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Fünf Abgänge beim VC Kanti Schaffhausen per Ende der Saison 2022/2023

Nach dem Ausscheiden im Rennen um die Medaillen konnten die Kantigirls mit dem Sieg gegen Voléro Zürich um Platz 5 die Saison mit einem positiven Resultat abschliessen und werden in der kommenden Spielzeit damit wohl wieder im CEV Volleyball Challenge Cup vertreten sein.

Doch das Ende einer Saison ist auch immer gleichbedeutend mit der Teamzusammenstellung der anstehenden Saison(s). Dabei werden einerseits die bereits weiterbestehenden Verträge (bis Ende Saison 2023/2024 Verträge haben Alessia Pazin (Pass), Elisa Suriano (Aussen), Julia Künzler (Aussen) und Jasmin Kuch (Mitte)), die abgelaufene Saison, aber auch immer die zukünftige sportliche Ausrichtung des Vereines berücksichtigt.

Headcoach Nicki Neubauer und die Vereinsleitung haben sich dazu während einiger Monate über die Gestaltung des neuen Teams für die neue Saison intensiv Gedanken gemacht und haben nebst den bereits kommunizierten Vertragsverlängerungen mit Kapitänin Kateřina Holásková und dem langjährigem Kantigirl Korina Perkovac weitere Entscheidungen getroffen.

So verlassen auch diese Saison wieder mehrere Spielerinnen den VC Kanti Schaffhausen. Nicht verlängert werden die auslaufenden Verträge mit Norene Iosia (1. Saison, Pass), Molly Lohman (1. Saison, Mitte), Romy Jatzko (2. Saison, Aussen), Monika Krasteva (1. Saison, Aussen) und Lisa Contorno (2. Saison, Libera).

Der VC Kanti Schaffhausen bedankt sich bei diesen Spielerinnen herzlich für ihr grosses Engagement während der vergangenen Saison(s) zu Gunsten der Kantifamilie und wünscht ihnen für die Zukunft weiterhin gute Gesundheit und viel Erfolg!

Die Neuverpflichtungen kommunizieren wir wie immer fortlaufend. Wir sind aber überzeugt, auch auf die kommende Saison 2023/2024 hin wieder ein schlagkräftiges Team für die Munotstadt verpflichtet zu haben.

 

Cool, Kapitänin Holásková bleibt an Bord

Kateřina Holásková hat sich dazu entschieden, dass sie eine weitere Saison beim VC Kanti Schaffhausen anhängen möchte.

Die Mittelblockerin ist auf die Saison 2015/2016 vom Tschechischen Spitzenverein Olomouc zum VC Kanti Schaffhausen gestossen.

Dank der guten und konstanten Leistung in der abgelaufenen Saison 2022/2023 ist Holásková motiviert ihre aktive Karriere um (mindestens) eine weitere Saison zu verlängern. Somit nimmt sie bereits ihre neunte Saison im VC Kanti Dress in Angriff, was in der heutigen schnelllebigen Sportwelt nicht alltäglich ist! Ihre bisher grössten Erfolge mit den Schaffhauserinnen ist der Sieg im Mobiliar Volley Cup in der Saison 2020/2021, sowie der Gewinn der Bronzemedaille in der Saison 2021/2022. Ebenfalls wurde sie in ihrer Zeit bei den Kantigirls zweifach als Mobiliar Topscorerin ausgezeichnet.

Cheftrainer Nicki Neubauer und die Vereinsleitung sind sehr glücklich über den Entscheid von Kateřina, die bereits seit fünf Jahren als Kapitänin amtet und somit als verlängerter Arm von Neubauer grossen Einfluss rund um das Team hat.

Ein weiteres enges Spiel des VC Kanti zum Saisonabschluss

Mit dem 3:0-Auswärtssieg über Volero Zürich schliesst der VC Kanti die Saison 2022/23 auf dem fünften Schlussrang ab.

 Serie erfolgreich abgeschlossen: Die Spielerinnen des VC Kanti freuen sich über Platz 5 in der NLA. BILD WERNER SCHLÄPFER

 Werner Schläpfer

Beim letzten Spiel von Volero Zürich als Profiteam in der Schweiz ging es für die Zürcherinnen nur noch um einen Achtungserfolg. Im Gegensatz zum VC Kanti, der unbedingt den fünften Rang erreichen wollte. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, und vor allem in den Sätzen eins und drei wurden die Nerven der etwa 50 Kantifans in der Rüebisbachhalle nochmals gewaltig strapaziert.

 Die Zürcherinnen legten mit dem besseren Start 3: 0 vor. Lange Zeit hielt der Vorsprung, erst bei 7: 7 gelang Kanti erstmals der Ausgleich, um gleich wieder in Rückstand zu geraten. Bei 13: 10 musste Nick Neubauer sein erstes Time-out nehmen. «Wir brauchten lange, um den Rhythmus im Aufschlag zu finden», so Trainer Neubauer. Mit den starken Services von Kateřina Holásková gelang der Turnaround zum 19: 17, noch war es nicht die Entscheidung, die Zürcherinnen legten bei 22: 19 nochmals vor. Ein sehenswerter Smash von Monika Krasteva gab ihrem Team nochmals Motivation, und mit guter Blockarbeit sowie mithilfe einer Serviceserie von Norene Iosia machten die Schaffhauserinnen den Rückstand wett. Es blieb spannend, Volero führte nochmals mit 26: 25 und hatte Satzball. Ein Block, ein Eigenfehler und der Angriff von Korina Perkovac beendeten den ersten Satz (28: 26) zugunsten der Gäste.

 Offener Schlagabtausch

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein anderes Spiel, die Gäste dominierten nach Belieben, was dem Trainerstab die Gelegenheit gab, am Ende des Satzes Maëlle Corbach, Lina Hinteregger, Alessia Pazin und Elisa Suriano Einsatzzeit zu gewähren. Die Munotstädterinnen entschieden den zweiten Satz mit 25: 18 zu ihren Gunsten. Mit einer 0: 3-Niederlage wollte sich das Team von Svetlana Ilić jedoch nicht von der Schweizer Volleyballbühne verabschieden. Ihr Team kämpfte sich im dritten Satz nach zeitweiligem 3-Punkte-Rückstand heran, und ab Mitte des Satzes war das Spiel ein offener Schlagabtausch. Das enge Satzresultat hatte Bestand wie schon im ersten Satz bis in die Overtime. Zeitweise gingen die Emotionen hoch, was Kanti auch noch eine Gelbe Karte bescherte. Wie schon im entscheidenden dritten Spiel in den Viertelfinals gegen Aesch-Pfeffingen hatte der Schiedsrichter bei einem umstrittenen Aus-Ball eine Berührung gehört. «Das hat uns etwas aus dem Tritt gebracht», schilderte Nicki Neubauer. Schluss war erst nach drei Satzbällen für das Heimteam sowie dem dritten Matchball für den VC Kanti, als Molly Lohman mit einem Block den entscheidenden Punkt zum 30: 28 machte. Im letzten Saisonspiel, die für morgen in der BBC Arena angesetzte dritte Partie entfällt, sorgten Korina Perkovac und Monika Krasteva mit 16 Punkten für die meisten Zähler. Captain Katerina Holaskova stand dem mit 14 Punkten kaum nach. Damit ging eine durchzogene Saison der Schaffhauser Volleyballerinnen zu Ende und das Minimumziel, der fünte Rang, berechtigt voraussichtlich zur Teilnahme am Europacup. «Das ist das Maximum, was wir noch rausholen konnten», so Kantitrainer Neubauer.

 Mit dem Spiel vom Ostersamstag ging auch die Ära eines Teams, das für den Schweizer Volleyballsport sehr viel getan hat, zu Ende. Ab der Saison 2023/24 wird die Volleyball Academy Zürich die NLA-Lizenz von Volero Zürich erben. Unter der Ägide von Präsident Stav Jacobi hatte Volero den Volleyballfans Spiele in der Champions League mit den besten Superstars weltweit geboten, und auch das Schweizer Volleyball-Nationalteam konnte in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2013 im eigenen Land von Volero profitieren

Ein Sieg fehlt dem VC Kanti noch zum Saisonende

Gewinnen die Schaffhauser Volleyballerinnen die heutige zweite Partie der Best-of-Three-Serie, ist ihnen Platz 5 in der diesjährigen Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Kanti-Trainer Nicki Neubauer ist zuversichtlich.

 

Auch heute wird wieder ein guter Kanti-Block gefragt sein. BILD REINHARD STANDKE

 Nach gesamt 28 Pflichtspielen könnte der VC Kanti heute die Saison 2022/23 auf Rang fünf abschliessen. Nach dem 3: 0-Sieg gegen Volero Zürich am letzten Sonntag braucht es heute ab 13.30 Uhr (Sporthalle Ruebisbach in Kloten) noch einen weiteren Erfolg.

 Nach einer guten Trainingswoche, in der sich allerdings Jasmin Kuch vorgestern den Ellenbogen angeschlagen hat, stellte Kanti-Trainer Neubauer für gestern von zwei auf eine Trainingseinheit um, damit das Team in Kloten genügend regeneriert antritt. «Wir haben im Video analysiert, an welchen Stellschrauben wir noch drehen müssen», erklärt Neubauer. Dies sei zum einen in der Block- und Abwehrposition, zum anderen auch in der Offensive. «Da können wir noch ein bisschen optimieren und besser auf das reagieren, was sie uns anbieten.»

 Sehr gut habe sein Team im Sideout gespielt, nur im Block habe man auf die gegnerischen Spielerinnen nicht ganz zugreifen können. «Sie haben eine gute Physis, Valeriia Kharlova und Dalila Palma Rodriguez können über den Bock schlagen.» Auch im Spiel aus der Abwehr heraus könne Kanti noch schlauer angreifen.

 Für den VC Kanti geht es mit dem Erreichen des fünften Rangs in der Meisterschaft auch um die Sicherung eines möglichen Platzes im Europacup. Für die Zürcherinnen geht es eigentlich um nichts, da das Fanionteam von Volero Zürich nach Saisonende in einem Team der Volley Academy Zürich aufgeht und wohl kaum eine Spielerin dort weiterspielen wird.

 Sollten sich die Hoffnungen auf einen heutigen Sieg für den VC Kanti nicht erfüllen, käme es am nächsten Mittwoch (20 Uhr, BBC Arena) zum entscheidenden Spiel. (R.Sta.)

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