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VC Kanti hat Vorbereitung mit 2:3 gegen Vilsbiburg abgeschlossen
In der letzten Vorbereitungspartie hat der VC Kanti gestern gegen die Roten Raben Vilsbiburg mit 2:3 (29:27, 115:19, 16:25, 21:25,11:15) verloren.

Die neue serbische Diagonalangreiferin des VC Kanti, Isidora Ubavić, mit einem Smash im Testspiel gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg.
Werner Schläpfer (Text und Bild)
VOLLEYBALL. Beim Heimturnier des VC Kanti kamen mit den deutschen Gästeteams Schwarz-Weiss Erfurt und den Roten Raben Vilsbiburg zwei Gegner nach Schaffhausen, die von der Spielstärke gut ins Konzept passten. Es gab für den VC Kanti in den jeweils fünf Sätzen dauernden Begegnungen viel Spielzeit, um nochmals diverse Aufstellungen zu testen. Wie schon gegen Erfurt anlässlich der Teampräsentation am Freitag mussten sich die Schaffhauserinnen auch gegen die Roten Raben nach einem intensiven Spiel mit 2:3 Sätzen geschlagen geben. Die zahlreichen Zuschauer bekamen ein gutes Spiel zu sehen. Trainer Neubauer schickte zu Beginn Deisel, Silge, Svobodová, Perkovac, Ubavić, Libera Habegger und Kapitän Holásková aufs Feld. Dem ausgeglichenen und spannenden ersten Satz (29:27) folgte eine Leistungssteigerung der Munotstädterinnen. Im bis dato besten Satz der Vorbereitung zeigten die Spielerinnen, zu was das Team in der kommenden Saison fähig ist, 25:19 das klare Ergebnis am Ende des Umgangs.
Durch Umstellungen im weiteren Verlauf geriet der Gastgeber etwas aus dem Tritt, was die Gäste zum Anschlusspunkt nutzten. Im vierten Satz stabilisierte sich das Kantispiel, zum Punktegewinn reicht es aber nicht ganz. Spannung im Entscheidungssatz, nach einer 7:4-Führung gelang den Raben das Comeback zum Satz und Matchgewinn.
«Es war ein gutes Wochenende mit zwei Spielen auf Augenhöhe, in dem mein Team Fortschritte gemacht hat», bilanzierte Trainer Neubauer. «Wir haben viele Dinge gut gemacht, müssen aber die Fehlerquote deutlich senken und in einigen Aktionen überlegter handeln.
Mit den beiden Begegnungen gegen Erfurt und Vilsbiburg ist die Vorbereitung auf die kommende NLA-Saison nun abgeschlossen. Es gilt in der verbleibenden Woche bis zum Meisterschaftsbeginn weiter an der Feinabstimmung zu arbeiten. Am nächsten Samstag, 2. Oktober, um 20.00 Uhr startet der VC Kanti in Lugano in die neue Saison. Am 10. Oktober (Sonntag, 18 Uhr) folgt dann das erste Heimspiel gegen TS Volley Düdingen.
Kanti präsentiert das Team für die neue Saison
Nach einer Spielzeit ohne Zuschauer, die selbst den Erfolg im Cup verpassten, freuen sich Spielerinnen und Verantwortliche des VC Kanti wieder auf die Auftritte vor Publikum. Gestern spielten sie nach der Vorstellung des Kaders gegen SW Erfurt 2:3.

Mit Vivian Guyer (r.), Melanie Kunz, Alessia Pazin und der österreichischen Nationalspielerin Victoria Deisl kann der VC Kanti auf gleich vier Passeusen zurückgreifen.
Eine gute Woche vor dem Saisonbeginn mit der Partie in Lugano am nächsten Samstag präsentierte der VC Kanti gestern Abend das neue Team. Im 15 Spielerinnen umfassenden Kader finden sich sieben Neuzugänge, acht Akteurinnen waren bereits in der vergangenen Saison dabei. Nach der Begrüssung durch Roberto Belotti, Präsident der Sponsorenvereinigung Pallavolo, stellte Moderator Beat Signer die Spielerinnen im Interview vor. Captain des Teams bleibt Katerina Holaskova, die seit sieben Jahren bei Kanti spielt. «Wir haben viele neue junge Spielerinnen», so die Tschechin, die das Team als «Überraschungs-Ei» einstufte. Nachdem sie ein Angebot aus der deutschen Bundesliga ablehnte, bleibt Wiebke Silge eine zweite Saison als Mittelblockerin, dies wie die Amerikanerin Karis Watson. Von Schwerin an den Hochrhein wechselte Aussenangreiferin Romy Jatzko. Ihr Traum sei es, einmal in Istanbul Volleyball zu spielen, weil die Mutter türkische Wurzeln hat. Aussenangreiferin Korina Perkovac erinnert sich an den Cupsieg vom Frühjahr «als schönstes Spiel» ihrer Karriere. Die 22-jährige Pharmaziestudentin möchte in einer Schaffhauser Apotheke ein einjähriges Praktikum absolvieren.
Im anschliessenden Testspiel, in dem Coach Neubauer mit den Neuzugängen Deisl (Pass), Svobadova und Ubavic begann, unterlag Kanti gegen SW Erfurt mit 2:3. Nach einem ausgeglichenen ersten Satz gelang Kanti die bessere Schlussphase (25:23). Anschliessend konnten die Schaffhauserinnen kurz vor Satzende ausgleichen, gaben den Durchgang aber dennoch ab. Nach und nach kamen weitere neue Kanti-Spielerinnen zum Einsatz, der dritte Satz ging klar an das Gastteam. Mit der Rückkehr der potenziellen Stammspielerinnen ging der vierte Satz wieder an Kanti 26:24. Den Tiebreak dominierten die Gäste mit 15:6. Am Sonntag 26.09.2021 um 12.00 Uhr tritt der VC Kanti in der BBC Arena gegen Rote Raben Vilsiburg an, die beiden deutschen Teams spielen heute ab 16.00 Uhr gegeneinander.
Testspiel. VC Kanti – SW Erfurt 2:3 (25:23, 23:25, 18:25, 26:24, 5:15). - BBC Arena. - 70 Zuschauer. – VC Kanti: Deisl (Pass), Perkovac, Watson, Svodadova, Ubavic, Holaskova, Habegger (Libera); eingewechselt: Silge, Kunz, Jatzko, Pazin, Corbach, Hinteregger; nicht eingesetzt: Guyer, Contorno.
Dieses Wochenende geht’s wieder rund in der BBC Arena!
Die Kantigirls messen sich dabei in Testspielen mit Schwarz-Weiss Erfurt & Rote Raben Vilsbiburg aus der Deutschen Bundesliga! Es dürfen also Spiele auf hohem Niveau erwartet werden, beginnen für alle Teams doch bald die neuen Saison.
Moritz Bolli Supercupsieger
Während der Neuenburger Sieg über den VC Kanti erwartet werden konnte, gewann bei den Männern eher überraschend der TSV Jona Volleyball den Supercup 2021 in Gümligen: Cupsieger Jona dominierte das Spiel vom Anfang bis zum Ende und liess seinem Gegner, dem Chênois Genf, nur wenig Angriffsfläche. So gewinnt das Team aus Jona in sensationellen drei Sätzen mit 0:3 (25:20, 30:28, 25:22) den Volleyball-Supercup 2021. Filip Habr, der Teamcaptain des TSV Jona, freute sich entsprechend und zu Recht: «Ich bin unglaublich glücklich für das Team, unsere Spieler und die Trainer. Wir sind ein Team mit vielen jungen Spielern und ich freue mich sehr, sie gewinnen zu sehen. Auch für all die Leute, die im Club tagtäglich für sehr wenig sehr viel leisten. Ich glaube, vorhin sogar ein Tränchen in den Augen unseres Präsidenten gesehen zu haben.» Und ein Schaffhauser durfte, mit der Goldmedaille um den Hals gehängt, kräftig mitjubeln. Der Beringer Mittelblocker Moritz Bolli (links) auf dem Bild von Werner Schläpfer mit dem VC-Kanti-Präsident Sandro Poles (r.) spielt seit dem Rückzug der VBG Klettgau aus der Volleyball-NLB (2017) in die 3. Liga beim TSV Jona professionell Volleyball auf höchstem Niveau. Und die St. Galler tasten sich immer näher an die nationale Spitze heran. Dem Cupsieg 2021 in Winterthur liessen sie jetzt den Supercupsieg über den Meister aus Genf folgen. Es wird interessant zu sehen sein, zu was das junge Joner Team mit dem Schaffhauser Routinier Moritz Bolli (31) in der neuen Saison noch fähig sein wird.



