Medaillen gegen die Regionalverbände Basel, Neuenburg und Zürich statt. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Neuchâtel und Basel war der Start des RVNO im Spiel um den 3. Rang gegen die Zürcherinnen wenig verheissungsvoll. Der erste Satz ging mit 14:25 verloren. Mit einer tollen Leistungssteigerung kamen die Nordostschweizerinnen von Trainer Claudio Kriech zurück, holten den zweiten Satz und hatten das Glück des Tüchtigen im Entscheidungssatz mit 19:17 auf ihrer Seite (14:25, 25:21, 19:17). Gewonnen wurde das Turnier von SVR-Basel (Gold) vor SVR-Neuenburg (Silber) und SVR Nordostschweiz (Bronze).
Bronze an RVNO
Bronze für RVNO an der SAR-Schweizermeisterschaft 2021 : In einem unglaublichen spannenden Spiel um Platz 3 holte sich der RVNO (Volleyball-Regionalverband Nordostschweiz) am Finaltag in Glarus die Bronzemedaille (im Bild von Rico Fuchs).
Die Gratulationen gehen an: Nina Cavka (Captain), VC Kanti SH ; Elina Wanner, VBC Aadorf; Aline Kellenberger, VBC Aadorf; Tamina Kessler, Volley Amriswil; Simone Kellenberger, VBC Aadorf; Cosima Wildhaber, Volley Toggenburg; Jana Fuchs, Gloria Mennitto Blanco, beide VC Kanti SH; und die Büsingerin Matilda Vollmer , Volley Amriswil.
Die von den Kantitrainern Seraina Backer und Claudio Kriech betreuten U-16-Spielerinnen der Region qualifizierten sich am ersten Spieltag in BBC-Arena mit zwei Siegen für das Final Four. Am vergangenen Wochenende fand der Kampf um die Medaillen gegen die Regionalverbände Basel, Neuenburg und Zürich statt. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Neuchâtel und Basel war der Start des RVNO im Spiel um den 3. Rang gegen die Zürcherinnen wenig verheissungsvoll. Der erste Satz ging mit 14:25 verloren. Mit einer tollen Leistungssteigerung kamen die Nordostschweizerinnen von Trainer Claudio Kriech zurück, holten den zweiten Satz und hatten das Glück des Tüchtigen im Entscheidungssatz mit 19:17 auf ihrer Seite (14:25, 25:21, 19:17). Gewonnen wurde das Turnier von SVR-Basel (Gold) vor SVR-Neuenburg (Silber) und SVR Nordostschweiz (Bronze).



