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Supercup: Favorit Neuenburg – Herausforderer VC Kanti

Die beiden Playoff-Finalisten der vergangenen Saison bewegen sich seit dem April auf unterschiedlichen Wegen.

Beim Aufschlag (hier Sydney Cole in Düdingen) muss der VC Kanti noch zulegen. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Meister Neuenburg UC – Vizemeister VC Kanti Schaffhausen – so lautete am 24. April 2025 im Anschluss an den dritten Playoff-Final der Endstand der Nationalliga-A-Meisterschaft 2024/25. In den Partien hatten die Schaffhauser Volleyball den aktuellen Serien-Titelträger unter Druck gesetzt. In den beiden ersten Spielen auf Augenhöhe war das Team von Nicki Neubauer näher an einem Sieg dran als in der letzten Begegnung, als das Team insbesondere im Angriff zeitweise zurückstecken musste. Der Ausfall der ersten Zuspielerin Brigitta Petrenko hatte viel Substanz im Zusammenspiel und sehr viel Selbstvertrauen gekostet. Heute treffen die beiden Teams in Gümligen (17.30 Uhr) im Rahmen des Supercups wieder aufeinander.

Seit dem Frühjahr sind Neuenburg und Kanti verschieden unterwegs. Eine Gemeinsamkeit ist jedoch ein Wechsel der ersten Passeuse: Während bei Neuenburg nun die von Volley Lugano geholte Natalie Hayward anstelle von Méline Pierret das schnelle Spiel sicherstellen soll, kam es auch beim VC Kanti zu einer Veränderung im Zuspiel (Sydney Cole anstelle von Petrenko). Dafür zog die Erfolgstrainerin Lauren Bertolacci nach sieben Saisons weiter, bei Kanti amtiert Nicki Neubauer in der neunten Spielzeit. Bei den Munotstädterinnen sind im 13-köpfigen Kader gleich sieben Neuzugänge zu verzeichnen, bei NUC kam es bei 14 Spielerinnen nur zu fünf Wechseln. Während bei Kanti die Saisonvorbereitung mit dem kompletten Team jeweils Anfang September beginnt (die Bewilligungen der ausländischen Spielerinnen sind während acht Monaten von September bis April gültig), konnte Neuenburg UC bereits vier Wochen früher mit der vollständigen Mannschaft trainieren.

Dennoch hatte NUC zum Saisonauftakt gegen Lugano beim 3:2 einige Mühe, insbesondere da Aussenangreiferin und letztjährige Topscorerin Tia Scambray nicht den besten Tag erwischte. Ihr habe Diagonalspielerin Maia Dvoracek jedoch inzwischen den Rang abgelaufen, so Nicki Neubauer. Kanti konnte nach der Niederlage gegen Franches-Montagnes am Mittwoch den Sieg in Düdingen einfahren. «Wir werden gegen Neuenburg gut beraten sein, wenn wir uns auf uns konzentrieren», blickt Trainer Neubauer voraus. «Am Mittwoch haben wir vor allem aus der Abwehr heraus sehr viele Fehler gemacht, da fehlt es bei uns noch an Abstimmung.» Bezüglich Offensive werde sich im Game-Plan wenig ändern.«Es wird darum gehen, Neuenburg vom ganz schnellen Spiel mit unserem Aufschlag abzuhalten, da müssen wir uns noch verbessern», so Neubauer.

Bereits 2021 hatten sich NUC (als Meister) und Kanti (als Cupsieger) im Supercup gegenübergestanden. Das Team aus der Romandie ging damals mit 3:0 (25:14, 25:23, 25:15) als Sieger hervor. Auch die drei folgenden Austragungen konnte Neuenburg UC für sich entscheiden. «Alles andere als ein Sieg von NUC wäre eine Überraschung», sagt Kanti-Trainer Neuenburg. Aber Cupspiele haben bekanntlich ja ihre eigenen Gesetze., wie Siege von «David» gegen «Goliath» immer wieder zeigen.

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Arbeitssieg des VC Kanti in Düdingen

Nach der Saison-Auftaktniederlage gegen Franches-Montagnes setzte der VC Kanti gestern bei Volley Düdingen 3:1 durch.

Katerina Holaskova sorgt für Gefahr am Netz. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Nachdem Vizemeister VC Kanti daheim ohne Punktgewinn in die Spielzeit 202/2026 gestartet war, durfte man gespannt sein, wie sich die Schaffhauserinnen in der vorgezogenen Partie der zweiten Runde schlagen werden. In der Startaufstellung in der Begegnung auswärts gegen Volley Düdingen setzte Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer im Gegensatz zum vergangenen Samstag gegen Franches-Montagnes auf die US-Amerikanerin Sydney Cole als Zuspielerin (anstelle von Alessia Pazin) und Martina Koch (anstatt Netta Rekola).

Das Heimteam wehrte sich lange mit den erwarteten schnellen Angriffen, Kanti versuchte, mit starken Aufschlägen und hohen Angriffen, Finten hinter den Block sowie Angriffen aus dem Rückraum (Lina Lieb) dagegenzuhalten. Die Schaffhauserinnen waren zunächst auf 5:3 davongezogen, Düdingen hielt dagegen (10:9), musste dann immer wieder die Gäste davonziehen lassen, die nach dem 19:19 ihr Spiel durchzogen (25:21). Trainer Neubauer hatte beim 23:20 den Doppelwechsel Pazin/Rekola für Cole/Koch vollzogen.

Die Startphase des zweiten Durchgangs gehörte dann jedoch den Freiburgerinnen, die mit der 17-jährigen Elodie Ashong begannen und Kanti mit ihrem schnellen Spiel unter Druck setzten. Die Munotstädterinnen agierten weniger stark im Block, Düdingen zog mit der stärkeren Angriffsquote auf 6:2, 9:5 davon. Dann wurde der Kanti-Angriff stärker, überwiegend mit hohen Bällen. Beim 13:12 gelang die erste Führung, die bis zum 23:23 Bestand hatte. Dabei hatte es zuvor Kanti aufgrund von zwei Fehlern verpasst, die Führung auszubauen. Mit zwei Angriffspunkten sicherte Lina Lieb den Satzgewinn.

Erneut viele Fehler

Den Schwung konnten die Schaffhauserinnen jedoch nicht fortsetzen. Mit starkem Service, guter Verteidigung und der besseren Angriffsleistung zog Düdingen über 8:3 und 10:5 (der Kanti-Doppelwechsel Pazin/Rekola für Cole/Koch fiel in eine Serviceserie von Sarina Wieland) auf 12:5 und 15:8 davon. Dann fanden die Gäste wieder besser ins (Angriffs-)Spiel, kamen auf 17:18 heran, fielen während einer weiteren Aufschlagserie von Wieland auf 17:22 zurück. Mit 25:20 gelang dem Heimteam der Satzanschluss.

Im vierten Satz begann Nicki Neubauer wiederum mit der Startformation, während sein Gegenüber Leonardo Portaleoni insbesondere Topscorerin Hill schonte und zunächst auf Diana Sacher setzte. Wie schon im Satz zuvor ging zunächst Volley Düdingen mit dem stärkeren Angriffsspiel in Führung (9:6), verlor aber im Anschluss an ein Time-out von Nicki Neubauer den Faden. Die Fehlerquote bei Düdingen stieg, das Angriffsspiel bei Kanti stabilisierte sich zunächst (13:10), dann meldeten sich die Gastgeberinnen (17:16). In packenden Rallyes konnte mal das eine, dann wieder das andere Team punkten. Im Anschluss an den 19:19-Zwischenstand sorgte Zuspielerin Cole mit einer Serviceserie zum 24:19 für eine Vorentscheidung. Ihr Team konnte jedoch erst den dritten Matchball verwerten.

«Es war ein harter Fight», so Coach Nicki Neubauer. «Wir haben einen guten Teamspirit reingebracht.» Wie zuletzt lobte der Trainer eine gute Annahme und gute Verteidigung. Einmal mehr kritisierte Neubauer jedoch die hohe Fehlerquote: «Mit Block- und Angriffsfehlern geben wir ihnen 30 Punkte, sie selber machen 42. Wir mussten uns zuzusagen selber schlagen. Wir haben hart gearbeitet in der Abwehr, hatten dann aber viele Ungenauigkeiten, viel Zögern», analysiert Nicki Neubauer.

Am Samstag tritt der VC Kanti im Rahmen des Supercups in Gümligen gegen Meister und Cupsieger Neuenburg UC an. Für Fans besteht die Möglichkeit, im Car des VC Kanti mitzufahren (35 Franken, Abfahrt 13.45 Uhr BBC-Arena, Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch).

Service

Volleyball NLA

Volleyball, NLA, Frauen. 3. Runde: Volley Düdingen - VC Kanti 1:3 (21:25, 23:25, 25:20, 21:25). - Leimacker. - 412 Zuschauer. - SR: Sanapo/Troyon. - Spieldauer: 24, 26, 24, 25 = 99 Minuten. – Volley Düdingen: Da Silva (13), Vondran (Pass, 2), Hill (8), Staffelbach (6), Petitat (5), Wieland (18), Portmann (Libera); eingewechselt: Ashong (5), Gasser (Pass), Bolinger (Libera) Sacher (4), Rothenbühler (1); nicht eingesetzt: Hamel. – VC Kanti: Cole (Pass, 1), Marković (13), Holásková (15), Lockwood (20), Lieb (14), Koch, Loffreda (Libera); eingewechselt: Pazin (Pass), Rekola (2), Shomaker (3); nicht eingesetzt: Cavka, Corbach, Schnegg.

Rangliste: 1. Sm’Aesch Pfeffingen 1 3:0 3. 2. Genève Volley 1 3:1 3. 3. Franches-Montagnes 1 3:1 3. 4. Volley Düdingen 2 4:4 3. 5. VC Kanti Schaffhausen 2 4:4 3. 6. Neuenburg UC 1 3:2 2. 7. Volley Lugano 1 2:3 1. 8. Volley Toggenburg 1 1:3 0. 9. NLZ Volleyball Academy 1 1:3 0. 10. VBC Cheseaux 1 0:3 0.


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Stark aufschlagen und die Spannung hochhalten

Zwischen Saisonauftakt und Supercup steht für den VC Kanti heute das vorgezogene Ligaspiel in Düdingen an.

Jordan Lockwood (Mitte, Nummer 9) tritt heute Abend in Düdingen für den VC Kanti Schaffhausen im Topscorer-Trikot an. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Vier Tage nach dem Saisonauftakt, an dem der VC Kanti nicht wie erhofft punkten konnte, steht bereits der zweite NLA-Match an. Dieser wurde von Samstag auf heute vorgezogen, da die Schaffhauserinnen als Vizemeister in drei Tagen in Gümligen den Supercup gegen Meister und Cupsieger Neuenburg UC bestreiten. Viel Zeit gebe es gar nicht, das verlorene Spiel gegen Franches-Montagnes mit der Mannschaft nachzubereiten, äussert sich Cheftrainer Nicki Neubauer. Viel mehr hätten die Spielerinnen individuell die Möglichkeit genutzt, die Videoaufzeichnung anzusehen. Kanti unterlag zum Saisonauftakt mit 1:3 Sätzen, der Gesamtpunktestand betrug dabei 92:94.

Eigene Fehler gebaut

Nach dem eigenen Studium sah Neubauer seinen ersten Eindruck vom Spiel bestätigt: «Es gibt Momente, in denen wir den Ball in einer sehr guten Situation für uns nicht ‹totmachen›, sondern eher noch einen Fehler daraus bauen. Individuell haben wir zwar nicht sehr viele Fehler gemacht, aber es sind in der Summe einfach zu viele gewesen», erläutert der Trainer des VC Kanti. «Vor allem ist es in Momenten passiert, in denen wir noch mal wegkommen könnten, wie im zweiten Satz oder im dritten, vierten Satz in Momenten, in denen wir noch einmal hätten rankommen können. Diese Momente brechen uns mental.» Zudem hatte das Gastteam eine gute Leistung in der Abwehr gezeigt. «Sie konnten Bälle noch herauskratzen, die fast schon ein Punkt für uns waren, und dann noch selber verwerten. Und so kam dann die Niederlage zustande.»

Unmittelbar nach dem Spiel hatte Nicki Neubauer die Leistung vor allem im Angriff kritisiert, während er die Annahme als sehr gut einstufte. Mit zunehmender Dauer des Spieles habe man aber Probleme gehabt, das Block-Abwehr-System zu halten. «Wir müssen versuchen, mehr erstes Tempo zu spielen mit unseren Mittelblockern, da ist im Laufe des Spieles die Präzision verloren gegangen», blickt der Trainer des VC Kanti zurück und voraus. «Wenn wir in der Annahme so weiterspielen, können wir im Bereich Block, Aufschlag, Abwehr sicher zulegen. Wir müssen aus der Niederlage lernen.» Die Mannschaft werde Zeit brauchen, sich zu entwickeln, so Neubauer.

Weiter gut annehmen

Während der VC Kanti sieben Zuzüge zu verzeichnen hatte, holte der heutige Gegner Volley Düdingen die Aussenangreiferin Chiara Petitat aus Cheseaux sowie drei junge Spielerinnen vom Nachwuchszentrum aus Freiburg. Beim 3:1-Auftakt im Toggenburg taten sich die Freiburgerinnen recht schwer. «Sie spielen aggressiver und schneller als letztes Jahr, vor allem mit den Aussenangreiferinnen.» Somit sei ihr Spiel mit Sarina Wieland und Samantha Hill sehr aussenlastig, erklärt der Kanti-Trainer.

«Wir müssen mit unserem Aufschlag ansetzen, damit sie etwas wegkommen von ihrem schnellen Spiel.» Der Fokus liege aber sonst mehr beim eigenen Team, insbesondere das Spiel in den zuvor erwähnten Momenten zu Ende zu spielen und die Spannung hochzuhalten.

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VC Kanti 2 unterliegt zum Saisonstart bei Züri Unterland.

Block von Lara Schreiber (5) und Ana Turkalj (9), dahinter: Melanie Kunz (1). Links: Trainer Claudio Kriech. Bild: M. Räss


Der VC Kanti Schaffhausen 2 trat im ersten Spiel der 1. Liga in dieser Saison mit Respekt die Begegnung gegen den VBC Züri Unterland an. Die neuformierte Mannschaft, von der zwei Spielerinnen abwesend waren, startete gut in den ersten Satz. Beide Mannschaften spielten zum Anfang des Spiels sehr ausgeglichen, bis zum Stand 11:13, da legte die Heimmannschaft aus dem Kanton Zürich zu, vor allem servierten sie sehr präzise und fehlerfrei. Sie gewannen den ersten Satz mit 25:18. Die Sätze zwei und drei ähnelten sich sehr. Der VC Kanti 2 startete jeweils sehr konzentriert und motiviert, aber in der Mitte der beiden Sätze steigerte sich der VBC Unterland und gewann diese jeweils mit 25:15. Somit ging die Begegnung mit 3:0 an den VBC Züri Unterland. Kanti-Coach Claudio Krieg war dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die sich noch in der Eingewöhnungsphase befindet. Am Samstag, den 18. Oktober, tritt das Team VC Kanti 2 auswärts beim STV St. Gallen Volleyball an. (mrä)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. VBC Züri Unterland- Kanti Schaffhausen 2 3:0 (25:18, 25:15, 25:15). - VC Kanti 2 mit Kunz (Passeuse), M. Schmid, Diemling, Saipi/Rubli (Libera), Turkalj, Schreiber, Bukovac, eingewechselt: E. Schmid; abwesend: Pensini, Guyer. – Weitere Resultate vom Wochenende: Appenzeller Bären - Volley Toggenburg 0:3 (23:25, 18:25, 17:25). STV St.Gallen - Volley Rüschlikon 3:2 (25:18, 25:20, 24:26, 20:25, 15:3). – Rangliste: 1. VBC Züri Unterland 2/6 (6:0). 2. VC Smash Winterthur 1/3 (3:0). 3. Volley Rüschlikon 2/3 (5:5). 4. Volley Toggenburg 2/3 (3:3). 5. STV St.Gallen Volleyball 1/2 (3:2). 6. VBC Voléro Zürich 1/2 (3:2). 7. Volley Aadorf 1/1 (2:3). 8. Pallavolo Kreuzlingen 1/1 (2:3). 9. Volley Näfels 0/0 (0:0). 10. Appenzeller Bären 1/0 (0:3). 11. NNV Volleyball Academy 1/0 (0:3). 12. VC Kanti Schaffhausen 2 1/0 (0:3). - Alle Resultate und Ranglisten, auch die regionalen Ligen, gibt es im Gamecenter unter www.volleyball.ch



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