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Kanti will Leader Neuenburg herausfordern
Molly Lohman gegen Samira Sulser . BILD WSCH
Zwischen den Spielen im Euroacup, in denen es sowohl für den VC Kanti als auch für NLA-Leader Neuenburg eine 0: 3-Niederlage absetzte, treffen die beiden Teams zum Auftakt der Rückrunde in der Qualifikation aufeinander. Im Hinspiel gegen NUC Ende Oktober hatten die Schaffhauserinnen ohne die vorgesehene Diagonalspielerin Angela Gaskin antreten müssen, vergaben einen Satzball und mussten sich am Ende eine 0: 3-Niederlage anschreiben lassen. Morgen kann Kanti in Neuenburg mit der inzwischen verpflichteten Monika Kresteva antreten, im Gegensatz zu Mittwoch ist auch Topskorerin Korina Perkovac wieder dabei.
«Wer nichts wagt, der nicht gewinnt», so heisst es. Und Kanti hat sich etwas vorgenommen für das Spiel beim Leader. «Wir haben nichts zu verlieren, es wären Extra-Punkte für uns», strebt Coach Nicki Neubauer einen Sieg am Neuenburger See an. Bisher steht das Heimteam ohne Niederlage da, Düdingen, Lugano und Genf konnten NUC jedoch einen Punkt abnehmen. «Wir probieren, die erste Mannschaft zu sein, die sie schlagen können. Wir werden viel Mut im Aufschlag, viel mit im Angriff brauchen.» Die Spielerinnen müssten im Block und in der Abwehr bereit sein, dagegenzuhalten und einige Bälle herauszuholen. Neuenburg sei ein Team, das mit viel Risiko spiele, insbesondere im Aufschlag. Dies könne sowohl zu Fehlern als auch zu Winnern am Stück führen. Diese Phase müsse Kanti kurz halten und wegstecken können. «Dann ist es eine offene Partie», so Nicki Neubauer. Nach den gestrigen Spielen hat Cheseaux punktemässig zu Kanti, dessen Partie in Düdingen auf den 4. Januar verschoben wurde, aufgeschlossen. (R.Sta.)
Kanti unterliegt bei ZOK Ub mit 0:3
Das Kantiteam verlässt das Feld im serbischen Ub als Verlierer. BILD CEV
Im Hinspiel der Sechzehntelfinals im CEV Challenge Cup kämpfte der VC Kanti in Serbien achtbar, bezog aber mit 0:3 eine glatte Niederlage. Das Rückspiel in Schaffhausen findet am nächsten Mittwoch statt.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Ohne seine stärkste Angreiferin musste der VC Kanti beim Hinspiel in den Sechzehntel-Finals des CEV Challenge Cup bei ZOK Ub auskommen. Da Aussenangreiferin Korina Perkovic im Rahmen des Pharmaziestudiums heute eine mehrteilige Prüfung absolviert, verzichtete der Verein darauf, die Saison-Topskorerin auf die Reise nach Serbien mitzunehmen. An ihrer Stelle wählte Coach Neubauer die Spielvariante mit Julia Künzler als Diagonalspielerin, die ihre Aufgabe für den Trainer sehr gut löste. Nach dem ersten Abtasten lautete der Spielstand 6: 6, danach zogen die Schaffhauserinnen mit Romy Jatzko am Service auf 12: 6 davon. «Wir haben im ersten Satz sehr gut aufgeschlagen und mutig gespielt», erklärte Kantitrainer Nicki Neubauer. «Dann haben wir jedoch Mut und Ideen verloren.» So kam das Heimteam nach und nach heran und hatte beim 15: 15 egalisiert. Danach konnte sich ZOK Ub absetzen, das sich mit 25: 20 den ersten Satz sicherte.
Ausgeglichen verlief die Startphase im zweiten Durchgang. Nach dem 7: 6 handelten sich die Munotstädterinnen jedoch eine Serviceserie von Bojana Celic ein, die erst bei 6: 13 durchbrochen werden konnte. ZOK Ub zog anschliessend auf 16: 7 davon, Kanti gab nach nur 20 Minuten den Satz mit 15: 25 ab. Im dritten Satz vermochte das Team von Nicki Neubauer immer wieder den Rückstand auf zwei Punkte zu reduzieren (zuletzt beim 17: 19), dann gelang ZOK Ub aber mit Sladjana Eric eine Serviceserie zum 25: 17. Damit war nach nur 67 Spielminuten die Niederlage des VC Kanti besiegelt. Für die Punkte sorgten bei den Gästen mit Romy Jatzko (12) sowie Julia Künzler und Monika Krasteva (beide je 8) die Diagonal- und Aussenspielerinnen. «Wir haben uns recht gut verkauft, besser, als die Satzergebnisse ausweisen», stellte Nicki Neubauer fest. «Wir wollten im Angriff mutig und frech sein.» Bei Angriffen mit Kraft sei Kanti indes unterlegen. «Die Spielerinnen von Ub nehmen mehr Risiko beim Aufschlag und machen damit mehr direkte Punkte», so Neubauer weiter. Wenn die Annahme funktionierte, habe sein Team gut mitgespielt.
Für das Rückspiel hat sich ZOK Ub gestern die beste Ausgangslage geschaffen. Würde dem VC Kanti am nächsten Mittwoch jedoch ein 3: 0- oder 3: 1-Sieg
Kanti unterliegt bei ZOK Ub mit 0:3
Das Kantiteam verlässt das Feld im serbischen Ub als Verlierer. BILD CEV
Im Hinspiel der Sechzehntelfinals im CEV Challenge Cup kämpfte der VC Kanti in Serbien achtbar, bezog aber mit 0:3 eine glatte Niederlage. Das Rückspiel in Schaffhausen findet am nächsten Mittwoch statt.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Ohne seine stärkste Angreiferin musste der VC Kanti beim Hinspiel in den Sechzehntel-Finals des CEV Challenge Cup bei ZOK Ub auskommen. Da Aussenangreiferin Korina Perkovic im Rahmen des Pharmaziestudiums heute eine mehrteilige Prüfung absolviert, verzichtete der Verein darauf, die Saison-Topskorerin auf die Reise nach Serbien mitzunehmen. An ihrer Stelle wählte Coach Neubauer die Spielvariante mit Julia Künzler als Diagonalspielerin, die ihre Aufgabe für den Trainer sehr gut löste. Nach dem ersten Abtasten lautete der Spielstand 6: 6, danach zogen die Schaffhauserinnen mit Romy Jatzko am Service auf 12: 6 davon. «Wir haben im ersten Satz sehr gut aufgeschlagen und mutig gespielt», erklärte Kantitrainer Nicki Neubauer. «Dann haben wir jedoch Mut und Ideen verloren.» So kam das Heimteam nach und nach heran und hatte beim 15: 15 egalisiert. Danach konnte sich ZOK Ub absetzen, das sich mit 25: 20 den ersten Satz sicherte.
Ausgeglichen verlief die Startphase im zweiten Durchgang. Nach dem 7: 6 handelten sich die Munotstädterinnen jedoch eine Serviceserie von Bojana Celic ein, die erst bei 6: 13 durchbrochen werden konnte. ZOK Ub zog anschliessend auf 16: 7 davon, Kanti gab nach nur 20 Minuten den Satz mit 15: 25 ab. Im dritten Satz vermochte das Team von Nicki Neubauer immer wieder den Rückstand auf zwei Punkte zu reduzieren (zuletzt beim 17: 19), dann gelang ZOK Ub aber mit Sladjana Eric eine Serviceserie zum 25: 17. Damit war nach nur 67 Spielminuten die Niederlage des VC Kanti besiegelt. Für die Punkte sorgten bei den Gästen mit Romy Jatzko (12) sowie Julia Künzler und Monika Krasteva (beide je 8) die Diagonal- und Aussenspielerinnen. «Wir haben uns recht gut verkauft, besser, als die Satzergebnisse ausweisen», stellte Nicki Neubauer fest. «Wir wollten im Angriff mutig und frech sein.» Bei Angriffen mit Kraft sei Kanti indes unterlegen. «Die Spielerinnen von Ub nehmen mehr Risiko beim Aufschlag und machen damit mehr direkte Punkte», so Neubauer weiter. Wenn die Annahme funktionierte, habe sein Team gut mitgespielt.
Für das Rückspiel hat sich ZOK Ub gestern die beste Ausgangslage geschaffen. Würde dem VC Kanti am nächsten Mittwoch jedoch ein 3: 0- oder 3: 1-Sieg
Nächste Herausforderung für Kanti: Europacup in Ub
Das Kanti-Team in Ub: Trainer Nicki Neubauer (l.) präsentiert den Matchplan. BILD ZVG
In den bisherigen Europacupspielen 107 und 108 trifft der VC Kanti zum zweiten Mal auf ein Team aus Serbien. Nicht dabei im Hinspiel ist Topskorerin Korina Perkovac.
Reinhard Standke
Die Reise zur heutigen Partie im CEV Challenge Cup führte den VC Kanti in den westlichen Balkan. Die Schaffhauserinnen treten im Auswärtsspiel der Sechzehntelfinals ab 19 Uhr bei ZOK Ub an, dem Dritten der serbischen Super Liga. Das Kanti-Team flog mit zehn Spielerinnen nach Belgrad und reiste dann weiter in die 45 km vom Flughafen entfernte Kleinstadt Ub, die gut 30 000 Einwohner aufweist.
«Wir sind gut angekommen, Flug und Transfer haben einwandfrei geklappt, und das Hotel ist super», berichtete Klubpräsident Sandro Poles, der als Teammanager dabei ist. Nach Zimmerbezug, Snack, Videovorstellung des gegnerischen Teams stand am Abend ein erstes Training in der Sporthalle an, die gerade 200 m vom Hotel entfernt liegt und 800 Zuschauer fast. Nicht in Serbien dabei sind neben den rekonvaleszenten Jasmin Kuch und Elisa Suriano auch Topskorerin Korina Perkovac (wichtige Prüfungen im Pharmazie-Studium) und Lina Hinteregger (Schule). Für den Ersatz für Perkovac gebe es zwei Optionen, so Trainer Neubauer: mit Maëlle Corbach als Diagonalspielerin oder Julia Künzler als Aussenangreiferin.
Mit ZOK Ub trifft der VC Kanti auf eine erfahrene Mannschaft. «Uns erwartet ein absoluter Prüfstein, ein aggressiv spielendes Team vom ‹Typ Ostblock›», schildert Kanti-Coach Neubauer seine Erkenntnisse aus der Videoanalyse. Von den Spielerinnen hebt der Trainer unter anderen die Aussenangreiferin Bojana Celic (Ex-Mulhouse), die Mittelblockerinnen Sladjana Eric (die von 2005 bis 2008 bei Volero Zürich spielte) und Aleksandra Glogoric sowie die sprunggewaltige kubanische Diagonalangreiferin Anet Barbara Alfonso Benitz hervor. Die erste Einschätzung von Sandro Poles nach dem Videostudium: «Sie können hart oder härter schlagen, stehen gut in der Verteidigung und bringen viel Erfahrung mit.»
«Wir müssen gut aufschlagen, mutig im Angriff spielen und mit Tempo arbeiten, das machen sie nicht so gerne», gibt Trainer Neubauer vor. «Wir sind hierhingefahren, um zu schauen, ob es etwas mitzunehmen gibt, wir haben nichts zu verlieren.» Das Rückspiel findet in einer Woche in der BBC Arena statt.
Gegen Düdingen am 4. Januar
Um das Doppelwochenende zwischen dem Auswärts- und Heimspiel im Europacup zu vermeiden, haben sich der VC Kanti und Volley Düdingen darauf geeinigt, das ursprünglich für diesen Freitag in Düdingen angesetzte Spiel auf den Mittwoch, 4. Januar 2023, zu verlegen. So können die Schaffhauserinnen ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nachkommen, und das Spiel kann unter sportlich fairen Gegebenheiten nachgeholt werden, schreibt der VC Kanti in einer Mitteilung. Bei Düdingen hat sich die brasilianische Mittelblockerin Caroline Dias Godoi am Sonntag beim Spitzenspiel gegen Neuenburg (2: 3) verletzt. Die Partie des VC Kanti am Sonntag bei Leader NUC findet wie geplant statt.



