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Turniersieg für VC Kanti beim Linz AG Cup
Starker Auftritt zum Auftakt der neuen Saison: Der VC Kanti gewinnt den Linz AG Cup in Linz (AUT) und zeigt sich bereits in überzeugender Frühform.

Im Rahmen der Saisonvorbereitung nahm der VC Kanti am international besetzten Linz AG Cup teil. Mit dabei waren neben dem Gastgeberteam Linz AG Steelvolleys auch die beiden tschechischen Erstligisten Olymp Praha und VK Královo Pole Brno – ein anspruchsvolles Teilnehmerfeld, das für das neuformierte Kanti-Team eine echte Standortbestimmung bedeutete.
Erfolgreicher Start gegen Olymp Praha
Gleich im ersten Spiel am Freitagabend traf der VC Kanti auf Olymp Praha, das in der vergangenen Saison Platz 4 in der tschechischen Liga belegte. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit von nur zwei Wochen präsentierte sich das Team konzentriert und durchschlagskräftig – und setzte sich mit 3:1 (25:18, 18:25, 25:14, 25:19) durch. Nur im zweiten Satz musste man sich kurzzeitig geschlagen geben, fand aber schnell zurück zur eigenen Linie.
Souverän gegen das Heimteam
Am Samstag folgte das Duell mit dem Turnier-Gastgeber Linz AG Steelvolleys. In einem durchgehend kontrollierten Spiel ließ Kanti dem Heimteam keine Chance und gewann klar mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:20). Mit dem zweiten Sieg in Folge übernahmen die Schaffhauserinnen die Tabellenführung im Turnier.
Frühes Spiel, klarer Sieg
Am Sonntagmorgen – zur ungewohnten Anspielzeit um 08:45 Uhr – stand das letzte Spiel gegen VK Královo Pole Brno auf dem Programm. Nach einem kurzen Rückstand im ersten Satz übernahm Kanti die Kontrolle und gewann letztlich deutlich mit 3:0 (25:22, 25:17, 25:13). Damit sicherte sich das Team den Turniersieg mit drei Siegen aus drei Spielen – und mit nur einem Satz-Verlust.
Breiter Einsatz, gute Teamleistung
Mit Ausnahme von Martina Koch, die aufgrund einer leichten Muskelverhärtung pausierte, kamen alle mitgereisten Spielerinnen zum Einsatz. Zudem wurden verschiedene Aufstellungsoptionen getestet, was der Teamentwicklung in der frühen Saisonphase zugutekommt.
Trainer Nicki Neubauer zieht Fazit:
„Noch ist nicht alles wie es sein sollte, und Vorbereitungsergebnisse sind immer mit Vorsicht zu bewerten. Aber die Mannschaft harmoniert bereits gut, und ich bin mit dem Gezeigten zufrieden. Jetzt gilt es, die Partien genau zu analysieren und an der Feinabstimmung weiterzuarbeiten.“
Heimspiel am 28. September – Eintritt frei
Die nächste Gelegenheit, den VC Kanti live zu sehen, gibt es am Sonntag, 28. September 2025, um 12:00 Uhr in der heimischen BBC Arena. Zu Gast ist das französische Team Volley Mulhouse Alsace – der Eintritt ist frei.
Bilder Bericht SN Video: Olymp Praha - Kanti Schaffhausen, LINZ AG Steelvolleys - Kanti Schaffhausen, Kanti Schaffhausen - VK Královo Pole Brno
Riesiges Sportzentrum geplant
Lange schien die geplante Erweiterung der BBC-Arena im Schweizersbild auf Eis gelegt. Doch Recherchen der SN zeigen: Die Zusatzbauten sollen kommen – und weitaus grösser werden als bisher bekannt.

Die Fotomontage zeigt die beiden überarbeiteten Erweiterungsbereiche bei der BBC-Arena. Bild: ZvG / Stiftung Schweizersbild
Tobias BolliSCHAFFHAUSEN. Lange Zeit herrschte Totenstille rund um eine der grössten geplanten Sportanlagen im Kanton. Das letzte Lebenszeichen gelangte im März 2022 an die Öffentlichkeit, als die Kantonsregierung das Projekt der Gemeinnützigen Stiftung Schweizersbild in einer Vorlage zuhanden des Parlaments skizzierte. Schon damals waren die Dimensionen des Projekts beeindruckend. Die Rede war von einer doppelten Erweiterung der Event- und Sporthalle BBC-Arena, die als Heimspielstätte der Kadetten Schaffhausen dient. Zum einen wurde mit dem «Projekt West» ein Anbau an die BBC-Arena geplant. Hier sollten Unterkünfte sowie Trainings- und Wettkampfräume für das nationale Leistungssportzentrum im Tischtennis entstehen. In weiteren Räumen hätten sich Hobbysportler in Taekwondo und anderen asiatischen Kampfsportarten messen können.
Das zweite Teilprojekt umfasste einen Neubau auf einer Landparzelle der Stadt Schaffhausen, ungefähr auf dem Areal des heutigen Besucherparkplatzes der BBC-Arena. Neben Parkierungsmöglichkeiten waren zwei Grossraumhallen geplant, die genügend Platz für die Ausübung verschiedenster Sportarten versprachen. Die gesamten Baukosten beliefen sich laut Vorlage auf rund 19,98 Millionen Franken. Im Raum stand seitens des Kantons ein einmaliger Unterstützungsbeitrag von 2’997’687 Franken. Dieser wäre haarscharf unter der gesetzlichen Limite von 3 Millionen Franken gelegen, deren Überschreitung eine obligatorische Volksabstimmung auslöst.
Nach Überweisung des Antrags an den Kantonsrat passierte – nichts. Denn kurz nach Überweisung des Papiers stellte sich dessen Grundlage bereits wieder als überholt heraus – und damit auch die Voraussetzung für die Berechnung des Unterstützungsbeitrags.
Baukosten fast verdoppelt
Die Stiftung Schweizersbild mit Giorgio Behr als Präsident des Stiftungsrats kündigte eine grundlegende Überarbeitung an. Vor rund einem Monat wurde Stadt und Kanton mitgeteilt, dass nun ein definites Projekt ausgearbeitet worden sei. Und dieses hat es in sich.
Waren vorher noch rund 20 Millionen Franken für die beiden Zusatzbauten vorgesehen, verdoppelten sich die Baukosten in der Zwischenzeit auf rund 37 Millionen Franken. Zum Vergleich: Der Bau der BBC-Arena und des dazugehörigen Campus kostete damals rund 23 Millionen Franken. Das Volumen der Gebäude soll in der aktualisierten Version deutlich grösser werden. Geplant sind nicht weniger als fünf Grossraumhallen. Laut Giorgio Behr würde es sich um das «grösste Hallensportzentrum der Schweiz» handeln. Die Erweiterung des Erweiterungsprojekts erklärt er mit den Bedürfnissen zusätzlicher Vereine, welche auf die Stiftung zugekommen seien. Insgesamt soll die erweiterte Anlage etwa 13 verschiedenen Sportarten eine Trainingsmöglichkeit bieten. Es gebe, so Behr, eigentlich keine relevante Hallensportart, die nicht berücksichtigt werden könne.
Aufgrund der Anfragen habe «die Stiftung unter anderem den Ausbau für eine Indoor-Leichtathletik-Anlage, den Einbezug der leer stehenden Reithalle sowie die Ausrichtung der ursprünglich geplanten Erweiterung auf Rollstuhlsport und weitere Hallensportarten geprüft». Ebenfalls vorgesehen sind weitere Unterkünfte, die sich in Zusammenarbeit mit dem Hotel Hohberg auf insgesamt über 200 Betten belaufen sollen. Wie heute sollen die Kosten pro Nacht und Person rund 45 Franken betragen.
Das Volk hat das letzte Wort
Das finale Projekt diene fast ausschliesslich dem Jugend- und Breitensport, betont Behr. Es entspreche ganz dem Konzept von Stadt und Kanton zur Finanzierung von Sportanlagen und verfolge, anders als etwa das Kletterzentrum Aranea, keine Gewinnabsicht. «Die Stiftung hat das Projekt den Behörden vorgestellt. In einem nächsten Schritt werden Stadt und Kanton sowie die Politik prüfen und entscheiden müssen, ob das in der Schweiz grösste und wohl auch im europäischen Vergleich bedeutende Hallensportzentrum entstehen soll.»
Behr wünscht sich eine Beteiligung von Stadt und Kanton von je 15 Prozent an den Gesamtkosten. Das entspricht dem Maximum, das laut Kantonalem Sportanlagenkonzept (Kasak) als Unterstützungsbeitrag für private Sportprojekte gesprochen werden kann. Diese Beiträge würden sich auf je etwa 6 Millionen Franken belaufen. Im Gegensatz zum ursprünglichen Projekt würden sie die Limite von 3 Millionen Franken klar übersteigen. Behr sieht das positiv: «Wir wollen eine Volksabstimmung.»
Auf Anfrage bestätigt die Windler-Stiftung, sich bei Zustandekommen der Erweiterungsbauten substanziell beteiligen zu wollen. Insgesamt sei ein Beitrag von maximal 14,4 Millionen Franken vorgesehen. Finanzreferent Daniel Preisig ist seitens Stadt zuständig für das Projekt. Man befinde sich in den letzten Zügen der Verabschiedung an die Parlamente. «Die Erweiterung des Hallensportzentrums ist klar ein Gewinn für Schaffhausen als Sportstadt. Und die Öffentlich-Private Partnerschaft ist auch für die öffentliche Hand ein gutes Geschäft. Schliesslich ist die Erweiterung auch für den Schul- und Vereinssport nutzbar.»
VC Kanti 1. Liga testete gegen die Volleyball Academy.

Das VC-Kanti-1.-Liga-Team unter der Leitung von Trainer Claudio Kriech testete erstmals mit dem Team der Saison 2025/26 und gewann mit 3:1 gegen die Volleyball Academy. Momentan ist das Team noch nicht komplett, weshalb einige Spielerinnen aus dem 2.-Liga-Team ausgeholfen haben. Für die Mittespielerin Olivia Nussbaumer konnte bisher noch kein adäquater Ersatz gefunden werden. Eine Fussverletzung verhindert bislang das Comeback der ehemaligen NLA-Spielerin Natalia Cukseeva. Für sie konnte mit Elisa Suriano-Schmid, einer weiteren ehemaligen Kanti-NLA-Spielerin, ein guter Ersatz gefunden werden. (wschl/R.Sta.)
«Die Verleihung macht mich stolz»
Die Stadt Schaffhausen zeichnet Heinz Looser, der sich seit über 40 Jahren im Volleyballsport und insbesondere beim VC Kanti Schaffhausen engagiert, mit der Ehrenmedaille des Jahres 2025 aus.

Bescheiden, aber stolz: Heinz Looser mit der Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen. Bild: Reinhard Standke
Mit der Ehrenmedaille würdigt die Stadt Schaffhausen seit 2019 Personen, die sich für die Stadt in besonderem Masse verdient gemacht haben, zum Beispiel durch herausragendes Engagement im sozialen oder gesellschaftlichen Bereich. Die Verleihung erfolgt gemäss Reglement in der Regel alle zwei Jahre. Wurde 2019 mit Richard Rickli der langjährige Geschäftsführer der Altra Schaffhausen ausgezeichnet, ehrt die Stadt Schaffhausen mit Heinz Looser im Jahr 2025 eine Persönlichkeit, die sich seit über 40 Jahren für die Förderung des Volleyballsports einsetzt – und dies nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Breitensport und insbesondere beim Nachwuchs.
Die eigene sportliche Laufbahn von Heinz Looser war im Fussball erfolgt. Der 1957 geborene Stadt-Schaffhauser durchlief beim FC Schaffhausen alle Juniorenstufen, spielte im «Inter A1», der damals in der Schweiz höchsten Juniorenliga und stand zweimal im Kader der ersten Mannschaft. «Als der damalige Trainer Urs Siegenthaler begann, tagsüber zu trainieren, entschied ich mich für meinen Beruf als Strassenbaupolier.» Looser spielte dann noch beim FC Diessenhofen in der 2. und 3. Liga und beendete seine eigene sportliche Laufbahn mit rund 25 Jahren. Mit 28 gründete er sein erstes eigenes Geschäft, welches er im Sinne einer Nachfolgeregelung im Alter von 60 verkauft hatte, sich beim neuen Eigentümer zunächst anstellen liess, dann aber im neuen Kantonal-Städtischen Werkhof eine neue Aufgabe übernehmen konnte. Im Alter von 65 Jahren gründete Looser wieder eine eigene Firma und arbeitet seitdem als Freelancer, mit abnehmender Arbeitszeit für die Stadt Schaffhausern und Private.
Mit dem Volleyballsport in Kontakt kam er über seine spätere Frau Daniela, die damals mit dem VC Kanti unter Trainer Jakob Geier in der 1. Liga beziehungsweise Nationalliga B spielte. Heinz Looser stellte sich zunächst bei Bedarf als Chauffeur für Auswärtsspiele zur Verfügung, half, Sponsoren zu suchen für Werbung auf dem Trainingsanzug, kam dann 1985 in den Vorstand und wurde 1987 zum Präsidenten gewählt. Ein Amt, das er erst 2017 an seinen Neffen Sandro Poles abgeben sollte.
Der VC Kanti hatte 1991 den Aufstieg in die Nationalliga A geschafft, der er seit dem ununterbrochen angehört, der Verein gehört heute zu den renommiertesten Volleyballklubs der Schweiz. Zu den grössten Erfolgen zählen die Schweizer Cupsiege 2000, 2009 und 2021.
Wie erklärt Heinz Looser sein Engagement, welches er immer mehr ausgebaut hatte? «Das kann ich eigentlich nicht genau sagen. Am Anfang ging es nur um das Mithelfen, zum Beispiel beim Suchen von Inserenten für das Klubheft, das damals gemeinsam mit dem Club Omega erstellt wurde.» «Strukturen wie Marketing und Sponsoring kannte man damals noch nicht beim VC Kanti», erläutert er. «Durch meine Beziehungen konnte ich dann die Wirtschaft mit einbeziehen.» Der Startschuss zum heutigen Club Pallavolo war 1995 in der damaligen Marketinggruppe des Vereins gefallen.
Und irgendwie hat sich dann alles so ergeben
Einen Zeitrahmen hatte sich Heinz Looser zu Beginn seines Einsatzes für den Verein nicht gesetzt. «Es sind jetzt über 40 Jahre, alles zusammengezählt, in denen ich etwas für den VC Kanti mache», sagt Looser. «Am Anfang habe ich nicht daran gedacht, es hat sich einfach so ergeben. Der Verein hat sich entwickelt, man hat sich neue Ziele gesetzt, und wir haben mit guten Leuten zusammengearbeitet, erinnert sich der Macher beim VC Kanti. «Ich habe eigentlich in der ersten Phase zwei Geschäfte aufgebaut: mein Pflästerungsgeschäft und den VC Kanti. Im einen Geschäft habe ich Geld verdient, im anderen Geschäft Geld ausgegeben», lacht Looser.
«Ich bereue es nicht, es ist ein grosser Teil von meinem Leben, ich konnte etwas bewegen in den vielen Jahren», erinnert sich der heute 68-Jährige. «Es ist mir auch zugutegekommen, ich habe eine grosse Akzeptanz erreicht in Schaffhausen, die ich auch im Geschäft gemerkt habe. Ich bereue es zu keiner Minute. Ich war von Anfang an ein Macher. Ich war Juniorentrainer im Fussball, Leiter in der Jungwacht, Oberministrant, ich habe mich immer für alles eingesetzt.» Der Beruf, Pflästerungsbereich und Strassenbau, und Volleyball seien auch Hobbys gewesen. Looser sass auch eine Legislaturperiode im Grossen Stadtrat und war vier Jahre Mitglied im Zentralvorstand von Swiss Volley (zu Zeiten, als es dem Verband finanziell schlecht ging) mit Zuständigkeit Nationalliga A. 2021 wurde er mit dem «Prix Benevolley» vom Verband ausgezeichnet.
Mit der Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen wird das ehrenamtliche Werk von Heinz Looser nun ein weiteres Mal gewürdigt. «Sein Wirken ist geprägt von Bescheidenheit, Ausdauer und einer tiefen Verbundenheit mit dem Verein und der Region» schreibt der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm in der Ankündigung der Verleihung. «Ohne sein Engagement wäre der VC Kanti nicht da, wo er heute steht: ein sportliches Aushängeschild der Stadt und ein stark verankerter Verein mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz.»
Looser dankt auch den vielen Helferinnen und Helfern
«Die Verleihung macht mich stolz, man erhält etwas für die jahrelange Arbeit, ich habe Freude. Es erfüllt mich mit Stolz, dass die zweite verliehene Medaille an den Sport geht», so Heinz Looser, der die Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen im Pavillon im Park aus den Händen von Stadtpräsident Neukomm entgegennehmen konnte. «Ich bin mir auch bewusst, dass ich in all den Jahren der Motor war, es hat immer viele Helferinnen und Helfer gebraucht, alleine hätte ich es nicht machen können. Die Medaille wird zu Hause einen Platz finden, gehört zu einem kleinen Teil aber auch denen, die mitgeholfen haben.»



