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Sechs Punkte holen vor der Weihnachtspause
Weil Kanti-Libera Viviane Habegger nach einer Knieverletzung länger ausfällt, übernimmt Lisa Contorno (6) vorerst diese Position. BILD W. SCHLÄPFER
Nach der Niederlage des VC Kanti vom letzten Sonntag in Düdingen, die das Rennen um Platz 3 in der Frauen-NLA wieder spannend machte, müssen sich die Schaffhauserinnen von diesem Rückschlag zuerst erholen und möglichst die beiden ausstehenden Spielen bis zur Festtagspause noch mit dem Punktemaximum gewinnen. Zuerst empfangen die Schaffhauserinnen morgen (16.30 Uhr, BBC-Arena) noch das Schlusslicht Toggenburg und treten am kommenden Samstag die weiteste Reise in der Liga, nach Genf, an. «Man kann sagen, da müssen zwei Pflichtsiege her», meint Kantitrainer Nicki Neubauer, «das trifft vor allem gegen Toggenburg zu, das sich indes zuletzt zu Hause beim 1:3 gegen Ches-eaux etwas verbessert zeigte. Trotzdem, da müssen wir drei Punkte holen. Kein leichtes Spiel erwartet und dann in Genf, da gewinnt man nicht einfach so im Vorbeigehen … Aber klar, wir wollen Platz 3 verteidigen.»
Dass es am vergangenen Sonntag nicht geklappt hat mit einem Punktgewinn in Düdingen, führt Neubauer vor allem auf die sehr hohe Fehlerquote zurück, «das waren allein im Angriff 21 Fehler – mit nur der Hälfte an Fehlern gewinnen wir da. Im dritten Satz vergaben wir noch einen Satzball.» Einen rabenschwarzen Tag mit nur drei Punkten hatte die Diagonalangreiferin Isidora Ubavic erwischt. Trotzdem wäre in Düdingen mehr möglich gewesen. «Mit der Energie und dem gezeigten Kampf in der Abwehr war ich zufrieden. Der Service war okay, auch wenn wir uns in jener Halle immer etwas schwer tun. Und am Block waren wir besser als der Gegner», fasst der Kantitrainer zusammen. «Wir müssen nun unbedingt unsere Fehlerquote verkleinern.»
Die Corona-Regeln beim VC Kanti
Die neuen Corona-Regeln gelten beim VC Kanti bis auf Weiteres in allen Ligen und für alle bei den Spielen anwesenden Personen:
Alle Anwesenden (also auch Spielerinnen, Publikum, SchiedsrichterInnen, SchreiberInnen, etc.) ab 16 Jahre müssen ein gültiges Zertifikat vorweisen (3G).
Die Kontrolle findet am Eingang mittels der «Covid-Certificate-Check»-App und unter Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments statt.
Maskenpflicht gilt für alle ab 12 Jahre (also auch Schreiberinnen, Ersatzspielerinnen, Linienrichter, Schiedsrichter vor und nach dem Spiel sowie zwischen den Sätzen, etc.) im ganzen Gebäude. Ausgenommen sind die Spielerinnen auf dem Feld, Headcoaches und Schiedsrichter während des Spiels. Ersatzspielerinnen und Staff auf dem Bänkli müssen während des Matches ebenfalls eine Maske tragen. (hcs./pd.)
Van Hintum nicht mehr Frauen-Nationaltrainerin
Swiss Volley trennt sich von Frauen-Nationaltrainerin Saskia van Hintum. Die Niederländerin war per 1. Januar 2020 zum Schweizer Verband gestossen, bei welchem sie die Nachfolge von Timo Lippuner übernahm.

Die Niederländerin Saskia van Hintum muss Swiss Volley verlassen. BILD KEY
Die Trennung erfolgt, obwohl sich Swiss Volley bewusst ist, dass unter Van Hintum zwar eine Steigerung des Spielniveaus erkennbar gewesen sei. Doch letztlich sei das Achtelfinalziel bei der EM 2021 in Kroatien nicht erreicht worden. Wer künftig für die neuen Impulse zur sportlichen Entwicklung des Frauen-Nationalteams besorgt sein soll, ist noch nicht bekannt. Klar ist, dass Swiss Volley neue Impulse für die sportliche Weiterentwicklung der Equipe setzen will. Anne-Sylvie Monnet, die Leiterin Leistungssport/Ausbildung, über die Hintergründe: «Wir sind überzeugt, dass es diesen Schritt braucht, um das Team in Zukunft sportlich weiterzubringen. Für ihren grossen Einsatz in den vergangenen Jahren bedanken wir uns und wünschen Saskia für ihre weitere Zukunft alles Gute.» Gespräche über die Nachfolge würden in den nächsten Wochen geführt.
Nicki Neubauer, der aktuelle Cheftrainer des VC Kanti, könnte mindestens theoretisch der Nachfolger von Saskia von Hintum werden. Denn wie es bei ihm weitergeht als Assistenztrainer des deutschen Frauen-Nationalteams ist seit einer Woche und dem Ausscheiden von Nationaltrainer Felix Koslowski, noch nicht ganz klar. «Der DVV möchte mich in irgendeiner Funktion behal- ten, Gespräche laufen», sagt Neubauer, «Cheftrainer kommt nicht in Frage, weil der Verein für mich immer Priorität hat.» Falls sich eine nebenamtliche Lösung im Schweizer Nationalteam abzeichnen würde, würde sich das Neubauer auch gerne mal anschauen. (hcs.)
Der VC Kanti beisst sich an Volley Düdingen die Zähne aus
Wie schon im Hinspiel in Schaffhausen stellte sich Volley Düdingen auch in eigener Halle als starker Gegner dar. Nach gutem Kampf unterlag der VC Kanti mit 1:3.
Kein Durchkommen in Düdingen: Im Bild wird Kanti-Spielerin Eva Svobodova (5) geblockt. BILD WERNER SCHLÄPFER
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Im zweiten Spiel der Rückrunde musste der VC Kanti gestern im Freiburgerland antreten. Schon vor acht Wochen hatte Volley Düdingen die Schaffhauserinnen in eigener Halle herausgefordert und, bevor das Team von Nicki Neubauer zu drei Satzgewinnen kam, die ersten beiden Durchgänge erfolgreich gestaltet. Wiederum stand Lisa Contorno für die verletzte Viviane Habegger als Libera auf dem Feld. Der VC Kanti startete mit 8:5 gut in die Partie, musste danach jedoch immer wieder den Ausgleich hinnehmen und geriet nach dem Zwischenstand von 14:14 in Rückstand. Cara Cunningham und Nicole Eiholzer servierten für ihr Team zum 22:15, diesen Rückstand sollten die Munotstädterinnen nicht mehr aufholen (beim Stand von 16:22 war Guyer für Deisl gekommen) und mussten den ersten Satz mit 19:25 abgeben. Wir schon vor einer Woche gegen Lugano unterliefen dem Kanti-Team viele Fehler, auch im Service, mehr als den Gegnerinnen mit der Ex-Kanti-Spielerin Elena Steinemann als Captain.
Spannend bis zum Schluss sollte der folgende Durchgang verlaufen. Die Schaffhauserinnen konnten sich nur zeitweilig um bis zu drei Punkte absetzen, mussten aber auch immer wieder den Ausgleich hinnehmen. Beim Stand von 12:12 ersetzte Trainer Neubauer Isidora Ubavic, die insgesamt nur zu drei Punkten kommen sollte, durch Eva Svobodova, welche bis auf kurze Phasen im dritten und vierten Satz auf dem Feld stand. Nach dem 16:15 spielte Wiebke Silge für Karis Watson durch. Trotz weiterhin vielen Fehler erkämpfte sich Kanti beim 24:22 zwei abgewehrte Satzbälle, kam aber mit 26:24 noch zum Satzausgleich.
Das Auf und Ab geht weiter
Auf und ab ging es für die Munotstädterinnen auch im dritten und vierten Satz. Zunächst glichen sie einen 1:6-Rückstand aus, um dann auf 12:15 zurückzufallen. Beim Stand von 21:24 wehrte Kanti drei Satzbälle ab, hatte dann aber nicht die Nerven, um den eigenen Satzball zu nutzen, und verlor den Durchgang mit 27:25. In die Overtime sollte es auch im vierten Satz gehen. Die Schaffhauserinnen waren beim 17:12 auf Kurs zum Tiebreak, kassierten dann aber eine Serviceserie zum 17:17. Anschliessend wies erneut das Heimteam die besseren Nerven auf. Kanti wehrte zwar zwei Matchbälle ab, den Schlusspunkt setzte Elena Steinemann dann mit 26:24. Auf beiden Seiten erzielten die Topscorerinnen Nicole Eiholzer und Korina Perkova jeweils 21 Punkte. Die Statistik weist für die Schaffhauserinnen 33 Fehler auf, zehn mehr als für Düdingen. Die (leicht) besseren Werte zeigt der Spielbericht bei Service, Annahme und Block bei Düdingen, im Angriff aufseiten der Gäste. Nach der Niederlage verbleibt der VC Kanti auf dem dritten Tabellenrang, nun punktgleich mit Cheseaux, das die leicht schlechtere Satzquote aufweist. Die letzten beiden NLA-Spiele vor der Weihnachtspause bestreiten die Schaffhauserinnen am kommenden Sonntag daheim gegen das Schlusslicht Volley Toggenburg und am Samstag vor dem vierten Advent in Genf (6.).
Bilder Werner Schläpfer Statistik
NLA: Volley Düdingen - VC Kanti 3:1 (25:19, 24:26, 27:25, 26:24). - Leimacker. - 367 Zuschauer. SR: Wüthrich/Pedrazzini. - Spieldauer: 23, 28, 30, 28 -109 Minuten. – Düdingen: Uiato (Pass, 2), Steinemann (11), Cunningham (12), Eiholzer (21), Caluori (9), Mohler (14), Deprati (Libera); eingewechselt: Zurlingen, Dascalu; nicht eingesetzt: Rohrer, Poertmann. - VC Kanti: Deisl (Pass, 7), Watson (4), Jatzko (12), Holaskova (10), Ubavic (3), Perkovac (21), Contorno (Libera); eingewechselt: Guyer, Svobodova (9), Silge (5); nicht eingesetzt: Kunz, Corbach, Hinteregger, Habegger.
Der VC Kanti reist im Kampf um Platz 3 nach Düdingen

Nicki Neubauer kehrt mit dem VC Kanti morgen nach Düdingen zurück, wo er von 2012 bis 2017 als Cheftrainer tätig gewesen war. BILD REINHARD STANDKE
Im ersten Heimspiel der Saison 2021/22, das erstmals seit fast einem Jahr wieder mit Publikum stattfand, hatte der VC Kanti Anfang Oktober Düdingen empfangen. Das erste Meisterschaftsspiel mit Fans hätte wohl etwas mehr als 336 Zuschauer verdient gehabt, denn die beiden Teams boten sich einen Fünfsatzkrimi über 115 Minuten. In einem wechselvollen Spiel setzte sich der VC Kanti erst im Tiebreak mit 3:2 durch. Anfänglich hatten sich die Schaffhauserinnen schwergetan und lagen mit 0:2 Sätzen zurück. Dann aber drehte die neu formierte Equipe auf und brachte doch noch zwei Punkte nach Hause. Auch im weiteren Verlauf der Meisterschaft war der VC Kanti der fleissigere Punktesammler als Volley Düdingen: Mit 22:14 Zählern liegen die Schaffhauserinnen auf Platz 3 momentan klar vor dem morgigen Gegner, aber die Freiburgerinnen (5.) waren und sind stets ein unangenehmer Kontrahent.
Im Zuge der neuen Coronamassnahmen empfiehlt Swiss Volley allen im Publikum, trotz Zertifikatspflicht die Masken zu tragen – für sämtliche Spiele vom Nachwuchs bis zur NLA. (hcs.)



