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VC Kanti will in Neuenburg eine Reaktion zeigen

Nach zwei Niederlagen in Cup und NLA reist der VC Kanti morgen zum Tabellenführer nach Neuenburg.

Fight am Netz: Lea Ambrosius (18) und Brooke Botkin (7) mit erfolgreichem Block . Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Nach den beiden Niederlagen an den vergangenen Wochenenden stand beim VC Kanti zunächst die Analyse des NLA-Spiels vom Sonntag in Lugano im Vordergrund. Wo lagen die Probleme? «Im Angriff lassen wir ein bisschen zu viel liegen. Natürlich hatten wir auch ein paar Probleme in der Annahme, aber over all ist das nicht das das riesen Problem», fasst der Trainer der Schaffhauser Volleyballerinnen, Nicki Neubauer, zusammen.

Man habe zu wenig «Kill» bei mittelhohen und sehr hohen Bällen gehabt. «Wenn wir eine schlechte Annahme haben und kein erstes Tempo möglich ist und der Block auf der anderen Seite gut ist, haben wir zu wenige Lösungen gefunden», erläutert Neubauer weiter. Entweder sei dann das Zuspiel oder das Hilfszuspiel zu schlecht bzw. teilweise unpräzise gewesen. «Oder wir haben mit zu wenig Mut, zu wenig Höhe gespielt und geradeaus in den Block angegriffen. Oder wir wir stören zu wenig und machen einfach auch zu viele Fehler», sagt der Coach der Munotstädterinnen.

Fehler bei hohen Bällen

«Lugano hat sehr gut gespielt bei hohen Bällen, gut in der Abwehr, gut am Block. Es ist gar nicht so leicht, da eine Lösung zu finden», sagt Neubauer. «Den Hauptteil der Fehler haben wir dort gefunden. Das haben wir sonst erheblich besser gelöst, wir haben eigentlich gute ‹Highball-Angreifer› im Team.» Insgesamt spricht Neubauer von 11 Angriffsfehlern, davon seien drei Fehlentscheidungen, habe die nachträgliche Videoanalyse bei Kanti ergeben. Die drei Entscheidungen seien in den Sätzen 1 und 3 gefallen, die beide mit zwei Punkten Unterschied knapp verloren wurden. Klar sei aber, dass sich Kanti in den Highballsituationen steigern müsse, genau wie in der Abwehr. «Mit der Abwehrleistung war ich nicht zufrieden. Wir blocken zwar sehr gut, da muss auch unsere Abwehrleistung einfach nach oben gehen.»

Und nun gegen den Leader

Eine Woche nach dem Topspiel im Volleycup steht nun morgen das nächste Spitzenspiel beim Tabellenführer Neuenburg UC an (18.00 Uhr, Riveraine-Halle). «Es wird nicht einfacher, es ist auswärts, aber unabhängig vom Resultat wollen wir eine Reaktion sehen auf unserer Seite, was die Einsatzbereitschaft in der Abwehr betrifft», erwartet Neubauer mehr kämpferischen Einsatz von seinem Team. «Es ist noch deutlich Luft nach oben, in unserer Körpersprache, in unserem Willen, in unser Einsatzbereitschaft.»

Neuzugang bei NUC

Beim morgigen Gegner, Kanti hatte das Heimspiel Anfang November mit 3:2 für sich entschieden, spielt inzwischen die neuverpflichtete Diagonalspielerin Maia Dvoracek. Als weitere Änderung ist Topskorerin Tia Scambray nicht mehr direkt neben der Zuspielerin positioniert. «Das ändert die Ballverteilung, was es uns nicht leichter macht», so der Kantitrainer.

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Zwei weitere Siege für das zweite Team des VC Kanti

Die Mannschaft von Trainer Claudio Kriech setzt ihren Lauf auf dem zweiten Tabellenrang fort.

Zwei Games , 6 Punkte für das Team von Claudio Kriech

Nach dem 3:0-Erfolg bei Volley Rüschlikon doppelte das zweite Team des VC am Sonntag mit einem Sieg über Volley Pizol nach. VC Kanti 2 startete gegen Volley Pizol etwas mühsam in den ersten Satz: Die Gegnerinnen spielten ausgezeichnet in der Verteidigung. Kanti kam zwar besser ins Spiel, konnte den grossen Vorsprung nicht mehr aufholen und verlor den Satz mit 19:25. Der zweite Satz begann vielversprechend, aber dennoch schafften es die Spielerinnen von Volley Pizol, bis 10:10 auszugleichen. Danach wurde es richtig spannend, keine Mannschaft konnte davonziehen. Beim Stand von 24:25 spielte Vivian Guyer eine lange Finte auf die hinterste Linie, dieser Punkt war die Wende in diesem Satz. Der zweite Satz gehörte dem VC Kanti 2 mit 28:26. Der dritte Durchgang ähnelte dem zweiten Satz. Kanti 2 war zwar voraus, aber Volley Pizol schaffte es, bis 10:10 auszugleichen. Bei 24:24 schaffte es Jeanne Neuhaus mit einem super Smash und in der Folge einer Finte, den Satz mit 26:24 für Kanti 2 zu entscheiden. Im vierten Satz liessen die Munotstädterinnen nach einem zähen Start nichts mehr anbrennen, alle Spielerinnen spielten nahezu fehlerfrei und gewannen dann diesen Satz mit 25:15. Der Sieg gehörte dem VC Kanti 2 mit 3:1. Der nächste Einsatz ist das Heimspiel gegen den VC Smash Winterthur am Sonntag, 26. Januar, um 16.00 Uhr (BBC Arena). (mrä)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. Sonntag: VC Kanti Schaffhausen 2 - Volley Pizol 3:1 (19:25, 28:26, 26:24, 25:15) – VC Kanti 2: Kunz (Pass), Nussbaumer, Neuhaus, Schaber, N. Pazin, Schmid, Saipi/Rubli (Libera); eingewechselt: Ceçen, Guyer, Pensini, Bukovac, Fuchs. – Samstag: Volley Rüschlikon - VC Kanti 2 0:3 (20:25, 27:29, 20:25).

Weitere Spiele: VC Smash Winterthur - Volley Aadorf 0:3. TSV Jona Volleyball - Volleyball Academy 3:0. Pallavolo Kreuzlingen - STV St. Gallen Volleyball 2:3. VBC Voléro Zürich - BTV Aarau 3:1. VC Smash Winterthur - VBC Kanti Baden 2:3.

Rangliste: 1. VBC Voléro Zürich 13/38 (39:6). 2. VC Kanti Schaffhausen 14/33 (37:16). 3. Volley Aadorf 13/28 (31:14). 4. STV St. Gallen Volleyball 13/27 (32:18). 5. VC Smash Winterthur 14/20 (26:30). 6. Volley Rüschlikon 11/18 (24:22). 7. Pallavolo Kreuzlingen 12/17 (22:24). 8. BTV Aarau 13/16 (23:30). 9. VBC Kanti Baden 13/13 (18:31). 10. TSV Jona Volleyball 12/12 (21:29). 11. Pizol Volley 11/5 (10:30). 12. Volleyball Academy 13/1 (6:39).

Bilder     Infos: Volley Rüschlikon - VC Kanti            VC Kanti - Pizol Volley

Chancen in Lugano nicht genutzt

Nach der Niederlage in der NLA verliert der VC Kanti auch im Cup-Achtelfinal bei Volley Lugano.

Im Angriff lief es beim VC Kanti (hier Jordan Lockwood) nicht gut genug. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. In Lugano kann der VC Kanti in der Saison 2024/25 (bislang) nicht gewinnen. Nachdem die Schaffhauserinnen in der Meisterschaft nach neun verlustfreien Runden Anfang Dezember im Tessin mit 1:3 die erste Niederlage einzogen, gelang im Cup-Achtelfinal vom Sonntag kein Satzgewinn. Nach zwei sehr knappen und einem deutlichen Satzverlust schied Schaffhausen in der ersten für NLA-Teams möglichen Runde aus.

Wieder kein Losglück

Bereits in den beiden Vorjahren war für die Munotstädterinnen in den Achtelfinals Schluss gewesen. Auch hier hatten sie auswärts gegen NLA-Spitzenteams antreten müssen. 2023 unterlag das Team von Nicki Neubauer 1:3 bei Aesch-Pfeffingen, im vergangenen Jahr 2:3 bei Neuenburg.

Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Angreiferin Korina Perkovac vor einer Woche gegen Genève Volley konnte das Team von Nicki Neubauer gestern im Tessin wieder in der üblichen Stammformation auflaufen. Wie schon bei der Partie von Anfang Dezember in Cadempino benötigten die Schaffhauserinnen zum Start Zeit, um den Spielrhythmus zu finden. Nach dem 5:8-Rückstand gelang dies mit Brooke Botkin sowie Katerina Holaskova am Service (13:9). Im Gegensatz zur Partie gegen Genf kamen am gestrigen Sonntag die beiden Mittelblockerinnen Holaskova und Lea Ambrosius nicht nur zum Blocken, sondern auch vermehrt zum Angriffsspiel.

In der Folge verwalteten die Munotstädterinnen den Vorsprung zunächst und bauten ihn dann auf 22:16 aus. Doch nun meldete sich plötzlich Lugano zurück, mit hartem Service, guten Blocks glichen sie nicht nur aus, sondern kamen nach einer umstrittenen Entscheidung zu Matchbällen (24:22). Kanti vermochte nur einen knappen Punkt heranzukommen (23:25). Im zweiten Durchgang sollten die Schaffhauserinnen ab Satzmitte das Feld den Gegnerinnen überlassen, der Satz ging mit 25:16 klar an Volley Lugano. Im dritten Satz konnte das Team von Nicki Neubauer bis in die Moneytime einen kleinen Vorsprung verwalten, vergab beim 24:23 einen Satzball und musste anschliessend die Schlussphase mit einem knappen 25:27 wiederum dem Gegner überlassen.

Die Probleme im Angriff

In den 78 Spielminuten hatten die Gastgeberinnen mit ihren harten Aufschlägen die Annahme des VC Kanti immer wieder auf die Probe gestellt, dazu lief das Angriffsspiel bei den Schaffhauserinnen nicht immer wie gewollt. Trainer Neubauer analysierte die Niederlage so: «Ende des ersten Satzes hatten wir in der Annahme keine guten Werte, dann ging auch das Skoring runter. Das zieht sich auch im zweiten Satz durch», erläuterte der Coach. «Am Ende ist die Annahme genau gleich, im Aufschlag machen wir drei Fehler mehr als sie bei gleich vielen Punkten. Der grosse Unterschied ist der Angriff: Aus der Annahme heraus machen wir 11 Fehler und sie einen. Gesamthaft sind wir bei 14 Angriffsfehlern und sie bei sechs.»

Nächstes Spitzenspiel

Am kommenden Sonntag ist der VC Kanti nach zuletzt zwei Niederlagen erneut gefordert: Im Spitzenspiel der 18. und fünftletzten Runde der NLA-Qualifikation reisen die Schaffhauserinnen zum Leader Neuenburg, den sie im Heimspiel Anfang November mit 3:2 bezwingen konnten.

Volleycup, Achtelfinals: Volley Lugano - VC Kanti 3:0 (25:23, 25:16, 27:25). - Palamondo Cadempini. - 300 Zuschauer. - SR: Zindel/Schemeth. - Spieldauer: 28, 22, 28 = 78 Minuten. – Volley Lugano: Zanetti (Pass), Solvik (8), Cveticanin (9), Armer (8), Hayward (10), Leban (14), Mortati (Libera); nicht eingesetzt: Paya, Garovi, Sordo, Sacher, Re. – VC Kanti: Petrenko (Pass, 3), Ambrosius (11), Botkin (13), Holaskova (9), Lockwood (12), Perkovac (3), Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb, A. Pazin, Popic, Cavka; nicht eingesetzt: Capraro, Loffreda.

Weitere Spiele: Voléro Zürich (1.) - BTV Aarau (NLB) 1:3. VBC Epalinges (1.) - Neuenburg UC 0:3. Volley Glaronia - Aesch-Pfeffingen 1:3. Volley Düdingen - Volley Toggenburg 3:0. VBC Cheseaux - Franches-Montagnes 3.2. Genève Volley - Volleyball Academy 3:1. Frispike La Brillaz FR (1.) - Kanti Baden (NLB) 0:3.

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Gegen Volley Lugano ist im Cup eine Topleistung gefordert

In den Achtelfinals des Volley Cup kommt es morgen zum Spitzenspiel zwischen Volley Lugano (3.) und VC Kanti (2.).

Der VC Kanti (hier Brooke Botkin und Perkovac) ist in der Annahme gefordert. Bild: w. sch.

Reinhard Standke

Kein Losglück im Volleycup war dem VC Kanti Mitte Dezember beschert: In den Achtelfinals lautete der Gegner Volley Lugano, das in der Meisterschaft hinter den Schaffhauserinnen nächstbeste Team. Der Cup-Titelverteidiger Neuenburg blieb dem Team von Nicki Neubauer zwar erspart, dieser sollte sich jedoch angesichts des Gegners, dem 1.-Ligisten VBC Epalinges, keine allzu grosse Sorgen über den Einzug in die Viertelfinals vom 2. Februar machen müssen.

Rechtzeitig vor der Partie im Tessin scheint die Grippewelle beim VC Kanti abzuebben. Während Angreiferin Korina Perkovac seit Mittwoch wieder im Training steht, konnte Zuspielerin Brigitta Petrenko erst gestern wieder beginnen. Im K.-o.-Spiel in der Halle Pallamondo in Cadempino muss das Team von Trainer Neubauer versuchen, die Lehren aus der ersten NLA-Saisonniederlage von Anfang Dezember gegen Lugano zu ziehen, und dies eine Woche nach dem zweiten verlorenen Spiel daheim gegen Genève Volley.

«Wir müssen schneller auf unseren Rhythmus kommen, vor allem im Aufschlag», betont Nicki Neubauer rückblickend auf das Dezemberspiel. «Da haben wir uns in den ersten beiden Sätzen schwergetan.» Weiter habe sein Team lange im Skoring Mühe gehabt. «Sie machen es gut gegen unser erstes Tempo mit der Aussenangreiferin, wir müssen taktisch die Momente finden, in denen wir über die Mittelblockerinnen spielen können und aussen aggressiver auftreten», so der Coach des VC Kanti weiter. «Es wird sicher ein enges Spiel werden, dies ist auch Lugano klar, sie hätten sicher gerne ein anderes Los gehabt als uns.»

Mit Spielfreude die Lösungen finden

Nach der Niederlage vom vergangenen Samstag wurden dem Kanti-Team noch einmal die Ziele für die laufende Saison veranschaulicht und wie man diese erreichen wolle, berichtet der Trainer. «Es steht jetzt auch im Vordergrund, dass wir das können, wir müssen mit viel Spielfreude und Spass im Spiel auftreten», meint Nicki Neubauer. «Das ist der Key zum Gewinnen. Lugano ist ein guter Gegner, eine Herausforderung, an der können wir nur wachsen.» Gegen Genf hätten ein paar Dinge nicht so funktioniert, die eigene Erwartungshaltung sei natürlicherweise sehr hoch, dann komme schnell Unzufriedenheit auf. «Dagegen müssen wir ankämpfen, es akzeptieren für den Moment und eine Lösung finden, fordert der Coach des VC Kanti.

In der 17. NLA-Runde vom Mittwoch/Donnerstag war der VC Kanti spielfrei. Leader Neuenburg gab beim 3:2 auswärts bei Franches-Montagnes einen Punkt ab und liegt nun drei Punkte vor dem VC Kanti. Die Schaffhauserinnen weisen fünf Runden vor Ende der Qualifikation einen 14-Punkte-Abstand zum fünften Platz auf. Somit fehlen rechnerisch noch zwei Punkte, um definitiv in den Top 4 zu bleiben und mit einem Heimspiel in die Playoff-Viertelfinals zu starten. Im nächsten Meisterschaftsspiel müssen die Munotstädterinnen am Sonntag in einer Woche beim Tabellenführer Neuenburg UC antreten.

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