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VC Kanti 2 verliert im Toggenburg .
Das Auswärtsspiel des VC Kanti 2 am Samstagabend in Wattwil stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Neben Trainer Claudio Kriech, der an diesem Tag heiratete, fehlte auch Captain und Zuspielerin Melanie Kunz. In ihrer Abwesenheit führte Vivian Guyer das Team auf das Feld.

Der Block des VC Kanti 2 mit Lara Schreiber (Nr. 5, li.) und Alexandra Diemling (13, re.) beim Auswärtsspiel im Toggenburg. Bild: W. Schläpfer
Der Start gegen Volley Toggenburg verlief für die Schaffhauserinnen alles andere als ideal. Kanti fand nur schwer ins Spiel, während das besser organisierte Heimteam früh die Kontrolle übernahm und den ersten Satz klar mit 25:14 für sich entschied. Im zweiten Durchgang zeigte Kanti dann ein anderes Gesicht: Mit mehr Druck im Service und stabilerem Aufbau gelang es dem Team, den Gegner unter Druck zu setzen. Besonders Zuspielerin Jana Pensini, die neu ins Spiel kam, brachte frischen Wind und leitete die Wende ein. Der Satz ging verdient mit 25:11 an die Gäste. Im dritten Satz entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Trotz phasenweiser guter Aktionen schlichen sich bei Kanti erneut einfache Eigenfehler ein. In der Verlängerung bewies Volley Toggenburg das glücklichere Händchen und entschied den Satz mit 29:27 für sich – die wohl vorentscheidende Phase der Begegnung. Im vierten Satz fehlte Kanti die nötige Konstanz, um noch einmal zurückzukommen. Die Eigenfehler häuften sich, und Toggenburg nutzte seine Chancen konsequent. Mit 25:20 ging auch der letzte Satz an die Gastgeberinnen, die damit das Spiel mit 3:1 für sich entschieden. Morgen Mittwoch folgt das nächste Heimspiel gegen Smash Winterthur (20.15, Neue Kantihalle). (wschl)
Frauen, 1. Liga, Gruppe D. Volley Toggenburg - VC Kanti 3:1 (25:14, 11:25, 29:27, 25:20). - Aufstellung VC Kanti 2: M. Schmid, Diemling, Saipi/Rubli (Libera), Bukovac, E. Schmid, Schreiber, Guyer (Pass); eingewechselt: Pensini (Pass).
Weitere Spiele: NNV Volleyball Academy - Volley Aadorf 0:3 (12:25, 16:25, 19:25). VBC Voléro Zürich - Volley Rüschlikon 2:3 (28:30, 19:25, 25:23, 25:19, 11:15). Volley Näfels - VC Smash Winterthur 3:2 (18:25, 25:21, 25:20, 23:25, 15:11). Volley Näfels - VBC Voléro Zürich 2:3 (25:20, 25:22, 19:25, 23:25, 8:15). – Rangliste: 1.VBC Züri Unterland 5/15 (15:0). 2. Volley Rüschlikon 6/12 (16:10). 3. STV St.Gallen 4/11 (12:5). 4. Volley Aadorf 6/10 (12:10). 5. VC Kanti 2 6/9 (11:10). 6. Volley Toggenburg 6/9 (11:12). 7. VBC Voléro Zürich 4/8 (11:7). 8. VC Smash Winterthur 5/6 (8:11). 9.V olley Näfels 4/5 (8:10). 10. Appenzeller Bären 5/3 (5:12). 11. Pallavolo Kreuzlingen 4/2 (5:12). 12. NNV Volleyball Academy 5/0 (0:15).
Kanti-Sieg gegen eine komplett neue Mannschaft
Kurz vor Spielbeginn in Kloten rief Trainer Nicki Neubauer sein Team in die Kabine und passte den Matchplan an.

Katerina Holásková mit 18 Punkten Topscorer im Kantiteam. Bild:W. Schläpfer
Reinhard Standke, Kloten
Unter plötzlich anderen Vorzeichen stand am Samstag die Partie des VC Kanti in Kloten gegen die Volleyball Academy. Beim Team des Nationalen Leistungszentrums von Swiss Volley standen zum ersten Mal in der Saison 2025/26 die drei ukrainischen Spielerinnen Marharyta Geiko (Diagonal), 19, bisher Bielsko (POL), Zlata Dobryn (Mitte, 18, Brusno/SLV) und Veronika Tverda (Pass, 18, Janova/LTU) im Aufgebot. Das Trio war zwar im ersten Testspiel des VC Kanti, zu dem die Volleyball Academy Anfang September in der BBC-Arena zu Gast war, auf dem Feld, hatte aber erst in den letzten Tagen die Lizenz erhalten. Eine Tatsache, von der die Schaffhauser Volleyballerinnen erst bei der Ankunft in der Halle erfuhren. Zuvor hatte Coach Nicki Neubauer sein Team taktisch auf einen Gegner eingestellt, der mit nur einer Mittelblockerin agiert. Nun konnte eine neue Passeuse zwei Mittelblockerinnen einsetzen. Neubauer berief sein Team in die Kabine, um die neuen Gegebenheiten für die Partie gegen «eine komplett neue Mannschaft» zu vermitteln.
Die ersten beiden Sätze klar in Schaffhauser Hand
Es blieb aber dabei, dass der VC Kanti nicht in der Stammformation der letzten Partien begann. Neubauer gönnte Lina Lieb eine Auszeit, für sie stand Erin Shomaker auf dem Feld. «In den ersten beiden Sätzen haben wir sehr gut gespielt», fasste der Kanti-Trainer den Spielbeginn zusammen. Die Munotstädterinnen machten wie geplant mit dem Aufschlag Druck und im Angriff die Punkte – im ersten Durchgang vor allem durch Josipa Markovć (8), im zweiten durch Katerina Holáková (7). Im ersten Satz zog Kanti nach dem 9:9 davon auf 25:18, im zweiten legten die Schaffhauserinnen durch eine Serviceserie von Marković mit 9:1 vor und dominierten gegen ein fehlerbehaftetes Academy-Team mit 25:11.
Weiter geht es am Samstag gegen Volley Lugano
Doch wie so oft in einem dritten Satz, änderte sich das Momentum im Spiel. Der Druck im Aufschlagsspiel bei Kanti liess nach. Bei guter Annahme kamen dann gute Angriffe des Gegners, erklärte Nicki Neubauer, sodass die Academy nach einem 4:9-Rückstand herankam (19:19). Nach vier Kanti-Fehlern in Folge nutzte das Heimteam einen Satzball zum 25:20. Die Academy hatte einen Lauf, im vierten Satz liefen die Schaffhauserinnen vom 4:4 bis 15:15 einem Rückstand von bis zu drei Punkten hinterher. Dann hatte Kanti die Lektion gelernt, fand zum Service- und Angriffsspiel zurück, machte weniger Fehler und entschied Satz (25:18) und Spiel (3:1) für sich. «Wir haben schnell gelernt und die Herausforderung gut gemeistert», so die Analyse von Nicki Neubauer. Für die Volleyball Academy steuerten Neuzugang Geiko (20) und die Topscorerin Zuvic (14) die meisten Punkte bei, bei Kanti Holásková (18) und Marković (14).
An diesem Samstag empfängt der weiterhin auf Rang 2 platzierte VC Kanti den Playoff-Halbfinalgegner der vergangenen Saison (16.30 Uhr, BBC-Arena), Volley Lugano. Die vor Saisonbeginn als einer der Medaillenkandidaten gehandelten Tessinerinnen liegen nach fünf von neun Spielen der Hinrunde auf dem 6. Rang.
Frauen, NLA, 5. Runde: Volleyball Academy – VC Kanti 1:3 (18:25 11:25 25:20 18:25). – Ruebisbach. – 100 Zuschauer. – SR: Gena/Zindel. – Spieldauer: 21, 19, 21, 23 = 84 Minuten. – Volleyball Academy: Geiko (20), Tverda (Pass, 3), Zuvic (14), Dobryn (4), Kellenberger (5), Bergmann (3), Zbinden (Libera); eingewechselt: Morandi, Riva (1), Haenni (Pass), Çeçen, Licka (3). – VC Kanti: Cole (Pass, 3), Koch (4), Marković (14), Holásková (18), Lockwood (10), Shomaker (10), Loffreda (Libera); eingewechselt: Corbach, Rekola (2), Cavka, Pazin, Schnegg; nicht eingesetzt: Lieb.
Weitere Spiele: Volley Toggenburg – Franches-Montagnes 1:3 (25:20, 19:25 18:25, 14:/25). Sm’Aesch Pfeffingen – Volley Lugano 3:1 (25:27, 25:17, 25:21 25:18). Genève Volley – Volley Düdingen 0:3 (12:25, 20:25, 16:25). VBC Cheseaux – Viteos NUC 0:3 (20:25 11:25 10:25).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 5 14 (15:3). 2. VC Kanti 5 12 (13:5). 3. Volley Düdingen 5 10 (12:8). 4. Sm’Aesch Pfeffingen 5 9 (10:7). 5. Franches-Montagnes 5 9 (11:9). 6. Volley Lugano 5 8 (11:9). 7. Genève Volley 5 6 (6:11). 8. VBC Cheseaux 5 4 (7:13). 9. Volley Toggenburg 5 3 (5:12). 10. NLZ Volleyball Academy 5 0 (2:15).
Die Favoritenrolle umsetzen
Die fünfte Runde der Nationalliga A führt den VC Kanti heute zum Auswärtsspiel bei der Volleyball Academy.

Die Spielerinnen des VC Kanti konnten zuletzt über drei Siege in Folge jubeln. Bild:Werner Schläpfer
Reinhard Standke
«Die Formkurve zeigt nach oben», fasste Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer am Power-Frühstück für die Haupt- und Co-Sponsoren am Donnerstag die knapp neun Wochen zusammen, in denen das Team für die Saison 2025/26 gemeinsam arbeitet. Neubauer verwies darauf, dass über 70 Prozent der Belegschaft neu sind, von den sieben Spielerinnen der Stammformation waren in der vergangenen Saison nur Katerina Holásková und Jordan Lockwood dabei.
Gelungener Reset
Zum Ende der Vorbereitungsphase ging gegen starke Gegner das Selbstvertrauen verloren, und der Start in die NLA-Saison misslang. Nach einem «Reset» festigten sich die Automatismen wieder, im Supercup schrammte das Team knapp am Titel vorbei und schaffte in der Meisterschaft drei Siege in Folge. «Die Mannschaft hat sich entwickelt und wir sind auf gutem Weg», schildert Nicki Neubauer die Fortschritte.
Heute führt der Weg die Schaffhauser Volleyballerinnen nach Kloten, wo die Partie gegen das bislang punktlose Tabellenschlusslicht, die Volleyball Academy, ausgetragen wird (Ruebisbach, 16.30 Uhr). In der Trainingsplanung blickt Chefcoach Neubauer jedoch bereits auf die folgenden Wochen mit den Spielen gegen Lugano, in Neuenburg sowie im Europacup gegen Ostrava voraus und begann diese Woche mit einem Athletikblock, dem ein trainingsfreier Mittwoch folgte. «Es war der einzige Zeitpunkt, zu dem wir da nochmals eine Spitze setzen konnten», erläutert Nicki Neubauer.
«Die Academy müssen wir auf jeden Fall ernst nehmen, sie sind halt eine Wundertüte.» Das Team des Nationalen Leistungszentrums tritt mit nur neun bis zehn Spielerinnen an, darunter die von VC Kanti 2 gekommene, 19-jährige Aussenangreiferin Melis Çeçen und die von den Roten Raben Vilsbiburg (2. Bundesliga) nach Kloten gewechselte, einzige nominelle Mittelblockerin Laura Bergmann (21).
«Die Academy hat Phasen, in denen sie recht gut spielen, wenn sie ihre Annahme recht gut halten können. Mit der Nummer 9, Leana Zuvic, haben sie eine Aussenangreiferin, die schon in der vergangenen Saison einige gute Spiele in der NLA gemacht hat», sagt Nicki Neubauer.
«Wir müssen schauen, dass wir unsere Qualität reinkriegen und sie mit dem Aufschlag unter Druck setzen. Am hohen Ball fehlen ihnen die Lösungen, da machen sie relativ viele Fehler.» Es gelte, an der Favoritenrolle zu arbeiten und die Pace vorzugeben. Neubauer deutete an, dass er möglicherweise Spielerinnen von Beginn an Spielzeit geben könnte, die bislang noch nicht so viel zum Einsatz gekommen waren.
VC Kanti 2 setzt Siegesserie fort.

Vivian Guyer (rechts) bezwingt den Aadorfer Block. Am Ende gewann die Kanti-Zweitvertretung das Spiel in drei Sätzen. Bild: Werner Schläpfer
Der VC Kanti 2 bleibt in der Erfolgsspur: Gegen Volley Aadorf gelang dem Team ein souveräner 3:0-Heimsieg. Besonders beeindruckend war dabei das Comeback im dritten Satz, als die Schaffhauserinnen einen 10:18-Rückstand in einen 25:22-Satzgewinn verwandelten. Der erste Satz verlief zunächst ausgeglichen, doch beim Stand von 15:15 setzte Kanti mit Kapitänin Kunz am Service entscheidend nach und sicherte sich den Durchgang mit 25:18. Auch im zweiten Satz blieb das Spiel lange offen. Erst beim Stand von 19:20 konnte sich Kanti durch eine starke Serviceserie von Guyer absetzen und den Satz mit 25:20 für sich entscheiden. Im dritten Satz schien Aadorf dann die Wende zu schaffen: Die Gäste führten bereits mit 10:4 und später mit 18:10. Doch Kanti zeigte beeindruckende Moral, steigerte den Druck im Service und Punkt für Punkt kämpfte sich das Team zurück. Bei 22:22 war der Ausgleich geschafft, und in der Schlussphase machte Kanti 2 mit viel Nervenstärke den Deckel drauf:25:22 und der 3:0-Endstand. Am Samstag treten die Schaffhauserinnen (4.) in Wattwil beim Tabellensechsten Volley Toggenburg an. (wschl)
Frauen, 1. Liga, Gruppe D. VC Kanti Schaffhausen 2 -Volley Aadorf 3:0 (25:18, 25:20, 25:22). - Kanti 2: Kunz (Pass), M. Schmid, Diemling, Saipi/Rubli (Libera), E. Schmid, Schreiber, Guyer; eingewechselt: Bukovac, Turkalj, Pensini.
Weitere Resultate: VBC Züri Unterland - VC Smash Winterthur 3:0 (25:13, 25:22, 25:13). Pallavolo Kreuzlingen - STV St.Gallen 1:3 (20:25, 25:23, 19:25, 11:25). Volley Rüschlikon - Volley Näfels 2:3 (25:23, 25:17, 21:25, 23:25, 8:15). VBC Voléro Zürich - Volley Toggenburg 3:0 (25:18, 25:14, 25:23). Appenzeller Bären - NNV Volleyball Academy 3:0 (25:20, 25:19, 25:9). –Ranglistenspitze: 1. VBC Züri Unterland 5/15 (15:0). 2. STV St.Gallen 4/11 (12:5). 3. Volley Rüschlikon 5/10 (13:8). 4. VC Kanti 2 5/9 (10:7). 5. Volley Aadorf 5/7 (9:10). 6. Volley Toggenburg 5/6 (8:11).



