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Nach etwas Mühe doch ein Kanti-Sieg im Toggenburg

Der VC Kanti kommt auch in der dritten NLA-Runde schlussendlich zum Erfolg und verbleibt in der Tabelle auf Rang zwei, punktgleich mit Titelverteidiger Neuenburg UC. 

Topskorerin Korina Perkovac wird auch in der Annahme gefordert. BILD Werner Schläpfer

 Reinhard Standke, Wattwil

Ein Spiel des VC Kanti mit zwei Seiten erlebten die gut 280 Zuschauer, darunter knapp 20 Fans der Schaffhauserinnen, in der Wattwiler Rietsteinhalle. Eine Überraschung hatte die Startaufstellung der Munotstädterinnen parat: Anstatt der US-Amerikanerin Jacqui Armer schickte Coach Neubauer Jasmin Kuch in die Partie gegen ihr ehemaliges Team, für das sie bis zur vorletzten Saison aufgelaufen war. Kanti lag zunächst mit 4:2 vorne, dann blieb der Spielstand bis 10:10 ausgeglichen. In der Folge zog das Heimteam auf 15:10 davon, nach dem üblichen Doppelwechsel (Corbach und Pazin für Flory und Dapic) spielte sich Kanti heran zum 17:18 (Rückwechsel). Die Schaffhauserinnen waren beim 22:23 noch dran, kassierten dann aber zwei Angriffspunkte zum 22:25. In Pass und Angriff lief es nicht immer gut bei Kanti, dem Team unterliefen mehr Fehler als dem kämpferischen Gegner.

Im Folgedurchgang legten die Schaffhauserinnen mit 5:0 (Service Suriano) und 11:4 vor, um dann den Faden zu verlieren. Volley Toggenburg kam zum 10:11 heran, der zwischenzeitliche Doppelwechsel brachte keinen Ausbau der Schaffhauser Führung, Toggenburg schuf sich mit 22:19 eine ähnlich gute Ausgangslage wie im Satz zuvor. Kanti, seit Satzmitte mit Julia Künzler (für Elisa Suriano), die einige Impulse in Angriff, Service und Verteidigung brachte, und ab dem 20:22 auch mit Mittelblockerin Jacqui Armer für Kuch, gelangen jedoch die entscheidenden Punkte zum 25:23.

Wende nach der Pause

Im Anschluss an die Zehn-Minuten-Pause ging es bei den Schaffhauserinnen mit Armer und Künzler weiter. Das Team brachte mit dem Service mehr Druck auf das Feld, machte deutlich weniger Fehler und agierte im Angriff mit viel grösserer Effizenz. Nach den ersten beiden Punkten für die Wattwilerinnen zog Kanti über 9:2 (Service Armer) auf 17:12 davon. Dank ein paar Unaufmerksamkeiten der Gäste holte das Heimteam zwar drei Punkte auf, am Ende sicherte sich jedoch Kanti den Satzgewinn mit 25:18. Nicht mehr so klar für die Munotstädterinnen verlief Satz 4. Bis zum Stand von 7:7 hatte sich kein Team absetzen können. Dann wechselte Coach Neubauer die zweite Passeuse Pazin für Flory ein, die junge Schweizerin servierte bis zum 11:7. Danach sollte das Heimteam näher und näher rücken. Annouk Erni, die Tochter des Toggenburger Trainers Marcel Erni, servierte nach dem 16:19 zur Führung, beim 20:19 kamen Flory und Suriano zurück. Kanti liess nur noch zwei Punkte zu, behielt wie schon in den Spielen in Lugano und gegen Cheseaux am Ende die Nerven und sicherte sich mit 25:22 Satz und Sieg.

«Schön war es nicht», charakterisierte Kanti-Trainer Neubauer die 103 Spielminuten. »Wir sind fast ängstlich und zögerlich gestartet und Toggenburg noch von der Schippe gesprungen». Der Coach bemängelte in dieser Phase auch die Körpersprache und den mangelnden Fokus. Später habe sein Team dann mit mehr Höhe, Kraft und Präzision agiert und war effizienter im Angriff und erfolgreicher am Block.

Am kommenden Samstag ist das Tabellenschlusslicht Volleyball Academy in der BBC-Arena zu Gast (16.30 Uhr). Das Team erbte nach der Fusion mit Volero Zurich deren NLA Lizenz. Mit Trainerin Svetlana Illic, die früher Volero von Erfolg zu Erfolg geführt hatte, gelangen dem jungen Team bislang in drei Spielen zwei Satzerfolge.

Bei Volleyball Toggenburg im Angriff weniger liegen lassen

Beim Gastspiel der Schaffhauser Volleyballerinnen des VC Kanti am morgigen Sonntag in Wattwil liegt der Fokus auf der weiteren Abstimmung im Angriffsspiel. 

Lindsay Flory, eine der neuen Kanti-Ausländerinnen. Am morgigen Sonntag treten die Kanti-Girls bei Volley Toggenburg an. BILD Werner Schläpfer

 VC Kanti will im Angriff weniger liegen lassen

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Punkt- und satzgleich mit Meisterschaftsfavorit Neuenburg, aber mit dem etwas schlechteren Punkteverhältnis geht der VC Kanti als Tabellenzweiter in das Auswärtsspiel bei Volley Toggenburg (4.). Diese Konstellation ist auch ein wenig der Abfolge von vermeintlich leichten und schweren Gegnern im Spielplan geschuldet. Aber «es gibt Stabilität und Vertrauen, in dem Sinne, dass wir noch gar nicht so gut spielen, aber auf Platz zwei sind», meint Nicki Neubauer, Trainer der Schaffhauser Volleyballerinnen. «Für Überheblichkeit lässt unser Spiel aber keinen Platz.» Das merke man auch im Training. «Die Spielerinnen wollen arbeiten und besser werden, wir arbeiten viel an der Abstimmung, vor allem im Angriff.»

 Am vergangenen Sonntag im Spiel gegen Cheseaux hatte Neubauer kaum den Rhythmus bei seinem Team feststellen können, bei sehr vielen gegnerischen Fehlern. «Wir haben nur 27 Angriffspunkte gemacht und gewinnen das Spiel.» Dies sei ein Wert, den er wohl noch nie gesehen habe. Die insgesamt 76 Punkte für Kanti kamen weiter durch 32 gegnerische Fehler, sieben eigene Servicewinner und zehn Blockpunkte zusammen. Die Statistik weist zudem nur 72 Angriffe für Kanti, aber 100 für Cheseaux aus. «Volleyball hat auch viel mit Rhythmus, Vertrauen und Momentum zu tun, wir sind gefühlt gar nicht richtig ins Spiel reingekommen. Nach guter Annahme haben wir noch sehr viel liegen lassen. Das ist das, an dem wir angesetzt haben», erläutert der Kanti-Coach. Mit Blockabwehr, Taktik und Cleverness zum Satzende in den Spielen in Lugano und Cheseaux zeigte er sich aber zufrieden.

 «Haben die grössere Qualität»

«Der Fokus gegen Toggenburg ist klar auf unser Spiel gerichtet, stabil und aggressiv im Angriff», erklärt Neubauer. Erst in zweiter Linie gehe es darum, was der Gegner mache. «Wir haben die grössere Qualität in der Mannschaft.» Das Spiel der Toggenburgerinnen zeichne sich vor allem durch eine geringe Zahl von Fehlern im Aufschlag und Angriff aus. Die neue kanadische Achse mit der Aussenangreiferin Savannah Purdy und Diagonalspielerin Haley Roe sorge solide für Punkte. «Wie immer gilt es in Toggenburg mit Vorsicht zu agieren, in der kleinen Halle gehen mehr Bälle an die Decke oder können links oder rechts nicht mehr gerettet werden», prognostiziert Kanti-Coach Neubauer.

 Im Europacup gehts nach Rumänien

Für die Sechzehntel-Finals im CEV Challenge Cup steht der Gegner für den VC Kanti nun fest: Der rumänische Club C.S.O. Voluntari 2005 gewann nach dem 3:2-Sieg im Hinspiel gegen AEK Athen das Rückspiel mit 3:0 und wird am Donnerstag, 9. November, in der BBC-Arena antreten. Das Auswärtsspiel im Vorort von Bukarest wird dann am Mittwoch, 15. November, um 16 Uhr stattfinden. «Da kommt eine sehr gute, mit internationalen Stars gespickte Mannschaft auf uns zu», blickt Coach Nicki Neubauer voraus. Bis dahin stehen aber erst noch drei Partien in der nationalen Meisterschaft an. (R.Sta.)

Toggenburg zu stark für Kanti 2.

Das zweite Team des VC Kanti musste sich in Wattwil mit 3:1 geschlagen geben. Das über lange Jahre erfahrene 1.-Liga-Heimteam mit einigen Spielerinnen der NLA-Mannschaft war spielerisch besser. Wenn allerdings die Annahme bei den Gästen funktionierte und das Spiel schnell gemacht wurde, konnte das Team mithalten. Zu Beginn der Sätze eins und zwei erarbeitete sich Toggenburg jeweils einen 4-Punkte-Vorsprung, den sie bis zum Schluss verwalteten. Besonders die Block-Abwehr stand gut und im Angriff waren sie effizienter. Die Schaffhauserinnen verkürzten zwischenzeitlich den Rückstand, aber für eine Führung reichte es nicht. Im dritten Satz liess die Konzentration des führenden Teams etwas nach. Kanti servierte jetzt stärker, machte weniger Fehler und die Angriffe fanden die Lücken beim gegnerischen Block. Die Kanti-Fans schöpften etwas Hoffnung und der Satz ging deutlich zugunsten ihres Teams aus. Die Freude hielt allerdings nur kurz, Wattwil startete fulminant in den vierten Satz und lies dem Gegner keine Chance mehr. Am kommen Sonntag treffen die Schaffhauserinnen in der BBC-Arena (14 Uhr) auf Schlusslicht BTV Aarau. (wschl)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. Volley Toggenburg - VC Kanti 3:1(25:19, 25:20,18:25, 25:14). - VC Kanti 2: Kunz, Çeçen, Cavka, Pazin, Brugger, Broder, Loffreda (Libera); eingewechselt: Neuhaus, Saipi, Moser; nicht eingesetzt: Fuchs.

Weitere Spiele: BTV Aarau - NNV Volleyball Academy Zürich 1:3. TSV Jona Volleyball - VBC Voléro Zürich 1:3. Volley Rüschlikon - VBC Andwil-Arnegg 3:0. STV St. Gallen - Volley Aadorf 3:1 – Rangliste: 1. Raiffeisen Volley Toggenburg 4/12 (12:2). 2. VBC Voléro Zürich 4/12 (12:3). 3. NNV Volleyball Academy Zürich 4/8 (9:6). 4. TSV Jona Volleyball 4/7 (9:7). 5. VC Kanti Schaffhausen 4/6 (8:7). 6. STV St. Gallen 4/6 (8:7). 7. Volley Rüschlikon 4/6 (8:8). 8. VBC Spada Academica 3/5 (6:6). 9. Pallavolo Kreuzlingen 3/3 (3:6). 10. VBC Andwil-Arnegg 4/3 (3:10). 11. Volley Aadorf 4/1 (5:12). 12. BTV Aarau 4/0 (3:12).

Kanti holt gegen Cheseaux weitere drei Punkte

Vom Ergebnis her gelang dem VC Kanti Schaffhausen ein klarer 3:0-Sieg gegen Cheseaux. Während der ersten beiden Sätze sah es aber zunächst nicht danach aus. Reinhard Standke

 

Gewohnt kraftvoll agierte Jacqui Armer (rechts) am Netz. Durch den Sieg gegen Cheseaux grüsst der VC Kanti vorerst von der Tabellenspitze. BILD Werner Schläpfer

Kanti holt gegen Cheseaux weitere drei Punkte

Wie im erfolgreichen Auswärtsspiel zum Nationalliga-A-Auftakt in Lugano schickte Kanti-Trainer Nicki Neubauer auch im ersten Heimspiel der Saison die aktuelle Stammsechs auf das Feld in der BBC-Arena: Neben den vier Ausländerinnen sind dies die Schweizer Aussenangreiferinnen Korina Perkova und Elisa Suriano.

Erwartet aggressiv trat das Gäste-Team aus der Romandie auf. Wechselte während der ersten acht Aufschläge der Spielstand noch hin und her, konnte sich dann der VBC Cheseaux um drei bis vier Punkte absetzen. Den Schaffhauserinnen gelangen zu wenige Punkte im Angriff, sie hatten beim Score dabei noch von den zahlreichen Fehlern der Gäste profitiert. Diese machten mehr Druck mit dem Service und vermochten immer wieder geschickt ihre Topscorerin Lauren Harrison zu lancieren, während Kanti-Spielerin Perkovac weniger erfolgreich agierte.

Doch noch dem 13:16 sollte Schluss sein mit der punktemässigen Überlegenheit der Gäste aus der Westschweiz. Mit einer Serviceserie führte Kanti-Captain Holaskova ihr Team zum 19:16, nach dem 23:21 kam Cheseaux zwar noch auf 23:23 heran, die Munotstädterinnen behielten jedoch die Nerven und legten mit 25:23 – durch ein Service-Ass von Lina Hinteregger – vor.

Im zweiten Satz das selbe Bild

Im zweiten Satz sollte sich der Spielverlauf wiederholen. Erneut trat das Team aus der Romandie druckvoller auf, wieder punktete vor allem Harrison, weiterhin liefen die Schaffhauser Angriffe vor allem aussen weniger erfolgreich. Kanti profitierte abermals von gegnerischen Service-Fehlern. Das Team gab aber auch beim 10:16-Rückstand nicht auf, Trainer Neubauer schickte die zweite Passeuse Pazin sowie Corbach auf das Feld. Kanti kam heran und holte sich, wieder mit einer Service-Serie von Holaskova, die 22:18-Führung. Die letzten beiden Punkte kamen dann ohne einer der Kanti-Passeusen auf dem Feld zustande (25:20).

Nach der Zehn-Minuten-Pause begann der VC Kanti im dritten Durchgang mit starken Aufschlägen, zog auf 9:5 und 17:12 davon. Nach dem 22:19 schlug das Momentum jedoch um, Cheseaux servierte zum 24:22, Kanti behielt erneut die Nerven und nutzte den ersten Matchball zum 26:24. Damit stand der zweite Saisonsieg fest – die nächsten drei Punkte waren in trockenen Tüchern.

«Im Angriff noch zu langsam»

«Cheseaux ist im erwarteten aggressiven Stil aufgetreten, es hat eine Zeit gebraucht, bis wir Harrison im Griff hatten», blickte Kanti-Trainer Neubauer auf die 74 Spielminuten zurück, die von 328 Zuschauern verfolgt wurden. «Im Angriff spielen wir noch zu langsam». Während es im Training ganz gut klappe, stellt der Coach in den Spielen noch ein «Connection-Problem» zwischen Passeuse und den Aussenangreiferinnen fest und verweist auf das weitere Einspielen in der Saison um die Abstimmung zu festigen.

Nach der noch unvollständigen zweiten Spielrunde weist einzig der VC Kanti sechs Punkte auf und führt damit die Tabelle zumindest bis Mittwoch an. Dann treffen aus dem Kreis der Teams, die am Supercup teilnehmen sowie deren Gegnern aus der 2. Runde Aesch-Pfeffingen und Neuenburg UC (beide haben bisher drei Punkte gesammelt) aufeinander. Am kommenden Sonntag steht dann das nächste Spiel der Schaffhauser Volleyballerinnen an, der VC Kanti fährt nach Wattwil und spielt dort ab 16.30 Uhr gegen Volley Toggenburg.

 2. Runde. VC Kanti Schaffhausen - VBC Cheseaux 3:0 (25:23, 25:20, 26:24). - BBC-Arena. - 328 Zuschauer. - SR: S. Auricht/Zindel. - Spieldauer: 23, 25, 26 = 74 Minuten. – VC Kanti Schaffhausen: Flory, Perkovac, Armer, Dapic, Holaskova, Suriano, Habegger; eingewechselt: Hinteregger, Corbach, Pazin, Künzler, Kuch. – VBC Cheseaux: O. Hämmerli, Oseghale, Rackel, Freymond, Harrison, Kostadinova, M. Hämmerli; eingewechselt: Casto, Zurlinden, Hanon, Monge.

Weitere Resultate: Genève Volley - Volley Lugano 1:3 (25:21, 18:25, 22:25, 17:25). Toggenburg - Academy Zürich 3:0 (25:19, 25:21, 25:13).

Rangliste:

AKTUELLRESULTATERANGLISTESPIELPLAN

Rangliste:

1. Kanti Schaffhausen 2 0 0 0 6:1 6

2. Sm’Aesch-Pfeffingen 1 0 0 0 3:0 3

3. Glaronia Glarus 1 0 0 0 3:1 3

Neuchâtel UC 1 0 0 0 3:1 3

5. Toggenburg 1 0 0 1 4:3 3

6. Volley Lugano 1 0 0 1 4:4 3

7. Genève Volley 0 1 0 1 4:5 2

8. Düdingen 0 0 1 0 2:3 1

9. Academy Zürich 0 0 0 2 1:6 0

10. Cheseaux 0 0 0 2 0:6 0

Die nächsten Spiele: Mittwoch, 18. Oktober: 19.30 Sm’Aesch-Pfeffingen - Neuchâtel UC. - Samstag, 21. Oktober: 17.00 Düdingen - Sm’Aesch-Pfeffingen. 17.30 VBC Cheseaux - Glaronia Glarus. - Sonntag, 22. Oktober: 16.30 Volley Toggenburg - VC Kanti Schaffhausen. 17.30 Neuchâtel UC - Genève Volley. 18.00 Academy Zürich - Volley Lugano.

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