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Kanti verpasst die Achtelfinals knapp
Korina Perkovac war gestern eine der starken Angreiferinnen beim VC Kanti. BILDE WSCH
Im Rückspiel des CEV Challenge Cup erzwingt VC Kanti mit einem gut herausgespielten 3:1-Sieg den Golden Set. In einem echten Thriller vergeben die Schaffhauserinnen hier aber zwei Matchbälle und unterliegen mit 16:18 und scheiden aus.
Reinhard Standke
Nachdem der VC Kanti vor einer Woche bei ZOK Ub in Serbien mit 0: 3 verloren hatte, gerieten die Schaffhauserinnen gestern vor heimische Kulisse zu Beginn gleich unter Druck, um dann für einen ausgeglichenen Spielverlauf zu sorgen. Nach dem 11: 11 sorgte dann Molly Lohmann mit einer Aufschlagserie für Stimmung unter den meisten der 750 Zuschauer: Sie führte ihr Team zum 16: 11 Zwischenstand. Kanti hielt weiter die Hoffnung der Fans hoch, doch nach dem 19: 15 liessen sie die Gäste aus Serbien noch einmal herankommen. Wie so oft in den letzten Wochen wechselten Phasen mit überzeugendem Spiel mit Phasen, in denen Fehler auftraten, man den Gegner ins Spiel kommen liess, ab. So war für Spannung in der Schlussphase gesorgt, Ub glich aus, Kanti vergab zwei Satzbälle, nutzte aber den dritten. Spannung auch im zweiten Durchgang: Wieder bis zum 11: 11 konnte sich keines der Teams absetzen, dann zogen die Munotstädterinnen davon. Insbesondere Romy Jatzkon und Monika Krasteva sorgten für die Punkte. Über 15: 13 und 19: 15 holte sich Kanti auch den zweiten Satz (25: 18). Nun fehlte den Schaffhauserinnen nur noch ein Satzgewinn zum Erreichen des Golden Sets. Doch in der zweiten Satzhälfte zog das Heimteam die schlechtere Phase ein. Kanti kämpfte sich immer wieder heran, nach dem 17: 18 jubelte letztlich aber ZOK über den Satzgewinn. Auch im vierten Satz musste wieder die Schlussphase entscheiden. Kanti fiel von 19: 14 auf 19: 20 zurück, schaffte es aber noch, zurückzukommen (25: 22). Im Entscheidungssatz lagen die Vorteile nach dem 9: 7 bei Kanti, das jedoch beim 14: 12 zwei entscheidende Bälle vergab, das Momentum kippte auf Seiten der Gäste, die schlussendlich den dritten Ball zur Entscheidung nutzen. «Wir standen mit einem Bein in der nächsten Runde, aber wie in den letzten Wochen werfen wir es selber weg», äusserte sich Kanti Trainer Neubauer, der aber stolz auf sein Team war, dass nach dem 0: 3 vor einer Woche sich erst zum bitteren Schluss geschlagen wurde. Für die meisten Punkte bei Kanti hatte gestern Krasteva (21) gesorgt, gefolgt von Jatzko und Perkovac (16).
Serbisches Derby für den Sieger
ZOK Ub trifft in den Achtelfinals im Januar in einem serbischen Duell auf Jedinstvo Stara Pazova, das auch im Rückspiel gegen Rigas Volejbola Skola (LAT) mit 3: 0 gewann. Weiter geht es beim VC Kanti Anfang Januar mit einer englischen Woche: Am Mittwoch, 4. Januar, wird das verschobene Spiel in Düdingen nachgeholt, am Samstag müssen die Schaffhauserinnen in Kloten bei Volero Zürich antreten. Nach der Weihnachtspause ruft Trainer Nicki Neubauer ab dem 30. Dezember wieder zum Training.
VIP-Apéro des VC Kanti zum Europacupspiel

Raphaël Rohner (Sportreferent Stadt SH), Peter Neukomm (Stadtpräsident) und Christian Ritzmann (Staatsschreiber Stellvertreter) von links. Bild RST
Im Frühjahr konnte der VC Kanti mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Meisterschaft einen sportlichen Höhepunkt feiern. Zu Ende ging das Jahr für die Munotstädterinnen mit einem Heimspiel im Europacup, aus dessen Anlass der Verein Sponsoren und Gönner mit deren Gästen sowie Vertreter aus Politik und Verband zum traditionellen, feinen Apéro riche vor dem Anpfiff einlud. Rund 150 Personen hatten für diesen Anlass zugesagt.
Kanti-Präsident Sandro Poles (vorne) freut sich über die vielen Sponsoren und Clubfreunde beim VIP-Empfang vor dem Europacupspiel gegen Ub. Bild RST
Der Präsident des VC Kanti, Sandro Poles, begrüsste rund 70 Minuten vor dem Anpfiff die Anwesenden und dankte dem Gastgeber, der Gräfler Garage Gasser. Der Einsatz im Europacup sei immer etwas Besonderes, und nur dank der grossen Unterstützung der Sponsoren des Events möglich, für den jeweils ein vom normalen Meisterschaftsbetrieb unabhängiges Budget erstellt werden muss. (R.Sta.)
ZOK Ub ohne zwei Stammspielerinnen
Monika Krasteva (r.) will auch heute wieder gegen ZOK UB punkten. Anet Barbara Alfonso Benitez (17) konnte die Reise in die Schweiz nicht antreten. BILD ALEKSANDAR DJOROVIC
Der VC Kanti tritt heute Abend daheim im Rückspiel der Sechzehntelfinals des CEV Challenge Cup gegen ZOK Ub an. Bei den Serbinnen sind zwei wichtige Akteurinnen nicht dabei.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Vor Wochenfrist hatte der VC Kanti das Hinspiel bei ZOK Ub glatt mit 0: 3 verloren. Heute Abend wird nach dem Rückspiel in Schaffhausen (20.00 Uhr, BBC Arena) dann feststehen, welches der beiden Teams in die Achtelfinals des CEV Challenge Cup einzieht. Die Schaffhauserinnen müssten sich dafür mit einem 3: 0- oder 3: 1-Sieg in den Golden Set kämpfen und auch diesen hernach für sich entscheiden, dem Team aus Serbien dage- gen genügt der Gewinn von zwei Sätzen. Der Gegner in den Achtelfinals, die Spiele werden in der zweiten und dritten Januarwoche ausgetragen, wird ebenfalls heute zwischen Jedinstvo Stara Pazova (SRB) und Rigas Volejbola Skola (LAT) ermittelt, Spielbeginn ist um 19.00 Uhr.
ZOK Ub ohne zwei Stammspielerinnen
Monika Krasteva (r.) will auch heute wieder gegen ZOK UB punkten. Anet Barbara Alfonso Benitez (17) konnte die Reise in die Schweiz nicht antreten. BILD ALEKSANDAR DJOROVIC
Der VC Kanti tritt heute Abend daheim im Rückspiel der Sechzehntelfinals des CEV Challenge Cup gegen ZOK Ub an. Bei den Serbinnen sind zwei wichtige Akteurinnen nicht dabei.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Vor Wochenfrist hatte der VC Kanti das Hinspiel bei ZOK Ub glatt mit 0: 3 verloren. Heute Abend wird nach dem Rückspiel in Schaffhausen (20.00 Uhr, BBC Arena) dann feststehen, welches der beiden Teams in die Achtelfinals des CEV Challenge Cup einzieht. Die Schaffhauserinnen müssten sich dafür mit einem 3: 0- oder 3: 1-Sieg in den Golden Set kämpfen und auch diesen hernach für sich entscheiden, dem Team aus Serbien dage- gen genügt der Gewinn von zwei Sätzen. Der Gegner in den Achtelfinals, die Spiele werden in der zweiten und dritten Januarwoche ausgetragen, wird ebenfalls heute zwischen Jedinstvo Stara Pazova (SRB) und Rigas Volejbola Skola (LAT) ermittelt, Spielbeginn ist um 19.00 Uhr.
Kein Einreisevisum
Die heutigen Gäste des VC Kanti müssen im Gegensatz zum Hinspiel beim Auftritt in der Munotstadt auf zwei Leistungsträgerin verzichten. Während Mittelblockerin Aleksandra Gligoric offenbar bei einem Autounfall am Samstag einen Nasenbruch erlitt, erhielt die Topskorerin bei den Serbinnen, die Kubanerin Anet Barbara Alfonso Benitez, kein Visum für die Einreise in die Schweiz.
Über die Odyssee von Verein und Spielerin bei der Beantragung des Visums bei der Schweizer Botschaft in Belgrad berichtete in grossen Lettern das Onlineportal «Republika». Mit der Übermittlung eines Einladungsschreibens habe der VC Kanti in dieser Angelegenheit das getan, was in seinen Möglichkeiten stehe, wie Vereinspräsident Sandro Poles mitteilt.
Gegner könnte gefährlicher sein
Ob das Fehlen der Mittelblockerin sowie der Stamm-Diagonalspielerin für den VC Kanti einen Vorteil biete, darüber ist sich Coach Nicki Neubauer gar nicht mal sicher. Denn über die Qualitäten der Spielerinnen, die nun zum Einsatz kommen werden, habe er keine Informationen, da Ub meistens mit der Startformation durchspiele. «Es wird ein bisschen schwierig, das Spiel vorzubereiten», so der Trainer. Kanti sei gut beraten, auf sich selber zu schauen als auf die Gegenseite. «Es wird ihnen wehtun, es sind sicher zwei Spielerinnen, die sehr wichtig sind im System, offensiv wie defensiv», meint Neubauer. «Wir müssen uns auf uns konzentrieren, ein gutes Spiel machen und versuchen, eine gute Stimmung in die Halle zu transportieren.» Dann ergäben sich auch Chancen, aus denen sein Team etwas machen könne. Im Gegensatz zu den Gästen sind beim VC Kanti alle Spielerinnen an Bord bis auf die Langzeitverletzten Jasmin Kuch und Elisa Surinao, die gestern zum ersten Mal wieder leicht trainieren konnten.
Vor Spielbeginn hat der VC Kanti zum traditionellen Europacup-VIP-Apéro geladen, zu dem sich knapp 150 Gäste aus Kreisen der Sponsoren und Gönner sowie aus Politik und Volleyballverband angemeldet haben.
Der VC erkämpft in Neuenburg nur einen Satz und keine Punkte
Norene Iosia und ihr Team kamen in Neuenburg nicht zum Erfolg. BILD W. SCHLÄPFER
Unter dem Strich lag für den VC Kanti beim Leader trotz mehrfacher Führung nur ein Satzgewinn drin. Nach der 1:3-Niederlage fielen die Schaffhauserinnen hinter das punktgleiche Cheseaux auf Rang fünf zurück.
Reinhard Standke
Auch der VC Kanti vermochte es nicht, dem Titelverteidiger und aktuellen Leader die erste Saisonniederlage beizubringen. In der 11. der 18 Runden der Qualifikation standen die Schaffhauserinnen wieder mit Top-skorerin Korina Perkovac auf dem Feld, die die Reise zum Europacupspiel nicht mitgemacht hatte. Neuenburg musste auf die verletzte Samira Sulser verzichten. Die 91 Spielminuten entwickelten sich vor 420 Zuschauern zu einem Auf und Ab für der den VC Kanti, der sich zwar mutig Möglichkeiten erarbeitet, um sie dann aber mit nicht ausreichender Konstanz wieder zu vergeben. Die Munotstädterinnen machten zwar die ersten beiden Punkte, zeigten sich aber anschliessend nicht bereit, nicht konsequent genug und kassierten sechs Zähler in Folge. Dann pendelte sich der Rückstand auf 3 bis 6 Punkt ein, nach dem 9: 15 servierte Monika Krasteva ihr Team auf 14: 15 heran. Dann zog wieder das Heimteam davon (22: 18), Kanti kam bis 22: 23 heran, gab den ersten Satz aber ab (22: 25).
Im zweiten Durchgang sollten sich die Schaffhauserinnen den Vorteil erarbeiten. Nach dem Abtasten servierten die Gäste stärker, kämpften in der Feldabwehr, machten die Angriffspunkte, kamen vom 5: 8, über 10: 8 zur 15: 11 Führung. Doch Neuenburg kam zurück, erfolgreich in Angriff und Block, Kanti zeigte Schwächen in Annahme und Abwehr. Das Heimteam musste jedoch die 21: 19-Führung noch hergeben: Mit Blocks von Lohmann und Angriff von Jatzko hiess es Satzball für die Schaffhauserinnen (24: 21), die jedoch erst den dritten verwandelten. Furios startete Kanti in den dritten Satz (5: 1, 10: 8), musste jedoch immer wieder den Ausgleich zulassen. Nach dem 11: 10 sollte es jedoch mit der Führung der Gäste vorbei sein, Neuenburg zog mit Druck am Service auf 15: 11, später auf 19: 12 und 25: 18. Auf und ab ging auch der Spielstand im vierten Durchgang: Kaum lag Neuenburg mit 10: 5 und 11: 7 vorne, kam Kanti (mit Iosia am Aufschlag) zum 13: 12 zurück. Anschliessend lagen die Vorteile wieder beim Heimteam, das sich mit wieder 25: 18 Satz und Sieg sicherte. Beim VC Kanti avanciert diesmal Romy Jatzko in den vier Sätzen mit 20 Punkten zur besten Skorerin, dahinter lagen Krasteva, Holaskova, Lohmann und Perkovac mit 8 bis 10 Punkten deutlich zurück. Bei Leader Neuenburg dominierten Tessa Grubbs (30) und Madeline Haynes (20). In der Tabelle wechselte Kanti (neu 5.) und das punktgleiche Cheseaux, das ein Spiel mehr ausgetragen hat, die Plätze.
«Wir haben mutig gespielt, aber mit zu wenig Kontrolle», knüpfte Kanti- Coach Neubauer an die Zielsetzung vor der Partie an. «Am Ende haben wir gesehen, was uns noch fehlt gegen diese Teams. «Wir können zwar gegen Neuenburg und Düdingen mitspielen, sind aber nicht so konstant», so der Trainer. «Wir haben NUC gezwungen, sehr viel über ihre Diagonalspielerin zu spielen und haben die Aussenspielerinnen und Mittelblockerinnen sehr gut kontrolliert. Wir verlieren aber, weil wir unsere Chancen nicht konsequent genug nutzen», so Nicki Neubauer weiter. «Wir sind nicht konsequent genug im Feldspiel, der Ballkontrolle, der Abwehr, machen uns das Leben selbst schwer, um wieder ranzukommen und den Gegner wieder wegziehen zu lassen.»
Weiter geht es für den VC Kanti am Mittwoch (20 Uhr, BBC Arena) im Rückspiel des CEV Challenge Cup, in dem es das 0: 3 aus dem Hinspiel wettzumachen gilt. Das vom vergangenen Freitag verlegte Spiel in Düdingen wird zum Jahresauftakt am 4. Januar nachgeholt.



