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Am Ende legt der VC Kanti mit 3:2 vor

Holte IF entpuppte sich im Hinspiel der 1/32-Finals im CEV Challenge Cup als der erwartet starke Gegner. Nach dem gestrigen 3:2 gegen die Däninnen ist jedoch im Rückspiel ein weiterer Sieg notwendig, um die Chancen für den Einzug in die nächste Runde offen zu halten.

Aussenangreiferin Korina Perkovac fordert die Blockspielerinnen von Holte IF heraus – am Ende kann der VC Kanti einen knappen Heimsieg feiern. BILD Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Eine grosse Kulisse von 536 Zuschauern, darunter gut ein Dutzend Fans aus dem Kopenhagener Vorort Holte, hatte gestern den Weg in die BBC-Arena gefunden, um ihre Teams beim Auftakt in die Europacup-Saison zu unterstützen. In den insgesamt 112 Spielminuten sollte sich ein abwechslungsreicher Schlagabtausch zwischen den jeweiligen Spitzenreitern in ihren Ligen entwickeln.

Kanti startete nervös in die Partie, ging zwar nach einem 0:2 mit 5:3 in Führung, offenbarte dann aber Mängel und Unkonzentriertheiten in der Serviceannahme. Es waren in dieser Phase nicht die Schaffhauserinnen, die mit Aufschlag Druck machten, sondern die Gäste, die über 7:5 auf 16:9 davonzogen – insbesondere durch Punkte von Helena Elbaek. Kanti setzte einige Angriffe in den gegnerischen Block und gab den ersten Durchgang mit 15:25 ab.

Ganz anders dann der Auftritt des Heimteams im zweiten Satz: Kanti hatte sich auf die Aufschläge des Gegners eingestellt, hielt das Spiel bis zum Stand von 7:7 offen und zog dann nach und nach durch kurze Serviceserien von Petrenko, Botkin und Holaskova auf 18:10 davon. Der Schaffhauser Captain glänzte auch durch diverse schöne Blockpunkte, Holte unterliefen einige Fehler. In der Schlussphase kam es für Eigengewächs Nina Cavka zur Europacup-Premiere, Kanti glich mit 25:16 aus.

Lange ausgeglichen verlief der darauffolgende dritte Durchgang, in dem bei 18:19 für beide Teams alles offenstand, dies, obwohl Kanti die höhere Fehlerquote aufwies. Die Gäste gingen mit 23:18 in Führung, Kanti kam 23:24 heran, konnte aber den Satzball nicht abwehren. «Das darf so nicht passieren», monierte Kantitrainer Nicki Neubauer den Verlauf, der zum eigentlich unnötigen Satzverlust führte.

Den vierten und fünften Satz (25:16, 15:7) dominierten unter dem Strich dann die Munotstädterinnen, Holte IF reagierte mit vielen Wechseln, konnte aber nur in kurzen Phasen die Gegnerinnen unter Druck setzen, die für viele starke Aufschläge und clevere Angriffe sorgten. «Hier waren wir extrem konzentriert», meinte Neubauer. Bei den Schaffhauserinnen hatten vor allem Jordan Lockwood, Katerina Holaskova und Brooke Botkin für die Punkte gesorgt. «Wir müssen mehr Ruhe reinbringen, cleverer spielen», fasste der Kantitrainer die Partie gegen eine starke Mannschaft zusammen. Wenn sein Team nicht aufpasse, die Türe aufmache, nutze der Gegner den Moment.

Mit dem 3:2 hat Kanti nun vorgelegt. Um die Chancen in den Einzug in die nächste Runde zu wahren, ist am kommenden Dienstag im Auswärtsspiel ein weiterer Sieg gefordert. In den 1/16-Finals ist dann Volley Düdingen der nächste Gegner für Kanti oder Holte IF. Zunächst müssen die Schaffhauserinnen am Sonntag noch daheim gegen VBC Cheseaux antreten.

CEV Challenge Cup, 1/32-Finals, Hinspiel. VC Kanti - Holte IF (DEN) 3:2 (15:25, 25:16, 23:25, 25:16, 15:7). - BBC Arena. - 536 Zuschauer. - SR: Mitrovic (MNE)/Gore (ENG). – Spieldauer: 21, 24, 30, 24, 13 = 112 Minuten.– VC Kanti: Holásková, Perkovac, Petrenkó, Ambrosius, Lockwood, Botkin, Habegger (Libera); eingewechselt: A. Pazin, Lieb; Capraro, Cavka; nicht eingesetzt: Loffreda (Libera); rekonvaleszent: Popic. – Holte IF: Schroeder, Lachenmeier, Windeleff, Marciniak, Brinck, Elbaek, Moellgaard (Libera); eingewechselt: Stevnsborg, Christensen, Hansen, Stefansdottir, Overgaard. - Rückspiel am Dienstag, 15. Oktober.

Weitere Resultate (Schweizer Teams): Aesch-Pfeffingen - Jedinstvo Brcko (BIH) 3:0 (25-17, 25-16, 25-16). Genève Volley - Sant Cugat (ESP) 0:3 (25-17, 25-16, 25-16). Freilos: Volley Düdingen.

Grosses Interesse schon vor dem Anpfiff

Kanti-Präsident Sandro Poles begrüsst die Gäste des Apéros. BILDER R. STANDKE
Roberto Belotti (Club Pallavolo, l.) und Christian Ritzmann (stv. Staatsschreiber).Kanti-Teammanager Heinz Loser (r.) und Roman Cantieni (ZV Swiss Volley).


Einmal mehr hatte der VC Kanti Schaffhausen vor dem Start in das Spiel des CEV Challenge Cups gegen Holte IF zum Apéro geladen und konnte über 120 Anmeldungen von Sponsoren, Vertretern von Politik und Verband mit deren Begleitung und Gästen verzeichnen. Kanti-Präsident Sandro Poles konnte in seiner kurzen Ansprache, in der er allen Unterstützern der Europacupkampagne den Dank aussprach, unter anderem vom Kanton Schaffhausen den Staatsschreiber-Stellvertreter Christian Ritzmann sowie Roman Cantieri vom Zentralvorstand von Swiss Volley begrüssen. Die bewährte Bewirtung mit Wein, Suppe, Teigwaren, Brötli und Dessert hatte erneut ein Teil der Sponsoren der Schaffhauser Volleyballerinnen übernommen. Im Service amtierte diesmal ein Grossteil des 1.-Liga-Teams des neuen Coachs Claudio Kriech, das in den Herbstferien sonst eine Trainingsmöglichkeit vor dem Saisonstart am Sonntag suchen müsste. (R.Sta.)


Grosses Interesse schon vor dem Anpfiff

Kanti-Präsident Sandro Poles begrüsst die Gäste des Apéros. BILDER R. STANDKE
Roberto Belotti (Club Pallavolo, l.) und Christian Ritzmann (stv. Staatsschreiber).Kanti-Teammanager Heinz Loser (r.) und Roman Cantieni (ZV Swiss Volley).


Einmal mehr hatte der VC Kanti Schaffhausen vor dem Start in das Spiel des CEV Challenge Cups gegen Holte IF zum Apéro geladen und konnte über 120 Anmeldungen von Sponsoren, Vertretern von Politik und Verband mit deren Begleitung und Gästen verzeichnen. Kanti-Präsident Sandro Poles konnte in seiner kurzen Ansprache, in der er allen Unterstützern der Europacupkampagne den Dank aussprach, unter anderem vom Kanton Schaffhausen den Staatsschreiber-Stellvertreter Christian Ritzmann sowie Roman Cantieri vom Zentralvorstand von Swiss Volley begrüssen. Die bewährte Bewirtung mit Wein, Suppe, Teigwaren, Brötli und Dessert hatte erneut ein Teil der Sponsoren der Schaffhauser Volleyballerinnen übernommen. Im Service amtierte diesmal ein Grossteil des 1.-Liga-Teams des neuen Coachs Claudio Kriech, das in den Herbstferien sonst eine Trainingsmöglichkeit vor dem Saisonstart am Sonntag suchen müsste. (R.Sta.)


Erfahrung gegen grosse Spielerinnen: VC Kanti empfängt Holte im Europacup

Im Hinspiel der 1/32-Finals des CEV Challenge Cups trifft der VC Kanti am heute Abend in der heimischen BBC-Arena auf das dänische Team Holte IF. Schon vor fünf Jahren standen sich die beiden Teams gegenüber – mit dem besseren Ende für die Schaffhauser Volleyballerinnen. Ein gutes Omen?

Kapitän Kateřina Holásková, beobachtet von Zuspielerin Brigitta Petrenkó, war schon beim letzten Aufeinandertreffen mit Holte dabei. Bild Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Vor knapp 30 Jahren, Mitte November 1994, bestritt der VC Kanti Schaffhausen das erste Spiel im Europacup. In den 1/32-Finals des CEV Challenge Cups stehen nun gegen den mehrfachen dänischen Meister Holte IF die Partien 111 und 112 der Vereinsgeschichte an. Die beiden Teams trafen bereits vor fünf Jahren aufeinander. Damals konnten die Schaffhauser Volleyballerinnen Hin- und Rückspiel jeweils glatt mit 3:0 gewinnen.

Heute Abend kommt es in der BBC-Arena (20 Uhr) zum Hinspiel der beiden Teams, die in ihrer Liga jeweils nach zwei Runden die Tabelle mit sechs Punkten anführen. Während im Vergleich zu 2019 die beiden Trainer Nicki Neubauer und Sven-Erik Lauridsen weiterhin im Amt sind, haben sich die beiden Mannschaften ziemlich verändert.

Bei den Munotstädterinnen sind Katerina Holaskova und Korina Perkovac noch dabei, aufseiten der Däninnen gibt es ein Wiedersehen mit Mittelblockerin Amalie Langbjerg Lachenmeier und Nora Møllgaard, die inzwischen von der Aussen- auf die Liberaposition wechselte. Ansonsten präsentiert sich das Team der Gäste stark verjüngt mit vielen Spielerinnen der Jahrgänge 2002 bis 2005.

Physisch starke Gegnerinnen

«Holte hat eine relativ gross gewachsene Mannschaft, vor allem bei den Aussenangreiferinnen und der Diagonalspielerin, zwischen 186 und 191 cm», betont Kanti-Trainer Neubauer. Bei seiner Equipe weisen die Spielerinnen auf den beiden genannten Positionen eine Grösse von «nur» 182 bis 189 cm auf.

«Von daher ist es eine Mannschaft – anders als zuletzt Volley Toggenburg –, die ein bisschen physischer ist.» Mit Mittelblockerin Sara Ósk Stefánsdóttir und Zuspielerin Isabelle Richmond Marciniak weist der Kader des Teams aus dem nördlichen Vorstadtbereich von Kopenhagen zwei Ausländerinnen auf, beim VC Kanti sind es derweil deren sieben.

«Holte IF ist eine Mannschaft, die sehr aggressiv spielt, vor allem aussen und diagonal hoch und hart», hat Nicki Neubauer anhand von den Videoaufnahmen der ersten beiden Saisonspiele der Gäste festgestellt – und bereitet sein Team entsprechend vor. «Mit uns wird eine Mannschaft auf sie treffen, wo sie das erste Mal einen richtigen Gegner haben werden. Wir müssen uns vor allem auf die Aussenangreiferin Clara Windeleff (Nummer 5, Anm. d. Red.) und Diagonalspielerin Emma Stevnsborg (11) konzentrieren, sie spielen wenig mit der Mitte», so die Beobachtungen des Kanti-Chefcoachs.

Seine Strategie: «Ich denke, wir müssen vor allem beim Aufschlag ansetzen – das ist sicher etwas, wo wir ein anderes Level spielen können als sie, um dann mit Block und Abwehr gut arbeiten zu können.» Dass die Kanti-Equipe zunächst zu Hause antritt, sieht Neubauer zwiegespalten: «Ich denke, es ist gut, mit einem Heimspiel zu starten», sagt der 47-Jährige – und warnt: «Aber Holte IF ist keine Mannschaft, die man unterschätzen darf.»

Es winkt ein rein schweizerisches Duell

Erreicht der VC Kanti die nächste Runde, heisst der Gegner in den 1/16-Finals dann Volley Düdingen. Mitte November käme es so zu gleich drei Begegnungen mit dem Team aus dem Senseland im Kanton Freiburg innerhalb von nur einer Woche: zweimal im Europacup und dazwischen das Auswärtsspiel in der Liga.


zpqCMeb@6oxMpfGUyU_BL