Zum Hauptinhalt springen
VC Kanti Impressionen

Media


Topscorer

Volleyball macht Schule

News

Stark aufschlagen und die Spannung hochhalten

Zwischen Saisonauftakt und Supercup steht für den VC Kanti heute das vorgezogene Ligaspiel in Düdingen an.

Jordan Lockwood (Mitte, Nummer 9) tritt heute Abend in Düdingen für den VC Kanti Schaffhausen im Topscorer-Trikot an. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Vier Tage nach dem Saisonauftakt, an dem der VC Kanti nicht wie erhofft punkten konnte, steht bereits der zweite NLA-Match an. Dieser wurde von Samstag auf heute vorgezogen, da die Schaffhauserinnen als Vizemeister in drei Tagen in Gümligen den Supercup gegen Meister und Cupsieger Neuenburg UC bestreiten. Viel Zeit gebe es gar nicht, das verlorene Spiel gegen Franches-Montagnes mit der Mannschaft nachzubereiten, äussert sich Cheftrainer Nicki Neubauer. Viel mehr hätten die Spielerinnen individuell die Möglichkeit genutzt, die Videoaufzeichnung anzusehen. Kanti unterlag zum Saisonauftakt mit 1:3 Sätzen, der Gesamtpunktestand betrug dabei 92:94.

Eigene Fehler gebaut

Nach dem eigenen Studium sah Neubauer seinen ersten Eindruck vom Spiel bestätigt: «Es gibt Momente, in denen wir den Ball in einer sehr guten Situation für uns nicht ‹totmachen›, sondern eher noch einen Fehler daraus bauen. Individuell haben wir zwar nicht sehr viele Fehler gemacht, aber es sind in der Summe einfach zu viele gewesen», erläutert der Trainer des VC Kanti. «Vor allem ist es in Momenten passiert, in denen wir noch mal wegkommen könnten, wie im zweiten Satz oder im dritten, vierten Satz in Momenten, in denen wir noch einmal hätten rankommen können. Diese Momente brechen uns mental.» Zudem hatte das Gastteam eine gute Leistung in der Abwehr gezeigt. «Sie konnten Bälle noch herauskratzen, die fast schon ein Punkt für uns waren, und dann noch selber verwerten. Und so kam dann die Niederlage zustande.»

Unmittelbar nach dem Spiel hatte Nicki Neubauer die Leistung vor allem im Angriff kritisiert, während er die Annahme als sehr gut einstufte. Mit zunehmender Dauer des Spieles habe man aber Probleme gehabt, das Block-Abwehr-System zu halten. «Wir müssen versuchen, mehr erstes Tempo zu spielen mit unseren Mittelblockern, da ist im Laufe des Spieles die Präzision verloren gegangen», blickt der Trainer des VC Kanti zurück und voraus. «Wenn wir in der Annahme so weiterspielen, können wir im Bereich Block, Aufschlag, Abwehr sicher zulegen. Wir müssen aus der Niederlage lernen.» Die Mannschaft werde Zeit brauchen, sich zu entwickeln, so Neubauer.

Weiter gut annehmen

Während der VC Kanti sieben Zuzüge zu verzeichnen hatte, holte der heutige Gegner Volley Düdingen die Aussenangreiferin Chiara Petitat aus Cheseaux sowie drei junge Spielerinnen vom Nachwuchszentrum aus Freiburg. Beim 3:1-Auftakt im Toggenburg taten sich die Freiburgerinnen recht schwer. «Sie spielen aggressiver und schneller als letztes Jahr, vor allem mit den Aussenangreiferinnen.» Somit sei ihr Spiel mit Sarina Wieland und Samantha Hill sehr aussenlastig, erklärt der Kanti-Trainer.

«Wir müssen mit unserem Aufschlag ansetzen, damit sie etwas wegkommen von ihrem schnellen Spiel.» Der Fokus liege aber sonst mehr beim eigenen Team, insbesondere das Spiel in den zuvor erwähnten Momenten zu Ende zu spielen und die Spannung hochzuhalten.

Infos       Livestream

VC Kanti 2 unterliegt zum Saisonstart bei Züri Unterland.

Block von Lara Schreiber (5) und Ana Turkalj (9), dahinter: Melanie Kunz (1). Links: Trainer Claudio Kriech. Bild: M. Räss


Der VC Kanti Schaffhausen 2 trat im ersten Spiel der 1. Liga in dieser Saison mit Respekt die Begegnung gegen den VBC Züri Unterland an. Die neuformierte Mannschaft, von der zwei Spielerinnen abwesend waren, startete gut in den ersten Satz. Beide Mannschaften spielten zum Anfang des Spiels sehr ausgeglichen, bis zum Stand 11:13, da legte die Heimmannschaft aus dem Kanton Zürich zu, vor allem servierten sie sehr präzise und fehlerfrei. Sie gewannen den ersten Satz mit 25:18. Die Sätze zwei und drei ähnelten sich sehr. Der VC Kanti 2 startete jeweils sehr konzentriert und motiviert, aber in der Mitte der beiden Sätze steigerte sich der VBC Unterland und gewann diese jeweils mit 25:15. Somit ging die Begegnung mit 3:0 an den VBC Züri Unterland. Kanti-Coach Claudio Krieg war dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die sich noch in der Eingewöhnungsphase befindet. Am Samstag, den 18. Oktober, tritt das Team VC Kanti 2 auswärts beim STV St. Gallen Volleyball an. (mrä)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. VBC Züri Unterland- Kanti Schaffhausen 2 3:0 (25:18, 25:15, 25:15). - VC Kanti 2 mit Kunz (Passeuse), M. Schmid, Diemling, Saipi/Rubli (Libera), Turkalj, Schreiber, Bukovac, eingewechselt: E. Schmid; abwesend: Pensini, Guyer. – Weitere Resultate vom Wochenende: Appenzeller Bären - Volley Toggenburg 0:3 (23:25, 18:25, 17:25). STV St.Gallen - Volley Rüschlikon 3:2 (25:18, 25:20, 24:26, 20:25, 15:3). – Rangliste: 1. VBC Züri Unterland 2/6 (6:0). 2. VC Smash Winterthur 1/3 (3:0). 3. Volley Rüschlikon 2/3 (5:5). 4. Volley Toggenburg 2/3 (3:3). 5. STV St.Gallen Volleyball 1/2 (3:2). 6. VBC Voléro Zürich 1/2 (3:2). 7. Volley Aadorf 1/1 (2:3). 8. Pallavolo Kreuzlingen 1/1 (2:3). 9. Volley Näfels 0/0 (0:0). 10. Appenzeller Bären 1/0 (0:3). 11. NNV Volleyball Academy 1/0 (0:3). 12. VC Kanti Schaffhausen 2 1/0 (0:3). - Alle Resultate und Ranglisten, auch die regionalen Ligen, gibt es im Gamecenter unter www.volleyball.ch



Kanti startet mit Niederlage in die Saison

Am Ende zu viele Fehler und unter dem Strich einige Baustellen – dies offenbarte der Vizemeister VC Kanti beim Auftaktspiel der Nationalliga A gegen Franches Montagnes.

Erfolgloser Blockversuch von Netta Rekola und Alessia Pazin gegen VFM Topscorerin Karen Renteria. Bild: W.Sch..

Reinhard Standke

«Wir haben eigentlich gut angefangen, dann aber im Angriff viel liegen gelassen und viele Fehler gemacht», fasste der Cheftrainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, die 100 Spielminuten des Auftaktspiels seines Teams zusammen. Neubauer, der sich im Vorfeld noch nicht auf eine Stammformation festlegen wollte, schickte am Samstag gegen Franches-Montagnes zu Beginn mit Alessia Pazin (Zuspiel) und Isabella Loffreda (Libera) zwei Kanti-Eigengewächse sowie fünf Ausländerinnen auf das Feld (Captain Holásková, Lockwood, Rekola, Lieb und Marković). Nach einem etwas herzigen Beginn (3:5) folgte eine kurze Phase mit ausgeglichenem Spielstand, dann zog das Heimteam mit einer Aufschlagsserie von Katerina Holásková von 13:11 auf 18:11 davon und brachte den erarbeiteten Vorsprung zu Ende (25:17). Kanti zeigte sich etwas besser im Aufschlag, Abwehr und Angriff, machte aber mehr Fehler. Kurz vor Satzende hatte Nicki Neubauer beim Zuspiel Cole für Pazin gebracht sowie auf der Mitte Koch für Rekola, begann im zweiten Durchgang dann wieder mit der Startformation. Diese sollte immer wieder gegen die in der Rotation umstellenden Gäste in Rückstand geraten (2:5, 8:10, 12:14, 17:18). Franches-Montagnes verteidigte gut gegen die Aufschläge und Angriffe des VC Kanti und punktete selber, trotz einer höheren Fehlerquote, immer mehr durch Rentaria, Varé und Bonardi. Hin und her ging es in einer hektischen Schlussphase. Kanti führte 22:20, musste den Ausgleich hinnehmen, kam zu zwei Satzbällen, die nicht genutzt wurden, und musste mit 25:27 den Satzausgleich hinnehmen.

Den dritten Durchgang gestaltete Kanti, wieder mit der Startformation beginnend, entweder punktgleich oder mit bis zu drei Punkten in Führung liegend. Nach dem erzielten 19:18 brachte Nicki Neubauer, wie schon im ersten Satz, Cole für Pazin und Koch für Rekola. Kanti geriet jedoch in Rückstand und gab auch diesen Satz ab (21:25). Bei den Schaffhauserinnen kehrte die letzte Aufstellung nach der Pause auf das Feld zurück. Das Team geriet jedoch nach dem 1:1 in Rückstand, machte viele Fehler (11:5). Beim 1:4 kam Erin Shomaker für Josipa Marković auf das Feld. Franches-Montagnes war im Flow und holte sich nach dem 16:10-Zwischenstand mit noch einmal 25:21 Satz und Match. Dem Vizemeister war der Auftakt in die neue Saison misslungen. Hatte Trainer Neubauer nach den letzten Testspielen auf die Baustellen in der Abwehr und auf dem Feld hingewiesen, zeigte er sich nach dem Samstagsspiel mit der Verteidigung noch zufrieden, kritisierte aber die Angriffsleistung. «Wir haben viel liegen gelassen und viele Fehler gemacht. Auch nach guter Annahme», so der Trainer des VC Kanti. «Wir haben es mit der Brechstange versucht, wir müssen die Sachen aber ordentlich machen.» Zum Teil habe auch die Präzision gefehlt.

Nachdem in den letzten vier Testspielen der Siegesjubel ausgeblieben war und nun eine weitere Niederlage hinzukam, wird das Selbstbewusstsein beim Team etwas angekratzt sein. Dies gilt es vor der Partie vom Mittwochabend bei Volley Düdingen wieder aufzubauen. Dieses Spiel der zweiten NLA-Runde wurde aufgrund des Supercups, in dessen Rahmen die Schaffhauserinnen am Samstag in Gümligen auf Neuenburg UC treffen, um drei Tage vorgezogen.

Volleyball, NLA, Frauen. 1. Runde: VC Kanti - Franches-Montagnes 1:3 (25:17, 25:27, 21:25, 21:25) . - BBC Arena. - 431 Zuschauer. - SR: Hefti/S. Auricht. - Spieldauer: 25, 29, 22, 24 = 1:40 Stunden. – VC Kanti: Pazin (Pass, 2), Marković (8), Holásková (12), Lockwood (22), Lieb (10), Rekola (7), Loffreda (Libera); eingewechselt: Cole (1), Koch (1), Schnegg, Shomaker (4); nicht eingesetzt: Cavka, Corbach. – Franches-Montagnes: Zielinska (Pass), Varé, Membrez, Rentiera, Gilomen, Bonardi, K. Chapatte (Libera); eingewechselt: Tschanz, Em. Faivet, Morandi; nicht eingesetzt: El. Faivet, Z. Chapette. – Weitere Ergebnisse: Genève Volley - NLZ Volleyball Academy 3:1 (28:26, 25:20, 24:26, 25:9). Volley Toggenburg - Volley Düdingen 1:3 (25:22, 16:25, 20:25, 27:29). VBC Cheseaux - Aesch Pfeffingen 0:3 (20:25, 20:25, 22:25). Viteos NUC - Volley Lugano 3:2 (25:20, 22:25, 15:25, 25:20, 15:10). – Rangliste: 1. Aesch Pfeffingen 1 3:0 3. 2. Genève Volley 1 3:1 3. 3. Volley Düdingen 1 3:1 3.4. Franches-Montagnes 1 3:1 3. 5. Viteos NUC 1 3:2 2. 6. Volley Lugano 1 2:3 1. 7. VC Kanti Schaffhausen 1 1:3 0.8. Volley Toggenburg 1 1:3 0. 9. NLZ Volleyball Academy 1 1:3 0. 10. VBC Cheseaux 1 0:3 0.

Infos:      Bilder

Wieder um die Medaillen mitspielen

Nach Silber in der Meisterschaft 2024/25 will der VC Kanti auch in der am Samstag beginnenden neuen NLA-Saison um die Medaillen kämpfen.

Für das Team um Kateřina Holásková (r.) beginnt diee Saison. Bild: W. Schläpfer

Das Team des VC Kanti in der Saison 2025/2026: vorne (v.l.): Netta Rekola, Lina Lieb, Kimi Schnegg, Sydney Cole, Isabella Loffreda; hinten: Assistenztrainer Xaver Kitzmüller, Jordan Lockwood, Nina Cavka, Maëlle Corbach, Erin Shomaker, Alessia Pazin, Kateřina Holásková, Josipa Marković, Martina Koch und Cheftrainer Nicki Neubauer. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Blicken wir zwölf Monate zurück: Von Beginn der Saison 2024/25 an konnte sich der VC Kanti auf Rang 1 in der Tabelle festsetzen, musste diesen Platz nach einem Einbruch mit dem Ausscheiden aus dem Europacup gegen ein zuvor enttäuschendes Team aus Düdingen sowie der ersten Meisterschaftsniederlage im letzten Spiel der Vorrunde in Lugano Neuenburg überlassen, konnte aber den zweiten Platz bis zum Saisonschluss halten. Als zweitplatzierter Klub erreichten die Schaffhauser Volleyballerinnen in den Playoffs den Final, hatten in den drei Spielen gegen Neuenburg UC aber trotz der Verletzung von Passeuse Brigitta Petrenkó durchaus Chancen auf Siege und wurden am Ende mit der Silbermedaille in der NLA-Meisterschaft für die Leistungen der Saison belohnt. Ob nun dieser Erfolg in einem durchaus veränderten Umfeld wiederholt oder gar getoppt werden kann mit einem ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte?

«Wir wollen Meister werden», so hatte sich der langjährige Trainer Nicki Neubauer an der Medaillenfeier im April und auch im Rahmen der Teamvorstellung Ende September geäussert. Leichter gesagt als getan – denn vor einem möglichen Erfolg steht der Liga-Alltag mit 18 Partien in der Qualifikation sowie mindestens sieben Spielen in den Playoffs. Seit Anfang September bereitet der Cheftrainer des VC Kanti sein Team auf die 35. NLA-Saison des VC Kanti (seit 1991) vor. In den Trainings- und Testspielen wurden zunächst fünf Erfolge gegen mutmasslich leichtere Gegnerinnen erzielt, es folgen vier Begegnungen gegen auf dem Papier wohl stärkere Mannschaften, in denen man zum Teil nur knapp in den Sätzen unterlag.

Sieben Neuzugänge

Bereits vor dem Finale hatte Captain Kateřina Holásková angekündigt, dass sie eine 11. Saison bei Kanti anhängt, während Korina Perkovac ihre Karriere beendete. Die insgesamt sieben Abgänge wurden durch sieben Neuzugänge ersetzt. Mit der aus den USA zurückgekehrten Maëlle Corbach stehen vier Eigengewächse im Kader der Munotstädterinnen, dazu kommen mit Kimi Schnegg (Libera) und Martina Koch (Mitte) zwei neue (Ost-)Schweizerinnen. Komplettiert wird das Team neben Holásková von sechs weiteren Ausländerinnen, darunter sind vier neue Spielerinnen.

Zum Auftakt in die neue Meisterschaftssaison ist heute (16.30 Uhr, BBC Arena) Franches-Montagnes zu Gast. Das Team beschränkt sich für diese Spielzeit auf drei statt vier Ausländerinnen und war zuletzt offenbar von der Verletzung der Diagonalspielerin Laetitia Bonardi betroffen. Neu im Kader sind unter anderem die neue Zuspielerin Patrycja Zielińska (Pol) sowie die Aussenangreiferin Karen Renteria (Col), die für die Punkte sorgen soll. «Der Rest ist bekannt und überschaubar», so Kanti-Coach Neubauer.

Auftakt gegen Franches-Montagnes

Der Fokus in der Matchvorbereitung für den VC Kanti werde aber weniger auf dem Gegner als auf dem eigenen Team liegen. An «Baustellen» nennt Neubauer insbesondere Annahme und Abwehr sowie die Organisation auf dem Feld, während er sich mit dem Angriffsspiel der letzten beiden Wochenenden sehr zufrieden zeigt. In Annahme und Abwehr sei es nach den Abgängen von Viviane Habegger und Perkovac eine komplett neue Konstellation. «Wir haben niemanden mehr da aus dem bisherigen Annahmeriegel», erklärt Neubauer. Insbesondere Neuzugang Josipa Marković müsste sich bei der Raumaufteilung in der Abwehr umgewöhnen von einem nach rechts orientierten System auf eine Orientierung nach links.

Nach einer insgesamt sehr guten Vorbereitung sei es nun wichtig, dass sein Team das Niveau aus den Spielen gegen Wiesbaden, Stuttgart und Mulhouse halte. Franches-Montagnes werde kaum den Level dieser Teams haben, weder von der Physis noch von der Spielanlage. «Für uns wird es darum gehen, die Latte relativ hoch zu legen. Höher zu legen, als Franches-Montagnes springen kann», so Neubauer. «Wir wollen mit viel Schwung starten, denn die erste Woche hat es gleich in sich mit drei Spielen.» Bereits am Mittwoch folgt das Auswärtsspiel in Düdingen, am Samstag in einer Woche steht der Supercup gegen den Meister und Pokalsieger Neuenburg UC an.



zpqCMeb@6oxMpfGUyU_BL