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Der VC Kanti gewinnt ohne die Topskorerin

Auch ohne die verletzte Topskorerin Jordan Lockwood erreicht der VC Kanti gegen Volley Düdingen einen 3:1-Sieg

Duell am Netz: Kanti-Passeuse Brigitta Petrenko (r. hinten) und Bruna da Silva fighten um den Ball. Bild: Reinhard Standke

Reinhard Standke

Wie der Trainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, am Freitag schon angesprochen hatte, konnte der VC Kanti am Sonntag nicht in der stärksten (Stamm-)Formation das drittletzte Spiel der Qualifikation gegen Volley Düdingen bestreiten.

Wurde vor eineinhalb Wochen in der Partie gegen Aesch-Pfeffingen die angeschlagene bisherige Saisontopskorerin Jordan Lockwood noch für einen Kurzeinsatz eingewechselt, verbrachte die 24-jährige Amerikanerin die 96 Spielminuten vom Sonntag im Trainingsanzug auf der Bank. An ihrer Stelle begann nicht wie zuletzt Lina Lieb, die nach erneuter Grippe zu Beginn geschont wurde, sondern die 22-jährige Lia Capraro in der Startsechs. Hier stand anstelle der ebenfalls erkrankt gewesenen Lea Ambrosius die Kroatin Astrid Popic neu auf dem Feld.

Wie es um die Adduktorenverletzung von Lockwood bestellt ist, soll in den nächsten Tagen eine MRT-Untersuchung ergeben. Gemäss Neubauer soll jedoch kein Risiko eingegangen werden, sodass Lockwood wohl nicht vor Beginn der Playoffs am 2. März in das Team zurückkehren wird.

Popic und Capraro sollten ihre Sache gut machen, das Kanti-Team erzeugte über weite Phase mit dem Aufschlag den erforderlichen Druck und war mit 10:7 im ersten Satz gut unterwegs. Dann setzte Sarina Wieland die Gastgeber mit dem Service unter Druck (10:12), Kanti kam jedoch zurück (25.20). Nach lange erfolgreichem Side-out-Spiel im zweiten Durchgang (17:16) kam Düdingen mit Larissa Rothenbühler zu einer weiteren Service-Serie (22:17) und danach zum Satzgewinn (25:18).

«In den Sätzen eins und zwei hat es bei uns etwas geknirscht», verwies Nicki Neubauer auf die veränderte Aufstellung. «Es war viel Coaching, viel Anpassung erforderlich», so der Trainer, der frühzeitiger als sonst zum Time-out griff und an den Stellschrauben drehte. So kam sein Team nach der langen Side-out-Phase im dritten Satz knapper (25:21), im vierten Satz deutlicher (25:18) zum Erfolg. «Ich bin sehr zufrieden», so das klare Fazit des Kanti-Coachs.

Rang zwei rückt näher

Zwei Runden vor Ende der NLA-Qualifikation liegen die Schaffhauser Volleyballerinnen nun vier Punkte vor Verfolger Lugano, das beim 3:2 gegen VBC Cheseaux einen Zähler abgeben musste, auf Rang zwei. Bereits am Dienstag kann sich das Team des VC Kanti diesen Platz mit einem Erfolg gegen die Volleyball Academy in Kloten definitiv sichern.

Würde Lugano, das am Mittwoch bei Volley Toggenburg antreten muss, den Schaffhauserinnen näher rücken, würde am letzten Spieltag am 22. Februar die Direktbegegnung zwischen den Munotstädterinnen und den Tessinerinnen über die Vergabe von Platz zwei und drei entscheiden. Der Gegner in den Playoff-Viertelfinal sollte so oder so aus dem Kreis der Teams aus Genf, Aesch-Pfeffingen, VFM, Cheseaux oder Düdingen kommen.

NLA, Frauen, 20. Runde: VC Kanti – Volley Düdingen 3:1 (25:20, 18:25, 25:21, 25:18) . - BBC-Arena. - 528 Zuschauer. - SR: Rüegg/Zindel. - Spieldauer: 24, 23, 24, 25 = 96 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Popic, Botkin, Holaskova, Caprera, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb; nicht eingesetzt: Cavka, A. Pazin, Loffreda; ohne: Lockwood (verletzt). – Volley Düdingen: Hill, Da Silva, Wieland, Vondran (Pass), Sacher, Staffelbach, Portmann (Libera); eingewechselt: Gasser, Rothenbühler, Erni, Loosli; nicht eingesetzt Flühmann (Libera).

Weitere Resultate: Aesch-Pfeffingen - Neuenburg UC 0:3 (22: 25, 16:25, 20:25), Genève Volley - Franches-Montagnes 3:2 (16:25, 25:21, 25:21, 18:25, 15:6), Volley Lugano - VBC Cheseaux 3:2 (23:25, 25:17, 22:25, 25:13, 15:8), Volley Glaronia - Volleyball Academy 3:1 (25:19, 25:27, 25:12, 25:22).

Rangliste: 1. Neuenburg UC 18 53:12 50. 2. VC Kanti 18 49:19 44. 3. Volley Lugano 18 46:23 40. 4. VBC Cheseaux 18 33:35 26. 5. Franches Montagnes 34:41 26. 6. Genève Volley 18 33:35 24. 7. Aesch Pfeffingen 18 31:35 24. 8. Volley Düdingen 18 29:33 23. 9. Volley Glaronia 18 28:44 20. 10. Volley Toggenburg 18 20:42 14. 11. NLZ Volleyball Academy 19 15:52 9.

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Disziplin im Block und gutes Side-Out-Spiel gefordert

Vor dem drittletzten Spiel in der Qualifikation gegen Düdingen leidet der VC Kanti unter gewissen Personalsorgen.

Standardsituation: Brooke Botkin bei einer Annahme gegen Aesch-Pfeffingen. Bild:Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Die Grippewelle hat nicht nur die Schweiz fest im Griff, auch der VC Kanti ist wieder respektive weiterhin betroffen. So liegt seit Wochenanfang Mittelblockerin Lea Ambrosius flach, ihr folgte am Dienstag Angreiferin Lina Lieb. Einen kleinen Rückfall erlitt Topskorerin Jordan Lockwood, bei der sich die Adduktorenverletzung wieder verschlechtert hat. Die Amerikanerin war vor zehn Tagen beim 3:0 gegen Aesch-Pfeffingen grösstenteils geschont worden, für sie stand Lina Lieb in der Startformation. Lockwood hatte sich die Verletzung im Spiel in Neuenburg zugezogen.

«Das macht mehr Probleme als ursprünglich vermutet», äusserte Nicki Neubauer zwei Tage vor dem nächsten Pflichtspiel vom Sonntag (16.30 Uhr, BBC-Arena). Im Hinblick auf die ab Anfang März folgenden Playoffs möchte der Kanti-Trainer jedoch kein Risiko eingehen, «unabhängig davon, dass wir möglichst auf Platz 2 bleiben wollen». Neubauer rechnet zwar damit, dass zumindest alle 13 Spielerinnen am Sonntag im Kader sein können, wer dann 100-prozentig einsatzbereit sein wird, muss jedoch noch abgewartet werden. Notfalls könnte das Team aus dem Kreis der 1. Liga, die zuvor gegen die Volleyball Academy antritt, auf bis zu 14 Spielerinnen ergänzt werden.

Düdingen zuletzt stabiler

Gegen Volley Düdingen bestreiten die Schaffhauserinnen in dieser Saison bereits das vierte Spiel. Im November hatten die Freiburgerinnen, die damals am unteren Ende der Tabelle zu finden waren, Kanti im Rückspiel des CEV Challenge die erste Saisonniederlage beigebracht und aus dem Wettbewerb geworfen. «Düdingen hat seit dem Herbst zuletzt stabiler gespielt», so Neubauer. Die Freiburgerinnen, aktuell Siebter, haben inzwischen mit Samantha Hill eine neue Aussenangreiferin verpflichtet. Zuletzt war Topskorerin Sarina Wieland verletzt ausgefallen.

Düdingen sei als abwehrstarke Mannschaft unangenehm zu bespielen, betont der Kanti-Cheftrainer. «Es ist eine physisch eher kleine Mannschaft, die gerne mit Block-Touch-Out arbeitet, da brauchen wir Disziplin in unserem Blockverhalten», so Neubauer. «Wie gegen Aesch-Pfeffingen wird es darauf ankommen, dass wir unser Spiel durchbringen. Sei es mit einer guten, sei es mit einer schlechten Annahme, wir müssen gut sein im Side-Out-Spiel.» Nachdem dieses im Cup-Viertelfinal in Neuenburg nicht gut genug funktioniert hatte, zeigten sich die Munotstädterinnen gegen Aesch-Pfeffingen hier deutlich verbessert. «Für mich geht es darum, dass wir dies weiter stabilisieren können», so Neubauer.

Nur wenig Zeit für Regeneration bleibt den Kanti-Spielerinnen bis zum nächsten Einsatz. Dieser folgt bereits am Dienstag in Kloten gegen das Tabellenschlusslicht, die Volleyball Academy. Anschliessend folgt erneut eine längere Pause von über eineinhalb Wochen. Nach dem spielfreien Halbfinalwochenende im Cup folgt der Abschluss der Qualifikation am 22. Februar daheim gegen Volley Lugano.


25-jähriges Jubiläum vom Sponsorenklub Pallavolo

Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums vom Sponsorenklub Pallavolo fand letzten Donnerstag ein ganz besonderer Abend statt: Der 5. Dunschtig-Fyrobig-Hock gewährte den Sponsorinnen und Sponsoren exklusive Einblicke in den Trainingsalltag der NLA-Mannschaft des VC Kanti

(wschl-Bild). Nach einem von Christine Schlatter und Heinz Loser offerierten Apéro wurden die Gäste vom VC-Kanti-Nachwuchsverantwortlichen Claudio Kriech in das komplexe Einmaleins des Volleyballs eingeführt. Kriech trainiert auch die 2. Mannschaft und ist Projektleiter von «Volleyball macht Schule». Anschliessend bekamen die Gäste in der Halle ein intensives Training der 1. Mannschaft mit hilfreichen Erklärungen zu sehen. Es hat sich gezeigt, dass in dieser hochkomplexen Sportart viele Faktoren zusammenpassen müssen, um am Spieltag die geforderte Performance abliefern zu können. Dass in dieser Saison vieles stimmt, zeigt der aktuelle sehr gute zweite Rang des Kanti-Teams in der laufenden Qualifikationsrunde. In den kommenden drei Begegnungen wollen die Kanti-Spielerinnen den zweiten Platz verteidigen, um allenfalls im Halbfinale Heimvorteil zu haben. Dank gebührt neben Claudio Kriech den Trainern Nicki Neubauer und Xaver Kitzmüller sowie dem NLA-Team für den Einblick in ihren Trainingsalltag. (pd)

VC Kanti 2 verliert in St.  Gallen


Am Block: Alexandra Schaber (13) und Nina Cavka (6). Bild: W. Schläpfer

Die Voraussetzungen für das Auswärtsspiel in St.  Gallen waren nicht die besten, konnte beide Teams in der vergangenen Woche wegen der Abwesenheit einiger Spielerinnen nur reduziert trainieren. Das Spiel war eine Begegnung auf Augenhöhe mit vielen Auf und Abs auf beiden Seiten. Im ersten Satz waren es ein offener Schlagabtausch bis zum Stand von 21:21, ehe St.  Gallen mit einer Serviceserie Kanti unter Druck setzte und die entscheidenden Punkte für sich verbuchte.

Die Gäste aus Schaffhausen reagierten mit einer Leistungssteigerung, der zweite Satz war eine klare Sache und im weiteren Verlauf führten sie klar mit 16:11, als der Faden riss und die Einheimischen das Nachlassen des Gegners ausnutzen, sie punkteten eins ums andere Mal und gewinnen den dritten Satz mit 25:23 zum 2:1. Umstritten ging es weiter, aber diesmal behielten die Munotstädterinnen das bessere Ende für sich.

So musste der Entscheidungssatz über den Ausgang des Spiels entscheiden. Kanti, mit sehr schwachem Start, kassierte gleich zu Beginn drei Punkte im entscheidenden Satz und lag beim Seitenwechsel immer noch zurück, als ein sehr umstrittener Schiedsrichterentscheid zuungunsten des Teams von Claudio Kriech die Kanti-Girls endgültig aus dem Tritt brachte. Mit St.  Gallen gewann das Team, das weniger Fehler machte, ein gutes und spannendes 1.-Liga-Spiel. Nach dieser Niederlage verbleibt der VC Kanti auf Platz 2 der Tabelle, die engsten Verfolger rückten aber etwas näher heran. (wschl)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. STV St.  Gallen - VC Kanti 2 3:2 (25:21,17:25,25:23, 23:25,15:10). - Kanti: Kunz (Pass), Nussbaumer, Schaber, Ceçen, Cavca, Guyer, Loffreda/Rubli(Libera); eingewechselt: Schmid, Brugger, N. Pazin, Fuchs.

Weitere Spiele: BTV Aarau - Volley Aadorf 3:2. VBC Kanti Baden - TSV Jona 3:0. Pizol Volley - VBC Voléro Zürich 3:2. Pizol Volley - TSV Jona Volleyball 3:1. Pallavolo Kreuzlingen - Volley Rüschlikon 2:3. – Rangliste: 1. Voléro Zürich 15/42 (44:10). 2. VC Kanti 2 16/37 (42:19). 3. STV St.  Gallen 15/32 (38:21). 4. Volley Aadorf 15/32 (36:17). 5. Volley Rüschlikon 14/23 (31:27). 6. Pallavolo Kreuzlingen 14/21 (27:27). 7. Smash Winterthur 15/20 (26:33). 8. Kanti Baden 16/19 (25:35). 9. Aarau 15/18 (26:35). 10. TSV Jona 15/12 (23:38). 11. Pizol Volley 14/10 (16:36). 12. Volley Academy 14/1 (6:42).

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