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Grosse Ziele: VC Kanti strebt die Spitze in der Nationalliga A an

«Wir wollen Meister werden»: Nichts weniger nannte Cheftrainer Nicki Neubauer an der traditionellen Vorstellung des Teams als Saisonziel.

Kanti-Passeuse Sydney Cole (l.) lanciert den Ball für Mittelblockerin Netta Rekola. Szene aus dem gestrigen Testspiel. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Zwei Wochen vor dem Start der Spielzeit 2025/ 2026 stellte der VC Kanti Schaffhausen sein Team den Sponsoren und Gönner vor und absolvierte ein weiteres Testspiel gegen Volley Mulhouse Alsace. Gefragt nach den Stärken der Mannschaft in der kommenden Saison meinte Cheftrainer Nicki Neubauer: «Die Saison wird sich dadurch auszeichnen, dass wir viele Optionen haben.» Die Konkurrenz schätzt er als ähnlich wie in der vergangenen Saison ein, allerdings räumt er Aesch-Pfeffingen grössere Möglichkeiten ein als zuletzt.

Beim eigenen Team könne die Lage derweil nicht besser sein. «Unsere Mannschaft misst sich vor allem an sich selber, wir sind unser grösster Konkurrent.» Und zum Abschluss wiederholte Neubauer, der seit 2017 in Schaffhausen als Cheftrainer amtiert, die Zielsetzung, die er bereits Ende April an der Medaillenfeier ausgesprochen hatte: «Wir wollen Meister werden.»

Zwei Testspiele absolviert

Im Anschluss an Teamvorstellung trat das Kanti-Team im Präsentationsspiel gegen Volley Mulhouse Alsace an. Am Samstag hatte ein nicht öffentliches Vorbereitungsspiel gegen die Elsässerinnen mit einem 1:3 (23:25, 22:25, 25:21, 20:25) geendet. Knapp 20 Stunden später konnten die Schaffhauserinnen keinen der vier zum Teil engen Sätze für sich entscheiden (28:20, 21:25, 23:25, 18:25). Am Sonntag wechselte Nicki Neubauer häufig und gewährte jeder der 13 Spielerinnen mindestens eineinhalb Stunden Einsatzzeit. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende», äusserte sich Neubauer nach den acht Sätzen.

Der Level gegen einen physisch sehr starken Gegner, der sehr schnell spielt, sei insgesamt sehr gut gewesen. Wenn man gegen so einen Gegner spiele, gebe es schon noch Dinge, an denen man arbeiten müsse. «Viele solche Gegner werden wir in der Liga nicht haben», so der Kanti-Cheftrainer. «Vor allem im Angriff konnten wir zeigen, welches Potenzial wir haben.» Feintuning sei jedoch noch in der Abwehr, Angriffssicherung und Annahme erforderlich.

Die letzten beiden Vorbereitungsspiele vor dem Saisonstart am 11. Oktober gegen Franches-Montagnes absolvieren die Munotstädterinnen am kommenden Freitag und Samstag gegen weitere starke Gegner beim Hummel Cup in Stuttgart. Neben den Gastgeberinnen und den Schaffhauser Volleyballerinnen nehmen auch VC Wiesbaden und der aktuelle Schweizer Serienmeister Neuenburg UC teil.



Kanti gewinnt Trainingsspiel

Mitten aus der Saisonvorbereitung heraus absolvierte der VC Kanti ein Trainingsspiel gegen VBC Aadorf und gewann aller vier Sätze.

Erin Shomaker beim Smash. Bild:Werner Schläpfer

Fünftes Spiel, fünfter Sieg. Die Saisonvorbereitung beim VC Kanti geht gemäss Plan voran. In der dritten Woche, in der das komplette Team miteinander trainiert, steht der Schwerpunkt Athletik auf dem Programm von Cheftrainer Nicki Neubauer. «Zur Auflockerung» war für den Mittwochabend ein nicht öffentliches Trainingsspiel gegen den NLB-Vertreter VBC Aadorf vereinbart worden.

Neubauer hatte dafür jedoch nicht eine mögliche Stammformation auf das Feld in der BBC-Arena geschickt. So sollten die neue erste Passeuse, Sydney Cole, die kroatische Aussenangreiferin Josipa Marković sowie die neue Schweizer Mittelblockerin Martina Koch nicht eingesetzt werden, aus Gründen der Trainingssteuerung, wie Kanti-Präsident Sandro Poles erklärte. «Sie sind nicht verletzt», beruhigte Poles. So kam Kanti-Eigengewächs Alessia Pazin als Zuspielerin in allen vier gespielten Sätzen zum Einsatz wie auch die beiden weiteren Mittelblockerinnen, Captain Katerina Holásková und die Finnin Netta Rekola. Die verbleibenden fünf Spielerinnen wurden abwechselnd eingesetzt. Mit dem Service von Pazin legte Kanti auf 8:0 vor und entschied die ersten beiden Sätze deutlich mit 25:14 für sich. Die grössere Qualität des NLA-Teams in Service, Block und Angriff sollte sich durchsetzen, Kanti gewann auch die beiden weiteren gespielten Durchgänge 25:19 und 15:11. Zum nächsten echten Test kommt es am Sonntag, 28. September, ab 12.00 Uhr in der BBC-Arena gegen Volley Mulhouse Alsace.

Nur eine Woche nach dem Saisonstart kommt es am 18. Oktober (17.30 Uhr) in Gümligen im Rahmen des Supercups zur Revanche zwischen Vizemeister VC Kanti und Meister Neuenburg UC. Anmeldungen für die Busfahrt zum Spiel (Kosten 35 Franken) nimmt der VC Kanti via administration@kantivolleyball.ch jetzt schon entgegen. Die Fantickets können bereits vorab online gekauft werden (Code: FANKANTISCHAFFHAUSEN):  . Ticketmaster (R.Sta)


Turniersieg für VC Kanti beim Linz AG Cup

Starker Auftritt zum Auftakt der neuen Saison: Der VC Kanti gewinnt den Linz AG Cup in Linz (AUT) und zeigt sich bereits in überzeugender Frühform.

Im Rahmen der Saisonvorbereitung nahm der VC Kanti am international besetzten Linz AG Cup teil. Mit dabei waren neben dem Gastgeberteam Linz AG Steelvolleys auch die beiden tschechischen Erstligisten Olymp Praha und VK Královo Pole Brno – ein anspruchsvolles Teilnehmerfeld, das für das neuformierte Kanti-Team eine echte Standortbestimmung bedeutete.

Erfolgreicher Start gegen Olymp Praha

Gleich im ersten Spiel am Freitagabend traf der VC Kanti auf Olymp Praha, das in der vergangenen Saison Platz 4 in der tschechischen Liga belegte. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit von nur zwei Wochen präsentierte sich das Team konzentriert und durchschlagskräftig – und setzte sich mit 3:1 (25:18, 18:25, 25:14, 25:19) durch. Nur im zweiten Satz musste man sich kurzzeitig geschlagen geben, fand aber schnell zurück zur eigenen Linie.

Souverän gegen das Heimteam

Am Samstag folgte das Duell mit dem Turnier-Gastgeber Linz AG Steelvolleys. In einem durchgehend kontrollierten Spiel ließ Kanti dem Heimteam keine Chance und gewann klar mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:20). Mit dem zweiten Sieg in Folge übernahmen die Schaffhauserinnen die Tabellenführung im Turnier.

Frühes Spiel, klarer Sieg

Am Sonntagmorgen – zur ungewohnten Anspielzeit um 08:45 Uhr – stand das letzte Spiel gegen VK Královo Pole Brno auf dem Programm. Nach einem kurzen Rückstand im ersten Satz übernahm Kanti die Kontrolle und gewann letztlich deutlich mit 3:0 (25:22, 25:17, 25:13). Damit sicherte sich das Team den Turniersieg mit drei Siegen aus drei Spielen – und mit nur einem Satz-Verlust.

Breiter Einsatz, gute Teamleistung

Mit Ausnahme von Martina Koch, die aufgrund einer leichten Muskelverhärtung pausierte, kamen alle mitgereisten Spielerinnen zum Einsatz. Zudem wurden verschiedene Aufstellungsoptionen getestet, was der Teamentwicklung in der frühen Saisonphase zugutekommt.

Trainer Nicki Neubauer zieht Fazit:

„Noch ist nicht alles wie es sein sollte, und Vorbereitungsergebnisse sind immer mit Vorsicht zu bewerten. Aber die Mannschaft harmoniert bereits gut, und ich bin mit dem Gezeigten zufrieden. Jetzt gilt es, die Partien genau zu analysieren und an der Feinabstimmung weiterzuarbeiten.“

Heimspiel am 28. September – Eintritt frei

Die nächste Gelegenheit, den VC Kanti live zu sehen, gibt es am Sonntag, 28. September 2025, um 12:00 Uhr in der heimischen BBC Arena. Zu Gast ist das französische Team Volley Mulhouse Alsace – der Eintritt ist frei.


Bilder   Bericht SN   Video: Olymp Praha - Kanti Schaffhausen,  LINZ AG Steelvolleys - Kanti Schaffhausen, Kanti Schaffhausen - VK Královo Pole Brno 

Riesiges Sportzentrum geplant

Lange schien die geplante Erweiterung der BBC-Arena im Schweizersbild auf Eis gelegt. Doch Recherchen der SN zeigen: Die Zusatzbauten sollen kommen – und weitaus grösser werden als bisher bekannt.

Die Fotomontage zeigt die beiden überarbeiteten Erweiterungsbereiche bei der BBC-Arena. Bild: ZvG / Stiftung Schweizersbild

Tobias BolliSCHAFFHAUSEN. Lange Zeit herrschte Totenstille rund um eine der grössten geplanten Sportanlagen im Kanton. Das letzte Lebenszeichen gelangte im März 2022 an die Öffentlichkeit, als die Kantonsregierung das Projekt der Gemeinnützigen Stiftung Schweizersbild in einer Vorlage zuhanden des Parlaments skizzierte. Schon damals waren die Dimensionen des Projekts beeindruckend. Die Rede war von einer doppelten Erweiterung der Event- und Sporthalle BBC-Arena, die als Heimspielstätte der Kadetten Schaffhausen dient. Zum einen wurde mit dem «Projekt West» ein Anbau an die BBC-Arena geplant. Hier sollten Unterkünfte sowie Trainings- und Wettkampfräume für das nationale Leistungssportzentrum im Tischtennis entstehen. In weiteren Räumen hätten sich Hobbysportler in Taekwondo und anderen asiatischen Kampfsportarten messen können.

Das zweite Teilprojekt umfasste einen Neubau auf einer Landparzelle der Stadt Schaffhausen, ungefähr auf dem Areal des heutigen Besucherparkplatzes der BBC-Arena. Neben Parkierungsmöglichkeiten waren zwei Grossraumhallen geplant, die genügend Platz für die Ausübung verschiedenster Sportarten versprachen. Die gesamten Baukosten beliefen sich laut Vorlage auf rund 19,98 Millionen Franken. Im Raum stand seitens des Kantons ein einmaliger Unterstützungsbeitrag von 2’997’687 Franken. Dieser wäre haarscharf unter der gesetzlichen Limite von 3 Millionen Franken gelegen, deren Überschreitung eine obligatorische Volksabstimmung auslöst.

Nach Überweisung des Antrags an den Kantonsrat passierte – nichts. Denn kurz nach Überweisung des Papiers stellte sich dessen Grundlage bereits wieder als überholt heraus – und damit auch die Voraussetzung für die Berechnung des Unterstützungsbeitrags.

Baukosten fast verdoppelt

Die Stiftung Schweizersbild mit Giorgio Behr als Präsident des Stiftungsrats kündigte eine grundlegende Überarbeitung an. Vor rund einem Monat wurde Stadt und Kanton mitgeteilt, dass nun ein definites Projekt ausgearbeitet worden sei. Und dieses hat es in sich.

Waren vorher noch rund 20 Millionen Franken für die beiden Zusatzbauten vorgesehen, verdoppelten sich die Baukosten in der Zwischenzeit auf rund 37 Millionen Franken. Zum Vergleich: Der Bau der BBC-Arena und des dazugehörigen Campus kostete damals rund 23 Millionen Franken. Das Volumen der Gebäude soll in der aktualisierten Version deutlich grösser werden. Geplant sind nicht weniger als fünf Grossraumhallen. Laut Giorgio Behr würde es sich um das «grösste Hallensportzentrum der Schweiz» handeln. Die Erweiterung des Erweiterungsprojekts erklärt er mit den Bedürfnissen zusätzlicher Vereine, welche auf die Stiftung zugekommen seien. Insgesamt soll die erweiterte Anlage etwa 13 verschiedenen Sportarten eine Trainingsmöglichkeit bieten. Es gebe, so Behr, eigentlich keine relevante Hallensportart, die nicht berücksichtigt werden könne.

Aufgrund der Anfragen habe «die Stiftung unter anderem den Ausbau für eine Indoor-Leichtathletik-Anlage, den Einbezug der leer stehenden Reithalle sowie die Ausrichtung der ursprünglich geplanten Erweiterung auf Rollstuhlsport und weitere Hallensportarten geprüft». Ebenfalls vorgesehen sind weitere Unterkünfte, die sich in Zusammenarbeit mit dem Hotel Hohberg auf insgesamt über 200 Betten belaufen sollen. Wie heute sollen die Kosten pro Nacht und Person rund 45 Franken betragen.

Das Volk hat das letzte Wort

Das finale Projekt diene fast ausschliesslich dem Jugend- und Breitensport, betont Behr. Es entspreche ganz dem Konzept von Stadt und Kanton zur Finanzierung von Sportanlagen und verfolge, anders als etwa das Kletterzentrum Aranea, keine Gewinnabsicht. «Die Stiftung hat das Projekt den Behörden vorgestellt. In einem nächsten Schritt werden Stadt und Kanton sowie die Politik prüfen und entscheiden müssen, ob das in der Schweiz grösste und wohl auch im europäischen Vergleich bedeutende Hallensportzentrum entstehen soll.»

Behr wünscht sich eine Beteiligung von Stadt und Kanton von je 15 Prozent an den Gesamtkosten. Das entspricht dem Maximum, das laut Kantonalem Sportanlagenkonzept (Kasak) als Unterstützungsbeitrag für private Sportprojekte gesprochen werden kann. Diese Beiträge würden sich auf je etwa 6 Millionen Franken belaufen. Im Gegensatz zum ursprünglichen Projekt würden sie die Limite von 3 Millionen Franken klar übersteigen. Behr sieht das positiv: «Wir wollen eine Volksabstimmung.»

Auf Anfrage bestätigt die Windler-Stiftung, sich bei Zustandekommen der Erweiterungsbauten substanziell beteiligen zu wollen. Insgesamt sei ein Beitrag von maximal 14,4 Millionen Franken vorgesehen. Finanzreferent Daniel Preisig ist seitens Stadt zuständig für das Projekt. Man befinde sich in den letzten Zügen der Verabschiedung an die Parlamente. «Die Erweiterung des Hallensportzentrums ist klar ein Gewinn für Schaffhausen als Sportstadt. Und die Öffentlich-Private Partnerschaft ist auch für die öffentliche Hand ein gutes Geschäft. Schliesslich ist die Erweiterung auch für den Schul- und Vereinssport nutzbar.»


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