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Das entscheidende Spiel für Kanti

Halbfinals oder die Spiele um Rang fünf bis acht: Die dritte Viertelfinal-Begegnung von heute Abend zwischen dem VC Kanti und Aesch-Pfeffingen bringt die Weichenstellung für die Abschlussphase der Saison.

 

Monika Krasteva (r.) war am Sonntag die erfolgreichste Angriffsspielerin beim VC Kanti. BILD WERNER SCHLÄPFER

 

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Zum sechsten Mal treffen in dieser Saison der VC Kanti und Aesch-Pfeffingen heute Abend aufeinander. Während die anderen drei Play-off-Viertelfinalpartien seit Sonntag entschieden sind – und zwar für das jeweils höherklassierte Team aus der Qualifikation – geht es zwischen den Schaffhauserinnen und den Baselbieterinnen in die entscheidende dritte Runde.

 In Qualifikation, Cup und Viertelfinal setzte sich dreimal der VC Kanti durch, zweimal gewann Aesch-Pfeffingen. Die beiden Teams und Trainer kennen sich gegenseitig inzwischen bestens, von engen Spielen auf Augenhöhe spricht Kanti-Coach Neubauer bereits seit Wochen. Nun werden also Nuancen, Energie und Kampfgeist mitentscheiden.

 «Es gibt zwei, drei Geschichten, die wir noch anpassen können», erläutert Nicki Neubauer. Einerseits geht es um die Positionierung von Block und Abwehr. Andererseits hat der Kanti-Staff analysiert, wie die Gegnerinnen auf die Angriffe von Kanti reagieren. «Da können wir ein paar Sachen noch ein bisschen besser, ein bisschen schlauer lösen.» Darauf an komme es aber auch, wie Aesch-Pfeffingen spiele, dass in der Schlussphase der Sonntags-Partie auf der zweiten Mittelposition zwischen der Brasilianerin Passos Silva und der Schweizerin Martina Koch abwechselte. Andererseits dürfe man sich aber auch nicht in den Details verlieren: Punkte müssen her.» Am Ende geht es um Execution, wer performt besser. Wir müssen genau da weitermachen, wo wir am Sonntag aufgehört haben.» Und für den VC Kanti dürfte es zum Vorteil gereichen, dass er das entscheidende Spiel in der eigenen Halle vor den eigenen Fans bestreiten kann.

 Duale Planung fürs Wochenende

Da Swiss Volley von einer fixen Zuordnung der Halbfinalpartien und der Zwischenrunde um die Ränge fünf bis acht abgekommen ist, steht noch keine der vier Paarungen, die am kommenden Samstag beginnen, fest. Der VC Kanti trifft im Erfolgsfall auf den zweiten der Qualifikation, Volley Düdingen, in der best-of-5-serie der Play-off-Halbfinals. Verlieren die Munotstädterinnen heute Abend, geht es ebenfalls am Samstag weiter, und zwar in best of-3-Spielen gegen Genève Volley mit Trainer Andi Vollmer.

 «Wir arbeiten dual und bereiten ein mögliches Heimspiel vor mit allem, was dazugehört», berichtet Kanti-Präsident Sandro Poles. «Das Auswärtsspiel wäre für uns organisatorisch einfacher.» Da ginge es um die Fahrt nach Düdingen und die Verpflegung von Spielerinnen und Staff. Insgeheim wäre aber Poles, wie auch dem Rest der Kanti-Familie, ein 3: 0-Erfolg und damit ein erstes Auswärtsspiel am liebsten. Das Spiel, das heute Abend um 20 Uhr in der BBC Arena angepfiffen wird, wird die Entscheidung bringen.

Der VC Kanti erspielt sich die dritte Partie

Fünf Sätze waren gestern erforderlich, um einen Sieger im ­Viertelfinalspiel zwischen Aesch-Pfeffingen und dem VC Kanti zu ermitteln. Nach 120 Spiel­minuten standen die Schaff­hauserinnen als 3:2-Sieger fest.

 

Katerina Holaskova (r.) findet eine Lücke im Block von Aesch-Pfeffingen. BILD WERNER SCHLÄPFER

 Reinhard Standke

Jetzt oder nie, hiess es für den VC Kanti gestern im Baselbiet. Nach dem die Schaffhauser Volleyballerinnen in der Vorwoche in der ersten Runde der Play-off-Viertelfinals daheim gegen Aesch-Pfeffingen mit 0: 3 unterlagen, musste nun ein Sieg her, um in der Best-of-3-Serie zu bleiben.

 In der Startaufstellung hatte Kanti-Trainer Neubauer Änderungen vollzogen. Zum einen brachte er Mittelblockerin Jasmin Kuch anstelle von Molly Lohman, zum anderen wechselte die Positionen der Mittelblockerinnen in der Rotation, um sie anders anspielen zu können. Dazu wechselte er im Block gegen die gegnerische Diagonalspielerin. Nicht dabei war Angreiferin Elisa Suriano, die sich am Freitag einen Hexenschuss zugezogen hatte (aber am Mittwoch zum Aufgebot gehören sollte).

 Die insgesamt fünfte Partie zwischen den beiden Teams sollte vor immerhin 820 Zuschauern, auch die Trainerlegende Ottmar Hitzfeld wohnte dem Spiel bei, wiederum zu einer Partie auf Augenhöhe werden. Zunächst gelang es dem Heimteam, sich vom 4: 4 auf 9: 4 abzusetzen, dies bei einer kleinen Serviceserie von Tabea Eichler. Kanti konterte jedoch umgehend und kam mit Romy Jatzko am Aufschlag auf 8: 9 heran. Bald lag Aesch-Pfeffingen mit 14: 11 vorne, dann der VC Kanti mit 20: 18. In der Schlussphase des ersten Satzes erspielte sich jedoch das Heimteam die Vorteile. Mit 25: 22 meldeten die Baselbieterinnen ihren Anspruch auf die Halbfinals an.

 Nun waren die Schaffhauserinnen noch mehr gefordert. Der zweite Durchgang begann zunächst wie der erste – Kanti musste einen Rückstand (4: 7) wettmachen, um dann noch einmal zurückzuliegen. Monika Krasteva führte dann mit einer Serviceserie ihr Team vom 10: 13 zum 18: 13. Mit viel Druck am Service, weniger Fehlern als im ersten Satz (4: 9) sowie einem guten Block gelang Kanti mit 25: 19 der Satzausgleich. Im dritten Satz war bis zum 18: 18 nichts entschieden. Kanti buchte die bessere Schlussphase und übernahm die Führung (25: 20). Anders verlief dann das Ende des folgenden Satzes: Hier gelang es Aesch-Pfeffingen, nach dem 19: 19 den Spiess umzudrehen und erzwang mit 25: 23 den Tiebreak, benötige aber nicht weniger als vier Satzbälle.

Im nun fünften Satz behielt der VC Kanti die Nerven, geriet nach dem 4: 4 nie in Rückstand und spielte mit 14: 10 vier Matchbälle heraus. Es sollte noch einmal spannend werden, das Heimteam kam Punkt für Punkt heran, erst Saisontopskorerin Romy Jatzko besiegelte mit 15: 13 den 3: 2-Sieg. Unter dem Strich zeigte der VC Kanti wiederum die bessere Quote im Angriff und erzielte auch mehr Blockpunkte. Die grössere Anzahl der Fehler (29: 18) sollte sich diesmal mit negativ für die Munotstädte­rinnen auswirken. Die meisten Punkte für die Gäste gelangen gestern der ak­tiven Monika Krasteva (26), ihr folgen Korina Perkovac und Romy Jatzko (21). Bei den Gastgeberinnen war Tabea ­Eichler mit 17 Punkte weniger erfolgreich als in den beiden letzten Wochen.

 «Wir sind happy über den Sieg und haben kämpferisch eine starke Leistung gezeigt», zog Kanti-Trainer Neubauer ein positives Fazit der 120 Spielminuten. «Wir können immer noch besser spielen, lassen aber immer noch ­zuviel liegen.» Nun muss das Spiel von übermorgen (20.00 Uhr, BBC Arena) über den Halbfinaleinzug entscheiden.

VC Kanti muss eine effizientere Leistung auf das Feld bringen

Nach der 0:3-Niederlage in der ersten Runde der Viertelfinal-Play-offs gegen Aesch-Pfeffingen muss der VC Kanti morgen eine Reaktion zeigen, um in der Best-of-3-Serie zu bleiben.

 

Punkte sind gefordert beim VC Kanti: Monika Krasteva (links) greift gegen Aesch-Pfeffingen an. BILD REINHARD STANDKE

 

Reinhard Standke

In der NLA-Meisterschaft steht der VC Kanti ein bisschen mit dem Rücken zur Wand: Wollen die Schaffhauser Volleyballerinnen weiter um die Plätze 1 bis 4 mitspielen, müssen sie in der Viertelfinalserie gegen Aesch-Pfeffingen morgen (16 Uhr) im Baselbiet einen Sieg landen. Ansonsten sind sie in den Spielen um die Ränge 5 bis 8 dabei.

 

Bereits vor zwei Wochen hatte Kanti in Aesch antreten müssen. In der Schlussrunde der Qualifikation war den Munot­städterinnen nach einem 0: 2-Rückstand noch ein 3: 2-Sieg gelungen. Das Spiel der Gegnerinnen hat sich für Kanti-­Coach Nicki Neubauer in dieser und in der Begegnung vom letzten Samstag nicht gross verändert: «Sie spielen ihren Stiefel durch, dies auf relativ hohem Niveau und sie bieten keine Fehler an.» Die Statistik habe für Kanti zwölf, für Aesch-Pfeffingen dagegen nur vier Angriffsfehler ausgewiesen. Die Differenz von 8 Punkten macht somit fast die Totaldifferenz von 67: 77 Punkten aus.

 

Fehlende Effizienz, weniger Glück

«Der Grossteil des Unterschiedes ist Effizienz», erklärt Nicki Neubauer. Kanti habe mehr Punkte im Aufschlag, Angriff und Block gemacht. In Satz 1 und 3 habe jedoch sein Team in der «Money-Time» ab 17, 18, 19, 20 Punkten nicht mehr viel zusammengebracht. Und das Glück habe auch gefehlt, nicht so beim Gegner, von dem zum Beispiel eine Abwehr in der Schlussphase direkt zurückkam und im hinteren Eck des Kanti-Feldes landete.

 

Für das dritte Spiel innerhalb von zwei Wochen gegen denselben Gegner werde Kanti ein paar Dingen anpassen. Sein Team habe relativ wenig gepunktet mit dem ersten Tempo, weiter sei das Spiel über die Mitte zu optimieren und an der Effizienz zu arbeiten. «Aus 29 Bällen über die Mitte haben wir nur sieben Punkte gemacht, diese Quote ist einfach zu schlecht», urteilt Nicki Neubauer. Besser spielen müsse Kanti auch in der Abwehr. Die beiden Aussenangreiferinnen hatte Kanti vor einer Woche gut im Griff, wie jedoch schon im Spiel davor kam Diagonalspielerin Tabea Eichler zu vielen Punkten.

 

Kanti will drittes Spiel erzwingen

«Wir müssen aber nicht komplett unser ganzes Spiel ändern», Nicki Neubauer verweist aber auf knappe Sätze, in denen es um zwei bis drei Bälle pro Satz ging. «Wir müssen die Vorsprünge, die wir uns erarbeitet haben, nach Hause bringen.» Gelingt dies, erzwingt Kanti am kommenden Mittwoch ein entscheidendes drittes Spiel (20 Uhr, BBC-Arena). Sollte es zu einer weiteren Niederlage kommen, ginge es für die Munotstäd­terinnen am kommenden Samstag in einer Zwischenrunde um die Ränge 5 bis 8 weiter.

Kanti startet mit einer 0:3-Niederlage

Nach der ersten Runde der Play-off-Viertelfinals liegt der VC Kanti im Rückstand. Aesch-Pfeffingen gelang in der BBC Arena ein klarer Sieg. Wollen die Schaffhauserinnen um die Plätze eins bis vier mitspielen, ist am nächsten Sonntag eine Reaktion erforderlich.

 

Am Block vorbei: Molly Lohman (3) wird geprüft von Madlaina Matter. BILD R. STANDKE

 

Reinhard Standke

 Konnte der VC Kanti in der Vorwoche nach einem Zwei-Satz-Rückstand noch mit 3: 2 auswärts bei Aesch-Pfeffingen gewinnen, gelang dies beim Auftakt in die Play-off-Viertelfinals in der heimischen BBC Arena den Schaffhauserinnen jedoch nicht. Beim 0: 3 und total 67: 77 Punkten blieb das Team von Nicki Neubauer ohne Satzgewinn. Spannung und Vorteile für beide Seiten sollte gleich der erste Satz bieten. Nach dem 3: 1-Auftakt gerieten die Schaffhauserinnen (beim Service von Karla Klaric) mit 3: 6 in Rückstand, um dann wieder heranzukommen. Captain Holaskova gelang vom 6: 8 bis zum 10: 8 genau wie vom 17: 16 bis zum 21: 16 eine kleine Serviceserie. Den Schaffhauserinnen sollte es jedoch nicht gelingen, den Vorsprung über die Runden zu bringen. Bei einigen Wechseln (bei Aesch-Pfeffingen unter anderem die Zuspielerin) kamen die Gäste nicht nur wieder heran, sondern entschieden dem dritten Satzball für sich (27: 25).

 Im zweiten Durchgang wirkte Aesch-Pfeffingen kompakter, brachte insgesamt mehr Druck ins Spiel. Kanti führte (nur) beim 4: 2 und 7: 5. Anschliessend konnte sich das Gastteam auf 16: 11 absetzen, die Schaffhauserinnen (zwischenzeitlich mit Suriano und Künzler) kämpften sich auf 17: 18 heran. Dann war jedoch der Lauf von Kanti vorbei, mit einer weiteren kleinen Serviceserie führte Passeuse Pierret ihr Team zum 23: 18, Aesch-Pfeffingen brachte den zweiten Satz mit 25: 19 heim.

Geringere Effizienz, mehr Fehler

Wie eine Woche zuvor lagen die Schaffhauserinnen mit zwei Sätzen im Rückstand, um den Start in die Viertelfinalserie nicht zu verpassen, war das Kanti-Team nun gefordert. Im dritten Satz lag mal das eine, dann das andere Team mit zwei bis drei Punkten vorne. Beim 19: 16 sah die Ausgangslage für das Heimteam gut aus, erneut gelang Aesch-Pfeffingen vor 25 bis 30 eigenen Fans eine kleine Aufschlagsserie (Zernovic), Kanti konnte den Rückstand leicht reduzieren, kam aber nicht mehr heran (23: 25). Die Gesamtstatistik weist für Aesch-Pfeffingen die etwas bessere Angriffsquote aus, für Kanti die bessere Annahme und mehr Blockpunkte (14: 9). Die Fehlerbilanz (11: 22 aus Sicht von Kanti) entspricht fast der Gesamtpunktedifferenz. Die meisten Punkte für Kanti erzielten Krasteva (12) und Holaskova (11), bei den Gästen war Tabea Eichler nicht zu bremsen (18).

 «Wir haben nicht gut genug gespielt, machten nicht unser Spiel», fasste Nicki Neubauer die 76 Spielminuten zusammen. Sein Team sei nicht frei im Kopf gewesen, habe aus- und nachbessern müssen. Um sich die Chance auf die Teilnahme an den Play-off-Halbfinals zu wahren, ist von den Munotstädterinnen nun am kommenden Sonntag ein Sieg in Aesch gefordert. «Es braucht mehr Glaube, mehr Mut», so Kanti-Trainer Neubauer. Gelingt dies nicht, geht es für Kanti ab dem 11. März in den Spielen um die Ränge fünf bis acht weiter. Zum Spiel in Aesch bietet der Verein die Mitfahrgefahrgelegenheit im Teambus (Abfahrt 12.45 Uhr, Kosten 40 Franken).

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