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Kanti-Gegner in den Playoff-Viertelfinals noch nicht bekannt

Jubelnde Kanti-Spielerinnen: Auch im Playoff-Viertelfinal wieder? Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Einen Spieltag vor Ende der Nationalliga-A-Qualifikation steht zwar fest, dass der VC Kanti diese erste Saisonphase auf Rang 2 abschliesst, den Gegner in der Playoff-Viertelfinals kennen die Schaffhauser Volleyballerinnen zurzeit jedoch noch nicht. Die Teams auf den Plätzen 4 bis 8 liegen innerhalb von nur drei Punkten (Aesch-Pfeffingen/27, VBC Cheseaux/26, Volley Düdingen/26, Franches-Montagnes/26 sowie Genève Volley/24), sodass erst nach der 22. und letzten Runde, die am 22. Februar ausgetragen wird, feststeht, wer sich im siebten Rang platziert und damit ab dem 2. März in den Viertelfinals auf den VC Kanti trifft.
Persönliche Veränderungen kündigten in den letzten Tagen gleich zwei Teams aus der höchsten Schweizer Spielklasse an. Beim Cup-Halbfinalisten Volley Lugano (am Sonntag bei Aesch-Pfeffingen) und Gast in der Munotstadt am 22. Februar im bedeutungslosen Spiel bei Kanti, trat Präsident Paolo Bernasconi aus persönlichen Gründen per sofort zurück. Unternehmerische Gründe gebe es keine, teilte der Verein mit. Aus strategischen Gründen trennen sich dafür Ende Saison Volley Toggenburg und Trainer-Urgestein Marcel «Mäsi» Erni, der seit 2001 in Wattwil amtiert. Der Verein möchte seine Strukturen professionalisieren – dies mit einem anderen Trainer. Den Posten als Nachwuchstrainer lehnte Erni unterdessen ab.
Letztes Qualifikationsspiel
Der VC Kanti trifft im letzten Spiel der NLA-Qualifikation auf Volley Lugano (22.02., 17.30 Uhr).
Kanti sichert sich den zweiten Platz
Dank eines 3:0-Sieges bei der Volley Academy kann der VC Kanti nicht mehr von Rang zwei verdrängt werden.

Lina Lieb (v. l.) greift an gegen Jasmin Kuch und Fiona Mäder. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Ein Wunsch ist beim VC Kanti in Erfüllung gegangen: Bereits vor der letzten Runde der Qualifikation, die erst am Samstag, 22. März, ausgetragen wird, steht fest, dass der VC Kanti die NLA-Qualifikation hinter Titelverteidiger Neuenburg UC auf Rang zwei abschliesst. Das Spiel gegen Volley Lugano ist somit für die Tabelle ohne Auswirkung. Trainer Nicki Neubauer kann nun bereits mit der Vorbereitung in den Trainings auf die Playoffs beginnen, die am 2. März losgehen. Nach dem Heimstart in die Viertelfinale könnte Kanti nun im Erfolgsfall auch in die Halbfinale daheim starten.
In der Partie vom Dienstag in Kloten gegen die Volleyball Academy mussten die Schaffhauserinnen weiterhin auf die verletzte bisherige Topskorerin Jordan Lockwood verzichten. Für sie begann in der Startaufstellung Lina Lieb, anstelle der zuletzt nach der Grippeerkrankung geschonten Mittelblockerin Lea Ambrosius begann wiederum Astrid Popic. Den besseren Start in die Partie erwischte jedoch das Heimteam (6:3), mit einer Aufschlagsserie brachte dann Kanti-Captain Katerina Holaskova ihr Team in Führung (7:6). Dann hatten die Munotstädterinnen den Druck gefunden, agierten besser am Block und im Angriff, bei der Volleyball Academy stieg die Fehlerquote.
Im zweiten Durchgang dominierte Kanti bis zum 19:10, eine kleine Serviceserie der Schwedin Gun Hindgren weckte neue Energien bei den Gastgeberinnen, die auf 19:22 herankamen. Kanti-Trainer Neubauer schickte Passeuse Brigitta Petrenko (die zuvor von Alessia Pazin abgelöst worden war) zurück auf das Feld, Kanti sicherte sich auch den zweiten Satz (25:19). Anschliessend agierten die Schaffhauserinnen druckloser wie zu Beginn der Partie. Nach einem Time-out (nachfolgend an einen Aufstellungsfehler) fand das Team den Druck am Service, zog auf 20:13 davon. Nachdem Lea Abrosius ab Satzbeginn für Popic auf dem Feld stand, gab Trainer Neubauer nun auch den weiteren Spielerinnen Einsatzzeit, der VC Kanti sicherte sich auch den dritten Satz (25:18).
«Man hat gemerkt, dass wir erst vor 48 Stunden gespielt haben, einige Spielerinnen haben noch mit Nachwehen der Erkrankung zu kämpfen», sagte Trainer Neubauer nach den 69 Spielminuten. «Viele haben ein OK-Spiel gemacht, was Ballkontrolle, Blockarbeit und Aufschlag betrifft. Aber im Angriff hat man sicher schon bessere Spiele von uns gesehen.»
NLA, Frauen, 21. Runde: Volleyball Academy - VC Kanti - Volley Düdingen 3:0 (18:25, 19:25, 18:25). - Ruebisbach, Kloten. - SR: Gena/Rüegg. - Spieldauer: = 22, 23,24 = 69 Minuten. – Volleyball Academy: Lüthi (Pass), Licka, Kuch, Mäder, Kellenberger, Hindgren, Morandi (Libera); eingewechselt: Zuvic, Schibli, Loretan; nicht eingesetzt: Wenger (Libera). – VC Kanti: Petrenko (Pass), Popic, Botkin, Holaskova, Lieb, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: A. Pazin; Loffreda, Caprera, Cavka; ohne: Lockwood (verletzt).
Weitere Spiele der 21. Runde: am Mittwoch, 12. Februar; spielfrei: Franches-Montagnes.
Rangliste: 1. Neuenburg UC 18 53:12 50. 2. VC Kanti Schaffhausen 19 52:19 47. 3. Volley Lugano 18 46:23 40. 4. VBC Cheseaux 18 33:35 26. 5. Franches-Montagnes 19 34:41 26. 6. Genève Volley 18 33:35 24. 7. Aesch Pfeffingen 18 31:35 24. 8. Volley Düdingen 18 29:33 23. 9. Volley Glaronia 18 28:44 20. 10. Volley Toggenburg 18 20:42 14. 11. NLZ Volleyball Academy 20 15:55 9.
Kanti will mit weiterem Sieg die Weichen für die Play-offs stellen
Im vorletzten Spiel der Qualifikation können die Schaffhauserinnen mit einem Sieg bei der Volleyball Academy den zweiten Platz festmachen.

Brooke Botkin versucht, den Block von Volley Düdingen zu düpieren. Heute gastiert Kanti bei der Volleyball Academy. Topskorerin Jordan Lockwood ist zum Zuschauen verdammt. Bilder: Reinhard Stanke
Reinhard Standke
Viel Zeit bleibt dem Gegner des heutigen Spiels in der Nationalliga A, der VC Kanti trifft um 20 Uhr in Kloten auf das Team der Volleyball Academy, nicht. Beide Teams standen am Sonntag im Einsatz, die Zürcherinnen mit einem Teil sogar noch am Samstag an der Nachwuchs-Schweizer Meisterschaft.
Die Ausgangslage für die Play-off-Phase wird für das Team von Nicki Neubauer immer klarer. Mit drei Punkten aus den letzten beiden Spielen kann der zweite Rang nach der Qualifikation und damit ein allfälliger Start (nach einem Erfolg in den Viertelfinals) in die Halbfinals mit einem Heimspiel gesichert werden. Holt der Konkurrent um Rang zwei, Volley Lugano (der Rückstand beträgt nach den Sonntagsspielen vier Punkte), am morgigen Mittwoch weniger Punkte als der VC Kanti heute Abend, hätte der Ausgang der Direktbegegnung vom 22. Februar keine Bedeutung mehr für die Schlussrangliste.
Gegner nicht unterschätzen
«Die Marschroute ist klar: Man darf sie nicht unterschätzen», so der Kanti-Coach zum Gegner Volleyball Academy. Gegen den mit nur neun Punkten abgeschlagen Tabellenletzten hatten die Munotstädterinnen in der Hinrunde einen 3:1-Sieg erreicht, zwischen drei klaren Satzgewinnen hatten die Spielerinnen der Academy einen Satz deutlich gewonnen. Das Spiel der Zürcherinnen habe sich aber nach dem Rücktritt von Laura Koutsogiannakis (vormals Unternährer) geändert, so Nicki Neubauer.
«Sie spielen ganz mutig und können auch mal einen Satz gewinnen. Es geht darum, viel Druck zu machen, in der Annahme haben sie viele Probleme», erklärt er. So gilt es, auch auswärts den Aufschlagdruck zu finden wie zuletzt am Sonntag beim 3:1-Heimsieg gegen Volley Düdingen. «Ihr stärkstes Element ist der Aufschlag, da müssen wir gut auf der Hut sein in der Annahme und wenig Fehler zulassen», äussert sich der Cheftrainer des VC Kanti weiter. Die allgemein grösseren Möglichkeiten dürfe man sich nicht nehmen lassen durch ein Aufschlag-Annahme-Battle.
Was den heutigen Spieltags-Kader der Schaffhauser Volleyballerinnen betrifft, ist klar, dass die bisherige Saisontopskorerin Jordan Lookwood weiterhin pausieren muss – mindestens so lange, bis die Untersuchungen der Adduktorenverletzung ein klares Bild ergeben.
Neubauer hofft, dass sich Lina Lieb bis zum Spiel heute Abend weiter von ihrer Grippe-Erkrankung erholt hat. In Vertretung von Lockwood und Lieb hatte am Sonntag überwiegend Lia Capraro gespielt und ihre Aufgabe sehr gut gelöst.
Play-offs starten am 2. März
Steht Rang zwei bereits heute Abend fest, will Kanti-Trainer Neubauer bereits vor dem Spiel gegen Lugano vom Samstag in einer Woche Akzente im Athletikbereich setzen, um sein Team bereits auf den Start in die Playoffs am 2. März vorzubereiten.
Problemloser Sieg für den VC Kanti 2.

Vivian Guyer (16, am Ball) mit einer Superfinte – die Kanti-Reserve feierte einen 3:0-Sieg gegen die Volleyball Academy. Bild: Marianne Räss
Der VC Kanti 2 trat mit etwas Respekt die Begegnung gegen die Volleyball Academy an. Das Auswärtsspiel am 10. November hatte das Team von Trainer Claudio kriech zwar mit 3:0 gewonnen, die Sätze waren resultatmässig eher knapp ausgefallen. Am Sonntag kam die Kanti-Reserve von Anfang an gut ins Spiel und spielte sehr konzentriert. Der erste Satz ging sehr schnell vorbei, die Gäste schienen noch nicht richtig angekommen zu sein. Im zweiten Satz war es bis 10:10 ausgeglichen. Claudio Kriech konnte nach Belieben auswechseln, auch die jüngeren Spielerinnen kamen zum Zug. Es funktionierte alles. Der Coach der Volleyball Academy, Laura Koutsogiannakis (vormals Unternährer), ehemals NLA-Spielerin des VC Kanti und Voléro Zürich sowie Nationalspielerin, versuchte einiges, aber die Munotstädterinnen liessen die Gäste nicht ins Spiel kommen, sie hatten keine Chance. Das Zusammenspiel der älteren und jüngeren Spielerinnen bei Kanti 2 funktionierte hervorragend, das Team holte sich den Sieg mit 25:12, 25:19, 25:13. Fünf respektive sechs Runden vor Saisonschluss liegen die Schaffhauserinnen in der Tabelle weiterhin auf Rang 2 und halten 8 Punkte Vorsprung auf das viertplatzierte Volley Aadorf, das ein Spiel weniger ausgetragen hat. Der nächste Einsatz von VC Kanti 2 ist das Heimspiel gegen den Tabellenersten VBC Voléro Zürich am Samstag, 22. Februar, 14 Uhr in der BBC-Arena. Eine erfolgreiche Revanche wegen der Vorrundenniederlage wäre schön. (mrä)



