Impressionen VC Kanti

NLA News

14.06.2021 20:19

Silbermedaille für Austria mit Kantigirl Victoria Deisl nach Silver League-Finalkrimi

Österreichs Volleyball-Nationalteam der Damen ist Samstagabend nur knapp am Gewinn der CEV Volleyball European Silver League vorbeigeschrammt.

Die Auswahl von Headcoach Jan de Brandt musste sich in einem packenden Finale in Maribor EuroVolley-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina 2:3 (22:25, 29:27, 25:23, 18:25, 7:15) geschlagen geben. Bereits 2018 waren die ÖVV-Damen im Endspiel gestanden, damals wurde es ebenfalls die Silbermedaille. Bosnien-Herzegowina qualifizierte sich durch den Titelgewinn für die Golden League 2022.
Rotweißrot startete perfekt, agierte in der Annahme sehr stabil und führte 14:9. Doch der EM-Starter erhöhte den Angriffsdruck, holte Punkt um Punkt auf und ging sogar 18:16 in Führung. Noch einmal gelang es den Österreicherinnen gleichzuziehen (19:19). Mit einem 4:1-Lauf sorgte Bosnien-Herzegowina allerdings für die Vorentscheidung im ersten Satz – 25:22.
In Durchgang zwei verwerteten die Gegnerinnen ihre Chancen zunächst effizienter, setzten sich 15:11 ab. Die ÖVV-Auswahl bewies aber Kampfgeist. Dank einer Serviceserie von Monika Chrtianska kam man nicht nur wieder heran, sondern stellte sogar auf 16:15. Die Spielerinnen Bosnien-Herzegowinas steckten den Rückschlag schnell weg, drehten postwendend den Spieß wieder um – 20:17. Abermals kam Rotweißrot allerdings zurück, wehrte vier Satzbälle ab und nutzte wenig später seine zweite Chance zum Ausgleich. Nikolina Maros gelang das Ass zum 29:27.
Auch in Satz drei ein unverändertes Bild: Bosnien-Herzegowina agierte mit viel Wucht im Angriff, Österreich stemmte sich aufopfernd dagegen, fightete immer wieder zurück, und war in der entscheidenden Phase abermals nervenstärker. Bei 24:23 kam Ursula Ehrhart zum Service und verwertete den Satzball – mit einem Ass!
Durchgang vier verlief weit weniger umkämpft als die Sätze zuvor. Diesmal brachten Bosnien-Herzegowina nämlich ein frühes Punktepolster (10:6) souverän ins Trockene, glich mit 25;18 aus. Damit musste Rotweißrot wie schon im Semifinale gegen Portugal in den Tie-Break. Doch diesmal gab es kein Happy End: Bosnien-Herzegowina setzte sich mit 15:7 und 3:2 durch.
Topscorerinnen waren Ursula Ehrhart (21), Nikolina Maros (18) und Monika Chrtianska (12) bzw. Edina Begic (25), Anđelka Radiskovic (23) und Dajana Boskovic (22). Die Matchstats aus Sicht der Österreicherinnen: Angriffspunkte 70 zu 77 (Quote 43% zu 50%), Asse 2 zu 8, Blockpunkte 6 zu 9, Annahme 44% zu 52% und Punkte durch gegnerische Fehler 23 zu 21.
Stimmen:
ÖVV-Zuspielerin Victoria Deisl: „Der zweite Platz ist super. Es ist aber extrem schade, wir hätten es uns verdient, es war ein wirklich harter Kampf. Leider gab es das bessere Ende für Bosnien-Herzegowina. Wir haben alles reingehaut, alles gegeben in den letzten zwei Monaten und hart gearbeitet. Es ist halt verdammt schade, dass es nicht gereicht hat. Aber ein zweiter Platz kann sich auch sehen lassen.“