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Kanti verliert auch das Spiel in Cheseaux

Um die Plätze drei bis fünf nach der Qualifikation bahnt sich zwischen dem VC Kanti, Cheseaux und Düdingen ein ­enger Kampf an. Die drei Teams liegen nur einen Punkt getrennt von einander, Cheseaux hat aber ein Spiel mehr ausgetragen.

Ein Duell am Netz zwischen der Topscorerin von Cheseaux, Madeline Haynes (l.), und Kanti-Passeuse Victoria Deisl. BILD WERNER SCHLÄPFER

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Gestern Abend zog der VC Kanti mit dem 1:3 in Cheseaux die dritte Niederlage in Folge ein. Zwei Tage vor dem regulärem Ende der Qualifikation ist damit der Vorsprung auf Düdingen, das sich heute Abend mit einem Sieg im Nachtragsspiel gegen Lugano vor die Schaffhauserinnen setzen könnte, und Cheseaux dahingeschmolzen. Das Team aus der Romandie dürfte morgen bei Leader Neuenburg zwar kaum punkten, Düdingen tritt bei Aesch-Pfeffingen an (das sie am Mittwoch daheim aus dem Cup geworfen hatten), und der VC Kanti reist wie schon am letzten Sonntag zum Auswärtsspiel bei Franches-Montagnes. Die Entscheidung der Meisterschaftskommission, ob das bei den Munotstädterinnen noch ausstehende Spiel gegen Aesch-Pfeffingen mit einem Forfaitsieg gewertet oder doch noch ausgetragen wird, war auch gestern Abend nicht bekannt.

In der Partie in Cheseaux lag der VC Kanti zunächst zurück, 5:10 und 12:16. Dann vermochten die Gäste zum 16:16 auszugleichen und übernahmen mit 18:17 zum ersten Mal die Führung. In der Schlussphase, ab dem 22:21 mit Jatzko für Svobodova spielend, behielten die Schaffhauserinnen die Nerven und die Führung.

In den drei weiteren Sätzen sollte es dem Team von Nicki Neubauer jedoch nicht gelingen den Rückstand dauerhaft auszugleichen und in Führung zu gehen. Die Gastgeberinnen agierten konstanter, kompakter und schafften es immer wieder den Ball zurückzuspielen. Passeuse Oriane Haemmerli gelang es besser, ihre Angreiferinnen in Szene zu setzen, als dies Victoria Deisl oder Vivian Guyer gelingen sollte.

Cheseaux schaffte es immer wieder, die Lücke im Block, das Loch in der Verteidigung zu finden oder den Block ­anzuspielen. So gelangen den besten drei Scorerinnen aufseiten Cheseaux’s, Haynes (26), Fitzmorris (21) und Wolowicz (16), mehr Punkte als bei Kanti Perkovac (15), Ubavic (11) und Jatzko (10.) Mit 19:25, 17:25 und 21:25 gingen die Sätze mehr oder weniger deutlich ver­loren.

Zwei schwierige Spiele in der Westschweiz

VC KANTI HEUTE IN CHESEAUX

 

Um den dritten Rang zu verteidigen, muss der VC Kanti in den verbleibenden zwei oder drei Runden der Qualifikation unbedingt ein- bis zweimal punkten. Düdingen auf Platz 4 hat bei einem Spiel mehr nur noch einen Punkt Rückstand, und auch der heutige Gegner Cheseaux (5.) liegt nur drei Zähler zurück. Das junge Team des VC Kanti muss zuerst das Cup-Ausscheiden vom letzten Sonntag bei Franches-Montagnes verkraften, das ist psychologisch schwierig, denn am Samstag muss Nicki Neubauers Equipe erneut nach Saignelégier reisen. Gut für die Schaffhauserinnen wäre ein Sieg heute in Cheseaux, damit würden sie sich erst einmal einen Gegner vom Leib halten. Um auch noch Düdingen auf Distanz zu halten – das noch gegen Lugano (Freitag) und bei Aesch-Pfeffingen (2./Samstag) anzutreten hat –, braucht es wohl auch einen Erfolg bei Franches-Montagnes. «Sie haben gegen uns im Cup sehr gut gespielt», sagt Nicki Neubauer, «vor allem Diana Arrechea (COL) hatte einen Sahnetag. Ob ihr und Franches das erneut gelingt?» Der Kantitrainer hat am Dienstag im Training über die Niederlage gesprochen und seiner Mannschaft vermittelt, dass sie wieder Stabilität gewinnen müsse und in keiner Spielphase die Geduld verlieren dürfe.

Was passiert mit Aesch-Spiel?

Eine grosse Frage bezüglich Tabelle ist auch die, ob die vor einer Woche wegen Coronafällen bei Aesch-Pfeffingen verschobene Heimpartie noch nachgeholt werden muss. Termine bis zum reglementarischen Ende der Qualifikation am 5. Februar gibt es keine mehr und die Vereine seien beide einverstanden, nicht mehr zu spielen – was dem VC Kanti einen (willkommenen) Forfaitsieg bescheren würde –, aber der Verband wolle, dass nächste Woche noch gespielt werde. Dies wohl auch unter Druck der direkten Kanti-Kontrahenten. Mal schauen, was die Meisterschaftskommission da entscheidet. (hcs.)

Enttäuschender VC Kanti scheidet im Cup aus – 3:15 im Tiebreak im Jura

Dass der Cup-Titelverteidiger diesmal bereits im Viertelfinal ausscheiden würde, kommt schon überraschend. Aber der VC Kanti erwischte beim Gastspiel in Saignelégier gegen ein gutes Franches-Montagnes einen schlechten Tag und verlor 2:3.

 

Verdutzte Gesichter beim VC Kanti, der soeben den Cup-Viertelfinal mit 2:3 verloren hat; hinten bejubeln die Jurassierinnen ihren Überraschungssieg. BILD WERNER SCHLÄPFER

Auf dem Papier vom Kader und vor allem auch von der Tabelle her – der VC Kanti auf Platz 3, Franches-Montagnes auf Platz 6 – waren die Schaffhauserinnen als (leichter) Favorit in die Partie in der neuen Halle in Saignelégier gegangen. Hier ganz oben auf dem Freiberg-Plateau hat der Club VFM eigentlich seit Jahren sein Domizil, aber bisher hat er mangels eigener Halle schon an diversen Orten im Jura gespielt: In Les Breuleux, in Pruntrut, in Delémont, in Rossemaison oder in Tramelam BE. Seit dieser Saison haben die Freiberglerinnen ihre neue Heimat gefunden – und das scheint sie sehr zu beflügeln. Rund 300 Zuschauer wollten gestern im Schweizer Cup endlich mal einen Sieg gegen den VC Kanti sehen.

Und sie sollten nicht enttäuscht werden, im Gegenteil, die Equipe von Trainer Leonardo Portaleoni startete nämlich ganz stark in die Cuppartie und führte schnell einmal 5:1. Der VC Kanti kam zwar zurück und blieb bis zum 13:11 dran, musste danach indes den Gegner – ohne viel Gegenwehr – auf 18:12, 22:15 und 25:16 ziehen lassen. Auch zwei Wechsel von Romy Jatzko zu Eva Svobodova und am Pass von Victoria Deisl zu Vivian Guyer brachten nicht den erhofften Effekt. VFM mit seinen drei starken Kolumbianerinnen Ivonne Montaño (Diagonal), Maria Alejandra Marin (Pass) und Diana Arrechea (Aussen) beherrschte auch den zweiten Satz klar (25:18), ohne dass der VC Kanti am Service, in der Abnahme oder vor allem im Angriff zur Normalform fand. Daran änderten auch weitere Wechsel nichts.

Im dritten und vierten Satz konnte dann der verbesserte VC Kanti mit Eva Svobodova anstelle von Romy Jatzko das intensive Spiel dann mit 25:19 und 25:22 ausgleichen und Hoffnungen fürs Tiebreak wecken. Diese wurden aber durch eine Serviceserie von Déliane Monnin bis zum 5:0 jäh zerstört. NIchts wollte mehr funktionieren bis zum 10:1. Nach dem 10:2 gelang nur noch ein weiterer Punkt zum Schlussstand von 15:3 in lediglich neun Minuten. Die Frustration auf Schaffhauser Seite war riesengross. Nun gilt es sich in den drei Partien der Qualifikation gegen Chesaux (Donnerstag), erneut gegen VFM (Samstag) und Aesch (wohl am Sonntag, 6.2.) den dritten Platz zu verteidigen. (hcs.)

Bilder Werner Schläpfer

Konzentration liegt auf dem Cup- Viertelfinal im Jura

Überraschend mussten die Verantwortlichen des VC Kanti am Donnerstagabend die Verschiebung des NLA-Heimspiels gegen Aesch-Pfeffingen von gestern Abend zur Kenntnis nehmen. «Wir haben Corona-Fälle im Team. Die betroffenen Spielerinnen sind dreifach geimpft und haben milde Symptome», schreibt der Club Sm’Aesch auf seiner Homepage. Ein Nachholtermin wird noch gesucht. in Nachholtermin wird noch gesucht. 

Da alle Spiele der Qualifikation bis am 05.02.2022 gespielt werden müssen wird es für den VC Kanti schwierig ein Thermin zu finden. Nächste Woche ist am Donnerstag bereits das Nachholspiel in Cheseaux also bleibt eigentlich nur der Dienstag. Sollte das Spiel bis zum besagten Datum nicht mehr ausgetragen werden können verliert das Team, das aufgrund der Coronafällen nicht antreten kann mit 3:0 Forfait. 

Noch im Programm enthalten ist die Viertelfinalpartie im Schweizer Cup von Aesch von morgen Sonntag in Düdingen.

Auch beim VC Kanti gilt die volle Konzentration nun dem Cupspiel von morgen (17 Uhr) bei Franches-Montagnes in der neuen Halle Salle Maurice Lacroix in Saignelégier. Die Jurassierinnen verfügen mit der kolumbianischen Diagonalangreiferin Ivonne Montano über eine super Topskorerin, welche auch die NLA-Skorerliste mit überragenden 337 Punkten vor Madeline Haynes (Cheseaux/296), Daria Butkevich (Valtra/ 265) und Tia Scambray (NUC/258) anführt. «Wenn sie einen Supertag erwischt, kann sie auch mal ein Spiel entscheiden», sagt Kantitrainer Nicki Neubauer, der seine Equipe auf Montano einstellen wird. (hcs.)

Carfahrt mit dem VC Kanti nach Saignelégier: Abfahrt morgen Sonntag um 12.15 Uhr ab Rest. Schützenhaus auf der Breite, Fahrpreis 40 Franken plus Eintritt vor Ort; Covid-Bestimmungen (2G mit Maske). Anmeldung an Tel. 052 625 55 07 oder administration@kantivolleyball.ch.

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