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Disziplin im Block und gutes Side-Out-Spiel gefordert

Vor dem drittletzten Spiel in der Qualifikation gegen Düdingen leidet der VC Kanti unter gewissen Personalsorgen.

Standardsituation: Brooke Botkin bei einer Annahme gegen Aesch-Pfeffingen. Bild:Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Die Grippewelle hat nicht nur die Schweiz fest im Griff, auch der VC Kanti ist wieder respektive weiterhin betroffen. So liegt seit Wochenanfang Mittelblockerin Lea Ambrosius flach, ihr folgte am Dienstag Angreiferin Lina Lieb. Einen kleinen Rückfall erlitt Topskorerin Jordan Lockwood, bei der sich die Adduktorenverletzung wieder verschlechtert hat. Die Amerikanerin war vor zehn Tagen beim 3:0 gegen Aesch-Pfeffingen grösstenteils geschont worden, für sie stand Lina Lieb in der Startformation. Lockwood hatte sich die Verletzung im Spiel in Neuenburg zugezogen.

«Das macht mehr Probleme als ursprünglich vermutet», äusserte Nicki Neubauer zwei Tage vor dem nächsten Pflichtspiel vom Sonntag (16.30 Uhr, BBC-Arena). Im Hinblick auf die ab Anfang März folgenden Playoffs möchte der Kanti-Trainer jedoch kein Risiko eingehen, «unabhängig davon, dass wir möglichst auf Platz 2 bleiben wollen». Neubauer rechnet zwar damit, dass zumindest alle 13 Spielerinnen am Sonntag im Kader sein können, wer dann 100-prozentig einsatzbereit sein wird, muss jedoch noch abgewartet werden. Notfalls könnte das Team aus dem Kreis der 1. Liga, die zuvor gegen die Volleyball Academy antritt, auf bis zu 14 Spielerinnen ergänzt werden.

Düdingen zuletzt stabiler

Gegen Volley Düdingen bestreiten die Schaffhauserinnen in dieser Saison bereits das vierte Spiel. Im November hatten die Freiburgerinnen, die damals am unteren Ende der Tabelle zu finden waren, Kanti im Rückspiel des CEV Challenge die erste Saisonniederlage beigebracht und aus dem Wettbewerb geworfen. «Düdingen hat seit dem Herbst zuletzt stabiler gespielt», so Neubauer. Die Freiburgerinnen, aktuell Siebter, haben inzwischen mit Samantha Hill eine neue Aussenangreiferin verpflichtet. Zuletzt war Topskorerin Sarina Wieland verletzt ausgefallen.

Düdingen sei als abwehrstarke Mannschaft unangenehm zu bespielen, betont der Kanti-Cheftrainer. «Es ist eine physisch eher kleine Mannschaft, die gerne mit Block-Touch-Out arbeitet, da brauchen wir Disziplin in unserem Blockverhalten», so Neubauer. «Wie gegen Aesch-Pfeffingen wird es darauf ankommen, dass wir unser Spiel durchbringen. Sei es mit einer guten, sei es mit einer schlechten Annahme, wir müssen gut sein im Side-Out-Spiel.» Nachdem dieses im Cup-Viertelfinal in Neuenburg nicht gut genug funktioniert hatte, zeigten sich die Munotstädterinnen gegen Aesch-Pfeffingen hier deutlich verbessert. «Für mich geht es darum, dass wir dies weiter stabilisieren können», so Neubauer.

Nur wenig Zeit für Regeneration bleibt den Kanti-Spielerinnen bis zum nächsten Einsatz. Dieser folgt bereits am Dienstag in Kloten gegen das Tabellenschlusslicht, die Volleyball Academy. Anschliessend folgt erneut eine längere Pause von über eineinhalb Wochen. Nach dem spielfreien Halbfinalwochenende im Cup folgt der Abschluss der Qualifikation am 22. Februar daheim gegen Volley Lugano.


25-jähriges Jubiläum vom Sponsorenklub Pallavolo

Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums vom Sponsorenklub Pallavolo fand letzten Donnerstag ein ganz besonderer Abend statt: Der 5. Dunschtig-Fyrobig-Hock gewährte den Sponsorinnen und Sponsoren exklusive Einblicke in den Trainingsalltag der NLA-Mannschaft des VC Kanti

(wschl-Bild). Nach einem von Christine Schlatter und Heinz Loser offerierten Apéro wurden die Gäste vom VC-Kanti-Nachwuchsverantwortlichen Claudio Kriech in das komplexe Einmaleins des Volleyballs eingeführt. Kriech trainiert auch die 2. Mannschaft und ist Projektleiter von «Volleyball macht Schule». Anschliessend bekamen die Gäste in der Halle ein intensives Training der 1. Mannschaft mit hilfreichen Erklärungen zu sehen. Es hat sich gezeigt, dass in dieser hochkomplexen Sportart viele Faktoren zusammenpassen müssen, um am Spieltag die geforderte Performance abliefern zu können. Dass in dieser Saison vieles stimmt, zeigt der aktuelle sehr gute zweite Rang des Kanti-Teams in der laufenden Qualifikationsrunde. In den kommenden drei Begegnungen wollen die Kanti-Spielerinnen den zweiten Platz verteidigen, um allenfalls im Halbfinale Heimvorteil zu haben. Dank gebührt neben Claudio Kriech den Trainern Nicki Neubauer und Xaver Kitzmüller sowie dem NLA-Team für den Einblick in ihren Trainingsalltag. (pd)

VC Kanti 2 verliert in St.  Gallen


Am Block: Alexandra Schaber (13) und Nina Cavka (6). Bild: W. Schläpfer

Die Voraussetzungen für das Auswärtsspiel in St.  Gallen waren nicht die besten, konnte beide Teams in der vergangenen Woche wegen der Abwesenheit einiger Spielerinnen nur reduziert trainieren. Das Spiel war eine Begegnung auf Augenhöhe mit vielen Auf und Abs auf beiden Seiten. Im ersten Satz waren es ein offener Schlagabtausch bis zum Stand von 21:21, ehe St.  Gallen mit einer Serviceserie Kanti unter Druck setzte und die entscheidenden Punkte für sich verbuchte.

Die Gäste aus Schaffhausen reagierten mit einer Leistungssteigerung, der zweite Satz war eine klare Sache und im weiteren Verlauf führten sie klar mit 16:11, als der Faden riss und die Einheimischen das Nachlassen des Gegners ausnutzen, sie punkteten eins ums andere Mal und gewinnen den dritten Satz mit 25:23 zum 2:1. Umstritten ging es weiter, aber diesmal behielten die Munotstädterinnen das bessere Ende für sich.

So musste der Entscheidungssatz über den Ausgang des Spiels entscheiden. Kanti, mit sehr schwachem Start, kassierte gleich zu Beginn drei Punkte im entscheidenden Satz und lag beim Seitenwechsel immer noch zurück, als ein sehr umstrittener Schiedsrichterentscheid zuungunsten des Teams von Claudio Kriech die Kanti-Girls endgültig aus dem Tritt brachte. Mit St.  Gallen gewann das Team, das weniger Fehler machte, ein gutes und spannendes 1.-Liga-Spiel. Nach dieser Niederlage verbleibt der VC Kanti auf Platz 2 der Tabelle, die engsten Verfolger rückten aber etwas näher heran. (wschl)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. STV St.  Gallen - VC Kanti 2 3:2 (25:21,17:25,25:23, 23:25,15:10). - Kanti: Kunz (Pass), Nussbaumer, Schaber, Ceçen, Cavca, Guyer, Loffreda/Rubli(Libera); eingewechselt: Schmid, Brugger, N. Pazin, Fuchs.

Weitere Spiele: BTV Aarau - Volley Aadorf 3:2. VBC Kanti Baden - TSV Jona 3:0. Pizol Volley - VBC Voléro Zürich 3:2. Pizol Volley - TSV Jona Volleyball 3:1. Pallavolo Kreuzlingen - Volley Rüschlikon 2:3. – Rangliste: 1. Voléro Zürich 15/42 (44:10). 2. VC Kanti 2 16/37 (42:19). 3. STV St.  Gallen 15/32 (38:21). 4. Volley Aadorf 15/32 (36:17). 5. Volley Rüschlikon 14/23 (31:27). 6. Pallavolo Kreuzlingen 14/21 (27:27). 7. Smash Winterthur 15/20 (26:33). 8. Kanti Baden 16/19 (25:35). 9. Aarau 15/18 (26:35). 10. TSV Jona 15/12 (23:38). 11. Pizol Volley 14/10 (16:36). 12. Volley Academy 14/1 (6:42).

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Kanti mit einem klaren 3:0-Sieg

Zwei deutliche und ein enger Satz: Der VC Kanti setzt sich gegen Aesch-Pfeffingen durch.

Endlich wieder Siegesjubel beim Team des VC Kanti. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Der VC Kanti ist zurück auf der Siegerstrasse: Nach zwei Niederlagen in der Meisterschaft und dem Aus in den Achtelfinals des Volley Cup bezwingen die Schaffhauserinnen am Mittwoch das Team aus Aesch-Pfeffingen in drei Sätzen. Die meisten der 376 Zuschauer werden zu Beginn der Partie verwundert auf das Spielfeld geblickt haben: Anstelle der Saison-Topskorerin Jordan Lockwood wurde Lina Lieb vom Speaker in der Startformation aufgerufen. Lockwood war am Sonntag angeschlagen vom Spiel in Neuenburg zurückgekehrt und wurde geschont, bis auf einen Kurzeinsatz im zweiten Satz.

Auch ohne Lockwood gelang der Einstieg in die Partie, mit 5:0 gelang Kanti gleich ein Ausrufezeichen. Die Schaffhauserinnen machten mit dem Aufschlag Druck, zogen ihr Angriffsspiel auf und durch. Bei vielen Wechseln auf beiden Seiten kamen die Baselbieterinnen nach dem 21:13 noch etwas heran (25:19). Doch die Überlegenheit des Heimteams sollte sich nicht fortsetzen. Die Munotstädterinnen verloren etwas den Kampf, die Präzision, sie agierten fehlerhafter. Aesch-Pfeffingen kam mehr ins Spiel, neben Topskorerin Jodie Larson kam plötzlich auch Shana Haegele immer wieder zu Punkten. Nach einer langen Side-Out-Phase bis zum 16:17 zogen zuerst die Gäste, dann Kanti davon, konnte aber zwei Satzbälle (24:22) nicht nutzen. In einem schier endlosen Hin und Her folgten insgesamt 4:7 Satzbälle. Mit einem Block entschied Lea Ambrosius schlussendlich den Durchgang für ihr Team (34:32). «Wir haben uns nicht getraut, durchzuziehen», erklärte Nicki Neubauer nach den 70 Spielminuten. Im dritten Durchgang kehrte Kanti nach dem 9:8 zum überlegenen Angriffsspiel, das das Team in den ersten Sätzen gegen Neuenburg und Aesch-Pfeffingen aufgezogen hatte, zurück und gewann mit 25:13. Lina Lieb (15 Punkte wie auch Katerina Holaskova) habe ihren Einsatz sehr gut gemacht, so Trainer Neubauer, der insgesamt auch mit der Aufschlagsleistung zufrieden war.

In der Tabelle halten die Schaffhauserinnen drei Runden vor Ende der Qualifikation drei Punkte Vorsprung auf den Dritten Volley Lugano und können aus den Top 3 nicht mehr verdrängt werden. Bis zur nächsten Runde hat der VC Kanti nun 10 Tage Zeit zur Regeneration und zur weiteren Vorbereitung. Das nächste Spiel in der Liga steht am Sonntag, 9. Februar, gegen Volley Düdingen an (16.30 Uhr, BBC-Arena). Zwei Tage später folgt dann bereits das Auswärtsspiel bei der Volleyball Academy (Kloten, 20.00 Uhr).

NLA, Frauen, 19. Runde: VC Kanti - Aesch-Pfeffingen 3:0 (25:19, 34:32, 25:13). - BBC-Arena. - 376 Zuschauer. - SR: Kälin/S. Auricht. - Spieldauer: 23, 33, 30 = 76 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Ambrosius, Botkin, Holaskova, Lieb, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Cavka, A. Pazin, Lockwood, Popic, Loffreda; nicht eingesetzt: Capraro. – Aesch-Pfeffingen: Uiato (Pass), Larson, Matter, Eichler, Schenker, Kneubühler, Saladin (Libera); eingewechselt: Haegele, Ammeter, Kölürbasi, Campos; nicht eingesetzt: Wetzstein, Reinhard.

Weitere Spiele: Volley Lugano - Genève Volley 3:1. VBC Cheseaux - Neuenburg UC 0:3. Volley Düdingen - Volleyball Academy 3:0.

Rangliste: 1. Neuenburg UC 17 50:12 47. 2. VC Kanti 17 46:18 41. 3. Volley Lugano 17 43:21 38. 4. VBC Cheseaux 17 31:32 25. 5. Aesch-Pfeffingen 17 31:32 24. 6. Volley Düdingen 17 28:30 23. 7. Genève Volley 17 30:33 22. 8. Franches-Montagnes 17 29:37 22. 9. Volley Glaronia 17 25:43 17. 10. Volley Toggenburg 17 19:39 14. 11. NLZ Volleyball Academy 18 14:49 9.

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