Zum Hauptinhalt springen
VC Kanti Impressionen

Media


Topscorer

Volleyball macht Schule

News

Die Favoritenrolle umsetzen

Die fünfte Runde der Nationalliga A führt den VC Kanti heute zum Auswärtsspiel bei der Volleyball Academy.

Die Spielerinnen des VC Kanti konnten zuletzt über drei Siege in Folge jubeln. Bild:Werner Schläpfer

Reinhard Standke

«Die Formkurve zeigt nach oben», fasste Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer am Power-Frühstück für die Haupt- und Co-Sponsoren am Donnerstag die knapp neun Wochen zusammen, in denen das Team für die Saison 2025/26 gemeinsam arbeitet. Neubauer verwies darauf, dass über 70 Prozent der Belegschaft neu sind, von den sieben Spielerinnen der Stammformation waren in der vergangenen Saison nur Katerina Holásková und Jordan Lockwood dabei.

Gelungener Reset

Zum Ende der Vorbereitungsphase ging gegen starke Gegner das Selbstvertrauen verloren, und der Start in die NLA-Saison misslang. Nach einem «Reset» festigten sich die Automatismen wieder, im Supercup schrammte das Team knapp am Titel vorbei und schaffte in der Meisterschaft drei Siege in Folge. «Die Mannschaft hat sich entwickelt und wir sind auf gutem Weg», schildert Nicki Neubauer die Fortschritte.

Heute führt der Weg die Schaffhauser Volleyballerinnen nach Kloten, wo die Partie gegen das bislang punktlose Tabellenschlusslicht, die Volleyball Academy, ausgetragen wird (Ruebisbach, 16.30 Uhr). In der Trainingsplanung blickt Chefcoach Neubauer jedoch bereits auf die folgenden Wochen mit den Spielen gegen Lugano, in Neuenburg sowie im Europacup gegen Ostrava voraus und begann diese Woche mit einem Athletikblock, dem ein trainingsfreier Mittwoch folgte. «Es war der einzige Zeitpunkt, zu dem wir da nochmals eine Spitze setzen konnten», erläutert Nicki Neubauer.

«Die Academy müssen wir auf jeden Fall ernst nehmen, sie sind halt eine Wundertüte.» Das Team des Nationalen Leistungszentrums tritt mit nur neun bis zehn Spielerinnen an, darunter die von VC Kanti 2 gekommene, 19-jährige Aussenangreiferin Melis Çeçen und die von den Roten Raben Vilsbiburg (2. Bundesliga) nach Kloten gewechselte, einzige nominelle Mittelblockerin Laura Bergmann (21).

«Die Academy hat Phasen, in denen sie recht gut spielen, wenn sie ihre Annahme recht gut halten können. Mit der Nummer 9, Leana Zuvic, haben sie eine Aussenangreiferin, die schon in der vergangenen Saison einige gute Spiele in der NLA gemacht hat», sagt Nicki Neubauer.

«Wir müssen schauen, dass wir unsere Qualität reinkriegen und sie mit dem Aufschlag unter Druck setzen. Am hohen Ball fehlen ihnen die Lösungen, da machen sie relativ viele Fehler.» Es gelte, an der Favoritenrolle zu arbeiten und die Pace vorzugeben. Neubauer deutete an, dass er möglicherweise Spielerinnen von Beginn an Spielzeit geben könnte, die bislang noch nicht so viel zum Einsatz gekommen waren.


Infos     Livestream

VC Kanti 2 setzt Siegesserie fort.

Vivian Guyer (rechts) bezwingt den Aadorfer Block. Am Ende gewann die Kanti-Zweitvertretung das Spiel in drei Sätzen. Bild: Werner Schläpfer

Der VC Kanti 2 bleibt in der Erfolgsspur: Gegen Volley Aadorf gelang dem Team ein souveräner 3:0-Heimsieg. Besonders beeindruckend war dabei das Comeback im dritten Satz, als die Schaffhauserinnen einen 10:18-Rückstand in einen 25:22-Satzgewinn verwandelten. Der erste Satz verlief zunächst ausgeglichen, doch beim Stand von 15:15 setzte Kanti mit Kapitänin Kunz am Service entscheidend nach und sicherte sich den Durchgang mit 25:18. Auch im zweiten Satz blieb das Spiel lange offen. Erst beim Stand von 19:20 konnte sich Kanti durch eine starke Serviceserie von Guyer absetzen und den Satz mit 25:20 für sich entscheiden. Im dritten Satz schien Aadorf dann die Wende zu schaffen: Die Gäste führten bereits mit 10:4 und später mit 18:10. Doch Kanti zeigte beeindruckende Moral, steigerte den Druck im Service und Punkt für Punkt kämpfte sich das Team zurück. Bei 22:22 war der Ausgleich geschafft, und in der Schlussphase machte Kanti 2 mit viel Nervenstärke den Deckel drauf:25:22 und der 3:0-Endstand. Am Samstag treten die Schaffhauserinnen (4.) in Wattwil beim Tabellensechsten Volley Toggenburg an. (wschl)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. VC Kanti Schaffhausen 2 -Volley Aadorf 3:0 (25:18, 25:20, 25:22). - Kanti 2: Kunz (Pass), M. Schmid, Diemling, Saipi/Rubli (Libera), E. Schmid, Schreiber, Guyer; eingewechselt: Bukovac, Turkalj, Pensini.

Weitere Resultate: VBC Züri Unterland - VC Smash Winterthur 3:0 (25:13, 25:22, 25:13). Pallavolo Kreuzlingen - STV St.Gallen 1:3 (20:25, 25:23, 19:25, 11:25). Volley Rüschlikon - Volley Näfels 2:3 (25:23, 25:17, 21:25, 23:25, 8:15). VBC Voléro Zürich - Volley Toggenburg 3:0 (25:18, 25:14, 25:23). Appenzeller Bären - NNV Volleyball Academy 3:0 (25:20, 25:19, 25:9). –Ranglistenspitze: 1. VBC Züri Unterland 5/15 (15:0). 2. STV St.Gallen 4/11 (12:5). 3. Volley Rüschlikon 5/10 (13:8). 4. VC Kanti 2 5/9 (10:7). 5. Volley Aadorf 5/7 (9:10). 6. Volley Toggenburg 5/6 (8:11).

Infos     Bilder

Kanti lässt gegen Genève Volley nichts anbrennen

Nach dem Sieg über das Team des Büsingers Andi Vollmer rückt der VC Kanti in der Tabelle auf Rang zwei vor.

TopsorerinLina Lieb (r.) mit dem Angriff gegen den Grnfer Block. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Wie schon vor einer Woche waren über 500 Zuschauer in der BBC-Arena beim NLA-Match des VC Kanti dabei. Wurde vor sieben Tagen das Team aus Aesch-Pfeffingen mit einem klaren 3:0 heimgeschickt, stand nun die Prüfung gegen Tabellennachbar Genève Volley mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer an.

Das jüngste NLA-Team auf dem Feld

Kanti-Trainer Neubauer schickte die Stammformation gegen das im Altersdurchschnitt jüngste Team der NLA auf das Feld. Und dieses hielt mit frechem Spiel und gutem Side-out bis zum 5:5 gegen den Favoriten mit. Doch dann sollte sich die Qualität der Schaffhauserinnen in Angriff, Block und Verteidigung durchsetzen, das Heimteam zog zunächst langsam, dann schneller davon auf 10:6, 14:7. Beim Stand von 17:10 wechselte Trainer Neubauer Rekola und Corbach für Koch/Holásková ein. Seine Mannschaft sicherte sich den ersten Durchgang am Ende deutlich mit 25:14.

Im zweiten Durchgang sollte der Druck der Munotstädterinnen nachlassen, es traten mehr Fehler auf, Genf verteidigte besser. Kanti setzte sich nach dem 5:5 nach und nach ab, beim Stand von 21:15 gewährte Neubauer der zweiten Passeuse Alessia Pazin Einsatzzeit, die ihr Team zum 25:20 führte. Mit Pazin und Mittelblockerin Rekola ging es im dritten Satz von Beginn an weiter. Doch nach der Zehnminutenpause erwischte Kanti in Abnahme und Angriff den schlechteren Start. «Wir führen», rief Genf-Coach Vollmer freudig dem SN-Fotografen zu, als sein Gegenüber beim Stand von 5:9 ein Time-out nahm. «Vielleicht sind es auch nur sonnige Momente», so Vollmer weiter. Die Schaffhauserinnen kamen dann zwar langsam näher, vermochten aber erst beim 15:15 erstmals auszugleichen. Die Gäste kämpften aber weiter und waren beim 22:20 sogar einem Satzgewinn näher als die Gastgeberinnen. Mit einer Serviceserie (Marković) und fünf Punkten in Folge sicherte sich jedoch Kanti Satz und Match, zu dessen Gewinn Lieb und Lockwood (je 16) sowie Marković (13) die meisten Punkte beigesteuert hatten. «Wir haben uns mit der Favoritenrolle schwergetan», so Kanti-Trainer Neubauer nach der Partie. Sein Team habe zeitweilig die Disziplin verloren und sich nicht an den Gameplan gehalten. «Es war ein Spiel zum Lernen, am Ende bestimmen wir das Tempo.»

Es folgt der Match in Kloten gegen den Letzten

Am kommenden Samstag führt der Spielplan die Schaffhauser Volleyballerinnen, die nach der vierten Runde hinter Titelverteidiger Neuenburg Rang zwei belegen, nach Kloten zum noch punktlosen Team der Volleyball Academy, dem Nationalen Leistungszentrum. Schwere Aufgaben stehen dann anschliessend für den VC Kanti auf dem Programm. Am Samstag, 15. November, ist der Tabellendritte Volley Lugano in der BBC-Arena zu Gast. Eine Woche später treten die Munotstädterinnen am Sonntag beim Supercupgewinner Neuenburg an.

Nationalliga A, Frauen, 4. Runde: VC Kanti Schaffhausen - Genève Volley 3:0 (25:14, 25:20, 25:22). - BBC-Arena. - 524 Zuschauer. - SR: Demmel/Rüegg. - Spieldauer: 19, 21, 24 = 64 Minuten. – VC Kanti: Cole (Pass, 2), Marković (13), Holásková (8), Lockwood (16), Lieb (16), Koch (2), Loffreda (Libera); eingewechselt: Corbach (1), Rekola (2), Pazin (Pass), Schnegg (Libera); nicht eingesetzt: Cavka. – Genève Volley: Van Leemput (5), Stewart (5), Matul (Pass, 3), Keller (12), Facchini (3), Traub (9), Knutti (Libera); eingewechselt: Donzé; nicht eingesetzt: Martinez, Yakoubi. 

Weitere Ergebnisse: Volley Lugano - Raiffeisen Volley Toggenburg 3:0 25:18, 25:12, 25:16). Volley Düdingen - Aesch Pfeffingen 3:1 (25:19, 19:25, 25:17, 25:19). Franches-Montagnes - VBC Cheseaux 3:1 (25:21, 25:18, 20:25, 25:17). Neuenburg - NLZ Volleyball Academy 3:0 (25:14, 25:8, 25:12).

Rangliste: 1. Neuenburg UC 4:11 (12:3). 2. VC Kanti 4:9 (10:4). 3. Volley Lugano 4:8 (10:6). 4. Volley Düdingen 4:7 (9:8). 5. Aesch Pfeffingen 4:6 (7:6). 6. Franches-Montagnes 4:6 (8:8). 7. Genève Volley 4:6 (6:8). 8. VBC Cheseaux 4:4 (7:10). 9. Volley Toggenburg 4:3 (4:9). 10. NLZ Volleyball Academy 4:0 (1:12).

Infos    Bilder

Gegen Genf muss der VC Kanti weiter das eigene Spiel einbringen

Nach den Erfolgen in Düdingen und gegen Aesch-Pfeffingen will der VC Kanti auch gegen Genève Volley punkten.

Gegen Genève Volley will Jordan Lockwood weiter punkten. Bild: W.Sch.

Reinhard Standke

Zu einem Duell von Tabellennachbarn kommt es heute (16.30 Uhr, BBC-Arena) in der BBC-Arena, wenn in der vierten Runde der Nationalliga A der drittplatzierte VC Kanti auf Genève Volley, das sich nach den Heimsiegen über die Volleyball Academy und Franches-Montagnes auf Rang vier wiederfindet, trifft. Im Gegensatz zum Saisonauftaktsieg in Schaffhausen musste Franches-Montagnes am vergangenen Wochenende in Genf verletzungsbedingt auf die polnische Zuspielerin Zielinska verzichten, dem Team unterliefen zudem viele Fehler.Die heutige Partie ist auch ein Wiedersehen von Kanti-Trainer Nicki Neubauer mit seinem «Lehrmeister» (so Neubauer) Andi Vollmer. Beide wirkten von 2009 bis 2011 in der Munotstadt. Vollmer amtiert seit 2022 als Cheftrainer in Genf.ZurückbuchstabiertDas Team startete ehrgeizig in die Saison 2024/2025, musste aber nach den finanziellen Problemen zurückbuchstabieren und startete nur elfköpfig, mit überwiegend aus der Region Genf stammenden jungen Spielerinnen in die Spielzeit 2025/2026. Erfahrung aus höheren Ligen haben nur Libera Flavia Knutti (NLA) sowie die aus der deutschen Bundesliga gekommene Aussenangreiferin und Topscorerin Luisa Keller. Im Sommer übernahm die frühere NLA-Libera Fabia Gnädinger (2009–2014; Genf, Cossonay, Neuenburg) das Präsidentenamt. Gnädinger ist die Tochter des früheren IKRK-Generalsekretärs Angelo Gnädinger, der seine Wurzeln in Ramsen hat und ein Bruder des 2015 verstorbenen Schweizer Schauspielers Mathias Gnädinger ist.«Wir sind in diesem Jahr klarer Aussenseiter. In den letzten Jahren waren wir ein guter Herausforderer und konnten das eine oder andere Spiel gewinnen», ordnet Andi Vollmer ein. «Physisch sind wir klar unterlegen als kleinste Mannschaft in der NLA, auf dem Papier sind wir weit davon weg, mit Kanti mithalten zu können. Für mich ist es aber auch ein Heimspiel», freut sich Vollmer, «ich bin in fünf Minuten zu Hause in Büsingen.»«Wir sind gewarnt durch die Ergebnisse, die Genf erzielt hat», stellt Kanti-Trainer Neubauer sein Team auf den aktuellen Tabellennachbarn ein. «Sie spielen unbekümmert auf und haben nichts zu verlieren.» Und gegen ein solches Team zu spielen, ist gemäss der Erfahrung nicht immer leicht. «Sie spielen sehr viel mit Finten, darauf müssen wir achten und sehr viel Disziplin zeigen im Block-Abwehr-System.» Vor allem müsse Kanti erneut das eigene Spiel einbringen, was im Supercup gegen Neuenburg und beim 3:0 über Aesch-Pfeffingen gut gelungen war. «Ich bin überzeugt, wenn wir unseren Speed, unsere Power reinkriegen, gut aufschlagen und unsere Fehlerquote niedrig halten können, dann bieten wir ihnen wenig an», erläutert Nicki Neubauer.

Infos         Livestream

zpqCMeb@6oxMpfGUyU_BL