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Der VC Kanti startet mit 3:1-Sieg über Lugano in die Rückrunde

Vier Sätze benötigte der VC Kanti, um den 3-Punkte-Erfolg gegen Volley Lugano sicherzustellen.

 Der Flug zum nächsten Smash: die Serbin ­Isidora Ubavic bei einem ihrer zahl­-reichen Angriffe gegen Lugano.Bild(WS)

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Zum Beginn der Rückrunde war am ersten Adventssonntag der Tabellenneunte Volley Lugano in der BBC Arena zu Gast. Gegen die Tessinerinnen begann der VC Kanti ohne Romy Jatzko und Wiebke Silge, für sie kamen Eva Svobodova und Karis Watson. Zu ihrem ersten kompletten Spieleinsatz beim VC Kanti kam die zweite Libera Lisa Contorno, da Viviane Habegger verletzungsbedingt hatte auf der Bank Platz nehmen müssen. Die Gäste waren nur mit einem kleinen Aufgebot von zehn Spielerinnen (darunter zwei Liberas) angereist und gingen mit zwei Punktgewinnen in die Partie.

Viele Fehler

Dann kam der VC Kanti ins Spiel, zog auf 11:5 und 21:13 davon, fiel aber zwischendurch gerne mal in ein Loch und liess Lugano auf 11:9 bzw. 21:18 herangekommen. Insbesondere mussten sich die Munotstädterinnen diverse Fehler notieren lassen, sowohl im Angriff als auch im Service. Mit 25:21 sicherte sich Kanti den ersten Satz und legte im zweiten Durchgang mit 25:17 nach, obwohl die Fehlerquote weiterhin hoch blieb. In der Schlussphase dieses Satzes hatte Trainer Neubauer Vivan Guyer, Lisa Hinteregger und Maëlle Corbach Einsatzzeit gegeben.

Einen Satz verschenkt

Auch im dritten Satz sollte die Zahl der Fehler bei den Munotstädterinnen nicht zurückgehen, hier ein Angriff ins Aus, dort ein Service ins Netz (oder umgekehrt). «Wir lassen sie am Leben», so drückte es Nicki Neubauer in der Analyse nach den 86 Spielminuten aus. Und nach dem 6:6 sollte auch das Gastteam immer wieder mal die Führung übernehmen. Kanti gelang zwar immer wieder der Ausgleich und mit der beim 18:19 eingewechselten Romy Jatzko (für Svobodova) auch die 21:19- Führung. Doch diese sollten die Schaffhauserinnen an diesem durchschnittlichen Tag schlussendlich nicht durchbringen: Lugano konterte auf 22:21, Kanti kam zurück (23:22) kassierte dann aber (drei) weitere Punkte der Kanadierin Melissa Langegger.

In der Zusatzschlaufe geriet das Neubauer-Team zu Beginn noch einmal unter Druck (6:5), zog dann aber über 15:7 auf 20:13 davon und sicherte sich Satz und Spiel (25:13). In der Tabelle verbleibt der VC Kanti auf dem dritten Rang und weist drei Punkte Vorsprung auf Cheseaux auf. «Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, wir haben jedoch zu viele Fehler gemacht», musste Trainer Nicki Neubauer feststellen. Die Statistik wies nicht weniger als 16 Service- und 15 Angriffsfehler aus. Ge-gen einen Gegner wie Lugano wirkte sich dies unter dem Strich nicht negativ aus, dies wird allerdings nicht gegen jedes Team so sein.

«Im Angriff haben wir zu oft keine schlauen Lösungen gefunden, das Aufschlagtraining in der letzten Woche war sehr gut», sagt der Kanti-Coach. «Und das Risikomanagement hatten wir noch nicht im Griff.» Mit der Energie im Team zeigte sich Neubauer zufrieden, deutlich besser als zuletzt stufte er auch die Leistung in der Abwehr und im Kampf um den Ball ein. Auch am Block attestierte der Trainer seinem Team eine sehr gute Leistung.

Nun gegen Düdingen

Am kommenden Sonntag führt die Reise für den VC Kanti ins Freiburgerland. Volley Düdingen (5.), das als einziges Schweizer Frauenteam noch nicht im Europacup ausgeschieden ist (im CEV-Cup ist in den Achtel­finals Mladost Zagreb der nächste Gegner), verlor gestern gegen das punktgleiche Team aus Franches-Montagnes etwas überraschend mit 1:3. In der Hinrunde hatte sich Düdingen als starker Gegner in der BBC Arena vorgestellt, welchen die Schaffhauserinnen nach ­ei-nem 0:2-Rückstand schliesslich nach hartem Kampf noch mit 3:2 bezwingen konnten.

Bilder Werner Schläpfer     Statistik

NLA, Frauen. 10. Runde: VC Kanti - Volley Lugano 3:1 (25:21, 25:17, 23:25, 25:13). - BBC Arena. - 328 Zuschauer. - SR: Ciemiega/Auricht. - Spieldauer: 23, 21, 23, 19 = 86 Minuten. - VC Kanti: Deisl, Svobodova, Holaskova, Ubavic, Perkovac, Watson, Contorno (Libera); eingewechselt: Guyer, Hinteregger, Corbach, Jatzko, Silge; nicht eingesetzt: Kunz; ohne Habegger (verletzt). - Volley Lugano: Venco, Mercedesz, Branca, Magnaghi, Langegger, Slavulj, Paya (Libera), eingewechselt: Hiruela, Paya (Libera). – Weitere Resultate: Franches-Montagnes - Düdingen 3:1 (13:25, 25:22, 25:19, 27:25). Cheseaux - Genève Volley 3:0 (25:20, 25:17, 25:17). Neuchâtel UC - Toggenburg 3:0 (25:23, 25:23, 25:16). Aesch-Pfeffingen - Val-de-Travers 3:0 (25:20, 25:18, 25:15).

Rangliste: 1. Neuchâtel UC 10/30 (30:3). 2. Aesch-Pfeffingen 10/26 (28:5). 3. Kanti Schaffhausen 10/22 (24:11). 4. Cheseaux 10/19 (22:15). 5. Düdingen 10/14 (19:19). 6. Genève Volley 10/14 (15:18). 7. Franches-Montagnes 10/14 (16:20). 8. Val-de-Travers 10/6 (9:27). 9. Volley Lugano 10/4 (9:28). 10. Toggenburg 10/1 (4:30).

Nächstes Spiel des VC Kanti: am Sonntag, 5.12., in Düdingen.

NLA Männer: Lausanne UC - Volley Luzern 3:2 (19:25, 25:18, 25:23, 22:25, 15:11). Näfels - Schönenwerd 1:3 (21:25, 25:27, 25:23, 21:25). Jona - Chênois Genf 0:3 (12:25, 26:28, 19:25). – Rangliste: 1. Amriswil 8/22. 2. Chênois Genève 9/17. 3. Schönenwerd 9/15. 4. Lausanne UC 9/14. 5. Volley Luzern 9/8. 6. Näfels 8/7. 7. Jona 8/7.

Der VC Kanti will gegen Lugano den 3. Platz konsolidieren

Nach den verlorenen Spitzenspielen der letzten Wochen und dem 3:0-Erfolg vor einer Woche gegen Franches-Montagnes gilt es für den VC Kanti morgen (16.30 Uhr, BBC-Arena) gegen Lugano, mit einem weiteren Heimsieg den 3. Platz abzusichern.

 

Mittespielerin Kateřina Holásková im Kampf  gegen Luganos Zuspielerin Bruna Caixeta

In den Auswärtsspielen in Neuenburg und Aesch mussten die Schaffhauserinnen im November konstatieren, dass gegen die beiden Topteams der Liga im Moment nichts zu holen ist. Aber gegen Franches-Montagnes (7.) zeigte das Team von Nicki Neubauer, dass es leistungsmässig vor den Mittelfeldteams liegt. Im Hinblick auf das Duell um eben diesen 3. Platz in einer Woche im Freiburgischen gegen Düdingen (5.) wäre es für die Schaffhauserinnen sehr wichtig, wenn sie gegen das aktuell unter dem Strich liegende Lugano weitere drei Punkte einfahren könnten. Bisher spielten die farblosen Tessinerinnen keine gute Rolle in dieser Saison, auf jeden Fall blieben sie weit unter ihren eigenen Erwartungen, die sie nach dem Zuzug der Russin Natalia Dumcheva (29) gehegt hatten. «Das ist zwar ein grosser Name», sagt Nicki Neubauer, «aber sie ist bereits nicht mehr im Tessin.» An ihrer Stelle spiele jeweils eine Aussenangreiferin, bis Lugano wohl einen Ersatz verpflichten werde.

Ganze vier Punkte hat Volley Lugano auf dem Konto und liegt damit sogar noch hinter Val-de-Travers (8.) hinter dem letzten Play-off-Platz. Mit einer guten Rückrunde ist das sicher noch zu korrigieren, aber Chesaux (4.), Düdingen (5.), vor allem das erstarkte Genf (6.) und Franches-Montagnes (7.) schätzt Neubauer derzeit deutlich stärker ein. In den Spielen vor Weihnachten gegen Lugano, in Düdingen, gegen Toggenburg und zum Jahresabschluss am 19. Dezember in Genf soll der VC Kanti möglichst viele Punkte holen, damit er dann im neuen Jahr für die Spitzenspiele zu Hause gegen Neuenburg und Aesch gerüstet ist. Auch im Cup-Wettbewerb will dann der VC Kanti als Titelverteidiger wieder glänzen. «Wir wollen unser Level weiter stabilisieren, in der Abwehr und in der Kompaktheit des Teams im guten Spiel gegen Franches-Montagnes haben wir das schon mal zeigen können.» Personell sieht es so aus, dass Mittelblockerin Karis Watson nach ihren Schulterproblemen wieder mittun kann, dass aber Wiebke Silge aufgrund von Schmerzen an der Patellasehne heute allenfalls pausiert. Der Rest des Teams sei fit und bester Stimmung in dieser Trainingswoche, sagt Neubauer.

Dass bis auf Düdingen alle Schweizer Teams diese Woche aus dem Europacup ausgeschieden sind, spricht nicht gerade für die Liga. NUC hatte in den Sloweninnen von Kamnik einen starken Gegner und Aesch in Rumänien viel Pech, dass sich die US-Mittel­blockerin Tarah Wylie schwer verletzte.

Aesch holt Ersatz für Wylie

Da er für den Rest der Saison wegen eines Kreuzbandrisses auf Wylie (24) verzichten muss, hat Aesch-Trainer Andi Vollmer handeln müssen: Als Ersatz verpflichtete der Baselbieter Club deren Landsfrau Lauren Barfield. Die 31-Jährige war zweifache deutsche Meisterin mit Schwerin und spielte zuletzt in Polen. Als sehr erfahrene Spielerin kann sie Aesch sicher helfen. (hcs.)

Grosse Freude herrschte nach dem klaren 3:0-Heimsieg des VC Kanti über Franches-Montagnes


Freude herrscht beim VC Kanti nach dem klaren Sieg über Franches-Montagnes.

Grosse Freude herrschte am Samstagabend nach dem klaren 3:0-Heimsieg des VC Kanti über Franches-Montagnes nicht nur beim ganzen Kanti-Team. Ein ganz besonderer Moment war es auch für Captain Katerina Holaskova , denn eine ihrer Thaynger Klassen, die sie in diesem Schuljahr unterrichtet (Sport und Bewegung sowie Englisch), die 3. Klasse, war extra mit der Hauptlehrerin zu ihrem Match in die BBC-Arena gekommen – und sie durften am Schluss kräftig mitfeiern (im Bild von Werner Schläpfer).

VC Kanti festigt den dritten Zwischenrang

Im letzten Spiel der Hinrunde der NLA-Qualifikation siegt der VC Kanti gegen Franches- Montagnes mit 3:0 und startet als Tabellendritter in die am nächsten Wochenende beginnende Rückrunde.

Isidora Ubavic (9) feiert mit dem VC Kanti einen klaren Heimsieg. BILD REINHARD STANDKE

Reinhard Standke

Der Dritte gegen den Siebten der Tabelle, so lautete die Affiche in der BBC-Arena an einem kalten Novembersamstag. Kanti-Trainer Nicki Neubauer setzte in der Startformation auf Romy Jatzko und Wiebke Silge anstelle von Svobodova und Watson, die beide nicht zum Einsatz kamen. Überhaupt sollte in den nur 62 Spielminuten keine der Kantispielerinnen zu einer der Nummerntafeln greifen, die einen Wechsel anzeigen.

Mit 6:2 starteten die Schaffhauserinnen in die Partie, liessen dann das Gastteam ins Spiel kommen und bis zum 11:10 herankommen, um danach deutlich zu dominieren. Kanti liess nun nur noch drei Punkte zu, Korina Perkovac schloss den ersten Satz mit fünf Services in Folge ab. Insbesondere liessen die Munotstädterinnen der Topskorerin der Liga, Ivonne Montano, wenig Möglichkeiten, die Kolumbianerin sollte nur gerade zu 12 Punkten kommen.

Nach dem schnellen Satzgewinn startete Kanti erneut mit 6:2 in den nächsten Durchgang, anschliessend drückte das Team aus dem Jura auf den Spielstand. Kanti unterliefen etwas mehr (Service-)Fehler, fand aber nach dem 16:13 zur (Angriffs-)Überlegenheit zurück. In den dritten Satz startete das Heimteam diesmal mit 5:2, liess aber die Aggressivität vermissen, spielte zu passiv in Verteidigung und Angriff und liess so Franches-Montagnes zum Zug kommen, sodass sie sich auf 20:17 absetzten. Der Schlusspunkt im Match sollte jedoch Romy Jatzko gehören, die mit einer Serviceserie ihr Team zum 25:20 führte.

Bei Kanti sorgten Ubavic (17), Perkovac (13) und Captain Holaskova (12) für die meisten Punkte, die Statistik wies für die Schaffhauserinnen die besseren Werte u. a. im Block (12:4 Punkte) aus. «Das ist ein wichtiger Sieg», sagte Kanti-Coach Neubauer, dessen Team nach den Niederlagen im Europacup in Ostrava sowie in Neuenburg und Aesch wieder Selbstvertrauen tanken konnte. Mit den Sätzen eins und zwei zeigte sich der Trainer zufrieden sowie auch mit der Art und Weise, wie das Team die Taktik umsetzte und die schlechten Phasen hintenraus wieder gut gemacht hat.

Weiter geht es gegen Lugano

In der nun abgeschlossenen Hinrunde unterlag der VC Kanti nur gegen die beiden vor ihm platzierten Teams aus Neuenburg und Aesch-Pfeffingen und lässt als Dritter Cheseaux (+3 Punkte) sowie Düdingen und Genf (jeweils +5) hinter sich.

«Wir haben gesehen, dass wir mitspielen können und möchten auf Rang drei bleiben, müssen aber an der Konstanz arbeiten», so Nicki Neubauer. «Wenn wir mit Vertrauen und Power spielen, dann sind wir gut.» Die Rückrunde beginnt für die Schaffhauserinnen am kommenden Sonntag, wenn Volley Lugano in der BBC-Arena (16.30 Uhr) zu Gast ist.

Bilder Werner Schläpfer   Statistik

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