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Der VC Kanti will das Spiel bei Volero Zürich bestimmen

Romy Jatzko bei einem Angriff im Hinspiel BILD Werner Schläpfer

Im zweiten Spiel der Woche tritt der VC Kanti heute in Kloten gegen den Tabellen-Nachbarn Volero Zürich an.

 Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Nicht nur der VC Kanti, auch Volero Zürich absolviert bereits das zweite Spiel im neuen Jahr. Nach dem es den Schaffhauserinnen am Mittwoch gelang, nach dem 0: 2 Rückstand das Spiel doch noch mit 3: 2 für sich zu entscheiden, setzte sich der heutige Gastgeber einen Tag später in Cheseaux mit 3: 0 durch. Cheseaux habe viele ­Fehler gemacht, konnte physisch nicht ­dagegen halten, hat Kantitrainer Neubauer im Video analysiert. Auch heute werde es um die Physis gehen, sein Team müsse heute physisch sehr präsent sein.

 

«Volero ist eine Mannschaft, die eher ‘Old Schook’ spielt, sehr hoch, aber mit einer hohen Physis» erklärt der Coach des VC Kanti. «Die Aussenangreiferinnen und die Diagonalspielerin sind gross gewachsen, sprungstark.» Das Spiel verlaufe beim Gegner aber eher langsam. «Normalerweise kommt uns dies eher entgegen, auch aufgrund unserer Blockstärke, wenn Teams so spielen. Dies war ja auch im Hinspiel so, in dem wir sie sehr gut kontrollieren konnten.» Das Spiel von Ende Oktober hatte der VC Kanti mit 3: 0 gewonnen, die Munot­städterinnen hatten damals im Angriff drei verletzte Spielerinnen zu verzeichnen.

 

Mit Einsatz und Willen

Vor allem gelte es heute, die Diagonalspielerin Dalila Palma Rodriguez zu kontrollieren, gibt der Kantitrainer vor. «Sie ist noch jung, hat viel Potenzial, macht unter Druck aber viele Fehler, doch sie ist physisch sehr präsent», charakterisiert Nicki Neubauer die 23-Jährige. «Dies ist uns im Hinspiel sehr gut gelungen.» Auch der Aufschlag sei wieder ein Thema, denn Volero Zürich habe Probleme mit der Annahme. «Da müssen wir ansetzen und Druck aufbauen», in Düdingen habe sein Team sehr gut aufgeschlagen.”

 

Natürlich gehe es auch um das eigene Spiel, in den letzten Spielen müsste das Team gelernt haben, mit welcher Einstellung und welchem Willen in die Spiele gestartet werden müsse. «Auch im Spiel müssen wir zulegen, um zu entscheiden, was passiert», erklärt der Trainer der Schaffhauserinnen. Denn ausser gegen Leader Neuenburg, sei es gegen alle anderen Gegner so, «dass wir entscheiden, ob wir gewinnen wollen oder nicht.» Das müsse noch mehr in die Köpfe hinein gehen.

Kanti kehrt das Spiel in Düdingen

Mittelblockerin Molly Lohmann (r.) bei einem Angriff gegen den Düdinger Block. BILD WERNER SCHLÄPFER

 Der VC Kanti landet einen wichtigen Sieg zum Jahresbeginn: Nach einem 0:2-Rückstand in Düdingen meldeten sich die Schaffhauserinnen zurück und gewinnen im Tiebreak mit 15:12.

 Reinhard Standke

Wer hätte nach 40 Spielminuten in Düdingen an solch eine Wende geglaubt: Der VC Kanti lag nach zwei Sätzen klar mit 18: 25 und 12: 25 verlorenen Sätzen vermeintlich chancenlos zurück. Beide Teams begannen mit den Stammformationen, die Gastgeberinnen verzichteten zunächst auf die neu verpflichte Angreiferin Elena Baka. Düdingen setzt direkt die Abnahme von Kanti mit dem Service unter Druck, beim 1: 5 nahm Coach Neubauer bereits das erste Time-out. Sein Team kam in der Folge heran, nach dem 16: 16 zog jedoch das Heimteam davon. Mit der besseren Angriffseffizienz (38 zu 30 Prozent) gelang der 25: 18-Satzsieg. Kanti hatte sich zudem mit einer erneut sehr hohen Fehlerquote das Leben schwer gemacht. Der Unterschied im Angriffsspiel war im zweiten Satz noch deutlicher (23 zu 45 Prozent), die Freiburgerinnen sicherten sich den Durchgang mit 25: 12, die Schaffhauserinnen agierten vielfach zu ungenau im Spielaufbau. Angesichts des klaren Spielstandes konnte Nicki Neubauer mit Künzler, Pazin, Corbach und Suriano die jungen Schweizer Spielerinnen in der Schlussphase auf das Feld schicken.

 Doch der VC Kanti sollte nicht aufgeben, kehrte nach der Zehn-Minuten-Pause wacher, etwas aggressiver auf das Feld zurück und sorgte für Druck. In der Kabine hatte Trainer Neubauer den Auftritt bemängelt. «Wir haben mehr gekämpft, sind mit mehr Einstellung, mehr Bewusstsein aufgetreten», so der Trainer. «Wenn Düdingen unter Druck gerät, dann wackeln sie». Sehr zur Freude vom angereisten Kantifan-Dutzend sollten nach dem 2: 2 im dritten Satz nämlich noch die Gäste führen. Nun funktionierte das Angriffsspiel der Munotstädterinnen, die Quote sprang auf 44 Prozent, während das Heimteam auf 41 zurückfiel. Kanti zog über 8: 6 und 15: 9 davon und schaffte mit 25: 19 den Anschluss. Wie im dritten Durchgang sollte sich in der Folge die Fehlerquote bei Kanti im Rahmen halten, war für Nicki Neubauer aber weiterhin zu hoch. Kanti setzte den Lauf auch im vierten Satz fort (25: 22) und konnte dann die Entscheidung im Tiebreak suchen. Hier waren dann noch einmal Nerven bei den Spielerinnen und Fans gefragt. Düdingen zog auf 8: 5 davon, Kanti kam heran und und sicherte sich nach einen kleinen Serviceservice von Lohman vier Matchbälle. Das Heimteam kam noch um zwei Punkte heran, ehe Perkovac mit einem scharfen Smash den Schlusspunkt zum 15: 12 setzte. Als Topskorerin erzielte gestern Romy Jatzko 20 Punkte. «Das Team muss lernen, dass es nie zu Ende ist», so Trainer Neubauer zur erfolgreichen Aufholjagd.

 Dank des 3: 2-Sieges und den zwei Punkten liegt der VC Kanti zumindest bis heute Abend auf dem vierten Tabellenplatz, könnte aber von Cheseaux, das daheim gegen Volero antritt, verdrängt werden. Die Zürcherinnen sind am Samstag der nächste der Gegner der Munotstädterinnen, das Spiel wird um 16 Uhr in der Ruebisbachhalle in Kloten angepfiffen.

NLA, Frauen, Nachtrag 10. Runde: Düdingen - VC Kanti 2: 3 (25: 18, 25: 12, 19: 25, 22: 25, 12: 15). - 514- Zuschauer. SR: Droguett/Sanapo. - Spieldauer: 21, 19, 23, 24, 16 = 103 Minuten. - Volley Düdingen: Uiato (Pass3), Eiholzer (10), Dias Godoi (9), Kojundzic (21), Da Silva (8), ­Steinemann (13), Portmann (Libera); eingewechselt: Wieland (3), ­Hasler, Baka (1), Sprumont, Rohrer; nicht eingesetzt: Moser. - VC Kanti: Iosia (Pass3), Perkovac (14), Lohman (6), Krasteva (16), Jatzko (20), Holaskova (10), Habegger (Libera); eingewechselt: Künzler (1), Pazin (1), Corbach, Suriano, Contorno; nicht eingesetzt: Kuch.

 Die NLA-Tabelle der Frauen

1. NUC 11/30, 2. Lugano 11/24, 3. Düdingen 11/24, 4. VC Kanti 11/19, 5. Cheseaux 10/17, 6. Volero 10/16, 7. Aesch 11/14, 8. VFM 11/11, 9. Genève Volley 11/7 10. Toggenburg 11/0.

Kanti beginnt in Düdingen

Romy Jatzko (links), hier im Hinspiel gegen Düdingen, ist eine der Stützen im Angriff des VC Kanti. BILD REINHARD STANDKE

Das neue Jahr startet für den VC Kanti mit einer englischen Woche. Das Team tritt heute im Nachtragsspiel in Düdingen an, am Samstag in Kloten gegen Volero Zürich. 

Reinhard Standke

Vor einer Woche hatte Kanti-Coach Nicki Neubauer zum ersten Training nach der Weihnachtspause gerufen, heute Abend geht es in der NLA-Rückrunde weiter mit dem nachzuholenden Spiel in Düdingen. Diese Partie war ursprünglich für den 16. Dezember zwischen den Begegnungen im Europacup gegen ZOK Ub angesetzt und konnte erst nach mehreren Anläufen verlegt werden. Auf Düdingen war der VC Kanti im ersten Spiel der Saison Ende Oktober getroffen und hatte eine 1: 3-Niederlage bezogen. Zehn Spieltage später liegen die Schaffhauserinnen mit 17 Punkten auf Rang fünf im Mittelfeld und könnten mit einem möglichen Sieg den Anschluss an einen der Tabellennachbarn Cheseaux (4., 17 Punkte) oder Volero Zürich (6., 16 Punkte) halten, die morgen in einem weiteren Nachholspiel gegeneinander spielen. Volley Düdingen kann sich im Erfolgsfall wieder vor das Überraschungsteam aus Lugano auf den zweiten Rang setzen. Die Freiburgerinnen haben den Kader kurz vor dem Jahreswechsel mit der 21-jährigen Griechin Elena Baka ergänzt. Die Aussenangreiferin wird dem Team neue taktische Möglichkeiten eröffnen, sie wird auf der Liste der Zuzüge des Verbandes bereits aufgeführt. Beim VC Kanti sind bis auf Lina Hintergger, die von den Folgen einer Grippe noch nicht genesen ist, und die beiden Langzeitverletzten Jasmin Kuch und Elisa Suriano alle Spielerinnen voll einsatzbereit. «Wir treffen auf ein Team, das wahnsinnig gut verteidigt, wahrscheinlich mit am besten in der Liga», beschreibt Kanti-Trainer Neubauer eine der Stärken des Gegners, der sehr wenig Fehler mache (im Gegensatz zu Kanti) und sehr wenig das Risiko suche. «Wir müssen kämpferisch auf ihr Level kommen», nennt Neubauer als Grundvoraussetzung, um wenig zuzulassen. Dies habe man im Hinspiel nicht immer geschafft. Im Gegensatz zur Partie vor zweieinhalb Monaten ist bei Kanti inzwischen Monika Krasteva dabei. Für den VC Kanti gelte es, möglichst schnell den Rhythmus der Partien von vor Weihnachten wieder aufzunehmen, «denn da haben wir gut gespielt», so Nicki Neubauer.

Kanti verpasst die Achtelfinals knapp

Korina Perkovac war gestern eine der starken Angreiferinnen beim VC Kanti. BILDE WSCH

Im Rückspiel des CEV Challenge Cup erzwingt VC Kanti mit einem gut herausgespielten 3:1-Sieg den Golden Set. In einem echten Thriller vergeben die Schaffhauserinnen hier aber zwei Matchbälle und unterliegen mit 16:18 und scheiden aus.

Reinhard Standke

Nachdem der VC Kanti vor einer Woche bei ZOK Ub in Serbien mit 0: 3 verloren hatte, gerieten die Schaffhauserinnen gestern vor heimische Kulisse zu Beginn gleich unter Druck, um dann für einen ausgeglichenen Spielverlauf zu sorgen. Nach dem 11: 11 sorgte dann Molly Lohmann mit einer Aufschlagserie für Stimmung unter den meisten der 750 Zuschauer: Sie führte ihr Team zum 16: 11 Zwischenstand. Kanti hielt weiter die Hoffnung der Fans hoch, doch nach dem 19: 15 liessen sie die Gäste aus Serbien noch einmal herankommen. Wie so oft in den letzten Wochen wechselten Phasen mit überzeugendem Spiel mit Phasen, in denen Fehler auftraten, man den Gegner ins Spiel kommen liess, ab. So war für Spannung in der Schlussphase gesorgt, Ub glich aus, Kanti vergab zwei Satzbälle, nutzte aber den dritten. Spannung auch im zweiten Durchgang: Wieder bis zum 11: 11 konnte sich keines der Teams absetzen, dann zogen die Munotstädterinnen davon. Insbesondere Romy Jatzkon und Monika Krasteva sorgten für die Punkte. Über 15: 13 und 19: 15 holte sich Kanti auch den zweiten Satz (25: 18). Nun fehlte den Schaffhauserinnen nur noch ein Satzgewinn zum Erreichen des Golden Sets. Doch in der zweiten Satzhälfte zog das Heimteam die schlechtere Phase ein. Kanti kämpfte sich immer wieder heran, nach dem 17: 18 jubelte letztlich aber ZOK über den Satzgewinn. Auch im vierten Satz musste wieder die Schlussphase entscheiden. Kanti fiel von 19: 14 auf 19: 20 zurück, schaffte es aber noch, zurückzukommen (25: 22). Im Entscheidungssatz lagen die Vorteile nach dem 9: 7 bei Kanti, das jedoch beim 14: 12 zwei entscheidende Bälle vergab, das Momentum kippte auf Seiten der Gäste, die schlussendlich den dritten Ball zur Entscheidung nutzen. «Wir standen mit einem Bein in der nächsten Runde, aber wie in den letzten Wochen werfen wir es selber weg», äusserte sich Kanti Trainer Neubauer, der aber stolz auf sein Team war, dass nach dem 0: 3 vor einer Woche sich erst zum bitteren Schluss geschlagen wurde. Für die meisten Punkte bei Kanti hatte gestern Krasteva (21) gesorgt, gefolgt von Jatzko und Perkovac (16).

 Serbisches Derby für den Sieger

ZOK Ub trifft in den Achtelfinals im Januar in einem serbischen Duell auf Jedinstvo Stara Pazova, das auch im Rückspiel gegen Rigas Volejbola Skola (LAT) mit 3: 0 gewann. Weiter geht es beim VC Kanti Anfang Januar mit einer englischen Woche: Am Mittwoch, 4. Januar, wird das verschobene Spiel in Düdingen nachgeholt, am Samstag müssen die Schaffhauserinnen in Kloten bei Volero Zürich antreten. Nach der Weihnachtspause ruft Trainer Nicki Neubauer ab dem 30. Dezember wieder zum Training.

 VIP-Apéro des VC Kanti zum Europacupspiel

Raphaël Rohner (Sportreferent Stadt SH), Peter Neukomm (Stadtpräsident) und Christian Ritzmann (Staatsschreiber Stellvertreter) von links. Bild RST

Im Frühjahr konnte der VC Kanti mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Meisterschaft einen sportlichen Höhepunkt feiern. Zu Ende ging das Jahr für die Munotstädterinnen mit einem Heimspiel im Europacup, aus dessen Anlass der Verein Sponsoren und Gönner mit deren Gästen sowie Vertreter aus Politik und Verband zum traditionellen, feinen Apéro riche vor dem Anpfiff einlud. Rund 150 Personen hatten für diesen Anlass zugesagt.

Kanti-Präsident Sandro Poles (vorne) freut sich über die vielen Sponsoren und Clubfreunde beim VIP-Empfang vor dem Europacupspiel gegen Ub. Bild RST 

Der Präsident des VC Kanti, Sandro Poles, begrüsste rund 70 Minuten vor dem Anpfiff die Anwesenden und dankte dem Gastgeber, der Gräfler Garage Gasser. Der Einsatz im Europacup sei immer etwas Besonderes, und nur dank der grossen Unterstützung der Sponsoren des Events möglich, für den jeweils ein vom normalen Meisterschaftsbetrieb unabhängiges Budget erstellt werden muss. (R.Sta.)

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