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VC Kanti 1. Liga testete gegen die Volleyball Academy.

Das VC-Kanti-1.-Liga-Team unter der Leitung von Trainer Claudio Kriech testete erstmals mit dem Team der Saison 2025/26 und gewann mit 3:1 gegen die Volleyball Academy. Momentan ist das Team noch nicht komplett, weshalb einige Spielerinnen aus dem 2.-Liga-Team ausgeholfen haben. Für die Mittespielerin Olivia Nussbaumer konnte bisher noch kein adäquater Ersatz gefunden werden. Eine Fussverletzung verhindert bislang das Comeback der ehemaligen NLA-Spielerin Natalia Cukseeva. Für sie konnte mit Elisa Suriano-Schmid, einer weiteren ehemaligen Kanti-NLA-Spielerin, ein guter Ersatz gefunden werden. (wschl/R.Sta.)
«Die Verleihung macht mich stolz»
Die Stadt Schaffhausen zeichnet Heinz Looser, der sich seit über 40 Jahren im Volleyballsport und insbesondere beim VC Kanti Schaffhausen engagiert, mit der Ehrenmedaille des Jahres 2025 aus.

Bescheiden, aber stolz: Heinz Looser mit der Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen. Bild: Reinhard Standke
Mit der Ehrenmedaille würdigt die Stadt Schaffhausen seit 2019 Personen, die sich für die Stadt in besonderem Masse verdient gemacht haben, zum Beispiel durch herausragendes Engagement im sozialen oder gesellschaftlichen Bereich. Die Verleihung erfolgt gemäss Reglement in der Regel alle zwei Jahre. Wurde 2019 mit Richard Rickli der langjährige Geschäftsführer der Altra Schaffhausen ausgezeichnet, ehrt die Stadt Schaffhausen mit Heinz Looser im Jahr 2025 eine Persönlichkeit, die sich seit über 40 Jahren für die Förderung des Volleyballsports einsetzt – und dies nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Breitensport und insbesondere beim Nachwuchs.
Die eigene sportliche Laufbahn von Heinz Looser war im Fussball erfolgt. Der 1957 geborene Stadt-Schaffhauser durchlief beim FC Schaffhausen alle Juniorenstufen, spielte im «Inter A1», der damals in der Schweiz höchsten Juniorenliga und stand zweimal im Kader der ersten Mannschaft. «Als der damalige Trainer Urs Siegenthaler begann, tagsüber zu trainieren, entschied ich mich für meinen Beruf als Strassenbaupolier.» Looser spielte dann noch beim FC Diessenhofen in der 2. und 3. Liga und beendete seine eigene sportliche Laufbahn mit rund 25 Jahren. Mit 28 gründete er sein erstes eigenes Geschäft, welches er im Sinne einer Nachfolgeregelung im Alter von 60 verkauft hatte, sich beim neuen Eigentümer zunächst anstellen liess, dann aber im neuen Kantonal-Städtischen Werkhof eine neue Aufgabe übernehmen konnte. Im Alter von 65 Jahren gründete Looser wieder eine eigene Firma und arbeitet seitdem als Freelancer, mit abnehmender Arbeitszeit für die Stadt Schaffhausern und Private.
Mit dem Volleyballsport in Kontakt kam er über seine spätere Frau Daniela, die damals mit dem VC Kanti unter Trainer Jakob Geier in der 1. Liga beziehungsweise Nationalliga B spielte. Heinz Looser stellte sich zunächst bei Bedarf als Chauffeur für Auswärtsspiele zur Verfügung, half, Sponsoren zu suchen für Werbung auf dem Trainingsanzug, kam dann 1985 in den Vorstand und wurde 1987 zum Präsidenten gewählt. Ein Amt, das er erst 2017 an seinen Neffen Sandro Poles abgeben sollte.
Der VC Kanti hatte 1991 den Aufstieg in die Nationalliga A geschafft, der er seit dem ununterbrochen angehört, der Verein gehört heute zu den renommiertesten Volleyballklubs der Schweiz. Zu den grössten Erfolgen zählen die Schweizer Cupsiege 2000, 2009 und 2021.
Wie erklärt Heinz Looser sein Engagement, welches er immer mehr ausgebaut hatte? «Das kann ich eigentlich nicht genau sagen. Am Anfang ging es nur um das Mithelfen, zum Beispiel beim Suchen von Inserenten für das Klubheft, das damals gemeinsam mit dem Club Omega erstellt wurde.» «Strukturen wie Marketing und Sponsoring kannte man damals noch nicht beim VC Kanti», erläutert er. «Durch meine Beziehungen konnte ich dann die Wirtschaft mit einbeziehen.» Der Startschuss zum heutigen Club Pallavolo war 1995 in der damaligen Marketinggruppe des Vereins gefallen.
Und irgendwie hat sich dann alles so ergeben
Einen Zeitrahmen hatte sich Heinz Looser zu Beginn seines Einsatzes für den Verein nicht gesetzt. «Es sind jetzt über 40 Jahre, alles zusammengezählt, in denen ich etwas für den VC Kanti mache», sagt Looser. «Am Anfang habe ich nicht daran gedacht, es hat sich einfach so ergeben. Der Verein hat sich entwickelt, man hat sich neue Ziele gesetzt, und wir haben mit guten Leuten zusammengearbeitet, erinnert sich der Macher beim VC Kanti. «Ich habe eigentlich in der ersten Phase zwei Geschäfte aufgebaut: mein Pflästerungsgeschäft und den VC Kanti. Im einen Geschäft habe ich Geld verdient, im anderen Geschäft Geld ausgegeben», lacht Looser.
«Ich bereue es nicht, es ist ein grosser Teil von meinem Leben, ich konnte etwas bewegen in den vielen Jahren», erinnert sich der heute 68-Jährige. «Es ist mir auch zugutegekommen, ich habe eine grosse Akzeptanz erreicht in Schaffhausen, die ich auch im Geschäft gemerkt habe. Ich bereue es zu keiner Minute. Ich war von Anfang an ein Macher. Ich war Juniorentrainer im Fussball, Leiter in der Jungwacht, Oberministrant, ich habe mich immer für alles eingesetzt.» Der Beruf, Pflästerungsbereich und Strassenbau, und Volleyball seien auch Hobbys gewesen. Looser sass auch eine Legislaturperiode im Grossen Stadtrat und war vier Jahre Mitglied im Zentralvorstand von Swiss Volley (zu Zeiten, als es dem Verband finanziell schlecht ging) mit Zuständigkeit Nationalliga A. 2021 wurde er mit dem «Prix Benevolley» vom Verband ausgezeichnet.
Mit der Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen wird das ehrenamtliche Werk von Heinz Looser nun ein weiteres Mal gewürdigt. «Sein Wirken ist geprägt von Bescheidenheit, Ausdauer und einer tiefen Verbundenheit mit dem Verein und der Region» schreibt der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm in der Ankündigung der Verleihung. «Ohne sein Engagement wäre der VC Kanti nicht da, wo er heute steht: ein sportliches Aushängeschild der Stadt und ein stark verankerter Verein mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz.»
Looser dankt auch den vielen Helferinnen und Helfern
«Die Verleihung macht mich stolz, man erhält etwas für die jahrelange Arbeit, ich habe Freude. Es erfüllt mich mit Stolz, dass die zweite verliehene Medaille an den Sport geht», so Heinz Looser, der die Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen im Pavillon im Park aus den Händen von Stadtpräsident Neukomm entgegennehmen konnte. «Ich bin mir auch bewusst, dass ich in all den Jahren der Motor war, es hat immer viele Helferinnen und Helfer gebraucht, alleine hätte ich es nicht machen können. Die Medaille wird zu Hause einen Platz finden, gehört zu einem kleinen Teil aber auch denen, die mitgeholfen haben.»
Erkenntnisreiches erstes Testspiel des VC Kanti
Am vierten Trainingstag der Saisonvorbereitung gewann der VC Kanti vier der fünf gespielten Sätz gegen die Volleyball Academy.

Topscorerin Jordan Lockwood (Mitte) soll auch in der Saison 2025/26 viele Punkte erzielen. Bild:Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Mit einer gewissen Vorermüdung ging das Team des VC Kanti in das erste Testspiel in der Vorbereitungsphase auf die Saison 2025/26. Sehr früh, bereits am vierten Trainingstag mit dem kompletten Kader, stand der Match gegen das Team der Volleyball Academy Zürich an. Als nationaler Nachwuchsverein erhält das Team unabhängig vom sportlichen Rang einen Platz in der NLA.
Während die Mannschaft der Academy bereits seit zwei Monaten zusammen trainiert, startete Kanti am Montag in die eigentliche Saisonvorbereitung. Eine Stunde Krafttraining, fünf Stunden Balltraining – dieses happige Programm hatte in den letzten drei Tagen auf der Agenda der Spielerinnen gestanden. Gestern Abend folgte nun im nicht öffentlichen Testspiel die erste Bewährungsprobe auf dem Spielfeld.
Dabei sollten die Gäste den besseren Start erwischen und sicherten sich mit einer guten defensiv und Angriffsleistung den ersten Satz (25:20). «Wir hatten noch keine Abstimmung und machten viele Angriffsfehler», so Nicki Neubauer nach der Partie.
Besser machte es sein Team dann ab Satz zwei, die Angriffsleistung wurde besser, die Gegnerinnen vollzogen vor Satzende viele Wechsel. Kanti konnte diesen Durchgang mit 25:16 für sich entscheiden. In verschiedenen Zusammensetzungen, mal mit Sydney Cole, mal mit Alessia Pazin als Zuspielerin, gewannen die Gastgeberinnen auch die folgenden Sätze (25:24, 25:15, 15:12). Einsatzzeit erhalten hatten alle weiteren neuen Spielerinnen: Libera Kimi Schnegg, die Aussenangreiferinnen Erin Shomaker und Josipa Markovic sowie die Mittelblockerinnen Martina Koch und Netta Rekola.
«Wir haben heute gesehen, woran wir arbeiten müssen, als Team und individuell», bilanzierte Trainer Neubauer im Anschluss an das erste Trainingsspiel. Nach dem heutigen Trainingstag dürfen sich die 13 Spielerinnen auf ein trainingsfreies Wochenende freuen. Ab Mittwoch steht die Reise ins österreichische Linz an, wo von Freitag bis Sonntag ein Turnier gegen Olymp Praha, die Gastgeberinnen Linz Steelvolleys und Kravolo Pole Brno ansteht.
Club Pallavolo beim Pétanque-Club Herblingen
Bereits zum 18. Mal durfte der Sponsorenclub des VC Kanti, Club Pallavolo , das Gastrecht des Pétanque Club Herblingen in Anspruch nehmen. Acht Dreier-Teams und zwei Zweier-Teams kämpften bei wunderbar sommerlichen Temperaturen und herrlichem Sonnenschein um den begehrten Pokal. Wie schon im Jahre 2023 ist Roberto Belotti (r.), Präsident des Club Pallavolo und Geschäftsleiter der Wenger+Wirz AG, im Siegerteam und steht zusammen mit Christian Ott (l.) vom ebnatPark.ch zuoberst auf dem Podest. Abgerundet wurde der Sponsorenanlass mit feinen Grillspiessen sowie einem Salatbüffet von «Partyvogel Catering» von Babu und Harry Waldvogel . Der nächste Spieltermin ist bereits reserviert. (R.Sta)



