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Dem VC Kanti fehlt noch ein Sieg für Rang 5
In der letzten Serie der Saison 2022/2023 legt der VC Kanti im Kampf um den fünften Platz mit einem 3:0-Sieg über Volero Zürich vor.

Volero Zürich spielte stark im Block: Korina Perkovac (l.) greift hier gegen Edina Selimovic und Lea Deak an. BILD REINHARD STANDKE
Reinhard Standke
Immerhin 248 Zuschauer hatten am frühlingshaften gestrigen Nachmittag den Weg in die Volleyballhalle der BBC genommen, die im Vergleich zum Sonnenlicht im ersten Moment direkt düster wirkte. Drinnen ging es um das erste Spiel in Best-of-3-Serie um Rang 5 in der NLA-Meisterschaft. Gegen Volero Zürich, dass der VC Kanti bereits zwei Mal in der Qualifikation schlagen konnte, gingen die Schaffhauserinnen in der üblichen Stammformation der letzten Spiele auf das Feld. Und das 1. Team der Munotstädterinnen machte da weiter, wo das 2. Team am Vortag im zweiten und letzten Aufstiegsspiel in Richtung 1. Liga (siehe rechts) aufgehört hatte. Mit Druck in Service und Angriff setzte sich das Team von Nicki Neubauer über 8: 4, 11: 7 auf 18: 11 ab. Beim Stand von 22: 14 konnte Neubauer der zweiten Passeuse Alessia Pazin Einsatzzeit gönnen. Die Gäste kommen in der Schlussphase noch einige Punkte heran, Kanti nutze erst den dritten Satzball zum 25: 20. Die lange Überlegenheit des Heimteams im ersten Satz sollte vorbei sein. Im zweiten Durchgang nutzte Volero die ganze Fläche des Feldes geschickt aus, zudem blieben diverse Angriffe von Kanti im hohen Block hängen. Nach dem 2: 1 sollten die Schaffhauserinnen für längere Zeit die Führung abgeben, lagen 1 oder 2 Punkte zurück und glichen immer wieder aus. Nach dem 21: 21 zeigte Kanti jedoch die erfolgreichere Schlussphase (25: 22). In der Zehn-Minuten-Pause sorgte das Team Infinity der Rocket Girls Dance Formation für weitere Begeisterung auf dem Volleyball-Feld. Leider musste eine Tänzerin zum Schluss verletzt vom Boden geborgen werden.
Ohne Verletzungen konnte zum Glück das Volleyballspiel zu Ende geführt werden, Kanti geriet jedoch wieder in Rückstand und konnte diesen zunächst ausgleichen, nach dem 7: 7 folgten vier Punktverluste. Das Heimteam war erst beim 18: 18 wieder dran und setzte sich ab. Einen weiteren Ausgleich wusste man zu kontern (25: 23), mit dem 3: 0-Sieg war der erste Schritt in Richtung Platz 5 gemacht. Von einem sehr ausgeglichenen Spiel sprach nach den 72 Spielminuten Kanti-Coach Neubauer. In der einen oder anderen Situation habe sein Team nicht schlau gespielt, er verwies auf die im Vergleich zu anderen Spiel niedrige Fehlerzahl und die sehr gute Side-Out-Quote.
Am Ostersamstag geht es weiter
Für den VC Kanti geht es weiter am Ostersamstag. Mit einem Erfolg über Volero im Rückspiel um Platz 5, welches um 13.30 Uhr in der Ruebisbachhalle in Kloten angepfiffen wird, könnten die Schaffhauser Volleyballerinnen den fünften Platz sicherstellen und zu Ostern in die Saisonpause gehen. Bei einer Niederlage käme es zum Entscheidungsspiel in der heimischen Halle am Mittwoch, 12. April, 20.00 Uhr.
Vorlegen in den Spielen um den fünften Rang
In der Best-of-3-Serie um die Ränge 5 und 6 trifft der VC Kanti auf Volero Zürich. Los geht es morgen in der heimischen BCA-Arena.

Block im letzten Heimspiel gegen Volero Zürich: Julia Künzler gegen Voleros Topscorer BILD Werner Schläpfer
Ganze vierzehn Tage sind seit dem letzten Spiel des VC Kanti vergangen. In Genf hatten sich die Schaffhauser Volleyballerinnen mit einem 3: 2-Sieg die Teilnahme an der Serie um die Ränge 5 und 6 der NLA-Meisterschaft gesichert. Nach der Pause vom vergangenen Wochenende, an dem die Cupfinals ausgetragen wurden, geht es morgen los (14.30 Uhr, BBC-Arena) mit den zwei bis drei Spielen gegen Volero Zürich. Der frühere Serienmeister hatte nach drei Partien gegen VBC Cheseaux die Runde zum Saisonschluss erreicht. «Wir haben in der vergangenen Woche sehr gut trainiert, vor allem im athletischen Bereich», berichtet Chefcoach Neubauer. Zwar waren zwei Spielerinnen etwas angeschlagen, nun sind seit Donnerstag aber alle wieder fit. Nach einem trainingsfreien Wochenende und einer Pause am Mittwoch seien alle physisch in einer «Prima»-Verfassung so der Kanti-Trainer.
«Nun geht es darum, dass wir unsere PS auf das Feld kriegen und vorlegen», nennt Nicki Neubauer die Zielsetzung für das morgige Spiel. Wie schon in den beiden Begegnungen mit Kanti in der Qualifikation, die das Team aus der Munotstadt mit 3: 0 bzw. 3: 1 für sich entschieden hatte, spielte Volero auch gegen Cheseaux nach dem «russischen System», hat der Kanti-Chefcoach analysiert. «Das Spiel ist sehr langsam, sehr hoch, mit viel Kraft, da gilt es anzusetzen», sagt Nicki Neubauer. Einer der Ansatzpunkte ist der Aufschlag, dann müssen wir zwei bis drei verschiedene Aufstellungen haben für verschiedene Lösungen.» Dazu gehe es um eine gute Stabilität in Block und Abwehr, um Volero Zürich zu stoppen. «Ein weiterer Hauptpunkt wird sein, viel Druck aufzubauen mit unserem eigenen Spiel. Da sehe ich grosse Unterschiede in der Geschwindigkeit, in der Variabilität», erläutert der Coach der Schaffhauserinnen. «Das müssen wir auf das Feld bekommen und dann sollte im Normalfall am Ende des Tages ein Unterschied zu sehen sein.»
Im Erfolgsfall können die Munotstädterinnen mit einem zweiten Sieg in Kloten am Ostersamstag das Erreichen des fünften Ranges sicherstellen. Steht es in der in Best-of-3-Serie zu Ostern unentschieden, folgt das entscheidende Spiel am Mittwoch, 12. April, in der BBC-Arena.
Bereits heute jubeln könnte das 2. Team des VC Kanti: Mit einem Sieg (14.00 Uhr, Neue Kantihalle) über Bienne Volleyboys erreichen die 2.-Liga-Frauen in der Aufstiegsgruppe B Rang 2, welcher den Aufstieg in die 1. Liga bedeuten sollte. (R.Sta.)
VC Kanti holt den nötigen Sieg in Genf
Im zweiten Spiel der Zwischenrunde um die Ränge 5 bis 8 machte der VC Kanti einmal mehr einen 1:2-Rückstand wett. Auf den Gegner in der nun folgenden Serie um die Plätze 5 und 6 müssen die Schaffhauserinnen aber noch warten.

Elisa Suriano (l.) brachte Stabilität und neuen Schwung ins Kantiteam BILD W. SCHLÄPFER
Nach dem Arbeitssieg über Genève Volley vor einer Woche (3: 0) tat sich der VC Kanti auch vorgestern beim zweiten Spiel der Best-of-3-Serie auswärts schwer in Genf. Nach der vierstündigen Anfahrt in die Westschweiz machten die Gäste mit der Stammformation spielend dort weiter, wo sie am vergangenen Wochenende aufhörten. Genf leistete hartnäckigen Widerstand und führte im ersten Satz mit 16: 15, als Blocks von Korina Perkovac sowie Romy Jatzko und ein Servicewinner von Monika Krasteva den Umschwung einleitete. Molly Lohman setzte anschliessend mit einer starken Serviceserie den Gegner unter Druck und ihr Team gewann den Satz 25: 20.
Andi Vollmer, Headcoach von Genève Volley, reagierte und verschaffte nach langer Verletzungspause der Stammzuspielerin Vilma Andersson ihr Comeback. «Das änderte das ganze Spiel, sie ist viel präziser», erläuterte Nicki Neubauer. Das Angriffsspiel der Gastgeber wurde besser, die Angreiferinnen Jody Larson und Anezka Szabo punkteten ein ums andere Mal. Im Gegensatz zu den Schaffhauserinnen, die im Angriff nicht mehr an die Leistung vom ersten Satz anknüpfen konnten (21: 25). Am Geschehen änderte sich auch nach der 10-Minuten-Pause nichts. Kanti, vor allem mit Problemen im Angriff, musste auch diesen Satz abgeben (20: 25). Von zu vielen Angriffsfehlern in den ersten drei Sätzen sprach Kanti-Coach Neubauer. «Sowohl Monika Krasteva als auch Romy Jatzko haben viel zu wenige Punkte gemacht.»
Die entscheidenden Impulse
Etwas konsterniert fragten sich die acht Kantifans unter den 115 Zuschauern, ob es nach dieser Spielstandentwicklung nicht noch ein drittes Spiel in dieser Serie geben werde. Nicki Neubauer reagierte und brachte in der zweiten Hälfte des dritten Satzes Elisa Suriano anstelle von Monika Krasteva als Aussenangreiferin. «Sie hat es sehr gut gemacht in der Annahme und brachte mehr Ruhe auf das Feld. Anschliessend ersetzte die Bulgarin Romy Jatzko auf der Diagonalposition.
Diese Massnahmen sollten die Entscheidung bringen. Kanti agierte jetzt stabiler, mehr Druck am Service erzeugend und effizienter im Angriff, holte Satz vier klar mit 25: 16. Im Entscheidungssatz behielten die Munotstädterinnen die Nerven und führten immer mit mindestens zwei Punkten Vorsprung. Zwar blieben die Westschweizerinnen auf Tuchfühlung, aber zu mehr sollte es nicht reichen. Es war der Topscorerin in diesem Spiel, Korina Perkovac, vorbehalten mit einem Smash den Sack zuzumachen (15: 12). «Es war schwer, Genf hat viel besser gespielt als in der Vorwoche», zollte Kanticoach Neubauer Anerkennung, konnte aber auf den Kampfgeist seines Team verweisen.
Gegner noch offen
Auf welchen Gegner in den Partien um die Ränge 5 und 6 der VC Kanti ab dem 2. April (voraussichtlich 14.30 Uhr, BBC Arena) trifft, steht erst am Mittwochabend fest. In der Serie der Zwischenspiele gleich der VBC Cheseaux nach der Heimniederlage vor einer Woche gestern mit Auswärtssieg (3: 1) bei Volero Zürich aus. (Wschl/R.Sta.)
VC Kanti: Nach Regeneration den nächsten Sieg holen
In der Zwischenrunde der Spiele um die Ränge 5 bis 8 tritt der VC Kanti heute Abend in der zweiten Partie der Best-of-3 Serie bei Genève Volley an.

Die Schaffhauser Volleyballerinnen wollen heute genauso kraftvoll auftreten wie hier Korina Perkovac (links) im ersten Spiel des VC Kanti gegen Genf. BILD REINHARD STANDKE
In der ersten Runde der Zwischenspiele hatten die Schaffhauser Volleyballerinnen vor einer Woche zu Hause einen 3: 0-Arbeitssieg gegen Genf erreicht. Nun fehlt in der Best-of-3-Serie ein Erfolg, um in die Spiele um Rang 5 und 6 einzuziehen. «Wir waren nicht frisch, nicht spritzig», blickt Kanti-Trainer Nicki Neubauer auf die drei Sätze zurück, in denen sein Team weniger klar als noch in den beiden Partien in der Qualifikation gewonnen hatte.
Da am letzten Sonntag das Kanti U23-Team noch an der zweiten Runde der Nachwuchs-Schweizermeisterschaft im Einsatz stand, dort allerdings nach intensiven Spielen ausschied, lag der Fokus in der Vorbereitung auf das heutige Spiel bis Mittwoch bei der Regeneration. «Wir können zulegen, uns in einigen Elementen anders organisieren», spricht Neubauer über die Planung für heute. Auf das Genfer Team unter dem Büsinger Trainer Andi Vollmer werde man allerdings achtgeben müssen, da es in der eigenen Halle vor den Fans sicher couragiert zur Sache gehen werde und das Risiko am Aufschlag suchen könnte.
Keine Geschenke verteilen
Wie schon im ersten Spiel der Serie gelte es die Aussenangreiferin sowie die Diagonalspielerin der Genferinnen zu kontrollieren. Gut im Griff habe man vor einer Woche die Mittelblockerinnen gehabt, so Neubauer. Diese konnten nur drei Punkte erzielen. «Wir wollen heute keine Geschenke verteilen und von Anfang an Gas geben», sagt der Kanti-Trainer. «Dies müssen wir unbedingt zeigen, auch mit der Körpersprache.»
Gelingt ein weiterer Sieg gegen den Qualifikationsachten Genf, ergibt sich durch die Cupfinals in einer Woche eine 15-tätige Spielpause für die Schaffhauserinnen. Dies gäbe Trainer Neubauer und seinem Staff die Gelegenheit, vor den abschliessenden zwei bis drei Spielrunden noch ein zusätzliches Athletiktraining einzubauen. (R.Sta.)



