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Kanti: Weiter entwickeln und punkten
Im ersten Heimspiel der Saison trifft der VC Kanti am morgigen Sonntag auf VBC Cheseaux. Nach dem erfolgreichen Start in Lugano wollen die Schaffhauser Volleyballerinnen unbedingt nachlegen.

Barbara Dapic möchte mit dem VC Kanti wieder genauso kraftvoll auftreten wie zum Auftakt in Lugano. BILD SCHLÄPFER
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Nach dem 3:1-Auswärtssieg vom letzten Wochenende steht für die Schaffhauser Volleyballerinnen vom VC Kanti nun das erste Spiel vor heimischem Publikum an. Am morgigen Sonntag, um 16.30 Uhr ist in der BBC-Arena der VBC Cheseaux zu Gast, der zu Saisonbeginn gegen Aesch-Pfeffingen mit 0:3 unterlag.
«Die nächsten drei bis vier Wochen werden Arbeit sein, wir brauchen Spiele, wir brauchen Sätze. Wir brauchen unterschiedliche Situationen, auch in Wettkampfform, um uns abstimmen zu können», so Kanti-Trainer Nicki Neubauer zum Stand im Team. «Wir machen zwar Fortschritte im Training, aber es ist nicht in ein bis zwei Trainings abgetan», erläutert Neubauer den Entwicklungsprozess. «Das braucht noch etwas Zeit, dies sieht man bei den anderen Mannschaften auch. Das Klima in der Mannschaft ist gut, alle arbeiten gut.»
Bei dem Team aus der Region Lausanne hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison vor allem an der Seitenlinie etwas getan: Laura Girolami, von 2009 bis 2015 Spielerin in Neuenburg und anschliessend Assistenztrainerin und Trainerin der 2. Mannschaft, übernahm von Doris Stierlin nach langen Jahren den Cheftrainerposten. «Unter dem Strich hat Cheseaux eine Ausländerin weniger, neu dazugekommen sind die Angreiferinnen Maia Rackel und Lauren Harrison (beide USA)». Letztere hatte gegen Aesch für die meisten Punkte gesorgt. Auf der Mittelposition wurde komplett auf Schweizerinnen umgestellt. «Der Spielstil hat sich komplett geändert, sie probieren einen sehr, sehr schnellen, sehr aggressiven Stil», hat Neubauer beobachtet.
Beim Aufschlag ansetzen
«Ich denke, wir müssen vor allem beim Aufschlag ansetzen, das hat Aesch sehr gut gemacht, da könnten sie Probleme kriegen. Wie Lugano spielen sie sehr schnell über die Aussenposition», so der Kanti-Trainer. Sein Team soll es noch stabiler machen mit der Blockabwehr als in Lugano, wo der Gegner sehr ähnlich gespielt habe.
Im Heimspiel will der VC Kanti versuchen, noch mal das Punktemaximum einzufahren. «Dann hätten wir von den Punkten her einen sehr guten Start hingelegt, auch wenn spielerisch noch Luft nach oben ist», sagt Nicki Neubauer. Da passt es gut, dass alle Spielerinnen dabei sind, einzig Assistenztrainer Claudio Kriech fehlt, er absolviert zur Zeit im Rahmen der Ausbildung zum Trainer A ein zweiwöchiges Praktikum beim deutschen Bundesligisten Schwerin.
Nächsten Mittwoch steht der Gegner fest
Die möglichen Gegner des VC Kanti im CEV Challenge Cup haben am Mittwoch das Hinspiel in der Qualifikationsrunde ausgetragen. Das rumänische Team C.S.O. Voluntari 2005 setzte sich dabei mit 3:2 gegen AEK Athen durch. Nach dem Rückspiel vom nächsten Mittwoch steht fest, ob der VC Kanti auf den Verein aus dem Bukarester Vorort oder aus der griechischen Hauptstadt trifft. Das Hinspiel der 1/16-Finals findet am 9. November, das Rückspiel in der Folgewoche statt.
Erfahrung siegt gegen Jugend.
Alles gegeben, trotzdem verloren: Die Frauen des VC Kanti 2 (hinten) mussten im Spitzenspiel in Zürich eine Niederlage hinnehmen. BILD WERNER SCHLÄPFER
Am Wochenende musste das VC-Kanti-1.-Liga-Team (vormals 2.) in Zürich gegen den Tabellenführer Volero die erste Saisonniederlage hinnehmen. Voléro trat mit viel Erfahrung an, vor allem die ehemaligen Kanti- Spielerinnen Laura Sirucek (2012/2015) und Daphne Zwanenburg (2018/2019) machten den Unterschied aus im Spitzenspiel der noch jungen Meisterschaft. Das Resultat täuscht etwas über die wahre Leistung der Schaffhauserinnen hinweg. Als nämlich die Zürcher Trainerin Romana Kayser, ebenfalls ein ehemaliges Kanti Girl (2007/2008), ihren Leaderinnen eine Pause gönnte, nutzten die Spielerinnen von Coach Sven Schmid die Gunst der Stunde und holten den dritten Satz. Das nächste Spiel führt das Team am Samstag zum aktuellen Tabellenführer Volley Toggenburg. (wschl)
1. Liga, Frauen, Gruppe D: Volero Zürich - VC Kanti 2 3:1(25:16, 25:16, 24:26, 25:16) . - VC Kanti: Kunz (Pass), Ceçen, Brugger, Broder, Brander, Cavka, Loffreda (Libera): eingewechselt, Pazin, Saipi, Fuchs. – Weitere Spiele: Volley Aadorf - TSV Jona Volleyball 1:3. NNV Volleyball Academy Zürich - VBC Spada Academica Zürich 3:0. VBC Andwil- Arnegg - STV St. Gallen 0:3. Pallavolo Kreuzlingen - Volley Rüschlikon 3:0. Volley Toggenburg - BTV Aarau 3:0. – Rangliste: 1. Toggenburg 3/9 (9:1). 2. Voléro Zürich 3/9 (9:2). 3. Jona Volleyball 3/7 (8:4). 4. VC Kanti 3/6 (7:4). 5. NNV Volleyball Academy Zürich 3/5 (6:5). 6. VBC Spada Academica Zürich 3/5 (6:6). 7. STV St. Gallen 3/3 (5:6). 8. Volley Rüschlikon 3/3 (5:8). 9. Pallavolo Kreuzlingen 3/3 (3:6). 10. VBC Andwil-Arnegg 3/3 (3:7). 11. Volley Aadorf 3/1 (4:9). 12. BTV Aarau 3/0 (2:9).
Der VC Kanti startet mit drei Punkten in die neue Saison
Mit einem 3:1-Sieg gestaltete der VC Kanti den Saisonbeginn bei Volley Lugano erfolgreich und hat nun die Chance, den Punktestand in den drei folgenden Spielen weiter auszubauen.

Start gelungen: die Kanti-Girls siegen in Lugano. BILD WERNER SCHLÄPFER
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Wie Aesch-Pfeffingen, Aufsteiger Glaronia und Titelverteidiger Neuenburg UC hat auch der VC Kanti Schaffhausen nach der ersten Runde der Nationalliga-A-Saison 2023/2024 drei Punkte auf dem Konto. Volley Lugano, das sich auf dem Papier zahlreicher verstärkt hatte als die Schaffhauserinnen, gelang ein 3:1-Sieg.
Wie sich in den Testspielen angedeutet hatte, schickte Trainer Nicki Neubauer Captain Katerina Holaskova und Korina Perkovac, die schon in der vergangenen Saison zur Stamm-Sechs gehört hatten, die drei neuen Ausländerinnen Linsay Flory, Jacqui Armer, Barbara Dapic und dazu Elisa Suriano auf das Feld.
Der erste Durchgang verlief bis zum 17:17 eng, dann zog das Heimteam auf 22:18 davon. In der Schlussphase gelangen jedoch den Gästen die Punkte. Anschliessend konnte sich bis zum 14:14 kein Team absetzen, dann hatte Kanti Mühe mit dem Service von Lugano-Passeuse Allard, geriet mit 14:21 in Rückstand und gab den Satz mit 17:25 ab. Im dritten Satz passte Trainer Neubauer die Rotation der Spielerinnen an, insbesondere bei Perkova/Suriano, nach den zehn Minuten Pause spielte Kanti dann stärker. Korina Perkovac brachte mit einer kleinen Service-Serie ihr Team mit 8:5 in Führung, diesen Vorsprung sollten die Munotstädterinnen nicht mehr abgeben (25:20). Gleich sechs Punkte legten die Schaffhauserinnen mit Elisa Suriano am Aufschlag im vierten Satz vor, zogen auf 21:13 davon, verloren dann etwas den Faden, sicherten sich aber Satz (25:22) und Match.
«Es war ein ziemliches Auf und Ab», fasste Coach Neubauer die 103 Spielminuten zusammen. «Es hat sich im Spiel widergespiegelt, dass wir noch in dem Volleyballspiel sind, an dem wir sein wollen, dass noch nicht alle Dinge so klappen, wie es das Potential der Mannschaft zuliesse. Vor allem im Angriff. Aussen hat es besser funktioniert, die Mitte hat ganz gut funktioniert, aber es fehlt noch an der Abstimmung», analysiert Trainer Neubauer.
Beim ersten Saisonheimspiel am Sonntag gegen VBC Cheseaux (16.30 Uhr, BBC Arena) wird Korina Perkova im Topskorer-Trikot auflaufen. Sie erzielte gestern die meisten Punkte (18).
Volley Lugano - VC Kanti 1:3 (23:25, 25:17, 20:25, 22:25). - Palamondo, Cadempino. - 250 Zuschauer. - SR: Stalder/Wüthrich. - Spieldauer. 27, 23, 26, 27 = 103 Minuten. – Volley Lugano: Hoogers (16), Allard (4), Caraballo (13), Rigon (2), Campos Batista (6), Nikolova (22), Knutti (Libera); eingewechselt: Mortati, Sardo, Kantor (2), Garovi, Cosulich (1). – VC Kanti: Flory (5), Perkovac (18), Armer (10), Dapic (10), Holaskova (9), Suriano (11), Habegger (Libera); eingewechselt: Loffreda,Corbach, Pazin, Künzler (1); nicht eingesetzt: Kuch, Hinteregger.




