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Kanti mit einem klaren 3:0-Sieg
Zwei deutliche und ein enger Satz: Der VC Kanti setzt sich gegen Aesch-Pfeffingen durch.

Endlich wieder Siegesjubel beim Team des VC Kanti. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Der VC Kanti ist zurück auf der Siegerstrasse: Nach zwei Niederlagen in der Meisterschaft und dem Aus in den Achtelfinals des Volley Cup bezwingen die Schaffhauserinnen am Mittwoch das Team aus Aesch-Pfeffingen in drei Sätzen. Die meisten der 376 Zuschauer werden zu Beginn der Partie verwundert auf das Spielfeld geblickt haben: Anstelle der Saison-Topskorerin Jordan Lockwood wurde Lina Lieb vom Speaker in der Startformation aufgerufen. Lockwood war am Sonntag angeschlagen vom Spiel in Neuenburg zurückgekehrt und wurde geschont, bis auf einen Kurzeinsatz im zweiten Satz.
Auch ohne Lockwood gelang der Einstieg in die Partie, mit 5:0 gelang Kanti gleich ein Ausrufezeichen. Die Schaffhauserinnen machten mit dem Aufschlag Druck, zogen ihr Angriffsspiel auf und durch. Bei vielen Wechseln auf beiden Seiten kamen die Baselbieterinnen nach dem 21:13 noch etwas heran (25:19). Doch die Überlegenheit des Heimteams sollte sich nicht fortsetzen. Die Munotstädterinnen verloren etwas den Kampf, die Präzision, sie agierten fehlerhafter. Aesch-Pfeffingen kam mehr ins Spiel, neben Topskorerin Jodie Larson kam plötzlich auch Shana Haegele immer wieder zu Punkten. Nach einer langen Side-Out-Phase bis zum 16:17 zogen zuerst die Gäste, dann Kanti davon, konnte aber zwei Satzbälle (24:22) nicht nutzen. In einem schier endlosen Hin und Her folgten insgesamt 4:7 Satzbälle. Mit einem Block entschied Lea Ambrosius schlussendlich den Durchgang für ihr Team (34:32). «Wir haben uns nicht getraut, durchzuziehen», erklärte Nicki Neubauer nach den 70 Spielminuten. Im dritten Durchgang kehrte Kanti nach dem 9:8 zum überlegenen Angriffsspiel, das das Team in den ersten Sätzen gegen Neuenburg und Aesch-Pfeffingen aufgezogen hatte, zurück und gewann mit 25:13. Lina Lieb (15 Punkte wie auch Katerina Holaskova) habe ihren Einsatz sehr gut gemacht, so Trainer Neubauer, der insgesamt auch mit der Aufschlagsleistung zufrieden war.
In der Tabelle halten die Schaffhauserinnen drei Runden vor Ende der Qualifikation drei Punkte Vorsprung auf den Dritten Volley Lugano und können aus den Top 3 nicht mehr verdrängt werden. Bis zur nächsten Runde hat der VC Kanti nun 10 Tage Zeit zur Regeneration und zur weiteren Vorbereitung. Das nächste Spiel in der Liga steht am Sonntag, 9. Februar, gegen Volley Düdingen an (16.30 Uhr, BBC-Arena). Zwei Tage später folgt dann bereits das Auswärtsspiel bei der Volleyball Academy (Kloten, 20.00 Uhr).
NLA, Frauen, 19. Runde: VC Kanti - Aesch-Pfeffingen 3:0 (25:19, 34:32, 25:13). - BBC-Arena. - 376 Zuschauer. - SR: Kälin/S. Auricht. - Spieldauer: 23, 33, 30 = 76 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Ambrosius, Botkin, Holaskova, Lieb, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Cavka, A. Pazin, Lockwood, Popic, Loffreda; nicht eingesetzt: Capraro. – Aesch-Pfeffingen: Uiato (Pass), Larson, Matter, Eichler, Schenker, Kneubühler, Saladin (Libera); eingewechselt: Haegele, Ammeter, Kölürbasi, Campos; nicht eingesetzt: Wetzstein, Reinhard.
Weitere Spiele: Volley Lugano - Genève Volley 3:1. VBC Cheseaux - Neuenburg UC 0:3. Volley Düdingen - Volleyball Academy 3:0.
Rangliste: 1. Neuenburg UC 17 50:12 47. 2. VC Kanti 17 46:18 41. 3. Volley Lugano 17 43:21 38. 4. VBC Cheseaux 17 31:32 25. 5. Aesch-Pfeffingen 17 31:32 24. 6. Volley Düdingen 17 28:30 23. 7. Genève Volley 17 30:33 22. 8. Franches-Montagnes 17 29:37 22. 9. Volley Glaronia 17 25:43 17. 10. Volley Toggenburg 17 19:39 14. 11. NLZ Volleyball Academy 18 14:49 9.
Den Spielfluss aufrechterhalten
Im Spiel zweier zuletzt siegloser Teams trifft der VC Kanti heute Abend (20 Uhr, BBC-Arena) auf Aesch-Pfeffingen.

Kanti-Passeuse Brigitta Petrenko (am Ball, schwarzes Tenue) im letzten Meisterschaftsspiel vom Sonntag in Neuenburg. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Während der in der Nationalliga A zweitplatzierte VC Kanti in den letzten fünf Meisterschaften sieben Punkte verbuchen konnte, war es beim Gegner von heute Abend (20 Uhr), Aesch-Pfeffingen (5.), nur gerade einer. Die in den letzten fünf Spielen sieglosen Baselbieterinnen zogen jedoch dazwischen in die Cup-Viertelfinals ein. Zwischen den Meisterschaftsniederlagen gegen Genf (zu Hause) und in Neuenburg waren die Schaffhauserinnen im Volley Cup im Achtelfinal bei Volley Lugano ausgeschieden.
«In den ersten beiden Sätzen gegen NUC hat unser Gameplan sehr gut funktioniert», blickt Kanti-Trainer Neubauer auf das mit 1:3 verlorene Spiel vom Sonntag zurück. Nach einem Satzgewinn und einer anschliessenden 13:7-Führung war dann jedoch der Flow eingebrochen.
«Vor allem in der Offensive hat es dann gehapert. Wir hatten Probleme mit unserem Spielaufbau», erläutert Neubauer. «Wir haben das erste Tempo zu wenig einsetzen können und uns an den Antennen schwergetan gegen einen Gegner, der gut eingestellt war.» Wie schon in Spielen zuvor, führte der Trainer der Munotstädterinnen auch unpräzise zweite Bälle an. Im Angriff habe auch in einigen Situationen etwas der Mut gefehlt. «Dann sind schnell mal fünf, sechs Punkte weg.»
Dies war den Schaffhauserinnen Mitte des zweiten Satzes, am Ende des dritten Durchgangs und auch in der Mitte des vierten Satzes passiert – in Phasen, in denen den Gegnerinnen Aufschlagsserien gelangen. «Dann wird das Ergebnis ein bisschen deutlicher, als es eigentlich ist, daran gilt es zu arbeiten», meint Neubauer weiter. «Es war ein gemeinschaftliches Wegbrechen, nicht das von ein oder zwei Spielerinnen», stellt er klar.
Heutiger Gegner trotz Niederlagen gefährlich
Mit Aesch-Pfeffingen kommt heute Abend nun ein Gegner mit einem Negativlauf nach Schaffhausen. Trotzdem sei das Team mit Trainer Timo Lippuner gefährlich in der jetzigen Situation, und trotz der vielen verlorenen Sätze seien sie am Ende dabei gewesen. Auch habe zum Teil das Spielglück gefehlt, so der Trainer des VC Kanti. «Sie sind in einer ähnlichen Situation wie wir, auf der Suche nach Stabilität.» Vor Weihnachten hatten die Baselbieterinnen sich mit der türkischen Diagonalspielerin Mélissa Kölürbasi verstärkt. Im verlorenen Spiel gegen Volley Toggenburg am Freitag fehlte die erkrankte Tabea Eichler.
Dem VC Kanti blieb zwischen dem Sonntag und vor dem heutigen Spiel nicht viel Zeit für Trainings und die Arbeit an Dingen, die zuletzt nicht so gut liefen: Nach einem freien Montag folgten gestern ein individuelles Training, die Videoanalyse und ein Teamtraining. Sollten die Munotstädterinnen ohne Punkt bleiben, Lugano aber mit einem Drei-Punkte-Sieg gleichziehen, entscheidet das Satzverhältnis, wer von den beiden Teams den zweiten Rang in der Tabelle erhält. Das folgende Spiel steht dann für die Schaffhauserinnen erst in zehn Tagen an. Nach dem Aus im Cup ist Kanti am kommenden Wochenende spielfrei und ist erst am Sonntag, 9. Februar, im Heimspiel gegen Volley Düdingen (8.) wieder im Meisterschaftsalltag im Einsatz.
Schneller Sieg für den VC Kanti 2 gegen Smash Winterthur.

Vivian Guyer (16) spielte konstant und machte viele Punkte. Bild: M. Räss
In der 15. Runde der 1. Liga startete das zweite Team des VC Kanti gegen Smash Winterthur (5.) sehr fokussiert und führte schon nach kurzer Zeit mit 7:1. Die Spielerinnen spielten ausgezeichnet, jeder Angriff war erfolgreich. In der Mitte des ersten Satzes kamen die Winterthurerinnen zwar näher heran, aber sie hatten keine Chance, das Blatt noch zu wenden. Das Auswärtsspiel in der Vorrunde war sehr spannend gewesen. VC Kanti 2 war die Entscheidung ganz knapp mit 3:2 im fünften Satz gelungen. Die Begegnung vom Sonntag war das pure Gegenteil. Coach Claudio Kriech konnte nach Belieben seine Spielerinnen austauschen. Es funktionierte einfach. Der zweite Satz war im Flug vorbei. Einzig im dritten Satz boten die Spielerinnen aus Winterthur etwas Gegenwehr, aber am Schluss gewann der VC Kanti 2 problemlos mit 3:0 (25:19, 25:14 und 25:21). Der nächste Einsatz des Tabellenzweiten VC Kanti 2 ist ein Auswärtsspiel beim STV St. Gallen (4.) am kommenden Samstag. (mrä)
Frauen, 1. Liga, Gruppe D. VC Kanti SH 2 - VC Smash Winterthur 3:0 (25:19, 25:14, 25:21). - Kanti: Kunz (Pass), Nussbaumer, Neuhaus, Schaber, Ceçen, Guyer, Rubli/Bianco (Libera); eingewechselt: Schmid, Brugger, Bukovac, N. Pazin.
Kanti beginnt stark und verliert dennoch
Im NLA-Spitzenspiel unterliegt der VC Kanti beim Leader Neuenburg UC 1:3. Damit ziehen die Schaffhauserinnen in Meisterschaft und Cup die dritte Niederlage in Folge ein.

Die Kanti-Angreiferinnen, hier Korina Perkovac (l.), hatten es zum Schluss schwer gegen Neuenburg UC. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Vor einer Woche hatte Kanti-Coach Nicki Neubauer den Auftritt des Teams bei der 0:3-Niederlage im Cup in Lugano (dem Tabellennachbarn in der Liga) in Teilen kritisiert. Am Sonntag zeigte der VC Kanti (2.) im Topspiel der Liga bei Neuenburg von Beginn an eine Reaktion. Die Schaffhauserinnen gingen mit dem vollständigen Kader vor der gewaltigen Kulisse von 1525 Zuschauern kämpferisch und selbstbewusst in die Partie und zeigten dies auch in der Körpersprache. Zwar gelang Neuenburg UC der erste Punkt in der Begegnung, Kanti machte jedoch mit dem Aufschlag genügend Druck und konnte auch das Angriffsspiel erfolgreich aufziehen, ohne Punkte in Serie zu kassieren. In der Folge lagen die Munotstädterinnen bis zum Satzende immer und mit bis zu vier Punkten in Führung, 25:22 lautete der vielversprechende Einstieg.
Auch im zweiten Satz ging dies zunächst so weiter. Kanti agierte überlegen und baute die Führung mit einer Aufschlagserie von Holaskova auf 8:3 und dann 13:7 aus. Dann kam bei NUC-Captain de Micheli auf das Feld und servierte gleich bis zum 12:13. Anschliessend sollte das Momentum im Angriff kehren, nun punkteten beim Gegner Scambray, Branca und Dvoracek, aufseiten der Schaffhauserinnen kamen Lockwood, Holaskova, Botkin und Perkovac nicht mehr so zum Erfolg wie zuvor. Nach dem 18:18 ging der Satz mit 19:25 verloren. Anschliessend blieben die Schaffhauserinnen im Side-out-Spiel zunächst dran, fielen dann auf 12:17 zurück, schienen Mut und Kampf zu verlieren. Nach einer weiteren Serviceserie des Gegners ging das Spiel mit 13:25 zu Ende. «Die ersten eineinhalb Sätze war ich sehr zufrieden mit unserer Leistung», sagte Kanti-Coach Nicki Neubauer. «Und danach dann nicht mehr.» Der Aufschlag beim Gegner habe dann besser funktioniert, bei Kanti, trotz nur drei Annahmefehlern, jedoch das erste Tempo und der Angriff mit hohen Bällen nicht mehr. «Uns fehlt nachher auch etwas die Disziplin, wir fallen im Kollektiv aus», erklärt Neubauer weiter. Nach den Niederlagen von Cheseaux (in Genf) und Aesch-Pfeffingen (daheim gegen Volley Toggenburg) steht fest, dass Kanti die Qualifikation in den Top 3 beenden wird und somit Anfang März mit einem Heimspiel in die Playoff-Viertelfinals startet. Zunächst steht jedoch am Mittwoch (20 Uhr, BBC-Arena) das Heimspiel der 19. Runde gegen Aesch-Pfeffingen an.
NLA, Frauen: Neuenburg UC - VC Kanti 3:1 (22:25, 25:19, 25:13, 25:20). - Riveraine. - 1525 Zuschauer. - SR: Enkerli/Pedrazzini. - Spieldauer: 24, 24, 19, 23 = 90 Minuten. Neuenburg UC: Pierret (Pass), Branca, Dvoracek, Meuth, Chase, Scambrey, Mottis (Libera); eingewechselt: Mico, De Micheli, Milz; nicht eingesetzt: Scrucca, A. Lengweiler. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Ambrosius, Botkin, Holaskova, Lockwood, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb, A. Pazin, Popic.; nicht eingesetzt: Cavka, Loffreda, Capraro.
Weitere Spiele: Aesch-Pfeffingen - Volley Toggenburg 1:3. Volleyball Academy - Volley Lugano 1:3. Genève Volley - VBC Cheseaux 3:1. VBC Glaronia - Franches-Montagnes 1:3. – Rangliste: 1. Neuenburg UC 16 47:12 44. 2. VC Kanti 16 43:18 38. 3. Volley Lugano 16 40:20 35. 4. VBC Cheseaux 16 31:29 25. 5. Aesch Pfeffingen 16 31:29 24. 6. Genève Volley 16 29:30 22. 7. Franches Montagnes 17 29:37 22. 8. Volley Düdingen 16 25:30 20. 9. Volley Glaronia 17 25:43 17. 10. Volley Toggenburg 17 19:39 14. 11. Volleyball Academy 17 14:46 9.



