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Start in der 1. Liga nach turbulenter Saisonpause

Mit diesem Team ist VC Kanti 2 in der 1. Liga Saison 2025/2026 am Start: vorne (v.l.): Melanie Kunz, Gloria Blanco, Anna-Lena Rubli, Melisa Saipi, Mia Schmid; hinten: Elia Casutt (Assistenztrainer), Jana Pensini, Ana Turkalj, Alexandra Diemling, Vivian Guyer, Hanna Bukovac, Claudio Kriech (Cheftrain
Eigentlich stand der Kader des 2. Teams beim VC Kanti im April fest – dann kamen sieben Abgänge.
Reinhard Standke
«Es war ein guter Mix aus jungen Spielerinnen, die möchten, und erfahrenen Spielerinnen, die das Team stabilisieren und in den Trainings pushen», beschreibt Claudio Kriech, Cheftrainer des 1. Liga-Teams des VC Kanti, die Mannschaft, die er im April 2025 zusammengestellt hatte. Dann ergaben sich aufgrund von Langzeitverletzung, beruflichen Veränderungen oder Wegzug nicht weniger als sieben Abgänge. «Es war eine turbulente Zeit», erinnert sich Kriech, dem es dann gelang, einige Spielerinnen hinzuzuholen, mit denen er zuvor nicht gerechnet hatte. «Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und zum Beispiel Ana Turkalj die Chance gegeben, aus dem Damen 3 in die 2. Mannschaft zu kommen.»
Als bekannten Neuzugang baut Claudo Kriech auf die ehemalige NLA-Aussenangreiferin Elisa Suriano Schmid (beim VC Kanti 2019-2020 und 2022-2024). Als weitere erfahrene Spielerin stiess die deutsche ehemalige Beachvolleyballerin Lara Schreiber (30) zum Team. Die aus dem Südschwarzwald stammende Aussenangreiferin ist seit dem Frühjahr als Physiotherapeutin in Feuerthalen tätig. Im Trainingsbetrieb dabei sind Spielerinnen aus dem 4. Liga-Team als Ergänzung und um den eigenen Nachwuchs zu fördern.
Neues Spielsystem
Da die Abgänge nicht eins zu eins kompensiert werden konnten, wird Kriech das Spielsystem ändern und nur mit einer statt wie üblich zwei Mittelblockerinnen spielen lassen. «Es wird spannend sein zu sehen, wie wir damit zurechtkommen und wie die anderen Teams darauf reagieren.» Der Kader für die Saison 2025/2026 umfasst derzeit 12 Spielerinnen, davon sind drei Liberas (von denen jeweils nur eine auf dem Feld stehen kann) und zwar zwei Mittelblockerinnen, für die es aber keinen Ersatz gibt. Die Hälfte des Teams wird zusätzlich noch in der 2. Liga spielen. Trotz der zwischenzeitlichen Probleme zeigt sich Claudio Kriech mit der Intensität in den Trainings und dem Flow in der Mannschaft sehr zufrieden.
Wieder Top 3 als Saisonziel
Nach dem Aufstieg in die 1. Liga in der Saison 2022/2023 konnte die Mannschaft in der Gruppe D Rang vier bzw. zwei belegen. Im Rahmen eines Trainingswochenendes habe das Team über die Zielsetzung für die neue Spielzeit gesprochen. «Trotz der nicht optimalen Voraussetzungen und Vorbereitung sehen wir, dass wir eine gute individuelle Stärke im Team haben, wollen wir vorne mitspielen und die Top 3 avisieren», so der Cheftrainer des 1. Liga-Teams des VC Kanti. Als Konkurrenten erwartet Claudio Kriech vor allem STV St.Gallen (Dritter der vergangenen Saison), das den Aufstieg anstrebe, und VBC Voléro Zürich (1.).
«Wir wollen vorne mitspielen und die Top 3 avisieren.» Claudio Kriech, Cheftrainer VC Kanti 2
Nachdem das ursprüngliche Auftaktspiel in die Saison gegen die Appenzeller Bären vom vergangenen Samstag auf den 29. Oktober verlegt wurde, startet das Team VC Kanti nun am Samstag, 11. Oktober, in Kloten bei Züri Unterland in die Saison. Das spielfreie Wochenende wurde für ein Trainingsspiel gegen die Herren des VBC Schaffhausen 2 genutzt: «1:3 verloren, aber wichtige Erkenntnisse gewonnen», so Claudio Kriech wenige Tage vor dem Start in die Saison 2025/2026.
Kader 2025/2026 VC Kanti 2:
1 Melanie Kunz (Zuspiel); 2 Jana Pensini (Zuspiel, auch Kanti 3); 3 Hanna Bukovac (aussen, auch Kanti 3); 4 Anna Lena Rubli (Libera); 5 Lara Schreiber (Aussen); 6 Mia Schmid (Aussen, auch Kanti 3); 7 Melisa Saipi (Libera); 9 Ana Turkalj (Mitte); 10 Vivian Guyer (Diagonal/Zuspiel); 11 Elisa Schmid (Suriano) (Aussen); 13 Alexandra Diemling (Schaber) (Mitte); 15 Gloria Blanco (Libera, Kanti 3/nicht offiziell im Kader);
Cheftrainer: Claudio Kriech; Assistenztrainer: Elia Casutt.
Die ersten Spiele: Samstag, 11. Oktober, 13.30: Züri Unterland - VC Kanti 2 (Kloten); Samstag, 18. Oktober, 18.00: STV St. Gallen - VC Kanti 2; Samstag, 25. Oktober, 13.00: VC Kanti 2 - Volley Näfels (BBC Arena); 29. Oktober,
Kanti verliert Tests gegen Bundesliga-Teams
Mit zwei Partien gegen deutsche Bundesliga-Teams schloss der VC Kanti die Vorbereitung vor dem Start in die NLA in einer Woche ab.

Die finnische Mittelblockerin Netta Rekola beim Angriff im Spiel gegen VC Wiesbaden. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Hatten in der Vorbereitung seit Anfang September als Trainings- und Testspielgegner zunächst die Volleyball Academy und VBC Aadorf bereitgestanden, folgten dann die Spiele in Linz gegen die Gastgeberinnen sowie Olymp Praha und VK Královo Pole Brno. Nachdem Kanti diese Begegnungen allesamt für sich entscheiden konnte, folgten Tests gegen stärkere Gegner. Im Anschluss an die zwei Spiele gegen Volley Mulhouse Alsace vor einer Woche, die die Gäste gewannen, standen am Freitag und Samstag in Stuttgart mit MTV Stuttgart beziehungsweise VC Wiesbaden zwei Bundesligaklubs auf dem gegnerischen Feld. Beide Partien mussten die Schaffhauserinnen verloren geben.
Zufriedener Trainer Neubauer am Freitag
«Am Freitag haben wir ein sehr gutes Spiel gesehen», blickt Kanti-Trainer Nicki Neubauer zurück. Vor allem im Angriff habe man wieder sehr gut gespielt. «Wir hatten dann ein paar Probleme mit Aufschlag und Annahme, da war das Level von Stuttgart sehr hoch. Wir haben aber gut in der Abwehr gearbeitet.» Am Ende hätten dann ein paar Asse zur Entscheidung geführt.
Guter Auftakt im Spiel um Platz 3 in Stuttgart
Im Spiel um Rang drei hatten die Munotstädterinnen in Stuttgart im ersten Satz lange gegen den VC Wiesbaden in Führung gelegen. «Dann liessen wir uns die Butter vom Brot nehmen», so Neubauer, dessen Team den Durchgang mit 23:25 abgab. «Das Spiel ist dann gekippt, wir hatten aber auch ein paar Baustellen zu viel auf dem Feld und haben Energie verloren», sagte Nicki Neubauer weiter. «Der letzte Satz war dann nicht gut, es war nicht optimal, so aus dem Turnier zu gehen», meinte der Kanti-Coach zum Satzergebnis von 16:25.
Der Quervergleich mit dem amtierenden Meister und Pokalsieger, am 18. Oktober Gegner im Supercup, fällt zunächst zugunsten von Neuenburg UC aus. Die Westschweizerinnen konnten beide Turnierspiele gegen die Teams aus der Bundesliga gewinnen und werden so auf Rang 1 in der Turnierrangliste geführt.
In sechs Tagen startet die NLA in die Saison
«Es gibt sicher noch einiges an Arbeit zu tun», analysiert Nicki Neubauer sechs Tage vor dem Start in der höchsten Schweizer Frauenvolleyball-Liga am Samstag gegen Franches-Montagnes (16.30 Uhr, BBC Arena).
«Wir sind individuell noch ein ganzes Stück weg von der optimalen Verfassung. Vor allem mit der Angriffsleistung bin ich aber sehr zufrieden, wir haben viele gute Lösungen gefunden.» Was noch fehle, sei die Kompaktheit im Feld, vor allem gegen Teams, die physisch überlegen seien. «Da werden wir noch ein paar Spiele brauche, bis wir da sind, wo wir sein wollen.»
Hummel Cup, Testturnier. Stuttgart. Halbfinals: VC Kanti – MTV Stuttgart 0:3. Neuenburg UC – VC Wiesbaden 3:0. – Spiel um Rang 3: VC Kanti – VC Wiesbaden 0:3 (23:25, 21:25, 16:25). Final: Neuenburg UC – MTV Stuttgart 3:1. – Endstand: 1. Neuenburg UC. 2. MTV Stuttgart. 3. VC Wiesbaden. 4. VC Kanti.
Grosse Ziele: VC Kanti strebt die Spitze in der Nationalliga A an
«Wir wollen Meister werden»: Nichts weniger nannte Cheftrainer Nicki Neubauer an der traditionellen Vorstellung des Teams als Saisonziel.

Kanti-Passeuse Sydney Cole (l.) lanciert den Ball für Mittelblockerin Netta Rekola. Szene aus dem gestrigen Testspiel. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Zwei Wochen vor dem Start der Spielzeit 2025/ 2026 stellte der VC Kanti Schaffhausen sein Team den Sponsoren und Gönner vor und absolvierte ein weiteres Testspiel gegen Volley Mulhouse Alsace. Gefragt nach den Stärken der Mannschaft in der kommenden Saison meinte Cheftrainer Nicki Neubauer: «Die Saison wird sich dadurch auszeichnen, dass wir viele Optionen haben.» Die Konkurrenz schätzt er als ähnlich wie in der vergangenen Saison ein, allerdings räumt er Aesch-Pfeffingen grössere Möglichkeiten ein als zuletzt.
Beim eigenen Team könne die Lage derweil nicht besser sein. «Unsere Mannschaft misst sich vor allem an sich selber, wir sind unser grösster Konkurrent.» Und zum Abschluss wiederholte Neubauer, der seit 2017 in Schaffhausen als Cheftrainer amtiert, die Zielsetzung, die er bereits Ende April an der Medaillenfeier ausgesprochen hatte: «Wir wollen Meister werden.»
Zwei Testspiele absolviert
Im Anschluss an Teamvorstellung trat das Kanti-Team im Präsentationsspiel gegen Volley Mulhouse Alsace an. Am Samstag hatte ein nicht öffentliches Vorbereitungsspiel gegen die Elsässerinnen mit einem 1:3 (23:25, 22:25, 25:21, 20:25) geendet. Knapp 20 Stunden später konnten die Schaffhauserinnen keinen der vier zum Teil engen Sätze für sich entscheiden (28:20, 21:25, 23:25, 18:25). Am Sonntag wechselte Nicki Neubauer häufig und gewährte jeder der 13 Spielerinnen mindestens eineinhalb Stunden Einsatzzeit. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende», äusserte sich Neubauer nach den acht Sätzen.
Der Level gegen einen physisch sehr starken Gegner, der sehr schnell spielt, sei insgesamt sehr gut gewesen. Wenn man gegen so einen Gegner spiele, gebe es schon noch Dinge, an denen man arbeiten müsse. «Viele solche Gegner werden wir in der Liga nicht haben», so der Kanti-Cheftrainer. «Vor allem im Angriff konnten wir zeigen, welches Potenzial wir haben.» Feintuning sei jedoch noch in der Abwehr, Angriffssicherung und Annahme erforderlich.
Die letzten beiden Vorbereitungsspiele vor dem Saisonstart am 11. Oktober gegen Franches-Montagnes absolvieren die Munotstädterinnen am kommenden Freitag und Samstag gegen weitere starke Gegner beim Hummel Cup in Stuttgart. Neben den Gastgeberinnen und den Schaffhauser Volleyballerinnen nehmen auch VC Wiesbaden und der aktuelle Schweizer Serienmeister Neuenburg UC teil.
Kanti gewinnt Trainingsspiel
Mitten aus der Saisonvorbereitung heraus absolvierte der VC Kanti ein Trainingsspiel gegen VBC Aadorf und gewann aller vier Sätze.

Erin Shomaker beim Smash. Bild:Werner Schläpfer
Fünftes Spiel, fünfter Sieg. Die Saisonvorbereitung beim VC Kanti geht gemäss Plan voran. In der dritten Woche, in der das komplette Team miteinander trainiert, steht der Schwerpunkt Athletik auf dem Programm von Cheftrainer Nicki Neubauer. «Zur Auflockerung» war für den Mittwochabend ein nicht öffentliches Trainingsspiel gegen den NLB-Vertreter VBC Aadorf vereinbart worden.
Neubauer hatte dafür jedoch nicht eine mögliche Stammformation auf das Feld in der BBC-Arena geschickt. So sollten die neue erste Passeuse, Sydney Cole, die kroatische Aussenangreiferin Josipa Marković sowie die neue Schweizer Mittelblockerin Martina Koch nicht eingesetzt werden, aus Gründen der Trainingssteuerung, wie Kanti-Präsident Sandro Poles erklärte. «Sie sind nicht verletzt», beruhigte Poles. So kam Kanti-Eigengewächs Alessia Pazin als Zuspielerin in allen vier gespielten Sätzen zum Einsatz wie auch die beiden weiteren Mittelblockerinnen, Captain Katerina Holásková und die Finnin Netta Rekola. Die verbleibenden fünf Spielerinnen wurden abwechselnd eingesetzt. Mit dem Service von Pazin legte Kanti auf 8:0 vor und entschied die ersten beiden Sätze deutlich mit 25:14 für sich. Die grössere Qualität des NLA-Teams in Service, Block und Angriff sollte sich durchsetzen, Kanti gewann auch die beiden weiteren gespielten Durchgänge 25:19 und 15:11. Zum nächsten echten Test kommt es am Sonntag, 28. September, ab 12.00 Uhr in der BBC-Arena gegen Volley Mulhouse Alsace.
Nur eine Woche nach dem Saisonstart kommt es am 18. Oktober (17.30 Uhr) in Gümligen im Rahmen des Supercups zur Revanche zwischen Vizemeister VC Kanti und Meister Neuenburg UC. Anmeldungen für die Busfahrt zum Spiel (Kosten 35 Franken) nimmt der VC Kanti via administration@kantivolleyball.ch jetzt schon entgegen. Die Fantickets können bereits vorab online gekauft werden (Code: FANKANTISCHAFFHAUSEN): . Ticketmaster (R.Sta)



