VC Kanti Emotionale Medaillenfeier

Mit einem Event im Schaffhauser Orient liess Vizemeister VC Kanti die erfolgreiche Saison am Mittwochabend ausklingen. Knapp eine Woche nach dem Abschluss der Playoff-Finalserie auf Augenhöhe gegen Neuenburg UC präsentierte das Team die erreichten Silbermedaillen und liess sich von der Kantifamilie und den Fans feiern. Als Anerkennung für die gezeigten Leistungen und als Ansporn für die Zukunft überreichten Patrick Strasser (Sportminister Kanton Schaffhausen) und der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm dem Vereinspräsidenten Sandro Poles je einen Check zugunsten der Nachwuchsabteilung. In einer emotionalen Rede blickte Captain Kateřina Holásková auf die erfolgreiche Saison zurück und sprach Vereinsvertretern, Trainern und ihrem Team Anerkennung und Dank aus. Speziell verabschiedet wurden zwei Spielerinnen: Libera Vivane Habegger verlässt den Verein nach fünf Spielzeiten, Aussenangreiferin Korina Perkovac beendet nach acht Saisons in Schaffhausen ihre Karriere und wird sich zukünftig im Verein als Trainerin (2. Liga) engagieren. Bis zum Start in die nächste NLA-Saison im Oktober verbleiben nun fünf Monate. (R.Sta.) Bild: R.Sta.
Der VC Kanti will noch weiter nach oben kommen
Die Enttäuschung über die verlorenen Finalspiele weicht der Freude über die erreichte Silbermedaille gepaart mit einer neuen Zielsetzung.

Über 30 Fans unterstützten auch am Donnerstag das Kantiteam. Bild: W. Schläpfer
Reinhard Standke
Mit dem dritten Playoff-Finalspiel vom Donnerstag ging eine Saison für den VC Kanti zu Ende, in der das Team in den meisten der 33 Pflichtspiele begeistern konnte und ein grosses Interesse und riesige Begeisterung für den Volleysport entfachte.
Upgrade beim Saisonziel
Rang vier ist die «Standard»-Saisonzielsetzung bei Kanti, so auch im September 2024. Trainer Neubauer wusste dies bei der Teampräsentation zu toppen und lobte das Erreichen der Playoff-Finals als Vorgabe für die Saison 2024/2025. Dass sich der Cheftrainer damit keinesfalls zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte, wurde schnell klar.
Wochenlang stand er mit dem Team auf Rang 1 der NLA. In dieser Phase gab es nur zwei Wehmutstropfen: das Ausscheiden aus den Achtelfinals im CEV Challenge Cup bei Volley Düdingen und die erste Niederlage in der NLA in der 10. Runde bei Volley Lugano. Im Tessin schied man auch in den Cup-Achtelfinals aus. Die zweitplatzierten Schaffhauserinnen marschierten durch die Viertel- und Halbfinals gegen Franches-Montagnes und Lugano und massen sich in den Finals mit Neuenburg. «Es war eine sehr gute Saison, nach den letzten zwei Jahren war es ein deutlicher Schritt nach vorne», blickt Trainer Nicki Neubauer zurück. In den beiden ersten war man näher dran als am Donnerstag, als das Team insbesondere im Angriff zeitweise zurückstecken musste. «Der Ausfall von Brigitta Petrenko hat uns sehr viel Substanz im Zusammenspiel und sehr viel Selbstvertrauen gekostet», erläutert Neubauer. «Alessia Pazin und Dana Schmit haben es gut gemacht, aber ist es schwierig, in einem Finale in sehr kurzer Zeit das Gefüge stabil zu halten. Wir hätten näher am Titel sein können.» «Die Verletzung hat Drive aus dem Team genommen», so sieht es auch Vereinspräsident Sandro Poles. «Nach dem Spiel war ich erst enttäuscht, da wir so nah dran waren, innerhalb von ein paar Minuten habe ich mich extrem über die Silbermedaillen gefreut und war stolz.»
Die Grundlage für den Erfolg sieht der Club im geänderten Konzept der Teamzusammenstellung mit weniger jungen Schweizerinnen und mehr erfahrenen Ausländerinnen. «Da haben wir einen guten Job gemacht und das Team weiterentwickelt. Wir hatten eine grosse Harmonie in der Mannschaft, dies hat uns getragen.» Sandro Poles verweist dabei noch auf die langfristige Planung mit den Eigengewächsen Alessia Pazin, Isabella Loffreda und Nina Cavka.
Streben nach dem Titel
Für das Team der kommenden Saison ist bislang bekannt , dass Captain Katerina Holaskova und Topskorerin Jordan Lockwood ihrer Verträge verlängern, Korina Perkovac (Trainerin der 2.-Liga-Mannschaft) und Brooke Botkin (Ausbildung in ihrer US-Heimat) beenden die Karriere. «Das Level der Mannschaft werden wir im Minimum halten, ich denke, sogar etwas verstärken können», plant Nicki Neubauer.
«Ich habe mich nicht lange mit dem zweiten Rang aufgehalten, sondern 10 Minuten nach dem Spiel überlegt, was wir noch besser machen können», so Neubauer. Denn: «Ich will Meister werden. Unser Anspruch muss es sein, sich nicht mit Rang zwei zufrieden zu geben, sondern Meister zu werden.»
«Nach Bronze und Silber fehlt halt noch Gold», benennt auch Poles euphorisch die Steigerungsmöglichkeit (nach den Erfolgen von 2022 und 2025) als nächste Zielsetzung. «Aber ob es dann langt, wissen wir natürlich nicht.»
Der VC Kanti ist Vizemeister
Nach zwölf Jahren Unterbruch erobert der VC Kanti wieder den zweiten Rang in der NLA-Meisterschaft.

Zu wenig stabil agierte Kanti im Angriff, hier Lina Lieb mit dem Block out. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Achtmal hatte der VC Kanti bereits seit dem Aufstieg in die höchste Schweizer Volleyball-Liga, der die Schaffhauserinnen ununterbrochen seit 1991 angehören, die Meisterschaftssaison auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Nach der dritten Niederlage in der Playoff-Finalserie gegen den aktuellen Serienmeister Neuenburg UC durfte das Team um Captain Katerina Holaskova nach zwölfjährigem Unterbruch nun wieder die Silbermedaillen in Empfang nehmen.
In der mit 1659 Zuschauern ausverkauften Riveraine-Halle begannen beide Teams wieder in der gleichen Aufstellung wie am vergangenen Samstag. Die Schaffhauserinnen also mit Alessia Pazin als Zuspielerin, die für die verletzte Brigitta Petrenki neu geholte Dana Schmit begann dann in den Sätzen zwei bis vier, nachdem Kanti den ersten Satz deutlich mit 15:25 abgegeben hatte. Das Heimteam spielte einmal mehr mit grossem Risiko und vielen Fehler, dem VC Kanti gelang es aber insgesamt zu wenig, mit starken Aufschlägen dagegenzuhalten. Auch im Angriff lief es vielfach nicht wie gewohnt, insbesondere Jordan Lockwood und Brooke Botkin kamen weniger zu Punkten und wurden teilweise durch Lina Lieb ersetzt.
Zu wenig Stabilität im Angriff
Erfolgreicher im Angriff lief es im zweiten Satz, in dem sich die Gäste knapp mit 25:23 durchsetzen konnten, und bis zur Mitte des dritten Durchgangs. Bei einem Vorsprung von fünf Punkten nahm der Schiedsrichter dann einen Entscheid zugunsten von Kanti zurück, ein Time-out von Neuenburg wurde doch nicht durchgeführt. In der Folge liessen sich die Schaffhauserinnen den Schneid abkaufen und gaben den Satz noch mit 18:25 ab. Auch im vierten Satz erspielte sich Kanti zunächst eine Führung (9:5), spielte aber zu wenig konsequent und brachte den Vorsprung nicht durch (21:25). «Es ist enttäuschend, wir haben eigentlich gut gespielt, waren im dritten Satz voll dabei, sind aber nicht stabil genug und hören auf zu spielen», so Kanti-Trainer Neubauer nach der Medaillenübergabe. «NUC hat verdient gewonnen, sie waren deutlich überlegen, vor allem im Angriffsspiel.»
«Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, aber ich bin stolz auf meine Mannschaft», äusserte sich Kanti-Captain Katerina Holaskova mit der um den Hals hängenden Silbermedaille. Sportlich ist die Saison für den VC Kanti nun mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft beendet. Der Verein lädt für den Mittwoch, 30. April, zur Medaillenfeier ins Schaffhauser Orient ein (Türöffnung 18.30 Uhr, Beginn Feier 19.30). Einerseits soll die gewonnene Medaille gefeiert werden, andererseits werden diejenigen Spielerinnen verabschiedet, die in der kommenden Saison nicht mehr Teil des NLA-Teams sein werden.
NLA Frauen. Playoff-Finals (Best of 5). 3. Runde: Neuenburg UC - VC Kanti 3:1 (25:15, 23:25, 25:18, 25:21), Endstand: 3:0. - Riveraine. - 1650 Zuschauer. - SR: Kälin/S. Auricht. - Spieldauer: 22, 23, 21, 24 = 90 Minuten. – Neuenburg UC: Pierret (Pass), Branca, Dvoracek, Meuth, Chase, Scambrey, Mottis (Libera); eingewechselt: Milz, de Micheli, Mico; nicht eingesetzt: Scrucca, A. Lengweiler, Delley (Libera). – VC Kanti: A. Pazin (Pass), Perkovac, Botkin, Lockwood, Holaskova, Ambrosius, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb, Schmit, Popic, Cavka; nicht eingesetzt: Loffreda (Libera), Capraro; verletzt: Petrenko.
Erfolge VC Kanti. Siege Schweizer Cup: 2000, 2009, 2021. – Medaillen in der NLA-Meisterschaft: Silber: 1998, 1999, 2000, 2001, 2004, 2008, 2009, 2013, 2025. Bronze: 1997, 2002, 2003, 2022 (seit dem Aufstieg 1991 spielt der VC Kanti ununterbrochen in der NLA).
NLA Männer: Playoff-Finalserie: Am Mittwoch, 3. Runde: Volley Amriswil – Volley Schönenwerd 3:2, Endstand 3:0.
Der VC Kanti will in Neuenburg den Party-Crasher spielen
Nach den zwei knappen Niederlagen in den Playoff-Finals muss der VC Kanti heute gewinnen, um die Chancen auf den Meistertitel zu wahren.

Voll drauf: Brooke Botkin greift in der 1. Runde der Playoff-Finals gegen Neuenburg UC an. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Mit den zwei Siegen aus den ersten beiden Runden im Rücken kann sich Titelverteidiger Neuenburg UC mit einem weiteren Erfolg am Donnerstag in der heimischen Riveraine-Halle den sechsten Gewinn der Nationalliga-A-Meisterschaft in Folge sichern (unterbrochen nur im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Epidemie). Dies will der Gegner aus Schaffhausen natürlich verhindern und mit einem Break in der wohl ausverkauften Halle eine mögliche Meisterparty crashen und so eine vierte Partie erzwingen, die am Samstag in der BBC-Arena ausgetragen würde. Nach einem allfälligen zweiten Sieg des VC Kanti in der Paarung auf Augenhöhe käme es am Dienstag der nächsten Woche in Neuenburg zur «Belle», ansonsten stünde NUC als Meister fest.
Ganze acht bzw. sechs Punkte betrug die Differenz nach den jeweils vier Sätzen der ersten beiden Runden. Während Neuenburg UC in Bestbesetzung angetreten war, mussten die Munotstädterinnen die Verletzung der ersten Zuspielerin, Brigitta Petrenko, wegstecken. Als Verstärkung zur zweiten Passeuse, Kanti-Eigengewächs Alessia Pazin, wurde als zusätzliche Spielerin die aus Österreich stammende Dana Schmit verpflichtet, die in der zweiten Runde zum ersten Mal im Kanti-Trikot antrat. Nach nur vier Tagen Training im neuen Team war die Eingespieltheit im Vergleich mit NUC noch nicht gegeben, was Kanti zum Nachteil gereichte.
«Am Ende geht es um Angriff, insbesondere den Angriff aus nicht perfekten Situationen, aus der Abwehr heraus», erläutert Kanti-Trainer Nicki Neubauer zwischen Spiel zwei und drei. «Da ist uns Neuenburg noch ein Stückchen überlegen, weil sie zum einen dabei weniger Fehler und zum anderen daraus mehr Punkte machen.» Dazu komme auch das Spielglück, so Neubauer. Im ersten Satz der zweiten Runde war ein Aufschlag im Aus gegeben worden, den nicht nur TV-Expertin Laura Caluori vor der Linie gesehen hatte. «So ist es statt 22:20 für uns dann 21:21, deswegen verlieren wir zwar das Spiel nicht, aber es kehrt das Momentum», hadert der Kanti-Cheftrainer.
Mehr Druck im Aufschlag
Neubauer berichtet, dass man sich nicht gross mit einer Analyse der Spiele aufgehalten habe. «Neuenburg macht das, was wir vorbereitet haben. Die vermehrten Cross-Court-Angriffe passen wir mit unserem Blockverhalten an», so der Cheftrainer. «Wir müssen schwierige Situationen mit mehr Mut, mehr Konsequenz lösen. Da reichen dann ein, zwei Fehler weniger und ein, zwei Punkte mehr, um das Spiel in unsere Richtung zu lenken.» Die Mannschaft wisse, dass man nah dran ist. «Wir müssen probieren, selber am Aufschlag mehr Druck zu machen, vor allem gleich am Anfang vom Spiel.»
Saisonabschluss-Party
Unabhängig davon ob, der VC Kanti am Donnerstagabend mit den Silbermedaillen heimreist oder ein viertes oder gar fünftes Spiel erzwingt: Der Verein plant für den Mittwoch, 30.4.2025, einen NLA-Saisonschluss/Medaillenfeier ab 18.30 Uhr im Orient in Schaffhausen, an dem auch die Spielerinnen verabschiedet werden, die den Verein zum Saisonschluss verlassen.
NLA Frauen. Playoff-Finals (best of 5). Neuenburg – VC Kanti, Stand 2:0. – 3. Runde: Donnerstag, 24. April, 19.00, Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine). – Ev. 4. Runde: Samstag, 26. April, 17.00, VC Kanti - Neuenburg UC (BBC-Arena). – Ev. 5. Runde: Dienstag, 29. April, 19.00, Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine).
Live Stream: via SRF Sport (App und Web) oder RTS 2.
Der VC Kanti verliert gegen Neuenburg ein weiteres enges Spiel
Nach vier knappen Sätzen unterliegt der VC Kanti auch in der 2. Runde der Finalserie und ist nun am Donnerstag auswärts gefordert.

Korina Pekovac pariert einen der harten Aufschläge von Neuenburg UC.Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Eine ausverkaufte Halle mit einer fantastischen Stimmung, ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, eine neue Kanti-Passeuse und ein Blockrekord von Katerina Holaskova: Die zweite Runde der Finalserie gegen Neuenburg bot am Ostersamstag fast alles, was das Herz der Schaffhauser Volleyballfans begehrte. Der einzige Wermutstropfen: Der VC Kanti konnte auch die zweite Partie der Play-off-Finals gegen Neuenburg nicht für sich entscheiden und liegt nun nach dem zweiten der maximal fünf Spiele mit 0:2 zurück.
Ausverkaufte Halle
Die Ausgangslage – mit einem Sieg hätten die Schaffhauserinnen bereits in der zweiten Partie ein weiteres Heimspiel am kommenden Samstag erspielen können – lockte über 1500 Zuschauerinnen und Zuschauer an. Die BBC-Arena war damit nach vielen Jahren wieder einmal ausverkauft. Die Schaffhauser Fans konnten vor dem Anpfiff im Kanti-Dress Nummer 14 ein neues Gesicht entdecken: Die Österreicherin Dana Schmit konnte für die verletzte Brigitta Petrenko bis zum Ende der Saison als Passeuse verpflichtet werden (siehe Kasten).
1000. Block für Holaskova
Doch das Spiel begann Kanti-Coach Neubauer mit der zweiten Zuspielerin der Saison, Alessia Pazin. Schmit wurde in den ersten drei Durchgängen eingewechselt und startete im vierten. Bei Neuenburg begann diesmal Mittelblockerin Raeven Chase. Der erste Satz verlief ausgeglichen bis 22:22, Kanti wehrte zwei Satzbälle ab, NUC nutzte den dritten (26:24). Mit 6:1 startete Kanti in den nächsten Durchgang, dann wechselten Phasen ab, in denen Kanti beim Service und Angriffsdruck zurückfiel und sich wieder heranspielte. Den Stand von 11:13 hatte Kanti-Captain Katerina Holaskova mit ihrem 1000. Blockpunkt in der Nationalliga A erzielt. Nach dem dritten Satzball (25:22) führte Neuenburg mit 2:0.
Mit gleich drei Blockpunkten starteten die Gäste, die in dieser Partie hier etwas erfolgreicher waren, in den dritten Satz. Kanti kam heran, fiel jedoch nach zwei Serviceserien auf 7:16 zurück. Wieder holten die Schaffhauserinnen auf und kamen im Anschluss an eine Aufschlagsserie von Schmit zum 25:23-Satzerfolg. Eng verlief der vierte Durchgang, die Gäste lagen maximal mit zwei Punkten vorne und kamen zum Matchball. Ein Angriffsfehler beendete die Partie zugunsten von Neuenburg. Unter dem Strich hatte NUC ganze sechs Punkte mehr erzielt (in der ersten Partie acht), hatte in der Statistik etwas mehr Block- und Angriffspunkte, aber auch Fehler, Kanti erzielte etwas mehr Asse.
Nicht ganz eingespielt
«Es gab immer wieder kleine Nackenschläge für uns, bei denen wir die Sätze in extremis abgeben», bedauerte Kanti-Trainer Nicki Neubauer im Anschluss an die 106 packenden Spielminuten. «Wir müssen es abschütteln. Zweimal so knapp dran zu sein und dann mit leeren Händen dazustehen, ist nicht so einfach.» Natürlich habe die Verletzung von Brigitta Petrenko ihre Auswirkungen. «Alessia Pazin und Dana Schmit machen es sehr gut, dennoch haben wir einen Verlust in unserer Eingespieltheit, in unserer Stabilität. In den entscheidenden Phasen merkt man, dass wir nicht eingespielt sind», analysiert Neubauer. «Das schmerzt sehr. Ich glaube, dass wir in Vollbesetzung die bessere Mannschaft sind. Ich glaube nicht, dass NUC einen Ausfall von Méline Pierret (erste Passeuse, Anm. d. Red.) genau so hätte kompensieren können.» Am Donnerstag müsse sein Team noch aggressiver, noch mutiger sein. Gelingt dem VC Kanti dann kein Sieg in Neuenburg, tritt das Team mit den Silbermedaillen in der Meisterschaft die Heimfahrt in den Saisonschluss an.
NLA Frauen. Play-off-Finals (best of 5). 2. Runde: VC Kanti - Neuenburg UC 1:3 (24:26, 22:25, 25:23, 22:25); Stand: 0:2. - BBC Arena. - 1500 Zuschauer. - SR: Sikanjic/Zindel. - Spieldauer: 29, 25, 26, 26 = 106 Minuten. – VC Kanti: A. Pazin (Pass), Perkovac (11), Botkin (12), Lockwood (15), Holaskova (16), Ambrosius (4), Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb (1), Schmit (Pass, 2), Popic (2), Cavka; nicht eingesetzt: Loffreda (Libera), Capraro; verletzt: Petrenko. – Neuenburg UC: Pierret (Pass, 3), Branca (9), Dvoracek (21), Meuth (10), Chase (12), Scambrey (19), Mottis (Libera); eingewechselt: Mico, Milz, de Micheli; nicht eingesetzt: Scrucca, A. Lengweiler, Delley (Libera).
Die weiteren Spiele: 3. Runde: Donnerstag, 24. April, 19.00, Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine). – Ev. 4. Runde: Samstag, 26. April, 17.00, VC Kanti - Neuenburg UC (BBC-Arena). – Ev. 5. Runde: Dienstag, 29. April, 19.00, Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine). - Livestream: via SRF Sport (App und Web) oder RTS 2.
Spiele um Rang 3 (best of 3): 3. Runde: Volley Lugano - VBC Cheseaux 3:0; Endstand 2:1.
Neu bei Kanti

Als Ersatz für die bis zum Saisonende ausfallende erste Zuspielerin Brigitta Petrenko verpflichtete der VC Kanti für die Zeit der weiteren Play-off-Finals die österreichische Nationalspielerin Dana Schmit. Die 27-Jährige spielte bisher in Italien in der Serie A2 für Bam Mondavi, das zum Saisonende zu den vier Absteigern gehört. Schmit spielte bereits in der Saison 2019/2020 in der Schweizer Nationalliga A bei Volley Lugano. Für die Verpflichtung konnte der VC Kanti den Pasus «Medical Change» nutzen, da Petrenko nachweislich für länger als vier Wochen ausfällt. (R.Sta.) Bild: W.Schl.
Der VC Kanti braucht mehr Killerinstinkt
Nach der eigentlich unnötigen Niederlage in Neuenburg muss der VC Kanti heute versuchen, daheim in der Finalserie auszugleichen.

Angriffe und Punkte sind gefragt: Jordan Lockwood (hinten l.) und ihre Teamkolleginnen sind heute gefordert. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Eigentlich hätte der VC Kanti am vergangenen Sonntag den Auftakt in die Playoff-Final-Serie nicht nur gewinnen können, sondern gewinnen müssen. Im ersten und vierten Satz hatten sich die Schaffhauserinnen, ohne die verletzte erste Passeuse Brigitta Petrenkó, eine Führung herausgespielt, die man durchbringen kann, und war zu Satzbällen gekommen. Dazwischen hatte das Team den dritten Satz für sich entschieden. Doch bei den Satzbällen kam es, wie so oft im Sport, anders, als es die Spielverhältnisse zuvor aufgezeigt hatten. Die Satzbälle wurden nicht genutzt, die Gegnerinnen sahen und nutzen ihre Chancen und holten sich die Satzgewinne. So musste das Team von Nicki Neubauer mit einer 1:3-Niederlage die Heimreise antreten.
Megaärgerlich
«Wir haben natürlich unsere Hausaufgaben gemacht», äussert sich der Kanti-Trainer vor der zweiten Runde. «Je öfter man sich das anschaut, desto ärgerlicher wird es eigentlich. Es sind viele kleine Sachen. Wir sind eigentlich schon durch», erinnert Neubauer an die Spielstände zugunsten seiner Mannschaft im ersten und vierten Satz. «Wir haben dann in der Rally auch die Chance, den Punkt zu machen. Wir hatten den Ball so, dass wir einen Punkt machen müssen, und machen ihn halt nicht », hadert der Coach. «Das ist dann megaärgerlich, Neuenburg hat dann auch das nötige Spielglück in einigen Situationen. Da fehlt uns dieser Killerinstinkt», meint Neubauer nach den «liegen gelassenen» Möglichkeiten.
Klare Änderungen nötig
In Folge seien dann Dinge passiert, die vorher nicht passiert seien. «Wir halten uns nicht mehr ganz an den Gameplan, wir fangen an, ein bisschen zu studieren, wir machen da mal ein bisschen weniger, sind da mal einen halben Schritt zu spät und es fehlt an Aufmerksamkeit», so der Trainer des VC Kanti im Detail. Neuenburg gelängen dann ein, zwei unmögliche Situationen. «Dann glauben sie sofort wieder dran, das ist der grosse Unterschied.» Dann kommt NUC wieder heran. «Wenn so ein Ball passiert, dann müssen wir den nächsten machen, wir müssen sie klein halten können», fordert Nicki Neubauer. «Wenn wir in der Serie bleiben wollen, wenn wir in Spiel 4 wollen, dann muss es klar anders werden.» Seit dem Auftakt in die Finalserie muss der VC Kanti auf die verletzte Stammpasseuse Brigitta Petrenkó verzichten. Ob und, wenn ja, wie, die Spielerin ersetzt werden kann, dazu äussert sich der Verein bislang nicht.
Ob der VC Kanti in der 2. Runde VBC Cheseaux nacheifern kann? Das Team aus der Romandie konnte in den Spielen um Rang 3 gegen Volley Lugano im Heimspiel vom Donnerstag nach der 0:3-Auswärtsniederlage mit einem 3:1-Sieg ausgleichen, sodass die Entscheidung über die Vergabe der Silbermedaillen am Samstagabend in Cadempino fällt. Gelingt auch den Schaffhauserinnen in der Finalserie gegen NUC der Ausgleich, steht bereits jetzt fest, da es nach der 3. Runde in Neuenburg vom Donnerstag, 24. April, zwei Tage später zu einer weiteren Partie in der heimischen BBC-Arena kommt. Ansonsten muss in der dritten Runde das Break gelingen, um die Chancen auf Meisterschaftsgold zu wahren.
Viel Organisation
Organisatorisch gab es beim VC Kanti und seinen Helfern in den letzten Tagen viel zu tun. Am Donnerstagabend wurde der früher für die Europacupspiele in der grossen BBC-Arena angeschaffte Volleyballboden, der wegen der TV-Liveübertragung vorgeschrieben ist, in der aktuellen Spielhalle verlegt. So konnte das Heimteam ab Freitag darauf trainieren. Am Ostermontag wird der Boden jedoch wieder abgebaut, damit die gesamte Halle für das erste «Rising Stars»-Volleyballcamp mit 22 Kindern zur Verfügung steht. Wenn der VC Kanti ein viertes Spiel erreicht, müsste der Boden für den Samstag in einer Woche erneut verlegt werden. Worauf natürlich das Team, der Verein und die Fans hoffen.
NLA Frauen. Playoff-Finals (best of 5). 2. Runde: Ostersamstag, 19. April, 17.00, VC Kanti - Neuenburg UC (BBC-Arena), Stand 0:1. - Livestream: via SRF Sport (App und Web) oder RTS 2.
Spiele um Rang 3 (best of 3): 2. Runde: VBC Cheseaux - Volley Lugano 3:1, Stand 1:1; 3. Runde: Samstag 19.4., 18.00 Uhr.
Der VC Kanti startet mit einer Niederlage
Auch ohne die verletzte erste Passeuse hatte der VC Kanti Chancen, die 1. Runde in den Play-off-Finals gegen Neuenburg zu gewinnen.

Duell am Netz: Viviane Guyer und Tia Scambray . Bild: Werner Schläpfer

Mehr als 40 Fans hatten den VC Kanti zum Auftakt der Finalserie nach Neuenburg begleitet und unterstützten ihr Team während den vier Sätzen lautstark. Bild R. ST.
Reinhard Standke, Neuenburg
Hiobsbotschaft zum Auftakt der Play-off-Finalspiele gegen Neuenburg UC: die erste Zuspielerin des VC Kanti, Brigitta Petrenko, leidet an Schmerzen in der Hüfte, kurz vor dem Start in die Spielserie um den Meisterschaftstitel kam das Aus für die Ungarin. An ihrer Stelle rückte ein Kanti-Eigengewächs in die Startformation. Als Back-up reiste Vivian Guyer mit nach Neuenburg. Die 26-Jährige hatte von 2016 bis 2022 im Fanionteam der Schaffhauserinnen gestanden und vor zwei Wochen mit der 2. Mannschaft die erste Ligasaison beendet.
Dominanter Start
Doch auch in der veränderten Startformation gelang es den Gästen, den ersten Satz gegen den Titelverteidiger zu dominieren und in Führung zu liegen – bis zum 23:22. Die Partie hatte gleich mit einer kleinen Serviceserie von Lea Ambrosius zum 4:0 begonnen. Anschliessend kam Neuenburg zwar auf 5:6. Die Munotstädterinnen setzten ihre Überlegenheit bald fort, mit starken Aufschlägen, guten Angriffen, stark im Block und mit weniger Fehlern. Wie erwartet nahm der Gegner, vor allem im Service, aber auch im Aufschlag mehr Risiko. 12:5, 18:11, 21:16. 23:18: Kanti war auf Kurs zum Satzgewinn. Doch dann prüfte NUC-Passeuse Méline Pierret die Kanti-Annahme und brachte ihr Team zum Ausgleich. Die Schaffhauserinnen erspielten und vergaben zwei Satzbälle, Neuenburg sicherte sich mit 27:25 knapp den Startsatz. «Schade, das sollte nicht passieren, dann wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen», äusserte sich Captain Holaskova nach den 104 Spielminuten, die von 1611 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Riveraine Halle verfolgt wurden.
Zu abwartend
«Wir spielen zu unpräzis, schauen zu», dies sind nur zwei Aspekte, mit denen Kanti-Trainer Neubauer das Spiel seines Teams in den schwachen Phasen beschrieb. Und so eine folgte im zweiten Satz im Anschluss an den 16:17-Rückstand, mit einer Serviceserie gelang NUC eine Vorentscheidung (23:16). Im dritten Satz fanden die Schaffhauserinnen über den Druck am Aufschlag in ihr Spiel zurück, vergaben zwar eine 13:7-Führung, sicherten sich aber den Durchgang (23:25).
Starke und schwache Phasen zeigten die Schaffhauserinnen auch im vierten Satz. Nach einem 9:14-Rückstand liefen sie auf 20:15 davon, liessen aber das Heimteam wieder herankommen (23:23). Wie im ersten Satz wurde ein Satzball nicht genutzt, Neuenburg legte mit dem Starterfolg in der Finalserie vor.
Bei NUC dominierten wie erwartet Scambray (25 Punkte) und Dvoracek (22) den Skore. Bei Kanti waren es Lockwwod (20) und Holaskova (17). Botkin (11), Perkovac (10) und Ambrosius (8) folgten mit grösserem Abstand als auch schon.
Nun ist der VC Kanti am Karsamstag in der heimischen Halle gefordert. Mit einem Heimsieg könnte sich das Team von Nicki Neubauer eine Woche später eine weitere Partie in der BBC-Arena erkämpfen. «Wir müssen es besser machen», fordert Captain Holaskova. Ob, und wenn ja, wie die verletzte Passeuse Petrenko ersetzt werden kann, darüber liessen sich die Verantwortlichen bei Kanti noch nicht in die Karten schauen. Vivian Guyer steht nicht für alle möglichen weiteren Partien zur Verfügung. Eine kurzfristige Verpflichtung einer neuen Spielerin aber scheint nicht einfach zu sein.
NLA Frauen. Play-off-Finals (best of 5). 1. Run de: Neuenburg UC – VC Kanti 3:1 (27:25, 25:19, 23:25, 26:24), Stand:1:0. – Riveraine. – 1611 Zuschauer. – SR: Grellier/Sanapo. – Spieldauer: 27, 21, 29, 27 = 104 Minuten. – Neuenburg UC: Pierret (Pass, 5), Branca (9), Dvoracek (22), Meuth (3), De Micheli (6), Scambrey (25), Mottis (Libera); eingewechselt: Mico (7), Milz (1); nicht eingesetzt: Chase, Scrucca, A. Lengweiler. – VC Kanti: A. Pazin (Pass, 2), Perkovac (10), Botkin (11), Lockwood (20), Holaskova (17), Ambrosius (8), Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb (1), Gyuer; nicht eingesetzt: Popic, Loffreda (Libera), Capraro, Cavka; verletzt: Petrenko.
Nächstes Spiel: Karsamstag, 19. April, 17.00, VC Kanti – Neuenburg UC (BBC-Arena).
Spiele um Rang 3 (best of 3). 1. Runde: Volley Lugano – VBC Cheseaux 3:0.
Letzte Saison für Perkovac
Auf die Saison 2017/2018 stiess Korina Perkovac zum VC Kanti und bestreitet nun die achte Saison unter Trainer Nicki Neubauer. Doch mit Abschluss der Finalspiele soll ihre Volleyballkarriere zu Ende gehen. Dies verriet die 25-Jährige im «Blick» und verweist auf die Doppelbelastung von Sport und ihrer Arbeit als Apothekerin in Schaffhausen.(R.Sta.)
Der VC Kanti startet in die Playoff-Finals
Nach zweieinhalb Wochen Warten: Endlich beginnen am Sonntag die Playoff-Finals gegen Neuenburg UC.

Die Topscorerin des VC Kanti, Jordan Lockwood (r.), lanciert einen gefährlichen Angriff nach dem anderen. Bild:Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Zwölf Jahre lang musst sich der VC Kanti gedulden, um in der NLA-Meisterschaft wieder um den Titel spielen zu können. Damals, 2013, musste man sich Volero Zürich in drei Spiele beugen, wurde aber unter Trainer Dirk Gross mit den Silbermedaillen für die erfolgreiche Saison belohnt. Die Zeiten der Zürcher Seriensiege in der Schweizermeisterschaft gingen 2018 zu Ende, seit 2019 dem kommt das dominante Team in der Schweizer NLA aus Neuenburg (im Coronajahr 2020 wurde kein Titel vergeben).
Herausforderer VC Kanti
Ob nun die Schaffhauserinnen das erste Team sind, die die laufende Serie der Neuenburgerinnen unterbrechen oder beenden können? Während der VC Kanti in der vorhergehenden Saison beide Aufeinandertreffen für sich entscheiden konnte (3:0 und 3:2), gewann in der laufenden Spielzeit jedes Team in der Qualifikation das Heimspiel (Kanti 3:2, NUC 3:1). «Wir sind hungrig auf den Sieg in der Meisterschaft», äussert sich Kanti-Captain Katerina Holaskova vor dem Start in die Playoff-Serie, in der die Munotstädterinnen nicht zu verlieren haben. «Wir können nur überraschen. Wenn wir so fokussiert sind wie in den letzten Spielen, dann können wir es schaffen. Aber wir müssen unser Bestes geben», so die 34-jährige Mittelblockerin.
Vergleich der beiden Teams
«Wir sind besser im Service, wir machen weniger Fehler, weil sie mehr riskieren, das ist ihre Taktik», fasst Holaskova die Analyse von Trainer Nicki Neubauer zusammen. «Wir sind etwas besser in der Annahme und auf jeden Fall im Block», so die beste Blockerin der Liga weiter. «Im Angriff hat Neuenburg mit Maia Dvoracek und Tia Scambray zwei starke Spielerinnen. Wir haben mehr Optionen und sind auf jeder Position gefährlich», schliesst Katerina Holaskova den Vergleich der beiden Teams ab.
Nachdem sich der VC Kanti in der Saison 2024/2025 in der Tabelle wochenlang auf Rang eins und später Platz zwei behaupten konnte, strömten für die Spiele der Playoff-Viertel- und Halbfinals immer mehr Fans in die BBC-Arena.
Im dritten Spiel gegen Volley Lugano wurde sogar die Marke von 1000 Zuschauern durchbrochen. Entsprechend konnte der Verein auch das vermehrte Interesse beim Verkauf von Werbung vermelden, insbesondere dank der auf die Saison neu beschafften LED-Banden. Und, zweieinhalb Wochen nach der Finalqualifikation, werden am Sonntag wohl weit über 50 Fans den Weg nach Neuenburg einschlagen, um ihr Team in der möglicherweise ausverkauften Riveraine-Halle zu unterstützen. Die zweite Runde findet dann am Ostersamstag in der heimischen BBC-Arena statt (17.00 Uhr).
Der Auftakt wird wie die weiteren Spiele via SRF Sport (App und Web) oder RTS 2 auch daheim zu verfolgen sein.
NLA, Frauen. Play-off-Finals (best of 5). 1. Runde: Sonntag, 13. April, 16.00, Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine). – 2. Runde: Ostersamstag, 19. April, 17.00, VC Kanti - Neuenburg UC (BBC-Arena). – 3. Runde: Donnerstag, 24. April, 19.00, Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine). – Ev. 4. Runde: Samstag, 26. April, 17.00, VC Kanti - Neuenburg UC (BBC-Arena). – Ev. 5. Runde: Dienstag, 29. April, 19.00, Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine). Live Stream: via SRF Sport (App und Web) oder RTS 2. Erfolge VC Kanti. Siege Schweizer Cup: 2000, 2009, 2021. – Medaillen in der NLA-Meisterschaft: Silber: 1998, 1999, 2000, 2001, 2004, 2008, 2009, 2013. Bronze: 1997, 2002, 2003, 2022 (seit dem Aufstieg 1991 spielt der VC Kanti ununterbrochen in der NLA).
Nicki Neubauer: «Wir sind hungrig nach einer Meisterschaft»

Mit ganzer Leidenschaft am Start: Kanti-Trainer Nicki Neubauer will sein Team zur Meisterschaft führen.
Nachgefragt Kanti-Trainer Nicki Neubauer vor dem Start in die Play-off-Finals gegen Neuenburg
Ab Sonntag kämpft der VC Kanti Schaffhausen gegen Neuenburg UC zum ersten Mal seit dem Jahr 2012 wieder um den Titel in der NLA-Meisterschaft. Vor dem Beginn der Best-of-5-Serie äussert sich Cheftrainer Nicki Neubauer zur Vorbereitung auf dieses Highlight. Und er spricht auch über die Stärken und Schwächen der beiden Teams.
Nicki Neubauer, was war ausschlagend dafür, dass der VC Kanti in dieser Saison um die Meisterschaft spielen kann?
Nicki Neubauer: Ich denke, es sind zwei Sachen. Wir haben mit sehr guter Kontrolle gespielt, wir hatten ein gutes Risk-and-secure-Management, das heisst, wir haben sehr wenig Fehler gemacht in den ganzen Spielen. Zudem waren wir taktisch über das ganze Jahr sehr diszipliniert, das Team hat das gut umgesetzt. Ein ausschlaggebender Punkt ist auch, dass wir ruhig geblieben sind in den Phasen, in denen wir mal Schwierigkeiten hatten. Wie im ersten Satz in der 2. Halbfinalrunde, den wir in Lugano verlieren und dann aber wieder zu unserem Spiel zurückkommen. Ich glaube, in den Play-offs und in den letzten Spielen der Rückrunde haben wir gesehen, immer mehr den Fokus auf uns selber zu setzen, und wie wir miteinander umgehen und uns gegenseitig helfen. Dies ist eine ganz grosse Stärke in dieser Saison der Mannschaft. Das werden wir sicher auch in der Finalserie brauchen.
Wo liegen die Stärken und Schwächen von Kontrahent Neuenburg UC?
Sie sind eine sehr selbstbewusste und sehr aggressive Mannschaft, ganz klar im Angriff, ganz klar auch am Aufschlag oder wenn es ihnen läuft am Aufschlag, dann sind sie sehr gefährlich. Und NUC ist natürlich eine Mannschaft, die mit Tia Scambray und Maia Dvoracek über zwei überragende Einzelspielerinnen verfügt. Der Transfer mit Dvoracek hat sie schon noch mal um einiges nach vorne gepusht. Von der ersten Saisonhälfte an hatten sie schon mächtig Respekt vor uns, auch mit dem Ausblick, dass man im Play-off irgendwo auch mal aufeinandertrifft. Ich glaube, die zwei Spielerinnen sind schon das Mass aller Dinge bei ihnen, wie man in den letzten Spielen und im Cupfinal sehen konnte. Am Ende, wenn sie Punkte brauchen, geht der Ball entweder zu Dovracek oder Scambray. Die zwei machen 50, wenn nicht mehr als 60 Prozent aller Punkte bei ihnen. Und ja, das ist ihre Stärke und vielleicht aber auch zugleich ihre Schwäche. Eine andere Schwäche kann auch ihre Risikobereitschaft werden. Sie machen extrem viele Fehler, vor allen Dingen im Aufschlag, weil sie extrem viel Risiko nehmen. Das ist ein bisschen der Unterschied zwischen uns und ihnen. Wir sind schon ein bisschen kontrollierter.
Was hat denn der VC Kanti dagegenzusetzen?
Wir haben immer einen sehr guten Gameplan dagegenzusetzen. Wir haben eine sehr hohe Disziplin in der Taktik, und wir haben eine sehr gute Vorbereitung auf unsere Gegner individuell. Ich glaube, das können wir auf jeden Fall dagegensetzen. Was wir ganz extrem herausstreichen müssen, ist auch unser Hunger nach einer Meisterschaft. Wir haben nichts zu verlieren. Es gibt nur was zu gewinnen. Wir haben natürlich unsere Stärken mit dem Block und auch mit dem Aufschlag. Gegen Neuenburg sind das ganz starke Waffen, gerade in der Kombination müssen wir es hinbekommen, dass wir ein paar Situationen für uns pro Satz kreieren und dann richtig zugreifen. Ich denke, dass NUC Respekt vor uns hat. Sie spielen auch nicht so gerne gegen uns. In den letzten Jahren waren es immer enge Partien.
Vor den Halbfinals hatten Sie eine Serie mit vier Spielen erwartet, Kanti zog dann bereits nach drei Begegnungen in den Final ein. Wie viele Runden sind dort zu erwarten?
Ich hoffe, dass es mehr als drei werden. Ich nehme alles. Es sind die zwei besten Mannschaften dieses Jahr, die aufeinandertreffen. Ich glaube, dass es eine enge Serie wird, und ich sage mal, es gibt vier Runden. Dann hätten wir eine gute Chance, zu Hause Meister zu werden, und das ist irgendwo natürlich auch ein Ziel. (Reinhard Standke)
Grosse Euphorie nach Finaleinzug
Freude, Genugtuung und Hoffnung: Der VC Kanti spielt zum ersten Mal seit 2013 wieder um den Titel in der NLA.

Smash von Jordan Lockwood gegen NUC im November. Bild:W.Sch.
Reinhard Standke
Zwölf Jahre lang musste die Kanti-Familie warten, bis das Fanion-Team des Vereins nun wieder um den Titel spielen kann. 2013 unterlag das Team des damaligen Coachs Dirk Gross gegen Volero Zürich, die Schaffhauserinnen konnten den Gewinn der Silbermedaillen feiern. Im Anschluss an den Cupsieg 2021 holte das Team 2022 mit dem noch heutigen Trainer Nicki Neubauer die Bronzemedaille (gegen Volley Düdingen). Nach zwei zum Ende enttäuschenden Spielzeiten, in denen man nicht über Rang fünf beziehungsweise sechs hinausgekommen war, stiess das neu konzipierte Team des VC Kanti am Mittwoch in den NLA-Playoff-Final 2025 vor, in dem der Gegner ab dem 13. April Neuenburg UC heisst.
«Es ist eine grosse Genugtuung nach den letzten beiden Saisons, nach denen wir uns viele Gedanken gemacht haben über die Zusammenstellung der Mannschaft», äussert Neubauer. Das knappe Ausscheiden in den Viertelfinals mit fehlendem Spielglück 2022/23 und 2023/24 habe «schon etwas gemacht» mit den Verantwortlichen des Vereins. «Gehen wir den richtigen Weg mit ganz vielen jungen Spielerinnen oder fehlt die Breite?», dies sei eine der Fragestellungen gewesen. Auf den Input des Trainers hin setzt der Verein nun auf weniger junge Schweizerinnen, die man aber besser fördern könne. «Dem Anspruch gerecht zu werden, eine Topmannschaft zu sein und gleichzeitig Ausbildungsverein, ist extrem schwer», sagte Nicki Neubauer. Mit dem Finaleinzug hat die Führung des VC Kanti nun eine Bestätigung für das aktuelle Konzept erhalten. «Wir haben eine etwas breitere Mannschaft, wir haben mehr Möglichkeiten, Verletzungen, Krankheiten oder individuell schlechte Phasen auszugleichen. Und gleichzeitig können wir die jungen Leute mit mehr Verantwortung und mehr Spielzeit auf dem Feld ausstatten, als wenn wir zwei, drei Jüngere mehr hätten.» Der Verein konnte die finanzielle Herausforderung mitgehen.
Der sportliche Weg der letzten Monate brachte immer mehr Zuschauer zu den Spielen. Verfolgten Anfang November gut 400 Fans die Hinrunde gegen Neuenburg UC, strömten am Mittwoch über 1000 Anhänger in die BBC-Arena. «Es ist megaschön, dass die Wertschätzung da ist», freut sich Kanti-Präsident Sandro Poles. Man habe einerseits viel Werbung gemacht, andererseits habe der sportliche Erfolg viele Leute in die Halle gebracht, die noch nie ein Volleyballspiel gesehen hätten. Die Zuschauereinnahmen machen zwar nur einen kleinen Teil vom Budget aus, viele Fans, die die Werbung am Spielfeldrand sehen, ermöglichen aber eine bessere Vermarktung. Insbesondere der Verkauf der Werbung auf den neu angeschafften LED-Banden entwickele sich sehr gut, so der Vereinspräsident.
Neben der Freude, die der Finaleinzug bei Team und der erweiterten Vereinsführung ausgelöst hat, ergibt die Organisation der ein bis zwei Heimspiele (19. April, gegebenenfalls 26. April) auch neue Aufgaben. Aufgrund der Fernsehübertragung müsse wohl der spezielle Volleyballboden verlegt werden. Zwar stehen für die Finalserie bislang die Spieltage fest, nicht aber die von den TV-Übertragungen abhängigen Anspielzeiten.
Der VC Kanti steht im Playoff-Final
Im NLA-Playoff-Final 2025 spielen der VC Kanti und Neuenburg ab Mitte April um Gold und Silber.

Grenzenloser Jubel bei Spielerinnen und Fans: Der VC Kanti hat den Einzug in den Playoff-Final geschafft. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Mit dem gestrigen dritten Sieg (3:0) in der Halbfinalserie gegen Volley Lugano schaffte der VC Kanti seit 2013 zum ersten Mal wieder die Qualifikation für den Playoff-Final der Nationalliga A. Dort trifft das Team mit Coach Nicki Neubauer auf den Titelverteidiger Neuenburg UC. Beide Teams erreichten die Finalrunden (Best of 5), die ab dem 13. April ausgetragen werden, auf dem kürzesten Weg. NUC setzte sich mit drei Siegen gegen VBC Cheseaux durch. Die Heimspiele in der BBC-Arena sind für den Ostersamstag, 19. April, und, falls die Serie noch nicht entschieden ist, am Samstag, 26. April, angesetzt.
Bei Saisonrekordbesuch von 1011 Zuschauern, das Programmheft war schnell vergriffen, begann die Partie mit 15 Minuten Verspätung, da die Gäste erst eine knappe halbe Stunde vor dem vorgesehenen Spielbeginn in der Halle eingetroffen waren. Besser ins Spiel fand zunächst Volley Lugano, das trotz vielen (Service-)Fehlern den Spielstand ausgeglichen gestalten konnte, da im Gegensatz zu den Gastgeberinnen im Angriff die Punkte gelangen. «Lugano hatte etwas umgestellt und anders gegen uns geblockt», erläuterte Kanti-Coach Neubauer.
Dann fanden die Gastgeberinnen über den Servicedruck (Botkin) ins Spiel, zogen davon (11:6, 17:11). Doch Lugano leistete, wie schon in den ersten beiden Begegnungen, immer wieder Gegenwehr und kam auf 20:16 bzw. 21:18 heran. Die Schaffhauserinnen «durchtauchten», so drückte Trainer Neubauer es am vergangenen Samstag aus, diese Situationen erneut. Mit Lina Lieb, als kurzzeitige Verstärkung in der Annahme, sicherte sich das Heimteam den ersten Satz (25:18).
«Wir haben in Satz eins und zwei sehr gut gespielt», so der Coach der Schaffhauserinnen nach den nur 66 Spielminuten. Im zweiten Durchgang baute sein Team den Vorsprung schnell auf 12:6 aus und ging mit 25:17 in die Pause von 10 Minuten. Auch danach lief es zunächst nach Plan in Richtung Finalqualifikation (12:8). Doch dann kam es zu einem Bruch im Spielfluss, Lugano kam mit starken Aufschlägen und guter Blockarbeit heran (17:17, 22:22). «Es gab eine Torschlusspanik, wir wurden passiv», erklärte Trainer Neubauer diese Phase. Doch dann gelangen seinem Team die letzten drei Punkte im Spiel.
«Ich bin stolz auf die Mannschaft», zollte Kanti-Trainer Neubauer seinem Team mit der Gewissheit, den Finaleinzug erreicht zu haben, ein Lob. Zur Vorbereitung auf die Mitte April beginnenden drei bis fünf Finalspiele verbleiben den Schaffhauserinnen nun zweieinhalb Wochen Zeit, dabei gibt der Trainer den Spielerinnen die ersten fünf Tage frei. Konkurrent Neuenburg trifft am Samstag, 5. April, noch im Cupfinal in Winterthur auf Aesch-Pfeffingen.
Nationalliga A, Playoff-Halbfinals (best of 5). 3. Runde: Volley Lugano - VC Kanti 3:0 (25:18, 25:16, 25:22), Endstand 3:0. - BBC-Arena. - 1011 Zuschauer. - SR: Rüegg/Droguett. Spieldauer: 23, 20, 23 = 66 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Perkovac, Botkin, Lockwood, Holaskova, Ambrosius, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb; nicht eingesetzt: A. Pazin, Popic, Loffreda (Libera), Capraro, Cavka. – Volley Lugano: Hayward (Pass), Solvik, Leban, Sordo, Armer, Zanetti, Mortati (Libera); eingewechselt: Cveticanin, Kovacic; nicht eingesetzt: Garovi, Sacher, Paya (Libera).
Zweite Halbfinalserie: Neuenburg UC - VBC Cheseaux 3:0 (25:19, 25:15, 25:16), Endstand 3:0.
Playoff-Finals (best of 5), Ansetzungen gemäss Modus: 1. Runde: Sonntag, 13. April, Neuenburg UC - VC Kanti. 2. Runde: 19. April, VC Kanti - Neuenburg UC. 3. Runde: Donnerstag, 24. April: Neuenburg - VC Kanti. Ev. 4. Runde: Samstag, 26. April, VC Kanti - Neuenburg UC. Ev. 5. Runde: Neuenburg - VC Kanti.
Den ersten Matchball nutzen
Der VC Kanti hat heute die erste von drei Chancen, zum ersten Mal seit 2013 wieder in den Playoff-Final einzuziehen.

Der VC Kanti ist bereit: Lea Ambrosius (r.) und Jordan Lockwood vor dem Spiel in Lugano. Bild: W. Schläpfer
Reinhard Standke
Die Chancen für den VC Kanti sind gross, nach 12 Jahren Unterbruch wieder in den Final der NLA-Playoffs einzuziehen. Nach dem zweiten Sieg in der Halbfinalserie gegen Volley Lugano ist dafür nur noch ein weiterer Erfolg nötig, während die Tessinerinnen alle drei noch möglichen Spiele gewinnen müssten, um dem Team von Nicki Neubauer den Platz noch streitig machen zu können.
Nach der fünften Partie in der Saison ist das Abtasten schon lange vorbei, die Mannschaften kennen sich gegenseitig. Die mentale und körperliche Erholung werden bedeutender, nur noch Details im eigenen Spielrhythmus, den es durchzuziehen gilt, sind anzupassen.
Nach der Rückkehr vom Spiel im Tessin vom Samstag legte das Team des VC Kanti am Sonntag einen Ruhetag ein, der Montag umfasste ein Krafttraining am Vormittag sowie ein Balltraining, in dem auf «Kleinigkeiten» eingegangen wurde, am Abend, berichtet Trainer Nicki Neubauer. Am Dienstagmorgen wurden individuell Dinge, die es zu verbessern gilt, wiederholt, gefolgt von einer kurzen Videoanalyse und einem 90-minütigen Abschlusstraining. Der Spieltag beginnt mit einem Warm-up mit Aufschlag und Annahme, bevor es am Abend (20 Uhr) «in einer möglichst gut gefüllten BBC-Arena» zur Sache geht.
«Wir wollen den ersten Matchball nutzen», gibt Coach Neubauer die Marschrichtung vor. «Die Mannschaft ist hoch motiviert, wir wollen nicht noch einmal am Freitag ins Tessin fahren.» Dennoch müsse man eine gute Balance finden und den Erfolg nicht zu fest erzwingen. Am vergangenen Samstag hatten die Schaffhauserinnen den Verlust des ersten Satzes zu verdauen. Volley Lugano hatte die Gäste mit dem starken Aufschlag permanent unter Druck gesetzt und den Satzerfolg an sich gerissen. «Da müssen wir kurz durchtauchen und versuchen, ihnen das eigene Spiel aufzudrücken», so Nicki Neubauer zum Fall eines erneuten möglichen Satzgewinnes. «Wenn wir dies schaffen, dann werden wir das Spiel auch gewinnen, weil sie im Moment zu wenige Lösungen haben», so die Analyse des Kanti-Chefcoaches. Das Team habe im Januar deutlich besser gespielt. «Wir müssen so arbeiten, dass die Stimmung bei ihnen runtergeht», so Neubauer. «Wir müssen ruhig bleiben, auch wenn das Spiel wie im vierten Satz lange ausgeglichen ist, und irgendwann den Hebel ansetzen.» Dies war den Kanti-Spielerinnen am Samstag gelungen: Nach dem 22:22 erzielten sie drei Punkte in Folge. «Mit jedem Punkt und jedem Satz, den wir gewinnen, steigt der Stresslevel bei ihnen», denn mit dem Rücken an der Wand steht vor der dritten Begegnung Volley Lugano. Die Sicherheit von zwei Siegen in der Best-of-5-Serie sollte dagegen dem Team des VC Kanti das notwendige Selbstvertrauen geben.
Playoff-Halbfinal, 3. Runde:VC Kanti - Volley Lugano, Mittwoch, 26. März, 20 Uhr, BBC-Arena; Stand 2:0.
Ein grosser Schritt in Richtung Final
Nach dem 3:1-Auswärtssieg in Lugano fehlt dem VC Kanti nur noch ein Erfolg zum Einzug in den Playoff-Final.

Im dritten Satz gelangen Topscorerin Jordan Lockwood (r.) gleich vier Angriffspunkte in Folge. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Zwei von drei Schritten in Richtung Playoff-Final, dem grossen Saisonziel des VC Kanti, sind geschafft. In der fünften Begegnung in dieser Saison gegen Volley Lugano gelang den Schaffhauser Volleyballerinnen am Samstag der erste Auswärtssieg, nach zwei Niederlagen im Tessin und zwei Erfolgen in heimischer Halle. Den ersten Matchball in der «Best of Five»-Serie könnten die Kanti-Spielerinnen nun am Mittwoch verwandeln.
Die rund 15 mitgereisten Kantifans sollten in den 89 Spielminuten die Stammformation unterstützen. Trotz unterschiedlichem Verlauf des Spiels griff Kanti-Trainer Neubauer zu keiner Auswechselung – ganz im Gegensatz zu Apostolos Oikonomou, Coach des Heimteams. Und dieses sollte, je länger, je mehr, im ersten Durchgang die Akzente setzen. Zwar legten die Gäste mit 4:2 vor, liessen dann aber die Tessinerinnen herankommen (10:9), nicht zuletzt durch vier Fehler, während die Gegnerinnen bislang fehlerlos spielten. Lugano suchte den Erfolg über den Service, insbesondere Kjosas Solvik und Jacqui Armer übten Druck auf Kanti aus, bei dem das Scoring runter ging. Dafür punktete nun Armer, die in der ersten Partie vor einer Woche kaum zum Zuge gekommen war. Beim 13:19-Rückstand griff Nicki Neubauer zum zweiten Time-out.
Aggressiveres Spiel eingefordert
«Es war viel Coaching notwendig, es gab viele Anpassungen, man musste immer wieder etwas verändern», berichte der Kanti-Trainer nach dem Spiel. Die Anpassungen sollten gelingen, Punkt für Punkt kämpfte sich Kanti in der Folge wieder heran (21:22), doch die Schlussphase ging an Volley Lugano (25:21).
Im zweiten Satz fand Kanti dann mehr Druck am eigenen Aufschlag als zuvor. Bis zum 13:12 hatte sich kein Team um mehr als zwei Punkte absetzen können, mit Brigitta Petrenko am Service und guten Block gelang dann die Führung vom 20:12. Kanti überstand eine kurze starke Phase des Gegners (17:21) und kam mit einer kurzen Serie von Katerina Holaskova zum Ausgleich (25:17). Der Spielfluss der Munotstädterinnen hatte auch im dritten Satz Bestand, mit den Aufschlagsserien von Brooke Botkin und Holaskova. Während einer Serie des Captains gelangen Jordan Lockwood vier Angriffspunkte in Folge. Die Gäste setzten sich von 7:6 auf 16:7 ab und dominierten den Durchgang mit 25:14. Diese Überlegenheit der Schaffhauserinnen war im vierten Satz dagegen nicht mehr gegeben, bis zum 22:22 überwog das Sideout-Spiel. Die Schlussphase, mit Botkin am Aufschlag, sicherten sich dann Kanti mit einem Blockpunkt von Holaskova und zwei Angriffspunkten von Lockwood. Am Ende hatte dann Kanti in der Statistik die Werte im Angriff (57:45 Punkte) Aufschlag (9:3 Asse) und 9:6-Blockpunkte auf ihrer Seite. Den Score aufseiten der Schaffhauserinnen bestimmten Lockwood (20), Perkovac (14) sowie Holaskova (13), bei Volley Lugano Selena Leban (15) und Armer (14). «Es war das erwartet schwere Spiel, wir haben uns richtig ‹gebattled› mit ihnen», äusserte sich Kanti-Coach Neubauer nach dem Sieg. «Im ersten Satz haben wir lange nach unserem Aufschlag gesucht.» Zudem habe es viele Angriffsfehler gegeben. In der Satzpause habe man dann ein aggressiveres Spiel eingefordert. «Im Satz zwei und drei schlagen wir sehr gut auf. Im vierten Satz haben wir es mit vielen guten Aufschlägen, Disziplin und guter Abwehrarbeit in unsere Richtung gedrückt.»
Am Mittwoch haben sowohl die Schaffhauserinnen als auch Neuenburg (liegt gegen Cheseaux 2:0 in Führung) mit einem dritten Sieg die Chance, in den Playoff-Final einzuziehen.
layoff-Halbfinals (Best of 5). 2. Runde: Volley Lugano - VC Kanti 1:3 (25:22, 17:25, 14:25, 22:25), Stand 0:2. - Palamondo Cadempino. - 400 Zuschauer. - SR: Sikanjic/Zindel. Spieldauer: 24, 22, 19, 24 = 89 Minuten. – Volley Lugano: Hayward (Pass, 4), Cveticanin (2), Leban (15), Kovacic (2), Armer (14), Zanetti (3), Mortati (Libera); eingewechselt: Sordo (4), Solvik (9), Garovi (1), Sacher; nicht eingesetzt: Paya (Libera). – VC Kanti: Petrenko (Pass, 5), Perkovac (14), Botkin (8), Lockwood (20), Holaskova (13), Ambrosius (5), Habegger (Libera); nicht eingesetzt: A. Pazin, Lieb, Popic, Loffreda (Libera), Capraro, Cavka.
Die nächsten Spiele. 3. Runde: Mittwoch, 26. März, VC Kanti - Volley Lugano, 20.00 (BBC-Arena). Ev. 4. Runde: Freitag, 28. März, Volley Lugano - VC Kanti, 20.00 Uhr (Cadempino). Ev. 5. Runde: Sonntag, 30. März, VC Kanti - Volley Lugano 16.30 Uhr (BBC-Arena).
Zweite Halbfinalserie: VBC Cheseaux - Neuenburg UC 1:3 (25:20, 14:25, 11:25, 21:25), Stand 0:2.
Kanti will sich ersten Matchball erarbeiten
Mit einem Erfolg bei Volley Lugano wären die Schaffhauser Volleyballerinnen nur noch einen Sieg vom Einzug in den Play-off-Final entfernt.

Auch heute in Lugano will der VC Kanti das Duell in der Service-Annahme (hier Brooke Botkin, vorne) für sich entscheiden. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
«Es wird ein schweres Spiel», wiederholt Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer vor der 2. Runde der Play-off-Halbfinals gegen Volley Lugano seine Aussage, die er bereits vor dem Heimspiel, das der VC Kanti mit 3:1 gewann, gemacht hatte. «Sie werden sicher daheim mit dem Aufschlag mehr Druck machen als im Auswärtsspiel», erwartet Neubauer. Dabei habe sein Team die Annahme zum Grossteil sehr gut halten können: «Das Duell haben wir ein bisschen gewonnen.»
Allerdings habe sein Team ein paar Sachen liegen lassen, manches habe zeitweise gefehlt: «Cleverness im Angriff, wir haben zum Beispiel sehr wenig geskort nach Danke-Bällen, da haben wir viel zu viel liegen gelassen», so der Chefcoach der Schaffhauserinnen. Am Spielende habe seine Mannschaft nicht mehr ganz die Präzision im Aufschlag gefunden, allerdings wechselte Lugano ein bisschen die Aufstellung. «Wenn wir in den Aufschlag mehr Cleverness und Präzision reinbringen und schneller erkennen, was passiert, können wir viel mehr Druck auf sie machen.»
Trainer Neubauer stellt sich auf eine intensive Woche ein
Auch müsse sein Team den Gegner an Situationen am hohen Ball drängen. «Da haben wir unsere Blockpunkte gemacht und wir haben eine viel grössere Effizienz. Und eine viel grössere Breite.» Am Ende lebte Volley Lugano vor allem von Selena Leban, so Nicki Neubauer rückblickend. Wenn seine Mannschaft stark aufschlage, laufe das Spiel auch an Jacqui Armer vorbei. «Wenn Lugano in Spielen wie gegen uns Schwierigkeiten in der Annahme bekommt, dann fehlt ihnen das Skoring von ihr.»
Zurückblickend auf das Spiel vom vergangenen Sonntag, welches die Munotstädterinnen mit 3:1 für sich entscheiden konnten, meint Nicki Neubauer: «Lugano spielt durch und wir knicken im dritten Satz kurz weg.» Jetzt gehe es wieder bei null los. Man habe gemerkt, dass ein paar Spielerinnen etwas müde sind. «Wir haben die Pace im Training etwas rausgenommen. Ich denke weiterhin, dass es mehr als drei Spiele gibt, und dann wird es eine sehr, sehr intensive nächste Woche geben», wiederholt der Kanti-Trainer.
Stünde es in der Serie am heutigen Samstagabend 1:1, würde es nicht nur am nächsten Mittwoch ein Spiel in der BBC-Arena geben (20 Uhr), sondern auch 48 Stunden später im Tessin. Eine allfällig erforderliche fünfte Runde fände dann wieder in Schaffhausen statt (Sonntag, 23. März, 16.30 Uhr). «Wir haben die Riesenchance, uns einen ersten Matchball zu erarbeiten», sagt Neubauer zur Begegnung vom heutigen Samstag. Beide Teams werden Vollgas geben: Kanti, um eine Vorentscheidung zu erreichen – und Lugano, um in der Serie auszugleichen.
Mitreisemöglichkeit im CarAbfahrt nach Lugano ist heute um 12 Uhr ab BBC-Arena. Fans können mitfahren (40.– CHF).
Erfolgreicher Start in die Halbfinals
Mit einem 3:1-Sieg über Volley Lugano legt der VC Kanti in der Playoff-Halbfinalserie vor.

Jordan Lockwood war einmal mehr die Topskorerin für den VC Kanti. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Die Laufstärkeverhältnisse in der BBC-Arena waren am Samstag schnell geklärt: Bei den Trommlern bestimmten die Fans von Volley Lugano den Lärmpegel im Verhältnis 3:1. Bei den Spielverhältnissen sollte es aus Schaffhauser Sicht am Ende andersherum aussehen.
Der VC Kanti ging in die 88 Spielminuten mit dem stärksten Team, musste zwar zu Beginn zwei Punkte hinnehmen, bestimmte aber anschliessend das Geschehen. Jordan Lockwood sorgte mit dem Aufschlag bis zum 5:2 für Druck (zwei Asse).
Danach drückten wieder die Munotstädterinnen, beim 15:8 gab es das zweite Time-out aufseiten der Gäste. Kanti dominierte in Service, Angriff und Block, zwang die Tessinerinnen zu Fehlern und holte sich den ersten Satz mit 25:14.
Doch wie so oft im Volleyball sollte es nicht so weitergehen. Im angesagten «Duell auf Augenhöhe» fand nun auch Lugano (nach einem Wechsel beim 1:3) zum Druck beim Aufschlag, hielt den Skore ausgeglichen. Nach einer Serviceserie der Gäste (9:12) kam Kanti gegen die nun kämpferisch verteidigenden und angreifenden Tessinerinnen, insbesondere die Diagonale Selena Leban sorgte für Punkte, wieder heran, fiel aber auch wieder zurück. Eine Aufschlagsserie von Jordan Lockwood (21:22 bis 24:22) brachte die Vorentscheidung (25:23).
Break nach der Pause
Nach der 10-minütigen Pause fanden die Schaffhauserinnen nicht zum vorhergehenden Spielrhythmus zurück, das Momentum fiel aufseiten von Volley Lugano, das (trotz vermehrter Servicefehler) Angriffsspiel und Block dominierte (so wie Kanti im ersten Durchgang). Das Heimteam zeigte, wie Trainer Neubauer schon in anderen Spielen zuvor aufgezeigt hatte, eine Phase mit unpräzisen Aktionen und Ärger über sich selbst. Nach einer (angeblichen) Netzberührung wurde Zuspielerin Petrenko verwarnt. Ihr Team musste den Satz trotz des Doppelwechsels (Pazin/Lieb für Petrenko/Lockwood) klar abgeben (15:25).
Volley Lugano konnte die Dominanz auch zu Beginn des folgenden Durchgangs aufrechterhalten (7:4), dann kam Kanti zurück (9:8) und zog bei Aufschlag von Brooke Botkin davon (14:9). Doch die Gäste rissen die Führung bei Service von Sordo und einigen Fehlern aufseiten Kantis noch einmal an sich (16:18). Für die Vorentscheidung sorgte dann Korina Perkovac mit aggressiven Aufschlägen (21:18). Mit 25:20 konnte das Heimpublikum (gesamt 586 Zuschauer) den erfolgreichen Start seines Teams in die Halbfinals feiern. Für die meisten Punkte sorgten dabei Jordan Lookwood (20), Perkovac (14) und Katerina Holaskova (13), aufseiten der Gäste Selena (20).
«Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe», erinnerte Kanti-Trainer Neubauer an seine Worte vor der Partie. «Sie leben von einer Spielerin (Leban, die Red.). Wenn wir Druck machen, kommen die Fehler.» In den bisher vier Saisonbegegnungen zwischen den Schaffhauserinnen und Lugano steht es jetzt ausgeglichen 2:2 (7:7-Sätze).
Am Samstag muss der VC Kanti nun versuchen, den ersten Auswärtssieg in Lugano zu holen. Die ersten beiden Reisen ins Tessin hatten in der Qualifikation und im Cup mit einer 1:3- beziehungsweise 0:3-Niederlage geendet. Zur Unterstützung der Schaffhauserinnen können Fans wieder mit dem Teambus mitreisen. Abfahrt ist um 12 Uhr an der BBC-Arena (Kosten 40 Franken), Anmeldung an administration@vckanti.ch.
Playoff-Halbfinals (Best of 5). 1. Runde: VC Kanti - Volley Lugano 3:1 (25:14, 25:23, 15:25, 25:20), Stand 1:0. - BBC-Arena. - 596 Zuschauer. - SR: S. Auricht/Kälin. Spieldauer: 19, 25, 20, 24 = 88 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass, 5), Perkovac (14), Botkin (8), Lockwood (20), Holaskova (13), Ambrosius (5), Habegger (Libera); eingewechselt A. Pazin, Lieb, Popic; nicht eingesetzt: Loffreda (Libera), Capraro, Cavka. – Volley Lugano: Hayward (Pass, 4), Cveticanin (3), Leban (20), Kovacic (6), Armer (10), Zanetti (3), Mortati (Libera); eingewechselt: Sordo (9), Solvik (5), Garovi, Paya (Libera); nicht eingesetzt: Sacher. - Bemerkung: Verwarnung (gelbe Karte für Petrenko, 3. Satz, 9:13).
Die nächsten Spiele. 2. Runde: 22. März, Volley Lugano - VC Kanti, 18.00 Uhr (Cadempino). 3. Runde: Mittwoch, 26. März, VC Kanti - Volley Lugano, 20.00 (BBC-Arena). Ev. 4. Runde: Freitag, 28. März, Volley Lugano - VC Kanti, 20.00 Uhr (Cadempino). Ev. 5. Runde: Sonntag, 30. März, VC Kanti - Volley Lugano 16.30 Uhr (BBC-Arena).
Zweite Halbfinalserie: Neuenburg UC - VBC Cheseaux 3:1 (25:23, 25:27, 25:19, 25:17), Stand 1.0.
Kanti erwartet Duell auf Augenhöhe
Zwischen dem VC Kanti Schaffhausen und Volley Lugano kommt es in den heute beginnenden Play-off-Halbfinals zu dem Aufeinandertreffen, das sich sportlich in der Rückrunde der Nationalliga-A-Qualifikation abgezeichnet hat.

Gegen Volley Lugano sind aggressive, variantenreiche Angriffe gefragt – hier Aussenangreiferin Korina Perkovac (libks). Bild: Wener Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL «Wir wollen gut Volleyball spielen», stellte Nicki Neubauer, der Cheftrainer des VC Kanti fest, nachdem am letzten Sonntag der Einzug in die Play-off-Halbfinals feststand. «Es ist superschön, zu sehen, dass die Mannschaft hungrig ist, gute Leistungen zu zeigen. Nicht nur, die Spiele zu gewinnen, sondern auch gut Volleyball zu spielen und dies spieltaktisch und individuell taktisch gut umzusetzen und die richtigen Sachen zu machen», so Neubauer weiter. «Das ist schön, wenn man das als Trainer sehen kann.»
«Team, das uns bis zum Äussersten fordern wird»
«Wir spielen diese Saison um eine Medaille», hatte der Trainer der Schaffhauserinnen bereits vor Beginn der Spielzeit 2024/2025 als Saisonziel ausgegeben. Der Weg dahin führt das Kanti-Team, Zweiter nach der Qualifikation, über den Gegner, mit dem sportlich zu rechnen war: das drittplatzierte Volley Lugano. Neubauer sieht dies positiv im Hinblick auf einen Einzug in den Final, in dem wohl mit Neuenburg ein sehr starker Gegner warten würde.
«Lugano wird uns fordern», auch wenn sein Team Ende Februar daheim zum Ende der Qualifikation klar mit 3:0 gewann. «Wir sind dennoch etwas im Minus», erinnert der Kanti-Trainer an die Auswärtsniederlage vom 1. Dezember (1:3) und das Ausscheiden im Schweizer Cup im Januar (0:3). «Noch ist es 6:4-Sätze für sie», macht Nicki Neubauer deutlich. «Es ist ein gutes Team, das uns bis zum Äussersten fordern wird, sodass wir an unsere Leistungsgrenze gehen müssen und darüber.»
«Es ist ein sehr gutes Duell, welches sich in der Rückrunde abgezeichnet hat», so die Einschätzung des Trainers der Schaffhauserinnen vor den drei bis fünf Spielen gegen das Team aus dem Tessin. «Volley Lugano ist eine sehr gut organisierte Mannschaft, die gut Abwehr spielt, die es offensiv sehr gut macht.» Im Angriff ragen Topskorerin Jacqui Armer, die in der vergangenen Saison beim VC Kanti unter Vertrag stand, sowie Selena Leban heraus. Dazu kommt Zuspielerin Natalie Hayward. Aber inzwischen weiss das Kanti-Team, wo es anzusetzen gilt, wie zum Beispiel beim variantenreichen Aufschlag und dem Angriff mit hohen Bällen. Beim ihrerseits eigenen variantenreichen Angriff treffen die Schaffhauserinnen auf einen gut blockenden Gegner.
Auch das Duell zweier sehr heimstarker Teams
«Ich denke, es sind zwei Teams auf Augenhöhe», so die Einschätzung von Cheftrainer Neubauer. «Es wird darum gehen, wer den eigenen Rhythmus am längsten aufrechterhalten und den anderen rausdrücken kann. Ich erwarte ein enges Spiel und ich erwarte mehr als drei Spiele in dieser Serie», blickt er voraus.
Beide Teams seien heimstark. In Lugano habe sein Team noch nicht so viel gerissen. «Das erste Spiel war stark umkämpft, da gehen wir sehr knapp raus.» Im Cup habe man sehr gut angefangen, dann sei die Luft rausgewesen. «Zu Hause haben wir klar gewonnen, von daher wird viel über die Heimstärke gehen.» Und daheim dürften die Schaffhauserinnen einmal mehr als Volley Lugano antreten. «Zunächst mal geht es um Spiel 1 und Satz 1, da ist es wichtig, dass wir zu Hause so aggressiv auftreten wie zuletzt geben Franches-Montagnes oder im letzten Qualifikationsspiel, aggressiv und variantenreich am Aufschlag, und schnell auf unseren Spielrhythmus kommen.»
Spielplan Play-off-Halbfinals (Best of 5). 1. Runde: Samstag, 15. März, VC Kanti - Volley Lugano, 16.30 (BBC-Arena). – 2. Runde: Samstag, 22. März, Lugano - VC Kanti, 18.00 Uhr (Cadempino). – 3. Runde: Mittwoch, 26. März, VC Kanti - Lugano, 20.00 (BBC-Arena). – Ev. 4. Runde: Freitag, 28. März, Lugano - VC Kanti, 20.00 Uhr (Cadempino). – Ev. 5. Runde: Sonntag, 30. März, VC Kanti - Volley Lugano 16.30 Uhr (BBC-Arena).
Der VC Kanti spielt um die Medaillen
Der Gegner der Schaffhauserinnen in den Play-off-Halbfinals steht erst am Mittwochabend fest.

Die Kantigirls jubeln: Mit dem zweiten Sieg über Franches-Montagnes zieht das Team in die Playoff-Halbfinals ein und hat Chancen auf einen Medaillengewinn in der NLA-Meisterschaft. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Mit dem zweiten Sieg schloss der VC Kanti gestern die Play-off-Viertelfinals auf dem kürzest möglichen Weg ab: Die Schaffhauser Volleyballerinnen beenden die Best-of-3-Serie als Sieger und ziehen nach zwei Jahren Unterbruch wieder in die Halbfinals ein. Damit erarbeitete sich das Team von Nicki Neubauer die Chance auf einen Medaillengewinn. Zuletzt hatte sich Kanti diesen vor drei Jahre gesichert, als die Munotstädterinnen mit Bronze ausgezeichnet wurden. Einen Medaillenerfolg (im Final) hatte der Cheftrainer als Saisonziel bereits im Rahmen der Teamvorstellung im September genannt.
Wer auf dem möglichen Weg dahin der nächste Gegner sein wird und damit zum Beginn der Halbfinals am kommenden Samstag in der BBC-Arena (15.30 Uhr) antreten wird, steht jedoch erst am späten Mittwochabend fest. In den Viertelfinals sind nach der zweiten von möglichen drei Runden nur Kanti und Titelverteidiger Neuenburg als Gewinner bekannt. Die Paarungen Lugano (3.) vs. Düdingen (6.) sowie Aesch-Pfeffingen (4.) vs. Cheseaux (5.) gehen in die dritte Runde, die übermorgen ausgetragen wird. Da Neuenburg (als bestklassiertes Team der Qualifikation) in den Halbfinals gegen das in der Qualifikation am schlechtesten rangierte Team antritt, kommt Düdingen als möglicher Gegner nicht infrage. Somit ist klar, dass der Widersacher für den VC Kanti aus dem Kreis von Volley Lugano,Aesch-Pfeffingen oder VBC Cheseaux kommt.
Den Input gut umgesetzt
Beim gestrigen Spiel in Saignelégier stand die Saisontopskorerin Jordan Lockwood nach ihrer Verletzungspause zum ersten Mal wieder in der Startformation und sollte mit 18 Punkten wieder an die bisherigen Punkte-Leistungen anknüpfen können. Ihr Team erarbeite sich in den ersten beiden Sätze mehrfach eine Führung von fünf bis zu neun Punkten, die Gegnerinnen vermochten aber auch heranzukommen auf ein, zwei Punkte oder auszugleichen, dies jedoch nur beim 11:11 im ersten Satz. Schwerer machte es Franches-Montagnes dem VC Kanti im dritten Satz, in dem sie viermal mit einem Punkt in Führung lagen, zuletzt beim 18:17. Danach zogen die Munotstädterinnen auf 25.20 davon.
«Es war ganz gut heute», lautete die Gesamtbilanz von Nicki Neubauer. Hervor hob der Kanti-Chefcoach die Anpassungen im Offensivplan an das Blockverhalten des Gegners und die saubere Arbeit im eigenen Block. «Das haben wir gegen die Mittelblockerinnen und Aussenangreiferinnen gut geschafft», erläutert Neubauer. «Die Diagonalspielerin machte noch viele Punkte, das Blockduell haben wir ganz klar gewonnen mit 10:3.» Die frühzeitige Qualifikation für die Halbfinals gereicht dem VC Kanti nun zum Vorteil: Dem Team stehen vor dem Beginn der Serie drei Tage mehr zur Regeneration und Vorbereitung zur Verfügung als den Gegnerinnen.
NLA. Play-off-Viertelfinals (best of 3). 2. Runde: Franches-Montagnes (7.) - VC Kanti (2.) 0:3 (19:25, 18:25, 20:25); Endstand 0:2. - Maurice Lacroix Arena, Saignelégier. - 567 Zuschauer. – SR: Sigrist/Grellier. - Spieldauer: 26, 23, 24 = 73 Minuten. - Franches-Montagnes: Bonardi, Galvao (Pass), Giroud, Broekstra, Lindner, Alessi, K. Chappette (Libera); eingewechselt: Varé; Morandi, Z. Chappatte, Membrez, Tschanz. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Perkovac, Botkin, Lockwood, Holaskova, Ambrosius, Habegger (Libera); nicht eingesetzt: Lieb, A. Pazin, Loffreda (Libera), Popic, Capraro, Cavka.
Die Spiele der Play-off-Halbfinals (best of 5): 1. Runde: Samstag, 15. März, 16.30 (BBC-Arena). 2. Runde: 22./23. März (auswärts). 3. Runde: Mittwoch, 26. März, 20.00 (BBC-Arena). Ev. 4. Runde: Freitag, 28. März (auswärts). Ev. 5. Runde: Sonntag, 30. März, 16.30 (BBC Arena).
Weitere Spiele vom Sonntag: Genève Volley (8.) - Neuenburg UC (1.) 1:3 (8:25, 11:25, 29:27, 18:25), Endstand 0:2. Volley Düdingen (6.) - Volley Lugano (3.). 3:0 (25:22, 25:23, 25:21), Stand 1:1. VBC Cheseaux (5.) - Aesch-Pfeffingen (4.) 2:3 (25:21, 25:18, 24:26, 15:25, 13:15), Stand 1:1.
Play-outs: Volleyball Academy - Volley Toggenburg 3:2.
Bemerkungen: Da sich kein NLB-Team für einen möglichen Aufstieg gemeldet hat, erfolgt kein Abstieg aus der NLA. Die Lizenzkommission von Swiss Volley hat drei NLA-Teams eine aufschiebende Frist für die NLA-Anmeldung genehmigt. Ein Update dazu soll am 19. März erfolgen.
Das Halbfinalticket liegt bereit
Mit einem zweiten Sieg über Franches-Montagnes kann der VC Kanti bereits morgen den Einzug in die Playoff-Halbfinals schaffen.

Nicht nur im Angriff, sondern auch in der Verteidigung spielt Brooke Botkin eine wichtige Rolle. Bild: R. Standke
Reinhard Standke
Die Playoff-Viertelfinals können es in sich haben. Das musste der VC Kanti in den letzten beiden Spielzeiten erfahren. Im vergangenen Jahr folgten auf den 3:1-Heimsieg über Volley Lugano zwei knappe 2:3-Niederlagen, die Schaffhauserinnen beendeten die Saison lediglich auf Platz sechs.
In der Saison zuvor konnte das Team von Nicki Neubauer zwar das Auswärtsspiel zwischen zwei Heimpartien für sich entscheiden, aber nicht die Begegnungen vor eigenem Publikum, und landete auf dem fünften Schlussrang der NLA-Meisterschaft.
Mit dem Team der Saison 2024/25 soll es jedoch für den VC Kanti so kommen wie 2021/22: Nach einem Heimsieg über Franches-Montagnes folgte ein klarer 3:0-Auswärtserfolg. Dabei zählt für Cheftrainer Neubauer nur der Sieg, die Anzahl der gewonnenen Sätze des Gegners spielt ihm keine Rolle (solange es nicht mehr als zwei sind). Denn das Saisonziel lautet ja schliesslich «Mitspielen um die Medaillen». «In den Viertelfinals ist immer mehr Anspannung da. Es ist mehr eine mentale Sache. Wenn wir das gut meistern, dann sind wir die Mannschaft, die besser ist, die mehr Qualität hat, die mehr Optionen hat.»
«Wir haben in der letzten Woche gesehen, was uns erwartet und was wir machen müssen», blickt Nicki Neubauer auf das Heimspiel zurück. Franches-Montagnes werde natürlich zu Hause vor voller Halle noch einmal die Chance suchen. «Wir müssen den Hauptfokus auch auf technische Aspekte haben. Das ist das, was uns im zweiten Satz, in dem sie durch den Aufschlagrhythmus mehr in den Flow kamen, gefehlt hat», erinnert Nicki Neubauer. Alles sei zwar sehr gut vorbereitet gewesen, doch es habe ein bisschen an der Ausführung gehapert.
Franches-Montagnes habe gut gespielt, mache sehr wenig Fehler, habe gut geskort. «Wir haben noch ein bisschen viel Punkte zugelassen, wir können noch besser blocken, noch besser in der Abwehr spielen», so der Kantitrainer weiter. «Ansonsten geht es für mich darum, dass wir aggressiv sind, am Anfang scharf sind, aber auch eine gute Balance haben und trotzdem ruhig bleiben, wenn Franches-Montagnes zwei, drei, vier gute Aktionen am Stück hat.»
Im Idealfall geht es für den VC Kanti also (ohne dritte Runde in den Playoff-Viertelfinals am Mittwoch) am Samstag in einer Woche in den Halbfinals weiter. Im schlimmsten Fall müssten die Munotstädterinnen jedoch zum gleichen Termin am 15. März mit dem ersten Spiel der Zwischenrunde um die Ränge fünf bis acht vorliebnehmen.
Erster Schritt in Richtung Halbfinals
Nach dem 3:1 gegen Fraches-Montagnes fehlt dem VC Kanti noch ein Sieg, um die Medaillen spielen zu können.

Kantitopscorerin Korina Perkovac beim Smash Bild: W. Sch.
Reinhard Standke
Nein, einen Schönheitspreis können sich die Schaffhauserinnen Volleyballerinnen insgesamt für den erfolgreichen Start in die Playoff-Viertelfinals nicht abholen, aber darauf kommt es ja auch nicht an. Mit dem 3:1-Sieg über Frances ist der erste von zwei erforderlichen Schritten in Richtung Halbfinals gemacht. Das Spiel vom Sonntag kam dabei nicht in die Qualität und Intensität der Partie vom vergangenen Wochenende gegen Volley Lugano.
Das Comeback von Jordan Lockwood
Kanti ging erneut mit Lina Lieb anstelle der mehrere Wochen lang rekonvaleszenten Topscorerin Jordan Lockwood in die Partie. Die Amerikanerin gab im zweiten Satz ein kurzes Comeback und stand im dritten und vierten Satz dann länger auf dem Feld. Ihr Team startete mit dem nötigen Druck am Aufschlag und im Angriff in die Partie, schon beim 4:8 nahm Gäste-Coach Mélanie Cina ein erstes Time-out. Doch Kanti zog weiter voran bis zum 18:13. Dann servierte sich Franches-Montagnes bis auf 17:19 heran, auch Nicki Neubauer griff zur 30-sekündigen Auszeit, und sein Team sicherte sich nachfolgend mit 25:20 den ersten Satz.
Dann setzten die Gäste das Heimteam mit dem Aufschlag unter Druck. Die Annahmen wurden etwas schlechter, Kantis Angriffsmaschine geriet ins Stocken. Nach einer Side-out-Phase bis zum 11:11 zog Franches-Montagnes auf 17:12 davon. Beim ersten Kurzeinsatz gelang Jordan Lockwood bei der ersten Ballberührung zwar gleich ein Punkt, sie und Alessia Pazin vermöchten jedoch den Umschwung nicht zu bewerkstelligen (21:25). Auch im folgenden Durchgang liefen die Munotstädterinnen lange einem Rückstand hinterher. Nach dem 3:6 kam Lockwood für Lieb, nach dem 4:8 schickte Kantitrainer Neubauer anstelle der ersten Libera Viviane Habegger, die keinen guten Tag erwischte, bis Spielschluss Isabella Loffreda auf das Feld. Nach und nach fanden die Schaffhauserinnen zu druckvollen Aufschlägen zurück (Botkin, Holaskova, Perkovac) und kamen mit besserem Spielfluss zu ihrem zweiten Satzgewinn.
Anschliessend servierten Katerina Holskova (bis 6:2) und Brooke Botkin (18:10) ihr Team nach vorne, dazwischen kamen die Gäste aus dem Jura, die nichts zu verlieren hatten, mit wieder harten Aufschlägen und Angriffen auf 10:12 heran. Unter dem Strich sollte dieser Satz eine klare Sache zugunsten von Kanti werden.
Sein Team sei zwar gut gestartet, habe sich dann aber weniger an den Gameplan gehalten, sie fahrig geworden, so Kanti-Coach Neubauer. «Es war das erwartete erste Spiel.» Dank des 3:1-Sieges können die Munotstädterinnen am nächsten Sonntag auswärts die Serie bereits in der 2. Runde für sich entscheiden.
NLA. Playoff-Viertelfinals (Best of 3). 1. Runde. VC Kanti (2.) - Franches-Montagnes (7.) 3:1 (25:20, 21:25, 25:22, 25:16); Stand 1:0. - BBC-Arena. - 513 Zuschauer. - SR: Hefti/Kälin. - Spieldauer: 21, 24, 23, 23 = 91 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Perkovac, Botkin, Lieb, Holaskova, Ambrosius, Habegger (Libera); nicht eingesetzt: Lockwood, A. Pazin, Loffreda (Libera, ab 4:8 im 3. Satz), Popic; nicht eingesetzt: Capraro, Cavka. – Franches-Montagnes: Bonardi, Galvao (Pass), Varé, Broekstra, Lindner, Alessi, K. Chappette (Libera); eingewechselt: Tschanz, Giroud, Morandi, Faivet; nicht eingesetzt: Z. Chappatte, Membrez. - Nächste Runden: 9. März (16.30, Saignelégier); ev. 16. März (20.00, BBC-Arena).
Weitere Spiele: Neuenburg UC (1.) - Genève Volley (8.) 3:0 (25:17, 25:11, 25:16), Stand 1:0.Volley Lugano (3.) - Volley Düdingen (6.) 3:1 (25:23, 19.25, 2.23, 25:16); Stand 1:0. Aesch-Pfeffingen (4.) - VBC Cheseaux (5.) 1:3 (25:23 19:25 25:23 25:16); Stand 0:1.
Playouts: Volley Toggenburg - VBC Glaronia 0:3, Volleyball Academy spielfrei. - Bemerkung: In den Playouts wird Volley Toggenburg nicht mehr durch den langjährigen Trainer Marcel Erni, sondern durch den bisherigen Assistenten Philip Brunner betreut.
Der VC Kanti startet in die K.-o.-Phase

Jordan Lockwood wird morgen nach der Verletzungspause wieder im Kader des VC Kanti stehen. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Kann der VC Kanti um die Medaillen mitspielen (wie in der Saison 2021/22) oder muss er sich, wie in den beiden vergangenen Jahren, mit den Spielen um die Ränge fünf bis acht begnügen? In der Best-of-3-Serie der Playoff-Viertelfinals gegen Franches-Montagnes werden ab Sonntag (16.30 Uhr, BBC Arena) dafür die Weichen gestellt. Dabei liegt die Saisonzielsetzung bei den Schaffhauserinnen klar bei einem Medaillengewinn.
Dies ist auch für den SRF-Volleyballexperten Adrian Wicky klar: «Kanti ist für mich der ganz grosse Herausforderer von NUC um den Schweizer-Meister-Titel», äussert sich der Sportkommentator in der Vorschau von Swiss Volley zum Start in die Playoffs.
Als herausragende Spielerinnen führt Wicky natürlich Jordan Lockwood und Katerina Holaskova an. Der in der 10. Saison für die Munotstädterinnen spielende Captain, «es könnte punktemässig sogar ihre beste werden», so Adrian Wicky, führt klar die Bestenliste der Schweizer Blockerinnen an.
Dagegen konnte die Amerikanerin Jordan Lockwood ihren Stand als Topskorerin in den letzten vier Spielen nicht verbessern. Nachdem der Muskeleinriss nun so weit verheilt sein sollte, konnte die 24-Jährige am Donnerstag wieder ins Teamtraining einsteigen. Wenn der Sprungtest vom Samstag erfolgreich ist, wird Lockwood beim Auftakt gegen Franches-Montagnes zwar nicht unbedingt in der Startformation stehen, aber zumindest wieder dem Kader angehören.
«Alle anderen Spielerinnen sind gesund und fit, wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns, mit guter Intensität», kann Kantitrainer Nicki Neubauer beruhigt feststellen. Mit dem Team habe man auch taktisch bereits gut gearbeitet und jeden Tag ein, zwei Dinge angesprochen, die in der Partie wichtig werden.
Nun gelte es, ein gutes Spiel zu machen. «Als Aussenseiter wird sich Franches-Montagnes zerreissen, sie haben nichts zu verlieren», meint Neubauer. Zwar gewann sein Team die beiden Begegnungen gegen den Aufsteiger in der Qualifikation jeweils mit 3:0, vier der sechs Sätze konnte jedoch Kanti nur mit zwei Punkten Vorsprung für sich entscheiden. In einem der Sätze in heimischer Halle hatten die Munotstädterinnen zum Schluss bei deutlichem Vorsprung vier junge Spielerinnen eingesetzt, sodass die Gäste bei einer Serviceserie noch herankamen.
Auf der anderen Seite waren die Schaffhauserinnen das einzige Team der Liga, das in der Qualifikation im Jura keinen Satz oder gar Punkt abgeben musste. Allerdings wird sich der VC Kanti auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen dürfen. «Mein Gefühl ist sehr gut, die Mannschaft ist sehr fokussiert im Moment», strahlt Trainer Neubauer Zuversicht aus. Es gebe zwar ein paar Punkte zu beachten beim Gegner, «es geht aber viel über das eigene Team. Wir müssen wieder mit der Pace, die wir gegen Lugano gemacht haben, auftreten.
Und die Intensität, die wir im Training gebracht haben, die müssen wir ins Spiel bringen», setzt Nicki Neubauer voraus. «Dann bin ich mir ziemlich sicher, dass ab einem gewissen Punkt Franches-Montagnes nicht mehr folgen kann.» Dazu müsse man versuchen, die Diagonalspielerin Leticia Bonardi in den Griff zu bekommen, dieses werde aber nicht immer gelingen. Die Spielerin, die immer für 16 bis 20 Punkte gut sei, habe man im Heimspiel von Anfang Januar «herunterschrauben» können. Weiter zu beachten ist die Aussenangreiferin Nadia Lindner.
So wie im Schlussspiel der Qualifikation gegen Volley Lugano wird auch beim Auftakt der Playoffs viel über den Aufschlag gehen. «Wenn wir ihnen unser Spiel aufdrücken, dann sollte das in unsere Richtung laufen», so Nicki Neubauer.
Qualifikation endet mit Sieg über Lugano
Mit Franches-Montagnes steht nun für den VC Kanti der Gegner in den Viertelfinals fest.

Topscorer Kateřina Holásková mit 15 Punkten. (6 Blocks, 3Asse, 6 Angriffe) . Bild: W.Sch.
Reinhard Standke
Auswärts zweimal knapp verloren (in der Meisterschaft und im Cup), jetzt daheim am Samstag klar gewonnen: Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung schliesst der VC Kanti die Qualifikationsphase mit einem glatten 3:0-Sieg über Volley Lugano erfolgreich ab. «Das Team hat sich super an den Game-Plan gehalten», so Trainer Nicki Neubauer nach den nur 68 Spielminuten, die eine für Kanti gute Kulisse von 539 Zuschauern angelockt hatten.
Im vierten Spiel hintereinander mussten die Munotstädterinnen ohne die Dienste der Topskorerin Jordan Loockwood auskommen, die nach dem Muskeleinriss im Adduktor weiterhin pausiert. Für sie stand wiederum Lian Lieb in der Startformation, die durchgehend eingesetzt wurde. Kanti-Trainer Neubauer sollte zu keinem Wechsel greifen, sein Gegenüber, Apostolo Oikonomou, setzte den gesamten Kader von zwölf Spielerinnen ein.
Dominieren sollten jedoch die Schaffhauserinnen die Partie. Die Statistik weist in Service, Angriff und Block die klar besseren Werte aus. So lag der VC Kanti schnell mit 10:3 in Führung und setzte das druckvolle Spiel in Aufschlag und Angriff fort. Beim Rückstand von 8:15 griff Lugano-Coach Oikonomou zum zweiten Time-out, sein Team schlug in der Folge härter auf und kam auf 13:16 heran. Bereits beim 16:11 hatte Nicki Neubauer seinerseits zum Time-out gerufen, die Kanti-Spielerinnen setzten dann den Lauf fort und holten sich Satz 1 mit 25:17. So sollte dann auch das Ergebnis des zweiten Durchgangs lauten, in den die Schaffhauserinnen etwas verhaltener gestartet waren und die Gäste, nun ihrerseits mit dem stärkeren Service startend, mit bis zu vier Punkten in Führung lagen. Diese gehörte dann ab dem 15:14 wieder dem Heimteam.
Zwei kurze Aufschlagserien von beiden Teams kennzeichneten den Beginn des dritten Satzes. Nach dem 10:9-Zwischenstand ging Kanti mit Captain Holaskova am Service mit 19:9 in Führung, nach dieser Vorentscheidung war der Satz- (25:13) und Matchgewinn nur noch eine Formsache. Die besten Punktelieferanten aufseiten der Schaffhauserinnen hiessen Katerina Holaskova (15) und Korina Perkovac (13), der Saisontopskorerin aufseiten Luganos, Jacqui Armer, wurden nur sechs Punkte zugeordnet.
«Wir waren supergut und haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt», bilanzierte Kanti-Trainer Nicki Neubauer, der seinem Team eine gute Umsetzung der Taktik und ein variables Spiel bescheinigte.
Der VC Kanti sollte für die Play-off-Viertelfinals bereit sein, in diesen treffen die Munotstädterinnen, Zweiter nach der Qualifikation, auf das siebtplazierte Team von Franches-Montagnes. Die erste Runde der Best-of-3-Serie findet am Sonntag, 2. März, statt (16.30 Uhr, BBC Arena), das zweite Spiel auswärts eine Woche später. Eine allfällige dritte Partie würde am Mittwoch, 12. März, in Schaffhausen ausgetragen. Von den 20 Spielen in der Qualifikation konnte der VC Kanti 17 für sich entscheiden, darunter jeweils mit 3:0 die beiden Begegnungen mit Franches-Montagnes.
NLA, Frauen, Qualifikation, 22. und letzte Runde: VC Kanti – Volley Lugano 3:0 (25:17, 25:17, 25:13). – BBC Arena. – 539 Zuschauer. – SR: Wüthrich/Bastante. – Spieldauer: 25, 24, 19 = 68 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass, 3), Perkovac (13), Botkin (11), Lieb (9), Holaskova (15), Ambrosius (10), Habegger (Libera); nicht eingesetzt: Popic, Capraro, Cavka, A. Pazin, Loffreda (Libera); rekonvaleszent: Lockwood. – Volley Lugano: Hayward (Pass, 2), Cveticanin (5), Leban (9), Kovacic (5), Armer (6), Zanetti (2), Mortati (Libera); eingewechselt: Sacher, Solvik (1), Garovi (1), Sordo (2), Paya (Libera). – Weitere Spiele: VBC Cheseaux – Volley Toggenburg 3:0 (25:12, 25:10, 25:17). VBC Glaronia – Viteos NUC 0:3 (12:25, 22: 25, 15:25). Franches-Montagnes – Aesch Pfeffingen 2:3 (20: 25, 25:23, 23:25, 25:18, 12:15). Genève Volley – Volley Düdingen 1:3 (24:26, 19:25, 25:18, 19:25).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 20/56. 2. VC Kanti 20/50. 3. Volley Lugano 20/43. 4. Aesch Pfeffingen 20/29. 5. VBC Cheseaux 20/29. 6. Volley Düdingen 20/29. 7. Franches-Montagnes 20/27. 8. Infomaniak Genève Volley 20/24. 9. Volley Glaronia 20/20. 10. Volley Toggenburg 20/14. 11. NLZ Volleyball Academy 20/9. – Play-off-Viertelfinals (Best of 3): VC Kanti (2.) – Franches-Montagnes (7.): 2. März/9. März/ev. 16. März. Neuenburg UC (1.) – Genève Volley (8.). Volley Lugano (3.) – Volley Düdingen (6.). Aesch-Pfeffingen (4.) – VBC Cheseaux (5.).
Gegen Volley Lugano in doppelter Mission
Die Auswärtsspiele in NLA und Cup in Lugano gingen verloren, am Samstag tritt der VC Kanti daheim aber nicht nur zur Revanche an.

Ein Smash von Brooke Botkin im Cup-Spiel in Lugano, in dem der VC Kanti mit 1:3 unterlag. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Nach 22. Runden geht am Samstag die Qualifikationsphase der Nationalliga A 2024–2025 zu Ende. Im Spiel des VC Kanti gegen Volley Lugano (17.30 Uhr, BBC-Arena) geht es sportlich um nichts mehr, die beiden Teams stehen bereits seit zehn Tagen als Zweiter bzw. Dritter hinter Tabellenführer und Titelverteidiger Neuenburg UC fest. Während Volley Glaronia und Volley Toggenburg die Play-outs bestreiten, ist die Reihenfolge der Teams auf den Plätzen 4 bis 8 noch offen. Aesch-Pfeffingen, VBC Cheseaux, Volley Düdingen, Franches-Montagnes und Genève Volley sind nur durch vier Punkte getrennt. Somit müssen die Schaffhauser Volleyballerinnen bis zum Abschluss der Spiele vom Samstag darauf warten, wen sie am 2. März zum Auftakt der Viertelfinals in der heimischen Halle begrüssen können.
Weiteres Spiel ohne die Topskorerin
Die Krankheits- und Verletzungsphase bei den Munotstädterinnen scheint bislang noch nicht abgeschlossen zu sein. In den letzten Tagen kränkelten zwei Spielerinnen erneut, Trainer Neubauer geht jedoch davon aus, dass sie im Spiel dabei sind. In der vierten Partie hintereinander wird das Team ohne die Dienste von Topskorerin Jordan Lockwood auskommen müssen. «Sie wird eventuell auch noch für das erste Play-off-Spiel ausfallen», befürchtet Chefcoach Neubauer. Die Amerikanerin befindet sich nach dem Muskeleinriss im Adduktorenbereich, der ausheilen muss, weiterhin in der Reha-Phase. Möglich sind Trainings mit dem Oberkörper, das Krafttraining teilweise. Sprünge und seitliche Bewegungen sind jedoch derzeit nicht möglich.
Wie angekündigt, nutzte Nicki Neubauer die Zeit seit dem Spiel bei der Volleyball Academy (11. Februar), um sich im Training bereits in Richtung Play-offs vorzubereiten. «Wir wollen Lugano natürlich einen Fingerzeig geben», meint der Kanti-Trainer im Rückblick auf die zwei knappen Niederlagen im Tessin gegen das Team mit der Jascqui Armer, die in der vergangenen Saison bei den Schaffhauserinnen spielte. «Wir wollen aber auch ein, zwei Sachen ausprobieren.» Eine Woche vor Beginn der Play-offs geht es für die Munotstädterinnen weiter darum, wieder den Spielrhythmus nach der Pause aufzunehmen, denn ab Anfang März stehen ggf. auch zwei Spiele pro Woche an. «Wir möchten in der eigenen Halle noch mal Vertrauen holen in den Basics, in Aufschlag – Annahme», so Neubauer. Kanti werde abwarten, was Lugano macht, der Fokus liege aber beim eigenen Team.
Weiter Schlagzeilen bei der Konkurrenz
Nach dem Rücktritt des Präsidenten in Lugano aus persönlichen Gründen sowie der Ablösung nach der Saison des Trainer-Urgesteins Marcel Erni bei Volley Toggenburg, erreichten weitere Nachrichten von NLA-Konkurrenten die Volleyballfans. So kündigte Cup-Finalist Aesch-Pfeffingen an, dass der Vertrag mit Trainer Timo Lippuner nicht verlängert werde. Genève Volley mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer wird dagegen von finanziellen Sorgen geplant, nach dem Ausfall von Sponsoren (65’000 CHF) wird via Social Media zur Unterstützung in der Gesamtsumme von bis zu 150’000 CHF aufgerufen. Beim VC Kanti laufe jedoch bereits die Vorbereitung und Teamzusammenstellung für die nächste Saison, so Nicki Neubauer. Traditionell lebe der Verein nicht über die eigenen Verhältnisse, betonen die Verantwortlichen der Schaffhauserinnen, wenn bei der Konkurrenz riesige Löcher in den Finanzen für Schlagzeilen sorgen.
Kanti-Gegner in den Playoff-Viertelfinals noch nicht bekannt

Jubelnde Kanti-Spielerinnen: Auch im Playoff-Viertelfinal wieder? Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Einen Spieltag vor Ende der Nationalliga-A-Qualifikation steht zwar fest, dass der VC Kanti diese erste Saisonphase auf Rang 2 abschliesst, den Gegner in der Playoff-Viertelfinals kennen die Schaffhauser Volleyballerinnen zurzeit jedoch noch nicht. Die Teams auf den Plätzen 4 bis 8 liegen innerhalb von nur drei Punkten (Aesch-Pfeffingen/27, VBC Cheseaux/26, Volley Düdingen/26, Franches-Montagnes/26 sowie Genève Volley/24), sodass erst nach der 22. und letzten Runde, die am 22. Februar ausgetragen wird, feststeht, wer sich im siebten Rang platziert und damit ab dem 2. März in den Viertelfinals auf den VC Kanti trifft.
Persönliche Veränderungen kündigten in den letzten Tagen gleich zwei Teams aus der höchsten Schweizer Spielklasse an. Beim Cup-Halbfinalisten Volley Lugano (am Sonntag bei Aesch-Pfeffingen) und Gast in der Munotstadt am 22. Februar im bedeutungslosen Spiel bei Kanti, trat Präsident Paolo Bernasconi aus persönlichen Gründen per sofort zurück. Unternehmerische Gründe gebe es keine, teilte der Verein mit. Aus strategischen Gründen trennen sich dafür Ende Saison Volley Toggenburg und Trainer-Urgestein Marcel «Mäsi» Erni, der seit 2001 in Wattwil amtiert. Der Verein möchte seine Strukturen professionalisieren – dies mit einem anderen Trainer. Den Posten als Nachwuchstrainer lehnte Erni unterdessen ab.
Letztes Qualifikationsspiel
Der VC Kanti trifft im letzten Spiel der NLA-Qualifikation auf Volley Lugano (22.02., 17.30 Uhr).
Kanti sichert sich den zweiten Platz
Dank eines 3:0-Sieges bei der Volley Academy kann der VC Kanti nicht mehr von Rang zwei verdrängt werden.

Lina Lieb (v. l.) greift an gegen Jasmin Kuch und Fiona Mäder. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Ein Wunsch ist beim VC Kanti in Erfüllung gegangen: Bereits vor der letzten Runde der Qualifikation, die erst am Samstag, 22. März, ausgetragen wird, steht fest, dass der VC Kanti die NLA-Qualifikation hinter Titelverteidiger Neuenburg UC auf Rang zwei abschliesst. Das Spiel gegen Volley Lugano ist somit für die Tabelle ohne Auswirkung. Trainer Nicki Neubauer kann nun bereits mit der Vorbereitung in den Trainings auf die Playoffs beginnen, die am 2. März losgehen. Nach dem Heimstart in die Viertelfinale könnte Kanti nun im Erfolgsfall auch in die Halbfinale daheim starten.
In der Partie vom Dienstag in Kloten gegen die Volleyball Academy mussten die Schaffhauserinnen weiterhin auf die verletzte bisherige Topskorerin Jordan Lockwood verzichten. Für sie begann in der Startaufstellung Lina Lieb, anstelle der zuletzt nach der Grippeerkrankung geschonten Mittelblockerin Lea Ambrosius begann wiederum Astrid Popic. Den besseren Start in die Partie erwischte jedoch das Heimteam (6:3), mit einer Aufschlagsserie brachte dann Kanti-Captain Katerina Holaskova ihr Team in Führung (7:6). Dann hatten die Munotstädterinnen den Druck gefunden, agierten besser am Block und im Angriff, bei der Volleyball Academy stieg die Fehlerquote.
Im zweiten Durchgang dominierte Kanti bis zum 19:10, eine kleine Serviceserie der Schwedin Gun Hindgren weckte neue Energien bei den Gastgeberinnen, die auf 19:22 herankamen. Kanti-Trainer Neubauer schickte Passeuse Brigitta Petrenko (die zuvor von Alessia Pazin abgelöst worden war) zurück auf das Feld, Kanti sicherte sich auch den zweiten Satz (25:19). Anschliessend agierten die Schaffhauserinnen druckloser wie zu Beginn der Partie. Nach einem Time-out (nachfolgend an einen Aufstellungsfehler) fand das Team den Druck am Service, zog auf 20:13 davon. Nachdem Lea Abrosius ab Satzbeginn für Popic auf dem Feld stand, gab Trainer Neubauer nun auch den weiteren Spielerinnen Einsatzzeit, der VC Kanti sicherte sich auch den dritten Satz (25:18).
«Man hat gemerkt, dass wir erst vor 48 Stunden gespielt haben, einige Spielerinnen haben noch mit Nachwehen der Erkrankung zu kämpfen», sagte Trainer Neubauer nach den 69 Spielminuten. «Viele haben ein OK-Spiel gemacht, was Ballkontrolle, Blockarbeit und Aufschlag betrifft. Aber im Angriff hat man sicher schon bessere Spiele von uns gesehen.»
NLA, Frauen, 21. Runde: Volleyball Academy - VC Kanti - Volley Düdingen 3:0 (18:25, 19:25, 18:25). - Ruebisbach, Kloten. - SR: Gena/Rüegg. - Spieldauer: = 22, 23,24 = 69 Minuten. – Volleyball Academy: Lüthi (Pass), Licka, Kuch, Mäder, Kellenberger, Hindgren, Morandi (Libera); eingewechselt: Zuvic, Schibli, Loretan; nicht eingesetzt: Wenger (Libera). – VC Kanti: Petrenko (Pass), Popic, Botkin, Holaskova, Lieb, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: A. Pazin; Loffreda, Caprera, Cavka; ohne: Lockwood (verletzt).
Weitere Spiele der 21. Runde: am Mittwoch, 12. Februar; spielfrei: Franches-Montagnes.
Rangliste: 1. Neuenburg UC 18 53:12 50. 2. VC Kanti Schaffhausen 19 52:19 47. 3. Volley Lugano 18 46:23 40. 4. VBC Cheseaux 18 33:35 26. 5. Franches-Montagnes 19 34:41 26. 6. Genève Volley 18 33:35 24. 7. Aesch Pfeffingen 18 31:35 24. 8. Volley Düdingen 18 29:33 23. 9. Volley Glaronia 18 28:44 20. 10. Volley Toggenburg 18 20:42 14. 11. NLZ Volleyball Academy 20 15:55 9.
Kanti will mit weiterem Sieg die Weichen für die Play-offs stellen
Im vorletzten Spiel der Qualifikation können die Schaffhauserinnen mit einem Sieg bei der Volleyball Academy den zweiten Platz festmachen.

Brooke Botkin versucht, den Block von Volley Düdingen zu düpieren. Heute gastiert Kanti bei der Volleyball Academy. Topskorerin Jordan Lockwood ist zum Zuschauen verdammt. Bilder: Reinhard Stanke
Reinhard Standke
Viel Zeit bleibt dem Gegner des heutigen Spiels in der Nationalliga A, der VC Kanti trifft um 20 Uhr in Kloten auf das Team der Volleyball Academy, nicht. Beide Teams standen am Sonntag im Einsatz, die Zürcherinnen mit einem Teil sogar noch am Samstag an der Nachwuchs-Schweizer Meisterschaft.
Die Ausgangslage für die Play-off-Phase wird für das Team von Nicki Neubauer immer klarer. Mit drei Punkten aus den letzten beiden Spielen kann der zweite Rang nach der Qualifikation und damit ein allfälliger Start (nach einem Erfolg in den Viertelfinals) in die Halbfinals mit einem Heimspiel gesichert werden. Holt der Konkurrent um Rang zwei, Volley Lugano (der Rückstand beträgt nach den Sonntagsspielen vier Punkte), am morgigen Mittwoch weniger Punkte als der VC Kanti heute Abend, hätte der Ausgang der Direktbegegnung vom 22. Februar keine Bedeutung mehr für die Schlussrangliste.
Gegner nicht unterschätzen
«Die Marschroute ist klar: Man darf sie nicht unterschätzen», so der Kanti-Coach zum Gegner Volleyball Academy. Gegen den mit nur neun Punkten abgeschlagen Tabellenletzten hatten die Munotstädterinnen in der Hinrunde einen 3:1-Sieg erreicht, zwischen drei klaren Satzgewinnen hatten die Spielerinnen der Academy einen Satz deutlich gewonnen. Das Spiel der Zürcherinnen habe sich aber nach dem Rücktritt von Laura Koutsogiannakis (vormals Unternährer) geändert, so Nicki Neubauer.
«Sie spielen ganz mutig und können auch mal einen Satz gewinnen. Es geht darum, viel Druck zu machen, in der Annahme haben sie viele Probleme», erklärt er. So gilt es, auch auswärts den Aufschlagdruck zu finden wie zuletzt am Sonntag beim 3:1-Heimsieg gegen Volley Düdingen. «Ihr stärkstes Element ist der Aufschlag, da müssen wir gut auf der Hut sein in der Annahme und wenig Fehler zulassen», äussert sich der Cheftrainer des VC Kanti weiter. Die allgemein grösseren Möglichkeiten dürfe man sich nicht nehmen lassen durch ein Aufschlag-Annahme-Battle.
Was den heutigen Spieltags-Kader der Schaffhauser Volleyballerinnen betrifft, ist klar, dass die bisherige Saisontopskorerin Jordan Lookwood weiterhin pausieren muss – mindestens so lange, bis die Untersuchungen der Adduktorenverletzung ein klares Bild ergeben.
Neubauer hofft, dass sich Lina Lieb bis zum Spiel heute Abend weiter von ihrer Grippe-Erkrankung erholt hat. In Vertretung von Lockwood und Lieb hatte am Sonntag überwiegend Lia Capraro gespielt und ihre Aufgabe sehr gut gelöst.
Play-offs starten am 2. März
Steht Rang zwei bereits heute Abend fest, will Kanti-Trainer Neubauer bereits vor dem Spiel gegen Lugano vom Samstag in einer Woche Akzente im Athletikbereich setzen, um sein Team bereits auf den Start in die Playoffs am 2. März vorzubereiten.
Der VC Kanti gewinnt ohne die Topskorerin
Auch ohne die verletzte Topskorerin Jordan Lockwood erreicht der VC Kanti gegen Volley Düdingen einen 3:1-Sieg

Duell am Netz: Kanti-Passeuse Brigitta Petrenko (r. hinten) und Bruna da Silva fighten um den Ball. Bild: Reinhard Standke
Reinhard Standke
Wie der Trainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, am Freitag schon angesprochen hatte, konnte der VC Kanti am Sonntag nicht in der stärksten (Stamm-)Formation das drittletzte Spiel der Qualifikation gegen Volley Düdingen bestreiten.
Wurde vor eineinhalb Wochen in der Partie gegen Aesch-Pfeffingen die angeschlagene bisherige Saisontopskorerin Jordan Lockwood noch für einen Kurzeinsatz eingewechselt, verbrachte die 24-jährige Amerikanerin die 96 Spielminuten vom Sonntag im Trainingsanzug auf der Bank. An ihrer Stelle begann nicht wie zuletzt Lina Lieb, die nach erneuter Grippe zu Beginn geschont wurde, sondern die 22-jährige Lia Capraro in der Startsechs. Hier stand anstelle der ebenfalls erkrankt gewesenen Lea Ambrosius die Kroatin Astrid Popic neu auf dem Feld.
Wie es um die Adduktorenverletzung von Lockwood bestellt ist, soll in den nächsten Tagen eine MRT-Untersuchung ergeben. Gemäss Neubauer soll jedoch kein Risiko eingegangen werden, sodass Lockwood wohl nicht vor Beginn der Playoffs am 2. März in das Team zurückkehren wird.
Popic und Capraro sollten ihre Sache gut machen, das Kanti-Team erzeugte über weite Phase mit dem Aufschlag den erforderlichen Druck und war mit 10:7 im ersten Satz gut unterwegs. Dann setzte Sarina Wieland die Gastgeber mit dem Service unter Druck (10:12), Kanti kam jedoch zurück (25.20). Nach lange erfolgreichem Side-out-Spiel im zweiten Durchgang (17:16) kam Düdingen mit Larissa Rothenbühler zu einer weiteren Service-Serie (22:17) und danach zum Satzgewinn (25:18).
«In den Sätzen eins und zwei hat es bei uns etwas geknirscht», verwies Nicki Neubauer auf die veränderte Aufstellung. «Es war viel Coaching, viel Anpassung erforderlich», so der Trainer, der frühzeitiger als sonst zum Time-out griff und an den Stellschrauben drehte. So kam sein Team nach der langen Side-out-Phase im dritten Satz knapper (25:21), im vierten Satz deutlicher (25:18) zum Erfolg. «Ich bin sehr zufrieden», so das klare Fazit des Kanti-Coachs.
Rang zwei rückt näher
Zwei Runden vor Ende der NLA-Qualifikation liegen die Schaffhauser Volleyballerinnen nun vier Punkte vor Verfolger Lugano, das beim 3:2 gegen VBC Cheseaux einen Zähler abgeben musste, auf Rang zwei. Bereits am Dienstag kann sich das Team des VC Kanti diesen Platz mit einem Erfolg gegen die Volleyball Academy in Kloten definitiv sichern.
Würde Lugano, das am Mittwoch bei Volley Toggenburg antreten muss, den Schaffhauserinnen näher rücken, würde am letzten Spieltag am 22. Februar die Direktbegegnung zwischen den Munotstädterinnen und den Tessinerinnen über die Vergabe von Platz zwei und drei entscheiden. Der Gegner in den Playoff-Viertelfinal sollte so oder so aus dem Kreis der Teams aus Genf, Aesch-Pfeffingen, VFM, Cheseaux oder Düdingen kommen.
NLA, Frauen, 20. Runde: VC Kanti – Volley Düdingen 3:1 (25:20, 18:25, 25:21, 25:18) . - BBC-Arena. - 528 Zuschauer. - SR: Rüegg/Zindel. - Spieldauer: 24, 23, 24, 25 = 96 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Popic, Botkin, Holaskova, Caprera, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb; nicht eingesetzt: Cavka, A. Pazin, Loffreda; ohne: Lockwood (verletzt). – Volley Düdingen: Hill, Da Silva, Wieland, Vondran (Pass), Sacher, Staffelbach, Portmann (Libera); eingewechselt: Gasser, Rothenbühler, Erni, Loosli; nicht eingesetzt Flühmann (Libera).
Weitere Resultate: Aesch-Pfeffingen - Neuenburg UC 0:3 (22: 25, 16:25, 20:25), Genève Volley - Franches-Montagnes 3:2 (16:25, 25:21, 25:21, 18:25, 15:6), Volley Lugano - VBC Cheseaux 3:2 (23:25, 25:17, 22:25, 25:13, 15:8), Volley Glaronia - Volleyball Academy 3:1 (25:19, 25:27, 25:12, 25:22).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 18 53:12 50. 2. VC Kanti 18 49:19 44. 3. Volley Lugano 18 46:23 40. 4. VBC Cheseaux 18 33:35 26. 5. Franches Montagnes 34:41 26. 6. Genève Volley 18 33:35 24. 7. Aesch Pfeffingen 18 31:35 24. 8. Volley Düdingen 18 29:33 23. 9. Volley Glaronia 18 28:44 20. 10. Volley Toggenburg 18 20:42 14. 11. NLZ Volleyball Academy 19 15:52 9.
Disziplin im Block und gutes Side-Out-Spiel gefordert
Vor dem drittletzten Spiel in der Qualifikation gegen Düdingen leidet der VC Kanti unter gewissen Personalsorgen.

Standardsituation: Brooke Botkin bei einer Annahme gegen Aesch-Pfeffingen. Bild:Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Die Grippewelle hat nicht nur die Schweiz fest im Griff, auch der VC Kanti ist wieder respektive weiterhin betroffen. So liegt seit Wochenanfang Mittelblockerin Lea Ambrosius flach, ihr folgte am Dienstag Angreiferin Lina Lieb. Einen kleinen Rückfall erlitt Topskorerin Jordan Lockwood, bei der sich die Adduktorenverletzung wieder verschlechtert hat. Die Amerikanerin war vor zehn Tagen beim 3:0 gegen Aesch-Pfeffingen grösstenteils geschont worden, für sie stand Lina Lieb in der Startformation. Lockwood hatte sich die Verletzung im Spiel in Neuenburg zugezogen.
«Das macht mehr Probleme als ursprünglich vermutet», äusserte Nicki Neubauer zwei Tage vor dem nächsten Pflichtspiel vom Sonntag (16.30 Uhr, BBC-Arena). Im Hinblick auf die ab Anfang März folgenden Playoffs möchte der Kanti-Trainer jedoch kein Risiko eingehen, «unabhängig davon, dass wir möglichst auf Platz 2 bleiben wollen». Neubauer rechnet zwar damit, dass zumindest alle 13 Spielerinnen am Sonntag im Kader sein können, wer dann 100-prozentig einsatzbereit sein wird, muss jedoch noch abgewartet werden. Notfalls könnte das Team aus dem Kreis der 1. Liga, die zuvor gegen die Volleyball Academy antritt, auf bis zu 14 Spielerinnen ergänzt werden.
Düdingen zuletzt stabiler
Gegen Volley Düdingen bestreiten die Schaffhauserinnen in dieser Saison bereits das vierte Spiel. Im November hatten die Freiburgerinnen, die damals am unteren Ende der Tabelle zu finden waren, Kanti im Rückspiel des CEV Challenge die erste Saisonniederlage beigebracht und aus dem Wettbewerb geworfen. «Düdingen hat seit dem Herbst zuletzt stabiler gespielt», so Neubauer. Die Freiburgerinnen, aktuell Siebter, haben inzwischen mit Samantha Hill eine neue Aussenangreiferin verpflichtet. Zuletzt war Topskorerin Sarina Wieland verletzt ausgefallen.
Düdingen sei als abwehrstarke Mannschaft unangenehm zu bespielen, betont der Kanti-Cheftrainer. «Es ist eine physisch eher kleine Mannschaft, die gerne mit Block-Touch-Out arbeitet, da brauchen wir Disziplin in unserem Blockverhalten», so Neubauer. «Wie gegen Aesch-Pfeffingen wird es darauf ankommen, dass wir unser Spiel durchbringen. Sei es mit einer guten, sei es mit einer schlechten Annahme, wir müssen gut sein im Side-Out-Spiel.» Nachdem dieses im Cup-Viertelfinal in Neuenburg nicht gut genug funktioniert hatte, zeigten sich die Munotstädterinnen gegen Aesch-Pfeffingen hier deutlich verbessert. «Für mich geht es darum, dass wir dies weiter stabilisieren können», so Neubauer.
Nur wenig Zeit für Regeneration bleibt den Kanti-Spielerinnen bis zum nächsten Einsatz. Dieser folgt bereits am Dienstag in Kloten gegen das Tabellenschlusslicht, die Volleyball Academy. Anschliessend folgt erneut eine längere Pause von über eineinhalb Wochen. Nach dem spielfreien Halbfinalwochenende im Cup folgt der Abschluss der Qualifikation am 22. Februar daheim gegen Volley Lugano.
Kanti mit einem klaren 3:0-Sieg
Zwei deutliche und ein enger Satz: Der VC Kanti setzt sich gegen Aesch-Pfeffingen durch.

Endlich wieder Siegesjubel beim Team des VC Kanti. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Der VC Kanti ist zurück auf der Siegerstrasse: Nach zwei Niederlagen in der Meisterschaft und dem Aus in den Achtelfinals des Volley Cup bezwingen die Schaffhauserinnen am Mittwoch das Team aus Aesch-Pfeffingen in drei Sätzen. Die meisten der 376 Zuschauer werden zu Beginn der Partie verwundert auf das Spielfeld geblickt haben: Anstelle der Saison-Topskorerin Jordan Lockwood wurde Lina Lieb vom Speaker in der Startformation aufgerufen. Lockwood war am Sonntag angeschlagen vom Spiel in Neuenburg zurückgekehrt und wurde geschont, bis auf einen Kurzeinsatz im zweiten Satz.
Auch ohne Lockwood gelang der Einstieg in die Partie, mit 5:0 gelang Kanti gleich ein Ausrufezeichen. Die Schaffhauserinnen machten mit dem Aufschlag Druck, zogen ihr Angriffsspiel auf und durch. Bei vielen Wechseln auf beiden Seiten kamen die Baselbieterinnen nach dem 21:13 noch etwas heran (25:19). Doch die Überlegenheit des Heimteams sollte sich nicht fortsetzen. Die Munotstädterinnen verloren etwas den Kampf, die Präzision, sie agierten fehlerhafter. Aesch-Pfeffingen kam mehr ins Spiel, neben Topskorerin Jodie Larson kam plötzlich auch Shana Haegele immer wieder zu Punkten. Nach einer langen Side-Out-Phase bis zum 16:17 zogen zuerst die Gäste, dann Kanti davon, konnte aber zwei Satzbälle (24:22) nicht nutzen. In einem schier endlosen Hin und Her folgten insgesamt 4:7 Satzbälle. Mit einem Block entschied Lea Ambrosius schlussendlich den Durchgang für ihr Team (34:32). «Wir haben uns nicht getraut, durchzuziehen», erklärte Nicki Neubauer nach den 70 Spielminuten. Im dritten Durchgang kehrte Kanti nach dem 9:8 zum überlegenen Angriffsspiel, das das Team in den ersten Sätzen gegen Neuenburg und Aesch-Pfeffingen aufgezogen hatte, zurück und gewann mit 25:13. Lina Lieb (15 Punkte wie auch Katerina Holaskova) habe ihren Einsatz sehr gut gemacht, so Trainer Neubauer, der insgesamt auch mit der Aufschlagsleistung zufrieden war.
In der Tabelle halten die Schaffhauserinnen drei Runden vor Ende der Qualifikation drei Punkte Vorsprung auf den Dritten Volley Lugano und können aus den Top 3 nicht mehr verdrängt werden. Bis zur nächsten Runde hat der VC Kanti nun 10 Tage Zeit zur Regeneration und zur weiteren Vorbereitung. Das nächste Spiel in der Liga steht am Sonntag, 9. Februar, gegen Volley Düdingen an (16.30 Uhr, BBC-Arena). Zwei Tage später folgt dann bereits das Auswärtsspiel bei der Volleyball Academy (Kloten, 20.00 Uhr).
NLA, Frauen, 19. Runde: VC Kanti - Aesch-Pfeffingen 3:0 (25:19, 34:32, 25:13). - BBC-Arena. - 376 Zuschauer. - SR: Kälin/S. Auricht. - Spieldauer: 23, 33, 30 = 76 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Ambrosius, Botkin, Holaskova, Lieb, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Cavka, A. Pazin, Lockwood, Popic, Loffreda; nicht eingesetzt: Capraro. – Aesch-Pfeffingen: Uiato (Pass), Larson, Matter, Eichler, Schenker, Kneubühler, Saladin (Libera); eingewechselt: Haegele, Ammeter, Kölürbasi, Campos; nicht eingesetzt: Wetzstein, Reinhard.
Weitere Spiele: Volley Lugano - Genève Volley 3:1. VBC Cheseaux - Neuenburg UC 0:3. Volley Düdingen - Volleyball Academy 3:0.
Rangliste: 1. Neuenburg UC 17 50:12 47. 2. VC Kanti 17 46:18 41. 3. Volley Lugano 17 43:21 38. 4. VBC Cheseaux 17 31:32 25. 5. Aesch-Pfeffingen 17 31:32 24. 6. Volley Düdingen 17 28:30 23. 7. Genève Volley 17 30:33 22. 8. Franches-Montagnes 17 29:37 22. 9. Volley Glaronia 17 25:43 17. 10. Volley Toggenburg 17 19:39 14. 11. NLZ Volleyball Academy 18 14:49 9.
Den Spielfluss aufrechterhalten
Im Spiel zweier zuletzt siegloser Teams trifft der VC Kanti heute Abend (20 Uhr, BBC-Arena) auf Aesch-Pfeffingen.

Kanti-Passeuse Brigitta Petrenko (am Ball, schwarzes Tenue) im letzten Meisterschaftsspiel vom Sonntag in Neuenburg. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Während der in der Nationalliga A zweitplatzierte VC Kanti in den letzten fünf Meisterschaften sieben Punkte verbuchen konnte, war es beim Gegner von heute Abend (20 Uhr), Aesch-Pfeffingen (5.), nur gerade einer. Die in den letzten fünf Spielen sieglosen Baselbieterinnen zogen jedoch dazwischen in die Cup-Viertelfinals ein. Zwischen den Meisterschaftsniederlagen gegen Genf (zu Hause) und in Neuenburg waren die Schaffhauserinnen im Volley Cup im Achtelfinal bei Volley Lugano ausgeschieden.
«In den ersten beiden Sätzen gegen NUC hat unser Gameplan sehr gut funktioniert», blickt Kanti-Trainer Neubauer auf das mit 1:3 verlorene Spiel vom Sonntag zurück. Nach einem Satzgewinn und einer anschliessenden 13:7-Führung war dann jedoch der Flow eingebrochen.
«Vor allem in der Offensive hat es dann gehapert. Wir hatten Probleme mit unserem Spielaufbau», erläutert Neubauer. «Wir haben das erste Tempo zu wenig einsetzen können und uns an den Antennen schwergetan gegen einen Gegner, der gut eingestellt war.» Wie schon in Spielen zuvor, führte der Trainer der Munotstädterinnen auch unpräzise zweite Bälle an. Im Angriff habe auch in einigen Situationen etwas der Mut gefehlt. «Dann sind schnell mal fünf, sechs Punkte weg.»
Dies war den Schaffhauserinnen Mitte des zweiten Satzes, am Ende des dritten Durchgangs und auch in der Mitte des vierten Satzes passiert – in Phasen, in denen den Gegnerinnen Aufschlagsserien gelangen. «Dann wird das Ergebnis ein bisschen deutlicher, als es eigentlich ist, daran gilt es zu arbeiten», meint Neubauer weiter. «Es war ein gemeinschaftliches Wegbrechen, nicht das von ein oder zwei Spielerinnen», stellt er klar.
Heutiger Gegner trotz Niederlagen gefährlich
Mit Aesch-Pfeffingen kommt heute Abend nun ein Gegner mit einem Negativlauf nach Schaffhausen. Trotzdem sei das Team mit Trainer Timo Lippuner gefährlich in der jetzigen Situation, und trotz der vielen verlorenen Sätze seien sie am Ende dabei gewesen. Auch habe zum Teil das Spielglück gefehlt, so der Trainer des VC Kanti. «Sie sind in einer ähnlichen Situation wie wir, auf der Suche nach Stabilität.» Vor Weihnachten hatten die Baselbieterinnen sich mit der türkischen Diagonalspielerin Mélissa Kölürbasi verstärkt. Im verlorenen Spiel gegen Volley Toggenburg am Freitag fehlte die erkrankte Tabea Eichler.
Dem VC Kanti blieb zwischen dem Sonntag und vor dem heutigen Spiel nicht viel Zeit für Trainings und die Arbeit an Dingen, die zuletzt nicht so gut liefen: Nach einem freien Montag folgten gestern ein individuelles Training, die Videoanalyse und ein Teamtraining. Sollten die Munotstädterinnen ohne Punkt bleiben, Lugano aber mit einem Drei-Punkte-Sieg gleichziehen, entscheidet das Satzverhältnis, wer von den beiden Teams den zweiten Rang in der Tabelle erhält. Das folgende Spiel steht dann für die Schaffhauserinnen erst in zehn Tagen an. Nach dem Aus im Cup ist Kanti am kommenden Wochenende spielfrei und ist erst am Sonntag, 9. Februar, im Heimspiel gegen Volley Düdingen (8.) wieder im Meisterschaftsalltag im Einsatz.
Kanti beginnt stark und verliert dennoch
Im NLA-Spitzenspiel unterliegt der VC Kanti beim Leader Neuenburg UC 1:3. Damit ziehen die Schaffhauserinnen in Meisterschaft und Cup die dritte Niederlage in Folge ein.

Die Kanti-Angreiferinnen, hier Korina Perkovac (l.), hatten es zum Schluss schwer gegen Neuenburg UC. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Vor einer Woche hatte Kanti-Coach Nicki Neubauer den Auftritt des Teams bei der 0:3-Niederlage im Cup in Lugano (dem Tabellennachbarn in der Liga) in Teilen kritisiert. Am Sonntag zeigte der VC Kanti (2.) im Topspiel der Liga bei Neuenburg von Beginn an eine Reaktion. Die Schaffhauserinnen gingen mit dem vollständigen Kader vor der gewaltigen Kulisse von 1525 Zuschauern kämpferisch und selbstbewusst in die Partie und zeigten dies auch in der Körpersprache. Zwar gelang Neuenburg UC der erste Punkt in der Begegnung, Kanti machte jedoch mit dem Aufschlag genügend Druck und konnte auch das Angriffsspiel erfolgreich aufziehen, ohne Punkte in Serie zu kassieren. In der Folge lagen die Munotstädterinnen bis zum Satzende immer und mit bis zu vier Punkten in Führung, 25:22 lautete der vielversprechende Einstieg.
Auch im zweiten Satz ging dies zunächst so weiter. Kanti agierte überlegen und baute die Führung mit einer Aufschlagserie von Holaskova auf 8:3 und dann 13:7 aus. Dann kam bei NUC-Captain de Micheli auf das Feld und servierte gleich bis zum 12:13. Anschliessend sollte das Momentum im Angriff kehren, nun punkteten beim Gegner Scambray, Branca und Dvoracek, aufseiten der Schaffhauserinnen kamen Lockwood, Holaskova, Botkin und Perkovac nicht mehr so zum Erfolg wie zuvor. Nach dem 18:18 ging der Satz mit 19:25 verloren. Anschliessend blieben die Schaffhauserinnen im Side-out-Spiel zunächst dran, fielen dann auf 12:17 zurück, schienen Mut und Kampf zu verlieren. Nach einer weiteren Serviceserie des Gegners ging das Spiel mit 13:25 zu Ende. «Die ersten eineinhalb Sätze war ich sehr zufrieden mit unserer Leistung», sagte Kanti-Coach Nicki Neubauer. «Und danach dann nicht mehr.» Der Aufschlag beim Gegner habe dann besser funktioniert, bei Kanti, trotz nur drei Annahmefehlern, jedoch das erste Tempo und der Angriff mit hohen Bällen nicht mehr. «Uns fehlt nachher auch etwas die Disziplin, wir fallen im Kollektiv aus», erklärt Neubauer weiter. Nach den Niederlagen von Cheseaux (in Genf) und Aesch-Pfeffingen (daheim gegen Volley Toggenburg) steht fest, dass Kanti die Qualifikation in den Top 3 beenden wird und somit Anfang März mit einem Heimspiel in die Playoff-Viertelfinals startet. Zunächst steht jedoch am Mittwoch (20 Uhr, BBC-Arena) das Heimspiel der 19. Runde gegen Aesch-Pfeffingen an.
NLA, Frauen: Neuenburg UC - VC Kanti 3:1 (22:25, 25:19, 25:13, 25:20). - Riveraine. - 1525 Zuschauer. - SR: Enkerli/Pedrazzini. - Spieldauer: 24, 24, 19, 23 = 90 Minuten. Neuenburg UC: Pierret (Pass), Branca, Dvoracek, Meuth, Chase, Scambrey, Mottis (Libera); eingewechselt: Mico, De Micheli, Milz; nicht eingesetzt: Scrucca, A. Lengweiler. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Ambrosius, Botkin, Holaskova, Lockwood, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb, A. Pazin, Popic.; nicht eingesetzt: Cavka, Loffreda, Capraro.
Weitere Spiele: Aesch-Pfeffingen - Volley Toggenburg 1:3. Volleyball Academy - Volley Lugano 1:3. Genève Volley - VBC Cheseaux 3:1. VBC Glaronia - Franches-Montagnes 1:3. – Rangliste: 1. Neuenburg UC 16 47:12 44. 2. VC Kanti 16 43:18 38. 3. Volley Lugano 16 40:20 35. 4. VBC Cheseaux 16 31:29 25. 5. Aesch Pfeffingen 16 31:29 24. 6. Genève Volley 16 29:30 22. 7. Franches Montagnes 17 29:37 22. 8. Volley Düdingen 16 25:30 20. 9. Volley Glaronia 17 25:43 17. 10. Volley Toggenburg 17 19:39 14. 11. Volleyball Academy 17 14:46 9.
VC Kanti will in Neuenburg eine Reaktion zeigen
Nach zwei Niederlagen in Cup und NLA reist der VC Kanti morgen zum Tabellenführer nach Neuenburg.

Fight am Netz: Lea Ambrosius (18) und Brooke Botkin (7) mit erfolgreichem Block . Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Nach den beiden Niederlagen an den vergangenen Wochenenden stand beim VC Kanti zunächst die Analyse des NLA-Spiels vom Sonntag in Lugano im Vordergrund. Wo lagen die Probleme? «Im Angriff lassen wir ein bisschen zu viel liegen. Natürlich hatten wir auch ein paar Probleme in der Annahme, aber over all ist das nicht das das riesen Problem», fasst der Trainer der Schaffhauser Volleyballerinnen, Nicki Neubauer, zusammen.
Man habe zu wenig «Kill» bei mittelhohen und sehr hohen Bällen gehabt. «Wenn wir eine schlechte Annahme haben und kein erstes Tempo möglich ist und der Block auf der anderen Seite gut ist, haben wir zu wenige Lösungen gefunden», erläutert Neubauer weiter. Entweder sei dann das Zuspiel oder das Hilfszuspiel zu schlecht bzw. teilweise unpräzise gewesen. «Oder wir haben mit zu wenig Mut, zu wenig Höhe gespielt und geradeaus in den Block angegriffen. Oder wir wir stören zu wenig und machen einfach auch zu viele Fehler», sagt der Coach der Munotstädterinnen.
Fehler bei hohen Bällen
«Lugano hat sehr gut gespielt bei hohen Bällen, gut in der Abwehr, gut am Block. Es ist gar nicht so leicht, da eine Lösung zu finden», sagt Neubauer. «Den Hauptteil der Fehler haben wir dort gefunden. Das haben wir sonst erheblich besser gelöst, wir haben eigentlich gute ‹Highball-Angreifer› im Team.» Insgesamt spricht Neubauer von 11 Angriffsfehlern, davon seien drei Fehlentscheidungen, habe die nachträgliche Videoanalyse bei Kanti ergeben. Die drei Entscheidungen seien in den Sätzen 1 und 3 gefallen, die beide mit zwei Punkten Unterschied knapp verloren wurden. Klar sei aber, dass sich Kanti in den Highballsituationen steigern müsse, genau wie in der Abwehr. «Mit der Abwehrleistung war ich nicht zufrieden. Wir blocken zwar sehr gut, da muss auch unsere Abwehrleistung einfach nach oben gehen.»
Und nun gegen den Leader
Eine Woche nach dem Topspiel im Volleycup steht nun morgen das nächste Spitzenspiel beim Tabellenführer Neuenburg UC an (18.00 Uhr, Riveraine-Halle). «Es wird nicht einfacher, es ist auswärts, aber unabhängig vom Resultat wollen wir eine Reaktion sehen auf unserer Seite, was die Einsatzbereitschaft in der Abwehr betrifft», erwartet Neubauer mehr kämpferischen Einsatz von seinem Team. «Es ist noch deutlich Luft nach oben, in unserer Körpersprache, in unserem Willen, in unser Einsatzbereitschaft.»
Neuzugang bei NUC
Beim morgigen Gegner, Kanti hatte das Heimspiel Anfang November mit 3:2 für sich entschieden, spielt inzwischen die neuverpflichtete Diagonalspielerin Maia Dvoracek. Als weitere Änderung ist Topskorerin Tia Scambray nicht mehr direkt neben der Zuspielerin positioniert. «Das ändert die Ballverteilung, was es uns nicht leichter macht», so der Kantitrainer.
Chancen in Lugano nicht genutzt
Nach der Niederlage in der NLA verliert der VC Kanti auch im Cup-Achtelfinal bei Volley Lugano.

Im Angriff lief es beim VC Kanti (hier Jordan Lockwood) nicht gut genug. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. In Lugano kann der VC Kanti in der Saison 2024/25 (bislang) nicht gewinnen. Nachdem die Schaffhauserinnen in der Meisterschaft nach neun verlustfreien Runden Anfang Dezember im Tessin mit 1:3 die erste Niederlage einzogen, gelang im Cup-Achtelfinal vom Sonntag kein Satzgewinn. Nach zwei sehr knappen und einem deutlichen Satzverlust schied Schaffhausen in der ersten für NLA-Teams möglichen Runde aus.
Wieder kein Losglück
Bereits in den beiden Vorjahren war für die Munotstädterinnen in den Achtelfinals Schluss gewesen. Auch hier hatten sie auswärts gegen NLA-Spitzenteams antreten müssen. 2023 unterlag das Team von Nicki Neubauer 1:3 bei Aesch-Pfeffingen, im vergangenen Jahr 2:3 bei Neuenburg.
Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Angreiferin Korina Perkovac vor einer Woche gegen Genève Volley konnte das Team von Nicki Neubauer gestern im Tessin wieder in der üblichen Stammformation auflaufen. Wie schon bei der Partie von Anfang Dezember in Cadempino benötigten die Schaffhauserinnen zum Start Zeit, um den Spielrhythmus zu finden. Nach dem 5:8-Rückstand gelang dies mit Brooke Botkin sowie Katerina Holaskova am Service (13:9). Im Gegensatz zur Partie gegen Genf kamen am gestrigen Sonntag die beiden Mittelblockerinnen Holaskova und Lea Ambrosius nicht nur zum Blocken, sondern auch vermehrt zum Angriffsspiel.
In der Folge verwalteten die Munotstädterinnen den Vorsprung zunächst und bauten ihn dann auf 22:16 aus. Doch nun meldete sich plötzlich Lugano zurück, mit hartem Service, guten Blocks glichen sie nicht nur aus, sondern kamen nach einer umstrittenen Entscheidung zu Matchbällen (24:22). Kanti vermochte nur einen knappen Punkt heranzukommen (23:25). Im zweiten Durchgang sollten die Schaffhauserinnen ab Satzmitte das Feld den Gegnerinnen überlassen, der Satz ging mit 25:16 klar an Volley Lugano. Im dritten Satz konnte das Team von Nicki Neubauer bis in die Moneytime einen kleinen Vorsprung verwalten, vergab beim 24:23 einen Satzball und musste anschliessend die Schlussphase mit einem knappen 25:27 wiederum dem Gegner überlassen.
Die Probleme im Angriff
In den 78 Spielminuten hatten die Gastgeberinnen mit ihren harten Aufschlägen die Annahme des VC Kanti immer wieder auf die Probe gestellt, dazu lief das Angriffsspiel bei den Schaffhauserinnen nicht immer wie gewollt. Trainer Neubauer analysierte die Niederlage so: «Ende des ersten Satzes hatten wir in der Annahme keine guten Werte, dann ging auch das Skoring runter. Das zieht sich auch im zweiten Satz durch», erläuterte der Coach. «Am Ende ist die Annahme genau gleich, im Aufschlag machen wir drei Fehler mehr als sie bei gleich vielen Punkten. Der grosse Unterschied ist der Angriff: Aus der Annahme heraus machen wir 11 Fehler und sie einen. Gesamthaft sind wir bei 14 Angriffsfehlern und sie bei sechs.»
Nächstes Spitzenspiel
Am kommenden Sonntag ist der VC Kanti nach zuletzt zwei Niederlagen erneut gefordert: Im Spitzenspiel der 18. und fünftletzten Runde der NLA-Qualifikation reisen die Schaffhauserinnen zum Leader Neuenburg, den sie im Heimspiel Anfang November mit 3:2 bezwingen konnten.
Volleycup, Achtelfinals: Volley Lugano - VC Kanti 3:0 (25:23, 25:16, 27:25). - Palamondo Cadempini. - 300 Zuschauer. - SR: Zindel/Schemeth. - Spieldauer: 28, 22, 28 = 78 Minuten. – Volley Lugano: Zanetti (Pass), Solvik (8), Cveticanin (9), Armer (8), Hayward (10), Leban (14), Mortati (Libera); nicht eingesetzt: Paya, Garovi, Sordo, Sacher, Re. – VC Kanti: Petrenko (Pass, 3), Ambrosius (11), Botkin (13), Holaskova (9), Lockwood (12), Perkovac (3), Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb, A. Pazin, Popic, Cavka; nicht eingesetzt: Capraro, Loffreda.
Weitere Spiele: Voléro Zürich (1.) - BTV Aarau (NLB) 1:3. VBC Epalinges (1.) - Neuenburg UC 0:3. Volley Glaronia - Aesch-Pfeffingen 1:3. Volley Düdingen - Volley Toggenburg 3:0. VBC Cheseaux - Franches-Montagnes 3.2. Genève Volley - Volleyball Academy 3:1. Frispike La Brillaz FR (1.) - Kanti Baden (NLB) 0:3.
Gegen Volley Lugano ist im Cup eine Topleistung gefordert
In den Achtelfinals des Volley Cup kommt es morgen zum Spitzenspiel zwischen Volley Lugano (3.) und VC Kanti (2.).

Der VC Kanti (hier Brooke Botkin und Perkovac) ist in der Annahme gefordert. Bild: w. sch.
Reinhard Standke
Kein Losglück im Volleycup war dem VC Kanti Mitte Dezember beschert: In den Achtelfinals lautete der Gegner Volley Lugano, das in der Meisterschaft hinter den Schaffhauserinnen nächstbeste Team. Der Cup-Titelverteidiger Neuenburg blieb dem Team von Nicki Neubauer zwar erspart, dieser sollte sich jedoch angesichts des Gegners, dem 1.-Ligisten VBC Epalinges, keine allzu grosse Sorgen über den Einzug in die Viertelfinals vom 2. Februar machen müssen.
Rechtzeitig vor der Partie im Tessin scheint die Grippewelle beim VC Kanti abzuebben. Während Angreiferin Korina Perkovac seit Mittwoch wieder im Training steht, konnte Zuspielerin Brigitta Petrenko erst gestern wieder beginnen. Im K.-o.-Spiel in der Halle Pallamondo in Cadempino muss das Team von Trainer Neubauer versuchen, die Lehren aus der ersten NLA-Saisonniederlage von Anfang Dezember gegen Lugano zu ziehen, und dies eine Woche nach dem zweiten verlorenen Spiel daheim gegen Genève Volley.
«Wir müssen schneller auf unseren Rhythmus kommen, vor allem im Aufschlag», betont Nicki Neubauer rückblickend auf das Dezemberspiel. «Da haben wir uns in den ersten beiden Sätzen schwergetan.» Weiter habe sein Team lange im Skoring Mühe gehabt. «Sie machen es gut gegen unser erstes Tempo mit der Aussenangreiferin, wir müssen taktisch die Momente finden, in denen wir über die Mittelblockerinnen spielen können und aussen aggressiver auftreten», so der Coach des VC Kanti weiter. «Es wird sicher ein enges Spiel werden, dies ist auch Lugano klar, sie hätten sicher gerne ein anderes Los gehabt als uns.»
Mit Spielfreude die Lösungen finden
Nach der Niederlage vom vergangenen Samstag wurden dem Kanti-Team noch einmal die Ziele für die laufende Saison veranschaulicht und wie man diese erreichen wolle, berichtet der Trainer. «Es steht jetzt auch im Vordergrund, dass wir das können, wir müssen mit viel Spielfreude und Spass im Spiel auftreten», meint Nicki Neubauer. «Das ist der Key zum Gewinnen. Lugano ist ein guter Gegner, eine Herausforderung, an der können wir nur wachsen.» Gegen Genf hätten ein paar Dinge nicht so funktioniert, die eigene Erwartungshaltung sei natürlicherweise sehr hoch, dann komme schnell Unzufriedenheit auf. «Dagegen müssen wir ankämpfen, es akzeptieren für den Moment und eine Lösung finden, fordert der Coach des VC Kanti.
In der 17. NLA-Runde vom Mittwoch/Donnerstag war der VC Kanti spielfrei. Leader Neuenburg gab beim 3:2 auswärts bei Franches-Montagnes einen Punkt ab und liegt nun drei Punkte vor dem VC Kanti. Die Schaffhauserinnen weisen fünf Runden vor Ende der Qualifikation einen 14-Punkte-Abstand zum fünften Platz auf. Somit fehlen rechnerisch noch zwei Punkte, um definitiv in den Top 4 zu bleiben und mit einem Heimspiel in die Playoff-Viertelfinals zu starten. Im nächsten Meisterschaftsspiel müssen die Munotstädterinnen am Sonntag in einer Woche beim Tabellenführer Neuenburg UC antreten.
Kanti bezieht die zweite Saisonniederlage
Beim VC Kanti gerät der Spielfluss gegen Genève Volley ins Stocken. Die Gäste setzen den Schaffhauserinnen mit einer 2:3-Niederlage zu.

Zusammenstehen in der Niederlage: das Team des VC Kanti nach dem 2:3 gegen Genève Volley. Bild: Reinhard Standke
Reinhard Standke
Ganze drei Punkte sollten die Teams von Nicki Neubauer und dem Büsinger Andi Vollmer (die 2009 bis 2011 zusammen als Chef- und Co-Trainer in Schaffhausen gearbeitet hatten) am Samstag nach 122 langen Spielminuten trennen. Von den fünf Sätzen hätten die Gäste aus Genf davon drei für sich entscheiden und total 109 zu 106 Punkte erzielt. Der VC Kanti konnte sich jedoch nur einen statt der erhofften drei Tabellenpunkte gutschreiben lassen und musste so am Sonntagabend die Tabellenführung an Neuenburg UC abgeben.
Kranke und Verletzte auf beiden Seiten
Beide Teams waren mit Verletzungs- beziehungsweise Krankheitssorgen in die Partie gegangen. Andi Vollmer beklagte neben einer erkrankten Aussenangreiferin den Ausfall der frisch verpflichteten Diagonalspielerin McBride. An ihrer Stelle stand einmal mehr die 18-jährige Mittelblockerin Sally Biermann auf dem Feld. Aus dem Kader von Nicki Neubauer war Angreiferin Korina Perkovac so stark erkrankt, dass sie daheimbleiben musste. Zwar stand Vivian Guyer (1. Liga-Team) im Aufgebot, sollte aber nicht eingesetzt werden. Für Perkovac spielte zunächst Lina Lieb. Für die Mitte der Woche an Grippe erkrankte erste Zuspielerin begann Kanti-Eigengewächs Alessia Pazin, die sich lange gut schlug.
Nach einer Side-out-Phase konnten sich die Schaffhauserinnen im ersten Satz auf 14:9 absetzen, mussten aber die Gegnerinnen, die sich mit harten Aufschlägen, Kampf in der Verteidigung und zum Teil unkonventionellen Angriffen immer wieder gefährlich zeigten, wieder herankommen lassen. Mit der in diesem Durchgang insgesamt besseren Leistung in Angriff, Annahme und Block erspielte sich Kanti eine 24:18-Führung, benötigte dann aber vier Satzbälle.
Anschliessend waren die Munotstädterinnen bis zum 15:10 auf Kurs, nach dem zweiten Time-out von Andi Vollmer spielten die Gäste aggressiver und drückten Kanti wieder das Side-out-Spiel auf. Das Heimteam vergab zwei Satzbälle, Genf, nun mit den besseren Angriffen, glich mit 26:24 aus. Kämpferischer und mit mehr Druck machte das Team aus der Romandie nach den zehn Minuten Pause im dritten Satz weiter. Beim 3:6 brachte Nicki Neubauer für Lina Lieb das junge Eigengewächs Nina Cavka, die ihre Aufgabe besonders in der Annahme gut lösen sollte. Ab dem 5:9 stand die erste Zuspielerin Brigitta Petrenkó auf dem Feld. In der «Money-Time» vermochten sich die Gastgeberinnen nach dem 21:21 erfolgreich abzusetzen (25:22).
Einem Rückstand liefen die Schaffhauserinnen auch im vierten Durchgang lange hinterher (4:7, 11:14). Kanti kam zurück (17:15, 21:18), gab die Schlussphase aber ab (23:25). Im Tiebreak hatte Kanti bezüglich Kampf und Angriff zu wenig entgegenzusetzen und unterlag klar (9:15). So konnte der Genfer Coach Andi Vollmer von «einem herausragenden Sieg gegen den Tabellenführer» sprechen. «Schade, es war ein Spiel, aus dem wir lernen müssen», so Kanti-Trainer Neubauer, der die Niederlage nicht auf die Krankheitswelle schob, sondern auf genügende Qualitäten auf der Bank verwies. «Wir verlieren die Konzentration, uns fehlten im Angriff Lösungen, Varianten, die Geduld.»
In der 17. Runde der NLA vom Mittwoch und Donnerstag sind die Schaffhauserinnen spielfrei. Titelverteidiger Neuenburg und wieder Tabellenführer kann den Vorsprung in der Tabelle auf bis zu vier Punkte ausbauen. Am kommenden Sonntag muss der VC Kanti im Spitzenspiel der Cup-Achtelfinals bei Volley Lugano (3.) antreten. Die Tessinerinnen hatten Anfang Dezember für die erste der nun zwei NLA-Saisonniederlagen der Munotstädterinnen gesorgt.
Mitfahrgelegenheit zum Cupspiel in Cadempino:Abfahrt mit dem Teambus ist um 11 Uhr an der BBC-Arena, Fahrpreis 40 Fr. Spielbeginn ist 17 Uhr, Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch.
NLA, Frauen: VC Kanti - Genève Volley 2:3 (25:21, 24:26, 25:22, 23:25, 9:15). - BBC-Arena. - 538 Zuschauende. - SR: Zindel/Känel. - Spieldauer: 26, 27, 27, 29, 13 = 122 Minuten. – VC Kanti: A. Pazin (Pass, 1), Lieb (4), Botkin (20), Lockwood (25), Holásková (19), Ambrosius (5), Habegger (Libera); eingewechselt: Petrenkó (1), Cavka (1), Popic; nicht eingesetzt: Capraro, Guyer, Loffreda (Libera); ohne Perkovac (erkrankt). – Volley Genève: Shields (Pass, 7), De Jesus (24), Biermann (16), Koch (7), Nowak (10), Clayton (15), Knutti (Libera); eingewechselt: Matul, Boonstra; nicht eingesetzt: Sager.
Weitere Spiele: VBC Glaronia - Volley Toggenburg 0:3 (7:25, 20:25, 23:25). Aesch-Pfeffingen - Volley Düdingen 0:3 (28:30 23:25, 22:25). Franches-Montagnes - VBC Cheseaux 3:1 (25:18, 25:19, 23:25, 25:23). Neuenburg UC Volleyball Academy 3:0 (25:18, 25:20, 25:15).
Geht Leader VC Kanti angeschlagen ins Heimspiel gegen Genf?
Trotz der Fragezeichen bei drei zuletzt erkrankten Spielerinnen geht Kanticoach Nicki Neubauer davon aus, dass am Samstag gegen Genève Volley ein starkes Team auf dem Feld steht.

Jordan Lockwood (hinten) lanciert beim 3:1-Sieg im Hinspiel in Genf eine Finte. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Vier Siege in Folge erzielte der VC Kanti im Anschluss an die erste Saisonniederlage in der Meisterschaft Anfang Dezember in Lugano, der eine Serie von neun Erfolgen vorausgegangen war. Heute soll gegen Genève Volley (8.) mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer der nächste Sieg folgen. Holen die Schaffhauserinnen drei Punkte, können sie Titelverteidiger Neuenburg, der bis zum Donnerstag nächster Woche ein Spiel weniger aufweist, zumindest bis dahin um mindestens einen Punkt distanzieren.
Eine Krankheitswelle bei Kanti
Ging bei Kanti vor einer Woche Lina Lieb mit den Nachwehen einer Erkrankung über die Feiertage in die Partie gegen Franches-Montagnes, erwischte es im Laufe der letzten Tage gleich drei Spielerinnen. Zum einen Aussenangreiferin Korina Perkovac, auf sie folgten Zuspielerin Brigitta Petrenkó und Mittelblockerin Astrid Popic. «Die Krankheitswelle rollt durch die Mannschaft», so Trainer Nicki Neubauer. Deswegen sei die Kaderzusammensetzung für heute noch etwas unsicher. Ein Antrag auf Spielverschiebung könnte jedoch gemäss Volleyballreglement (Artikel 161) erst gestellt werden bei «nachweisbarer Absenz von mindestens fünf Spielern einer Mannschaft, die die gleiche epidemische Krankheit (unter anderem Grippe, d. Red.) haben».
Genf kann auf Neuverpflichtung bauen
Zum Gegner sagt Neubauer: «Genf ist sehr ernst zu nehmen, vom Leistungsvermögen gehören sie weiter nach vorne, obwohl sie im Herbst viele Probleme mit Verletzungen hatten.» Beim Team von Andi Vollmer wurde mit Francesca McBride auf Anfang Jahr eine neue Diagonalspielerin verpflichtet, nachdem während sechs Partien eine Mittelblockerin auf dieser Position gespielt hatte. Die neue amerikanische Linkshänderin hatte einen gehörigen Anteil am 3:2-Sieg vom letzten Sonntag gegen Aesch-Pfeffingen (4.). «Hätte 3:0 oder 3:1 sein müssen», kommentierte Vollmer den Jahresauftakt seines Teams. «Für uns ist es ein Entwicklungsjahr, wir haben grosse Veränderungen im Team vorgenommen.»
«Genf ist ein Team, das spielen kann. Mit Zuspielerin Shannon Shields passiert oft etwas Überraschendes», stellt Neubauer sein Team entsprechend ein. «Wir müssen so druckvoll sein wie ab Mitte des zweiten Satzes gegen Franches-Montagnes. Wenn wir viel Druck am Aufschlag machen und unser Spiel gut aufziehen, dann hat es jeder Gegner schwer gegen uns.»
Vollmer erwartet Finalqualifikationen für Kanti
«Kanti ist sehr stark, wie die aktuelle Tabellenposition zeigt», attestiert der Trainer des heutigen Gegners den Schaffhauserinnen eine gute Saison, in der andere Mannschaften im Umbruch seien, wie NUC, Düdingen oder Aesch-Pfeffingen. «Das könnte ein Jahr für Kanti werden, in dem sie Finals in Wettbewerben erreichen und wieder Medaillen gewinnen können.»
Späterer Spielbeginn Aufgrund der hohen Belegung der BBC-Arena startet das Spiel heute um 16 Uhr – eine halbe Stunde früher als sonst.
Kanti holt sich den nächsten Sieg
Im ersten Spiel des Jahres gelingt den Schaffhauser Volleyballerinnen ein 3:0-Erfolg über Franches-Montagnes.

Kanti-Angreiferin Korina Perkovac ist auch in der Verteidigung gefordert. Die Schaffhauserinnen gewannen klar mit 3:0. Bild:Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Erfolgreicher Jahresauftakt für den VC Kanti: Mit dem 3:0 über Franches-Montagnes gelingt am Samstag im 14 Saisonspiel der 13. Sieg. Die Equipe von Nicki Neubauer rückt dem Saisonzwischenziel, Platz vier respektive zwei in der Qualifikation zu erreichen, sechs Partien vor deren Ende immer näher. Gegen das Team aus dem Jura starteten die Munotstädterinnen wiederum in der Stammformation, taten sich gegen den Siebten der Tabelle aber zu Beginn schwer. «Wir haben etwas gebraucht, um den Aufschlagsdruck zu finden», stellte Trainer Neubauer nach den 79 Spielminuten fest, die von der grossen Kulisse von 527 Zuschauern verfolgt wurden.
Die Fans sahen zunächst einen VC Kanti, der sich im Side-out-Spiel behaupten musste und konnte. Mit den Aufschlägen von Korina Perkovac setzten sich die Schaffhauserinnen von 4:5 auf 8:6 und in der Folge auf 12:8 ab. Doch das Team aus dem Jura konterte, setzte seinerseits den Gegner in der Serviceabnahme gehörig unter Druck und kam so auf 13:13 heran. Mit Perkovac am Service zog Kanti wieder davon (20:16), die Gegnerinnen bleiben aber gefährlich und kamen erneut heran (21:20, 24:24). Wie in diversen Spielen der Saison behielt Kanti zum Satzende die Nerven (26:24).
Viele Spielerwechsel – und neun Matchbälle
Im zweiten Durchgang lief das ausgeglichene Side-out-Spiel bis zum 14:14, dann vermochten die Schaffhauserinnen nach und nach davonzuziehen (20:15) und brachten diesen Vorsprung bei diversen Wechseln von Franches-Montagnes über die Zeit (25:20). Nach der zehnminütigen Pause hatte das Heimteam den Rhythmus und Druck gefunden: Nach kurzen Aufschlagsserien von Petrenko, Botkin und Holaskova stand es 11:4.
Franches-Montagnes rückte nach dem zweiten Timeout zwar näher, im Anschluss an eine kurze Serviceserie von Perkovac (darunter zwei Asse durch Netzroller) gewährte Kantitrainer Neubauer seinen weiteren und jungen Spielerinnen (Popic, A. Pazin, Capraro, Cavka, Loffreda) Einsatzzeit, so dass von der Stammformation nur noch Holaskova und Lookwood dabeiblieben. «Das waren vielleicht ein bisschen viele Wechsel», meinte Neubauer im Anschluss an die lange Satzschlussphase, in die Kanti mit 24:16 gegangen war, sich aber nicht finden konnte. Sandrine Giroud lancierte einen harten Aufschlag nach dem anderen. Nach dem achten verpassten Matchball standen Perkovac und Botkin wieder auf dem Feld. Die Schaffhauserinnen wehrten einen Satzball ab und verwandelten ihren neunten Matchball zum 27:25.
Die Mittelblockerinnen bestimmen den Skore
Der Skore der Kantispielerinnen war in den drei Sätzen ziemlich ausgeglichen, wurde aber überwiegend von den Mittelblockerinnen bestimmt: Jordan Lockwood steuerte 13 Punkte bei, Katerina Holaskova deren 12, Lea Ambrosius (beide Mitte) 11 und Brooke Botkin 7. Die meisten Zähler des Tages waren jedoch der gegnerischen Aussenangreiferin Nadia Lindner (15) gelungen. «Am Ende war die Qualität bei uns grösser. Franches-Montanges war gefährlich mit der Diagonalspielerin Bonardi und Angreiferin Lindner», so der Schaffhauser Coach Neubauer. «Wenn man nicht den Finger drauf lässt, dann kommen sie.»
Der VC Kanti rückt nach dem erfolgreichen ersten Spiel des Jahres in der Tabelle der Nationalliga A auf Rang 1 – vor den spielfreien Titelverteidigerinnen von Neuenburg UC, die bis zum 16. Januar eine Partie weniger ausgetragen haben werden. In der 17. Runde, die dann unter der Woche ausgetragen wird, muss das Team von Trainer Nicki Neubauer nicht antreten. Zuvor steht das nächste Spiel für die Schaffhauser Volleyballerinnen am kommenden Samstag an, wenn Genève Volley (9.) mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer in der BBC-Arena zu Gast sein wird. Los geht es um 16 Uhr.
Volleyball
NLA, Frauen. VC Kanti - Franches-Montagnes 3:0 (26:24, 25:20, 27:25). - BBC Arena. - 527 Zuschauer. - SR: Sikanjic/Gena. - Spieldauer: 27, 24, 28 = 79 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass, 4), Perkovac (10), Botkin (7), Lockwood (13), Holaskova (12), Ambrosius (11), Habegger (Libera); eingewechselt: Cavka, Popic, A. Pazin, Capraro, Loffreda (Libera); nicht eingesetzt: Lieb. – Franches-Montagnes: Bonardi (11), Galvao (Pass, 1), Giroud (12), Broekstra (8), Lindner (15), Membrez (2), K. Chappette (Libera); eingewechselt: Tschanz (1), Varé, Morandi; nicht eingesetzt: Z. Chappatte, Faivet.
Weitere Resultate: Volleyball Academy - Volley Toggenburg 3:1. Düdingen - Lugano 0:3. Genève - Aesch-Pfeffingen 3:2. Glaronia - Cheseaux 1:3.
Sicherung des 2. Platzes im Fokus
Der VC Kanti will heute im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel seine gute Ausgangslage für die Playoffs festigen.

Kantis Jodan Lockwood (Nr. 9, links) und Katerina Holaskova (Nr. 11) blocken beim Testspiel in Dornbirn gegen Innsbruck. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Noch stehen für den VC Kanti Schaffhausen sieben Partien – davon fünf vor heimischem Publikum – bis zum Ende der NLA-Qualifikation an, bevor Anfang März die Viertelfinals der Playoff-Phase in der Meisterschaft beginnen. Mit einem Vorsprung von 15 Punkten auf den fünften Rang sind die Munotstädterinnen in die Weihnachtspause gegangen. Eine Klassierung in den Top 4 sichert ihnen in den Viertelfinals den Start mit einem Heimspiel. Um diese Position noch zu verlieren, müssten aber wohl in den nächsten Wochen alle Spiele verloren gehen und VBC Cheseaux müsste alles gewinnen.
Auch Qualifikationssieg liegt weiterhin drin
Insofern kann Kanti-Trainer Nicki Neubauer mit seinem Team nun die Sicherung des zweiten Tabellenranges in Angriff nehmen, der auch in einem allfälligen Playoff-Halbfinal zu Beginn ein Heimspiel bedeuten würde. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Leader Neuenburg liegt auch Rang 1 zum Ende der Qualifikation durchaus noch in Reichweite. Gegen den Titelverteidiger hatte sich Kanti Anfang November mit 3:2 durchgesetzt.
Einen ersten Schritt zum Erreichen des nächsten Zwischenziels können die Schaffhauserinnen am heutigen Samstag (16.30 Uhr, BBC-Arena) im Heimspiel gegen den Aufsteiger Franches-Montagnes (7.) machen, gegen den man auswärts Ende Oktober einen vom Ergebnis her klaren 3:0-Sieg landen konnte.
Nach den Weihnachtstagen hatte Trainer Neubauer am letzten Sonntag wieder zum Training gerufen. Nach den ersten zwei Tagen mit zwei intensiven Einheiten folgte am Donnerstag in Dornbirn ein Testspiel gegen Ti-Volley Innsbruck. Dabei setzte sich der VC Kanti mit vier gewonnenen Sätzen durch (25:17, 25:16, 25:22, 26:24). «Wir haben einen gehörigen Unterschied der zwei Ligen gesehen, es war ein sehr gutes Spiel von uns», orndet Neubauer ein.
Die beiden Zuspielerinnen Brigitta Petrenko und Alessia Pazin wurden dabei je zu 50 Prozent eingesetzt, die jungen Angreiferinnen Nina Cavka und Lia Capraro erhielten jeweils eineinhalb Sätze lang Einsatzzeit. Nicht zum Kader gehörte hingegen die erkrankte Lina Lieb, bei der ein möglicher Einsatz für das Spiel gegen Franches-Montagnes gemäss Stand am Donnerstag noch nicht als gesichert erschien.
Das Vertrauen in die eigenen Stärken festigen
Vor den diversen Heimspielen der kommenden Wochen setzt Neubauer nun ein noch dominanteres Auftreten als Ziel. «Im Aufschlag können wir noch ein bisschen zulegen und an der Fehlerquote in schwierigen Situationen», sagt der Kanti-Trainer. Letzteres sei aber immer ein schmaler Grat zwischen Risiko und Sicherheit. «Es geht darum, unser Spiel noch weiter zu stabilisieren und mit einem gewissen Selbstvertrauen Richtung Playoffs aufzutreten.»
Mit Franches-Montagnes kommt heute Nachmittag erneut ein unangenehmer Gegner auf die Schaffhauserinnen zu, der im Hinspiel zwei der drei Sätze sehr knapp halten konnte. «Sie haben mit Leticia Bonardi eine sehr gute Diagonalspielerin. Wir müssen auch versuchen, die Aussenangreiferin Nadia Lindner in den Griff zu kriegen», nennt Nicki Neubauer Details zum Kader des Gegners. «Dies wird uns aber nicht immer gelingen.» Mit starken Aufschlägen gelte es aber, den Gegner vom Netz fernzuhalten und sich so – gemäss des Matchplans – selber frühzeitig am Block und in der Abwehr aufzustellen.
Kanti erfüllt sich Weihnachtswunsch
Glatt mit 3:0 in Sätzen gewinnt der VC Kanti Schaffhausen auswärts bei VBC Cheseaux das letzte Spiel des Jahres und vergrössert damit den Vorsprung auf den fünften Tabellenplatz auf nunmehr satte 15 Punkte.

Zum Jahresabschluss drei Punkte eingetütet: Die Spielerinnen des VC Kanti bejubeln den Sieg in Cheseaux. BILD WERNER SCHLÄPFER
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Vor dem Anpfiff der Partie in Cheseaux, in der relativ kleinen Halle hinter der Bahnstation, klatschte ein Weihnachtsmann die Offiziellen und die beiden Teams ab – diese sollten jedoch keine Geschenke verteilen. So verzichtete Kanti-Trainer Neubauer, anders als im Hinspiel oder vor einer Woche auswärts bei Volley Toggenburg, auf Änderungen in der Grundaufstellung und schickte die Stammformation der Saison 2024/2025 auf das Feld. In den 72 Spielminuten sollte es diesmal auch nur zu einem einzigen kurzen Wechsel kommen (Popic Endphase 1. Satz).
Unterstützt wurde das Schaffhauser Volleyball-Team im Tessin von einer grösseren Anzahl an Supportern als sonst. Unter die rund 20 Fans, die den Teambus füllten, hatten sich auch Verwandte und Freunde von Brooke Botkin und Jordan Lockwood gemischt. Sie sollten ein Spiel verfolgen, in dem ein wie üblich kämpferisch eingestelltes Cheseaux-Team den Schaffhauserinnen die Stirn bot, Side-out-Spiel und Serviceserien bestimmten die drei Durchgänge. Im ersten Satz konnte sich zunächst Kanti um zwei Punkte absetzen (10:8, 12:10, 15:13), dann erhöhte das Heimteam den Druck und legte immer wieder einen Punkt vor (19:16 bis 22:21). In der Schlussphase dominierten einmal mehr die Schaffhauserinnen.
Cheseaux wehrt sich: Umkämpfte Sätze
Zwei grössere Serviceserien beim VC Kanti und zwei kleine bei Cheseaux bot der nächste Durchgang. Die Schaffhauserinnen starteten schlecht gegen den Druck des Heimteams (1:4), der Skore wurde vor allem durch Fehler beim Gegner genährt. Nach 6:8 brachten jedoch die Aufschläge von Lea Ambrosius den Gegner aus dem Konzept und Kanti zum Angriffs- und Blockspiel (13:8). Cheseaux kam jedoch gleich wieder heran 12:13 und 17:16. Dann folgte eine starke Servicephase von Captain Holaskova (bis 23:17), anschliessend brauchte es bis zum 25:22 Endstand fünf Satzbälle.
Nichts schenken sollten sich die Teams im dritten Satz bis zum 18:16. «Sie haben viel Druck mit dem Service ausgeübt, den haben wir sehr gut gehalten», so Nicki Neubauer. Zum Abschluss lancierte Brooke Botkin mit ihren Aufschlägen den dominanten «Kanti-Spielmodus» bis zum 25:16 mit zwei Assen sowie Angriffs- und Blockpunkten von ihr selbst sowie Tages-Topskorerin Lockwood (total 16 Punkte), Perkovac und Holaskova.
«Rundherum ein sehr guter Auftritt von uns, wir wussten, dass es ein paar Momente geben würde, in denen wir leiden müssen», lautete das Fazit von Kanti-Trainer Neubauer.
Das Fanionteam des VC Kanti liegt, ebenso wie die 2. Mannschaft in der 1. Liga, zum Jahresschluss auf dem zweiten Tabellenplatz. Aus den 13 bisherigen Meisterschaftsspielen resultieren 12 Siege. Der Wunsch, bereits zu Weihnachten einen Rang in den Top 4 zum Abschluss der Qualifikation sicherzustellen, ist so gut wie erfüllt, aber rein rechnerisch noch nicht ganz. Bei 15 Punkten Vorsprung auf den fünften Platz und noch sieben ausstehenden Spielen müssten jedoch fast alle weiteren Spiele klar verloren gehen. Enstprechend gering ist die Wahrscheinlichkeit für diesen Fall.
Weihnachtspause fällt sehr kurz aus
Bereits am kommenden Sonntag – also noch im alten Jahr – ist für den VC Kanti die Weihnachtspause jedoch schon wieder zu Ende. Dann ruft Trainer Nicki Neubauer zum ersten Training vor der zweiten Saisonhälfte. Auch für den Silvestertag und Neujahr sind jeweils Trainings angesetzt. Am Donnerstag, 2. Januar, ist ein Trainingsspiel in Dornbirn gegen Innsbruck geplant. Die nächste Partie in der Meisterschaft folgt am Samstag, 4. Januar, zu Hause gegen den Tabellensiebten, Franches-Montagnes, um 16.30 Uhr in der BBC-Arena.
Nationalliga A Frauen/13. Runde. VBC Cheseaux - VC Kanti Schaffhausen 0:3 (23:25, 22:25, 16:25). - Salle Derrière la ville. - SR Troyon/Mordasini. - Spieldauer: 26, 26, 20 = 72 Minuten. – VBC Cheseaux: O. Hämmerli (Pass, 3), Freymond (12), Petitat (14), Attieh (10), De Rham (3), Gros (5), M. Hämmerli; eingewechselt: Trösch (2), L. Casto, D. Casto; nicht eingesetzt: Monge, Trezzini. – Kanti: Petrenko (Pass, 7), Perkovac (6), Botkin (10), Lockwood (16), Holaskova (7), Ambrosius (6), Habegger (Libera); eingewechselt: Popic; nicht eingesetzt: Lieb, Capraro, Loffreda, Cavka, A. Pazin.
Weitere Resultate: Düdingen - Glaronia Glarus 3:0 (26:24, 25:19, 25:22). Toggenburg - Neuchâtel UC 0:3 (19:25, 22:25, 24:26). Franches-Montagnes - NLZ Academy Zürich 3:0 (25:16, 25:8, 25:19). Volley Lugano - Sm’Aesch-Pfeffingen 3:1 (25:23, 25:23, 24:26, 27:25).
Mit Präzision gegen ein kämpferisches Team
Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause geht es für den VC Kanti in die Westschweiz. Der Gegner VBC Cheseaux liegt in der Tabelle drei Ränge und 12 Punkte hinter den Schaffhauserinnen.

Korina Perkovac lanciert im Hinspiel einen ihrer Angriffe. BILD Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Im Hinspiel Mitte Oktober hatte sich Kanti in heimischer Halle gegen VBC Cheseaux mit 3:1 durchgesetzt. Trainer Neubauer setzte nicht auf die Stammformation, sondern brachte auf der Zuspielposition überwiegend Alessia Pazin zum Einsatz. Zusätzlich stand in den ersten beiden Sätzen Lina Lieb anstelle von Brooke Botkin auf dem Feld. Kanti hatte sich phasenweise schwergetan gegen die in der Defensive kämpferischen Westschweizerinnen, die im zweiten Satz den Spielfluss der
«Wir haben gut trainieren können», blickt Nicki Neubauer auf die vergangenen Tage vor der letzten Partie im 2024 zurück. «Ich denke, es wird ein enges Spiel werden mit ein paar Fragezeichen bei Cheseaux.» Das Team war vor einer Woche spielfrei, am 8. Dezember, bei der 1:3-Niederlage bei der Volley Academy, hatte Topskorerin Naya Gros sich zwar eingewärmt und eingeschlagen, hatte aber nicht gespielt. Während Nicki Neubauer davon ausgeht, dass die Amerikanerin heute wieder dabei sein wird, ist wohl die Anfang November neu verpflichtete Nia Parker-Robinson schwerer verletzt. Wieder einsatzbereit ist dagegen die Angreiferin Gabrielle Attieh (CAN), die bislang nur in den beiden Begegnungen gegen die Volley Academy spielen konnte. «Cheseaux ist eine kampfstarke Mannschaft», beschreibt Nicki Neubauer das Team von Laura Girolami, die auf der Webseite eine Erwartung des Kanti-Coaches bestätigt: «Unser Aufschlag wird der Schlüssel zum Spiel sein, und wir werden unsere ganze Energie darauf verwenden, diese Herausforderung anzunehmen», so die Trainerin der Westschweizerinnen. Weiter hat Neubauer beobachtet, dass Cheseaux in den letzten Wochen vielfach Blockberührungen genutzt hat, um zu Punkten zu kommen. «Damit sind sie ganz erfolgreich gewesen.»
Fast drei Liberas auf dem Feld
«Weiter wehren sie gut ab, am Ende spielen sie fast mit drei Liberas auf dem Feld. Darauf müssen wir uns einstellen, mit Geduld arbeiten und auch im zweiten und dritten Anlauf in unserem Spiel präzise sein», gibt der Trainer der Schaffhauserinnen vor. Wie schon in Wattwil wird es auch in der kleinen Halle «Derrière la Ville» kein einfaches Spiel werden. «Trotzdem haben wir natürlich Ansatzpunkte, gerade von der Physis her haben wir da sicher Chancen.» Ob Neubauer wie im Hinspiel oder vor einer Woche bei Volley Toggenburg mit der einen oder anderen Spielerin, die sonst zu Beginn auf der Bank sitzt, startet, oder doch die Stammformation vom ersten Satz an auf das Feld schickt, stand am Freitagnachmittag noch nicht fest.
In der laufenden Meisterschaft sind zwölf Spiele absolviert, nach der heutigen Partie in der Romandie folgt für die Schaffhauser Volleyballerinnen ein spielfreies Wochenende, bevor es nach dem Jahreswechsel im Januar mit vier Liga-Spielen sowie dem Cup-Achtelfinal in Lugano ein gedrängtes Programm gibt. Im ersten von zwei Heimspielen geht es am Samstag, den 4. Januar, gegen Franches-Montagnes.
Der VC Kanti punktet auch in Wattwil
Das Ziel, die Qualifikation in den Top 4 abzuschliessen, rückt näher. Mit dem 3:0-Sieg bei Volley Toggenburg nimmt der VC Kanti drei Punkte mit heim.

Ein kraftvoller Smash von Kanti-Topskorerin Jordan Lockwood. BILD Werner Schläpfer
Reinhard Standke, Wattwil
Draussen Nieselregen, drinnen eine kaum gefüllte Halle: Ganze 150 Zuschauer, deutlich weniger als bei früheren Ostschweizer Derbys, hatten sich in der Wattwiler Rietsteinhalle eingefunden. Vor einer Woche hatte Kanti-Trainer Neubauer anklingen lassen, dass er auch einmal ein Spiel nicht in der Stammformation beginnen könne. Am Samstag war es so weit: Einerseits «vollzog» er den sonstigen Doppelwechsel sozusagen vor Spielbeginn und brachte Alessia Pazin und Lina Lieb von Beginn an. Weiter zum Einsatz kam Mittelblockerin Astrid Popic, die nach der überstandenen Knieverletzung nun zum ersten Mal ein komplettes Spiel eingesetzt wurde. Ganz geschont werden in den 71 Spielminuten sollten Brooke Botkin und Lea Ambrosius.
Volley Toggenburg werde einen schweren Stand haben, hiess es laut Matchprogramm der Wattwilerinnen, und standesgemäss begann die Begegnung zwischen dem Tabellenzweiten und -zehnten auch. Kanti zog auf 8:2 und 17:11 davon, doch plötzlich sollte sich das Geschehen verlagern. In zwei kurzen Serien machten Karin Keller und Kortlyn Henderson mit dem Aufschlag Druck, die Annahme beim VC Kanti stand nicht ganz sicher, die Angriffe funktionierten nicht mehr wie zuvor und dann lagen die Gastgeberinnen nur noch einen Punkt zurück. Beim 18:17 schickte Nicki Neubauer die erste Passeuse, Brigitta Petrenko, auf das Feld. Kanti kam zurück ins Spiel und sicherte sich Satz 1 mit 25:19.
Bei den Schaffhauserinnen ging es mit der Startformation weiter, diese tat sich jedoch zu Beginn schwer und sollte erst beim 3:4-Rückstand zum ersten eigenen Angriffspunkt kommen. Das Heimteam agierte etwas druckvoller am Aufschlag, kämpferischer, die Gäste konnten in der Verteidigung und Annahme nicht immer überzeugen. Zunächst waren die Munotstädterinnen zwar beim 9:9 herangekommen, fielen jedoch auf 9:13 und 13:18 zurück. Beim Stand von 11:15 hatte Trainer Neubauer wieder die Zuspielerin gewechselt. In der «Money Time» lag sein Team lange zurück, erst mit den harten Aufschlägen von Astrid Popic kamen die Schaffhauserinnen von 18:23 auf 23:23 heran, mussten einen Satzball abwehren und konnten erst ihren vierten zum 29:27 nutzen.
Gute Vorbereitung für Cheseaux
Anschliessend spielte Kanti weiter mit Petrenko am Zuspiel, das Team dominierte trotz einigen Fehlern und lag bald mit 15:7 vorne. Ab dem 18:9 gab Nicki Neubauer der jungen Angreiferin Nina Cavka Einsatzzeit, zwei Punkte später kam Alessia Pazin auf die Zuspielposition zurück. Mit 25:14 gelang ein deutlicher Satzgewinn. Für Kanti-Trainer Neubauer war unter dem Strich die Entwicklung der «Winner-Mentalität» aufgegangen, auch wenn zeitweilig die Abstimmung gefehlt habe. Das Spiel, in dem je länger, je mehr, einige Bälle bei der Verteidigung an die relativ tiefe Hallendecke gesprungen waren, sei eine gute Vorbereitung für die kleine Halle in Cheseaux gewesen.
Mission erfüllt, heisst es also für Kanti. In der Tabelle liegt das Team weiter zwei Punkte hinter Neuenburg sowie acht Punkte vor Lugano und Aesch-Pfeffingen. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung auf den fünften Platz, der vom am Wochenende spielfreien VBC Cheseaux belegt wird. Der Partie vom Samstag gegen die Mannschaft aus der Romandie kommt im Kampf um die Top-4-Position, die in den Spielen der Play-off-Phase das Heimrecht im ersten, dritten und ggf. fünften Spiel bedeutet, eine wichtige Rolle zu.
Toggenburg - VC Kanti 0:3 (19:25, 27:29, 14:25). - Rietstein. - 150 Zuschauer. - SR: Hefti/Sikanjic. - Spieldauer: 23, 27, 21 = 71 Minuten. – Volley Toggenburg: Wildberger, Henderson, Petris, Lewis, Suriano, Keller, Schnegg (Libera); eingewechselt: Spiess, Joos, Werfeli, Ilic. – VC Kanti: A. Pazin (Pass), Lieb, Holásková, Lockwood, Perkovac, Popic, Habegger (Libera); eingewechselt: Petrenko (Pass), Cavka , Loffreda; nicht eingesetzt: Botkin, Ambrosius, Capraro. – Bemerkung: Verletzung Lews im dritten Satz (10:22).
Weitere Resultate: Volley Lugano - Franches-Montagnes 3:2 (21:25, 18:25, 25:17, 25:21, 17:15). Sm’Aesch-Pfeffingen - NLZ Academy Zürich 3:0 (25:21, 25:19, 25:13). Neuchâtel UC - Düdingen 3:1 (25:12, 23:25, 25:18, 25:23). Glaronia Glarus - Genève 3:1 (17:25, 25:15, 25:23, 25:22). – Rangliste: 1. Neuchâtel 12/33 (35:9). 2. Kanti Schaffhausen 12/31 (34:12). 3. Sm’Aesch-Pfeffingen 11/23 (27:14). 4. Lugano 12/23 (28:18). 5. Cheseaux 11/19 (23:19). 6. Glarus 12/17 (23:28). 7. Volley 12/12 (17:25). 8. Franches-Montagnes 12/12 (18:29). 9. Düdingen 12/11 (16:27). 10. Toggenburg 12/8 (12:29). 11. Academy Zürich 12/6 (10:33).
VC Kanti: Noch zwei unangenehme Spiele in diesem Jahr
Zwei Spiele in kleinen, engen und tiefen Hallen stehen dem VC Kanti in diesem Jahr noch bevor. Heute treten die Schaffhauser Volleyballerinnen in Wattwil gegen Volley Toggenburg an.

Doppelblock: Jordan Lockwood und Kateřina Holásková gegen Kortlyn Henderson im Heimspielspiel. BILD Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Rang 2 trifft auf Rang 10, so lautet die Affiche des vorletzten Spiels des VC Kanti vor der Pause zum Jahresende. Konnte das Team von Nicki Neubauer zehn der elf bisherigen Partien in der NLA gewinnen, haben die Toggenburgerinnen erst drei Erfolge auf ihrem Konto. Sie gewannen bei Volley Düdingen 3:2, schlugen die Volleyball Academy 3:1 und das Spiel gegen Volley Genève wurde Forfait mit 3:0 gewertet. Aus den letzten fünf Aufeinandertreffen ging jeweils der VC Kanti als Sieger hervor. Die drei Heimspiele wurden jeweils mit 3:0 gewonnen, in den beiden Spielen in Wattwil gelang dem Heimteam jeweils ein Satzgewinn.
«Es gilt, das weiterzumachen, was wir gegen Glarus nicht immer geschafft haben, nämlich, unser eigenes Spiel dem Gegner mehr aufzudrücken», erinnert der Trainer der Munotstädterinnen an die Begegnung vom vergangenen Samstag. In diesem war dies seinem Team insbesondere im zweiten und vierten Durchgang der fünf Sätze nicht gelungen. Sein Team müsse auch dann die Ruhe und Ballkontrolle behalten. «Es ist immer etwas Hektik in den kleinen, flachen Hallen drin, dann sind zwei, drei Bälle mehr an der Decke oder zwei, drei Bälle rundherum, die man nicht mehr herausholen kann», nennt Neubauer zwei besondere Herausforderungen. Es gelte, in den Basics besser zu sein als der Gegner. «Dies ist Aufschlag, Annahme und Ballkontrolle. Ich denke, dass wir im Angriff mehr Optionen haben, dies haben wir ja schon im Hinspiel gesehen», so der Coach der Schaffhauserinnen weiter. «Da müssen wir unseren Hebel ansetzen, unser Spiel machen und uns nicht rausbringen lassen, auch wenn der Gegner mal zwei, drei, vier Punkte am Stück machen sollte.»
Bereits zwei Spiele vor der Weihnachtspause weist Neubauer darauf hin, dass diese den Spielerinnen guttun werde, insbesondere Topskorerin Jordan Lockwood, Korina Perkovac und Katerina Holásková, die fast durchgehend spielen. «Wir wollen in den zwei Spielen am liebsten das Punktemaximum holen, dann wären wir ziemlich sicher in den ersten vier.» Sein Team müsse bis zum Ende der Qualifikation sonst alles verlieren, um da noch herauszufallen.
Beim heutigen Gegner sind insbesondere die Saisontopskorerin, die amerikanische Diagonalspielerin Kortlyn Henderson, sowie Captain Elisa Suriano zu beachten, die am letzten Wochenende in Genf beide 14 Punkte erzielten. Suriano hatte 2019/2020 sowie 2022 bis 2024 beim VC Kanti gespielt. Ende November hatte das Team von Trainer Marcel Erne Julibeth Payano neu verpflichtet. Die aus der Dominikanischen Republik stammende Aussenangreiferin verletzte sich jedoch gleich im ersten Spiel in Lugano und wird erst im neuen Jahr weiter zur Verfügung stehen. Zum Spiel in Genf vor einer Woche war das Team nur mit neuen Spielerinnen angereist.
Gute Nachrichten gibt es dagegen von der jungen Schaffhauser Diagonalspielerin Lia Capraro. Mehr als sechs Wochen nach dem Bänderriss kann sie seit Dienstag wieder voll trainieren, es wird aber noch ein paar Wochen dauern, bis sie ihr volles Vermögen wieder erreicht hat.
Spiel gewonnen, aber einen Punkt abgegeben
Am Ende siegt der VC Kanti gegen Volley Glaronia mit 3:2, konnte aber in diversen Phasen das Spiel nicht bestimmen und so nur zwei der drei Punkte in der Tabelle verbuchen.