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Nach Sieg gegen Lugano in den Viertelfinals
Im Cup erreicht Titelverteidiger VC Kanti die Runde der letzten acht. Unter dem Strich gab es gestern einen letztendlich klaren 3:0-Sieg in den Achtelfinals über Volley Lugano.
Gute Annahme von Isabella Loffreda
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Nach der Weihnachtspause und zwei coronabedingten Spielausfällen stand der VC Kanti nach vierwöchigem Unterbruch gestern wieder auf dem Spielfeld. Im Cup standen die Achtelfinals an: Die Schaffhauserinnen trafen auf Volley Lugano, das am Vorabend einen 3:1-Sieg bei Franches-Montagnes feiern konnte. Damit liegt das Team aus dem Tessin, das sich mit gleich drei neuen Spielerinnen verstärkt hatte, aktuell wieder in den Top 8, was die Teilnahme an den Play-offs bedeuten würde. Der VC Kanti musste nach weiteren positiven Coronatests auf drei Spielerinnen verzichten, das Aufgebot wurde mit zwei Spielerinnen aus der zweiten Liga ergänzt: Sowohl Sophie Broder als auch Isabella Loffreda sollten im Laufe der Partie eine kurze Einsatzzeit erhalten.
Die Partie zwischen den Schaffhauser- und Tessinerinnen sollte spielstandtechnisch länger auf Augenhöhe verlaufen. In der Anfangsphase lag das Gastteam schon mal mit ein paar zwei Punkten vorne, Kanti vermochte aber jeweils rasch auszugleichen. Noch passte in den Aktionen nicht wieder alles zusammen, dazu gesellte sich der eine oder andere (Service-)Fehler. Die Luganesi schienen sowohl den Schwung mit den drei neuen Spielerinnen als auch durch das Erfolgserlebnis des Vorabends zu nutzen. Nach dem 13:13 konnte sich die Schaffhauserinnen nach und nach absetzen und mit 25:20 den ersten Satz für sich entscheiden.
Auch im zweiten Durchgang blieben die Gäste lange dran, dies nicht zuletzt aufgrund der hohen Fehlerquote bei den Munotstädterinnen. Nach dem 18:18 zog Kanti (mit Wiebke Silge am Service) davon und sicherte sich mit 25:22 den 2:0-Satzvorsprung. In den dritten Satz starteten die Schaffhauserinnen mit 5:1, die Angriffskombinationen liefen besser, es gab weniger Fehler, Volley Lugano schien angesichts der bis dahin am Wochenende schon gespielten sechs Sätze müde zu werden. Mit 25:14 sollte es einen raschen Satzerfolg für Kanti geben. Die meisten Punkte steuerten gestern die Saison-Topskorerin Korina Perkovac (14), Isidora Ubavic (13) und Wiebke Silge (11) bei. Beim Rückblick auf die 63 Spielminuten zeigte sich Kanti-Trainer Nicki Neubauer mit den beiden Sätzen und der Leistung am Block nicht zufrieden. Insgesamt habe aber ganz funktioniert, was man im Training der letzten Wochen erarbeitet habe.
Neben dem VC Kanti erreichten auch die NLA-Vertreter VBC Cheseaux, Volley Düdingen, Franches-Montagnes, Aesch-Pfeffingen und Neuenburg UC sowie die NLB Team VBC Glaronia und Volero Zürich (das sich gegen Volley Toggenburg/NLA durchsetzte, siehe rechts) die Runde der letzten acht, die am 30. Januar gespielt werden muss.
Nachdem die einmonatige Spielpause mit einem Erfolgserlebnis beendet wurde, geht es für den VC Kanti Schlag auf Schlag weiter. Am Mittwoch wird das ursprünglich für den 8. Januar angesetzte Heimspiel gegen Val-de-Travers nachgeholt, Spielbeginn ist bereits um 19.00 Uhr. Hier kommt es für Coach Neubauer darauf an, das Team weiter gut für die folgenden Partien gegen Neuenburg, Aesch-Pfeffingen und Cheseaux aufzubauen. NLA-Leader NUC (der am Samstag im Spitzenspiel den Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen mit 3:1 besiegte) ist am kommenden Sonntag zur gewohnten Anspielzeit (16.30 Uhr) in der BBC-Arena zu Gast. Aesch-Pfeffingen folgt am Freitag in zehn Tagen. Das vorgestern abgesagte Spiel gegen VBC Cheseaux ist noch nicht neu terminiert.
VC Kanti muss weiteres Spiel verschieben, Cup findet aber statt
Drei Coronafälle im NLA-Team beschäftigen den VC Kanti auch noch eine Woche nach dem ausgefallenen Heimmatch gegen Val-de-Travers.

Wegen Coronafällen spielt der VC Kanti am Samstag nicht in Cheseaux, aber im Cup tritt er am Sonntag an. BILD WERNER SCHLÄPFER
Nach der Spielverschiebung vom letzten Wochenende (Heimspiel gegen Val-de-Travers) muss der VC Kanti leider auch das Auswärtsspiel gegen den VBC Cheseaux von morgen Samstag aufgrund der positiven Coronafälle verschieben. Das war keine einfache Entscheidung für den Schaffhauser Klub, denn bereits am 5. Februar finden die letzten Spiele der NLA-Qualifikationsrunde statt, sodass bis dahin alle verschobenen Spiele zwingend gespielt sein müssen.
Mit diesen beiden ausgefallenen Spielen wird der Spielplan des VC Kanti bis Ende Januar somit noch dichter gedrängt sein. Es warten also strenge, spielintensive Wochen auf die Kanti-Spielerinnen.
Aus diesem Grund hat sich der VC Kanti – trotz des verschobenen Ligaspiels in Cheseaux – denn auch schweren Herzens dazu entschlossen, das Achtelfinal-Heimspiel im Schweizer Cup vom nächsten Sonntag (16.30 Uhr, BBC-Arena) gegen Volley Lugano durchzuführen, jedoch mit einem dezimierten Kader. «Dieses Cupspiel müsste bis spätestens am 24. Januar ebenfalls nachgespielt werden, was für uns terminlich schlicht nicht realistisch und machbar wäre», so Kanti-Trainer Nicki Neubauer. Welche Spielerinnen gegen Lugano einsetzbar sind, wird sich zeigen müssen. Als Notfalllösung werden Spielerinnen aus dem 2.-Liga-Team nachnominiert. «Drei Spielerinnen des engeren Stamms fallen sicherlich aus», sagt Nicki Neubauer, «sie hatten zwar keine schlimmen Symptome, sondern nur Kopfweh, Schnupfen oder eine leichte Erkältung. Aber einsatzfähig werden sie am Sonntag nicht sein.»
Trotzdem hätten sie dank dem Zuzug von zwei Spielerinnen aus dem 2.-Liga-Team jeweils mit 12 bis 13 Spielerinnen trainieren können. «Es zahlt sich nun aus, dass wir ein so breites Kader haben», betont Neubauer, der zudem auf die nun lange Wettkampfpause von gut einem Monat hinweist, was natürlich ein Nachteil sein könnte. «Am Dienstag haben wir wieder mit dem Training angefangen – und sind auch regelmässig getestet worden. Das ist wichtig.»
«Uns ist klar, dass dieser Entscheid nicht von allen Personen nachvollzogen werden kann und sicher auch bei einigen für Kopfschütteln sorgen kann», schreibt der VC Kanti in seiner gestrigen Medienmitteilung. Kampflos möchte der VC Kanti als aktueller Cupsieger dies jedoch nicht hinnehmen.
Am Mittwoch gegen Val-de-Travers
Last but not least konnte erfreulicherweise das verschobene Spiel von letzter Woche gegen Val-de-Travers jetzt neu auf den nächsten Mittwoch, 19. Januar, um 19.00 Uhr in der BBC-Arena angesetzt werden. (pd./hcs.)
Kurzfristige Absage nach positiven Tests beim VC Kanti
KEIN KANTI-HEIMSPIEL HEUTE

Nach der Weihnachtspause wollte der VC Kanti heute mit dem Heimspiel gegen Val-de-Travers in die letzte Phase der Qualifikationsrunde starten. Wie der VC Kanti am späten Freitagabend bekannt gab, musste diese NLA-Partie auf Wunsch des Schaffhauser Klubs verschoben werden. Dies aufgrund von positiven Coronaselbsttests innerhalb des Kanti-Teams und zudem weiteren Spielerinnen, welche ebenfalls Symptome zeigten oder sich unwohl fühlen – deren Schnelltests gestern aber (noch) negativ waren. «Das Risiko, dass noch weitere Kanti-Spielerinnen in den nächsten Tagen positiv sein könnten ist uns zu gross und wir möchten auf keinen Fall riskieren, dass wir unsere Gegnerinnen, Offizielle, ZuschauerInnen, HelferInnen diesem Risiko aussetzen», erklärte Kanti-Präsident Sandro Poles.
Die offizielle Testung der zwei Spielerinnen mit positiven Selbsttest habe umgehend in deren Heimatkantonen stattgefunden. Alle anderen Akteurinnen und Staffmitglieder seien anstelle des gestrigen Trainings zum Testen aufgeboten worden. Deren Ergebnisse seien aber noch nicht bekannt. «Ich habe auch keine Ahnung, wo die Ansteckungen passiert sein könnten», sagte Präsident Poles. «Wir warten jetzt noch das Wochenende ab, um zu sehen, wie es dann bei uns weitergeht.»
Sehr froh war Sandro Poles darüber, dass der Gegner Val-de-Travers ihnen so schnell und unkompliziert entgegengekommen sei. Aufgrund dieser umgehenden Zustimmung war die kurzfristige Absage erst möglich. «Wir danken Val-de-Travers für das Verständnis sowie für die Genesungswünsche an unsere erkrankten Spielerinnen», streicht Poles hervor.
Das Spielprogramm für den Januar ist für den VC Kanti auch ohne die Verschiebung umfangreich: Am nächsten Samstag geht es, wenn es die Situation zulässt, mit dem Auswärtsspiel in Cheseaux (4.) weiter, gefolgt am Sonntag vom Cup-1/8-Final gegen Lugano. Leader NUC (heim 23. 1.), Aesch (heim 28. 1.), ein allfälliges Cup-Viertelfinale (30. 1.), Franches-Montagnes (auswärts 5. 2.) und das verschobene Heimspiel gegen Val-de-Travers heissen die Spiele vor dem Play-off-Start am 12. 2. (hcs.)
Neuerungen im Regionalvolleyball: Entweder mit Maske oder «2G+»-Regel
Viele regionale Volleyballspiele dürften ab diesem Wochenende mit Masken gespielt werden oder mit der Regel «2G+», wenn beide Teams einverstanden sind und auch ein Schiedsrichter und Schreiber gefunden wird, der diese Anforderungen erfüllt.

Dass der Spielbetrieb in professionellen oder semiprofessionellen Ligen und Junioren-Topmeisterchaften vieler (Team-)Sportarten auch nach dem Bundesratsbeschluss von Mitte Dezember praktisch uneingeschränkt weitergeht, war vor Weihnachten schnell klar. Das gilt für jeweils die obersten zwei Männer- und Frauenligen im Eishockey, Handball, Tischtennis oder Unihockey. In der Region betrifft das aktuell die Kadetten Schaffhausen, den VC Kanti, den TTC Neuhausen und ab dem 28. Januar, wenn auch draussen wieder wettkampfmässig gespielt wird, natürlich auch den FC Schaffhausen.
Während viele Sportverbände ihre Meisterschaften im Breiten- und Juniorensport ab 16 Jahren und älter unterbrochen haben und vorerst bis Ende Januar pausieren lassen – so zum Beispiel im Eishockey, Handball und Unihockey ab der 1. Liga abwärts, aber auch im kantonalen Faust- oder Korbball –, geht der Volleyball-Breitensport einen anderen Weg. Denn gemäss den bundesrätlichen Bestimmungen vom 17. Dezember gilt bei Sportveranstaltungen in Innenräumen für alle Personen ab 16 Jahren die 2G-Zertifikatspflicht und für Personen ab zwölf Jahren die Maskenpflicht.
Der nationale Verband Swiss Volley hat sich in der überregionalen 1. Liga für «2G mit Maske» entschieden – die Regelung, die Swiss Volley auch den Regionalverbänden empfohlen hat. Das heisst, die Volleyballteams ab der 1. Liga bis hinunter zum U17-Nachwuchs dürfen nur noch mit Maske oder aber nach der Regel «2G+», sofern sie von allen Beteiligten eingehalten werden kann, trainieren und spielen. In der 1. Liga betrifft das aus der Region Schaffhausen das Männerteam des VBC Schaffhausen. Analog der Empfehlung von Swiss Volley hat auch der Regionalverband Nord-Ostschweiz (RVNO) entschieden, die Saison grundsätzlich weiterzuführen. Das betrifft die 2. bis 5. Liga wie auch die älteren Juniorenkategorien.
«2G+»-Regel ist möglich
Sofern nichts anderes abgemacht wird, sollen die regionalen Volleyballspiele mit Maske durchgeführt werden. Auch die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter pfeifen mit Maske – entweder Handpfeife oder Pfeife unter der Maske –, wie dem RVNO-Merkblatt zu entnehmen ist, das Ende Dezember an alle Teamverantwortlichen und Schiedsrichter gegangen ist.
Wenn beide Teams einverstanden seien und die «2G+»-Regel (dreifach geimpft, genesen oder zusätzlich getestet) erfüllen, könnten die Spiele ohne Maske durchgeführt werden. Das Team, das nach den «2G+»-Regeln spielen möchte, nimmt mit dem gegnerischen Team und dem Referee Kontakt auf. Selbstverständlich müssen dann auch die Schreiberinnen und Schreiber «2G+» erfüllen. Sollten sich die beiden Teams nicht auf einen gemeinsamen Modus einigen, muss das Spiel verschoben werden. Hierfür wird die regionale Saison im RVNO bis zum 14. April (Gründonnerstag) verlängert. Wenn sich ein Team aufgrund der neuen Situation komplett vom Ligabetrieb zurückziehen wollte, konnte es das mit einer Meldung ans RVNO-Sekretariat bis am 31. Dezember tun. Aufgrund der im Online-Spielplan nicht mehr enthaltenen Spiele hat zum Beispiel das 3.-Liga-Männerteam der VBG Klettgau davon Gebrauch gemacht.
«Die regionalen Teams des VC Kanti werden alle weiterspielen», bestätigt Präsident Sandro Poles. «Nicht betroffen sind unsere fünf U16-Teams, die ohne Einschränkung spielen.» Vom 2.-Liga-Frauenteam weiss Kantipräsident Poles, dass es, weil ein Grossteil der Spielerinnen geboostert sei, nach Möglichkeit nach der «2G+»-Regel spielen will. Dabei müsse das jeweilige Heimteam das Einverständnis des Gegners einholen und dann eine Schiedsrichterin oder einen Schiedsrichter suchen, der diese «2G+»-Regel ebenso erfüllt. «Dafür gibt es jetzt extra eine Schiedsrichterbörse.» Sonst wird mit Masken gespielt. Als Trainer der 4.-Liga-Equipe des VC Kanti weiss Sandro Poles, dass er als Einziger nicht geboostert sei, «da kann ich dann halt vorerst nicht auf der Bank sitzen». Vom 1.-Liga-Männerteam des VBC Schaffhausen, für das er bis zum Ende der letzten Saison als Libero aktiv war, hat Poles erfahren, dass auch es nach Möglichkeit mit der «2G+»-Regel antreten möchte. Zum Beispiel im heutigen Heimspiel gegen Voléro Zürich 2 (16 Uhr, Sporthalle BBZ Mühlental). Es gelte aber von Spiel zu Spiel zu schauen, denn wer weiss, ob der Gegner und die Schiedsrichter mitmachen.
Rückzüge auch in der 1. Liga
Bis am 4. Januar war es den Teams in der 1. Liga möglich, sich wegen der neuen Coronamassnahmen zurückzuziehen. Von den total 88 Teams können nur vier Teams (Volley Biasca (Frauen/Gruppe C), Martigny Volley (Männer/A) Volley Muristalden (Männer/B) und Volley Näfels (Männer/D) unter den neuen Bedingungen nicht mehr weiterspielen und müssen ihr Team mit Bedauern zurückziehen. (hcs.)



