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Kanti will das Jahr mit einem Sieg abschliessen
Zum letzten Spiel vor der Weihnachtspause gastiert heute Volley Toggenburg in der BBC Arena.

Engagiert in der Abnahme: Kanti-Libera Viviane Habegger. BILDWerner Schläpfer
Nur kurz ist die Vorbereitung beim VC Kanti auf die 12. Runde der NLA-Qualifikation, in der die Schaffhauserinnen im vorgezogenen Spiel auf den Tabellenneunten, Volley Toggenburg, treffen. Die Gäste von heute Abend (20.00 Uhr, BBC Arena) konnten in der laufenden Saison bislang drei Siege verbuchen: die Wattwilerinnen holten insgesamt sechs Punkte gegen die Volleyball Academy und drei im Heimspiel gegen Genève Volley. Im Hinspiel Ende Oktober hatte Kanti den ersten Satz abgegeben, am Ende stand aber ein 3:1-Sieg zu Buche.
Taktisch gebe es im Spiel gegen Volley Toggenburg nicht sehr viele Dingen zu beachten, meint Kanti-Trainer Nicki Neubauer. «Sie spielen relativ einfach, probieren im Angriff manchmal ein paar Kreuzungen. Die heutigen Gäste haben eine klare Startformation mit drei Ausländerinnen. Topskorerin ist die Kanadierin Haley Jane Roe. Im Hinspiel stand allerdings die Tochter von Trainer Marcel Erni, Annouk Erni, kaum nach. Der VC Kanti hatte damals deutlich mehr Blockpunkte als die Gegnerinnen erzielt.
«Wir müssen sehr aggressiv arbeiten, im Block, im Angriff, vor allem auch im Aufschlag», betont Nicki Neubauer. Seine Team müsse aber auch Geduld mitbringen bei guten Aktionen des Gegners und dann die richtigen Entscheidungen treffen, wenn einmal zwei bis drei Punkte gegen die Schaffhauserinnen fallen. «Ich bin auch nach dem 0:3 in Cheseaux guter Dinge. Vom Gesamtauftritt her hat etwas gefehlt, um zu gewinnen, aber es war auch nicht super schlecht», so der Coach der Munotstädterinnen. In der Mitte habe Toggenburg Probleme: «Wir müssen ein variantenreiches Spiel aufziehen, eine gute Ballkontrolle haben und die ersten Bälle gut verwerten.» Volley Toggenburg habe aber nichts zu verlieren. Gut drei Monate nach Saisonbeginn sei zwar eine gewisse Müdigkeit erkennbar, alle freuen sich auf die Feiertage. «Wir wollen aber mit einem Sieg in die Weihnachtspause gehen», fixiert Neubauer das Ziel für das heutige Spiel. (R.Sta.)
Cheseaux etwas stärker als der VC Kanti
Im vorletzten Spiel des Jahres gab der VC Kanti im Auswärtsspiel bei VBC Cheseaux alle drei Sätze knapp mit 22:25 ab. In der Tabelle tauschten die beiden Teams dadurch die Plätze.

Viel probiert und doch verloren: Die Frauen des VC Kanti (r.) mussten sich in Cheseaux knapp geschlagen geben. BILD WERNER SCHLÄPFER
Reinhard Standke
Auch in der 11. Runde der NLA fand das derzeitige Motto «Jeder kann jeden schlagen» seine Fortsetzung. Für den VC Kanti folgte nach einem Heimsieg, einer Auswärtsniederlage, einem weiteren Heimsieg wieder eine Auswärtsniederlage. Nachdem zwei Spielerinnen in den Vortagen erkrankt waren, stand für die Schaffhauserinnen in Cheseaux-sur-Lausanne die Stammformation von Beginn an auf dem Feld. Wie erwartet machte das Heimteam insbesondere mit dem Service Druck und konnte sich mit 7:4 Punkten absetzen. Doch die Munotstädterinnen kamen postwendend zurück (9:8), anschliessend verlief der Spielstand zunächst ausgeglichen, bevor sich Cheseaux auf 19:15 absetzte. Insbesondere die Topskorerin der Liga, Lauren Harrison, sollte auch in diesem Spiel für die Punkte sorgen. Der VC Kanti konnte sich auf 20:21 und 22:24 herankämpfen, beim dritten Satzball unterlief jedoch Kanti-Captain Holaskova ein Servicefehler. Kam Harrison in diesem Satz auf sieben Punkte, stand ihr die junge Kanti-Aussenangreiferin Elisa Suriano mit sechs Zählern kaum nach.
Cheseaux legt vor, Kanti kämpft sich wieder heran: So sollte es auch im zweiten Durchgang weitergehen. Nach dem 8:7 servierte Thaïs Freymond bis zum 13:7 für ihr Team. Beim 7:11 hatte Kanti-Trainer Neubauer zum Time-out gerufen, seinem Team gelang es, den Rhythmus der Gastgeberinnen zu brechen und bis 14:15 heranzukommen. Dann machte Maia Rackel mit dem Aufschlag Druck, dank drei Service-Winnern brachte sie ihr Team mit 21:16 in Führung. Doch die Schaffhauserinnen gaben nicht auf, rückten näher und trotzten den Westschweizerinnen immerhin fünf Satzbälle ab.
Wieder auf des Messers Schneide
Im dritten Satz konnte sich bis zum 6:6 kein Team absetzen, dann kam wieder die Phase der Gastgeberinnen: Bis zum 14:7 gelangen beim Service von Freymond und Lea Zurlinden Cheseaux acht Punkte, dem VC Kanti jedoch nur einer. Einmal mehr sollten sich die Schaffhauserinnen jedoch nach und nach heranspielen. Nach dem 20:21 gelang jedoch dem Heimteam die erfolgreichere Schlussphase und mit dreimal 25:22 der Sieg, durch den Cheseaux mit Kanti punktemässig gleichzog und in der Tabelle dank des besseren Satzverhältnisses auf Rang drei vorrückte. In der Gesamtbilanz sorgten bei beiden Teams die jeweiligen Topskorerinnen für die meisten Erfolge: Harrison gelangen 12, Korina Perkovac 11 Punkte. Ihnen folgen bei Cheseaux Thaïs Freymond (12), bei Kanti Suriano (9) und Dapic (8). In der Matchstatistik wies das Heimteam im Bereich Angriff sowie bei den Block- und Servicepunkten leichte Vorteile auf. «Sie spielen gut und waren heute besser als wir, am Ende gehörte aber nicht viel dazu», zollte Kanti-Trainer Neubauer dem Gegner Respekt. «Wir sind enttäuscht, dass wir verloren haben. Wir haben uns lange schwergetan, den richtigen Aufschlagspunkt zu finden, dadurch sind viele gute Situationen für Cheseaux entstanden.» Infolgedessen habe der Gegner sein schnelles Spiel aufziehen können, erläuterte Nicki Neubauer. «Und Harrison haben wir nicht in den Griff bekommen.»
Vor der Weihnachtspause trifft der VC Kanti morgen auf den Tabellenvorletzten Volley Toggenburg. Die Partie war ursprünglich für Mittwoch angesetzt. Um dem Spiel der Kadetten aus dem Weg zu gehen, wurde das Volleyballspiel um einen Tag vorgezogen. Nach einer Spielpause von zweieinhalb Wochen geht es im neuen Jahr am 6. Januar auswärts bei der Volleyball Academy in Kloten weiter.
Kanti will die Chancen in Cheseaux nutzen
Das vorletzte Spiel des Jahres führt den VC Kanti zum Tabellennachbarn Cheseaux. Im Hinspiel Mitte Oktober hatten die Schaffhauserinnen einen 3:0-Sieg erreicht.

Im Hinspiel: Jacqui Armer (links) und Korina Perkovac beim Block gegen die Lugano-Topskorerin. BILD Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Ein Verfolgerduell steht heute für den VC Kanti im Hinterland von Lausanne an. Mit einem Sieg über VBC Cheseaux könnte das Team von Nicki Neubauer auf den zweiten Rang vorrücken, denn Aesch-Pfeffingen reist zum Leader Neuenburg UC. Bei einer 1:3- oder 0:3 Niederlage könnte jedoch das Team aus der Romandie mit den Schaffhauserinnen punktemässig gleichziehen.
«Der VBC Cheseaux ist weiter im Hoch», titelte Swiss Volley in einem Rückblick auf der Website zum Auftakt der NLA-Rückrunde. Gegen Sm’Aesch Pfeffingen feierten die Waadtländerinnen ihren dritten Sieg in Folge. Der Zustand in der Liga, «jeder kann jeden schlagen», hielt also auch am vergangenen Wochenende an. Da hatte der VC Kanti nach dem souveränen Sieg gegen Leader Neuenburg und der Niederlage in Genf einen 3:0-Heimsieg über Lugano eingefahren. Ob nun in Cheseaux ein Break dieser abwechselnden Serie gelingt? Immerhin steht im Team der Gegnerinnen mit Lauren Harrison die aktuelle Topskorerin der Liga, für die über 30 Prozent mehr Punkte notiert wurden als für die Dauer-Topskorerin der Schaffhauserinnen, Korina Perkovac.
«Cheseaux ist eine Mannschaft, die mit wenigen Eigenfehlern agiert», hat Kantitrainer Neubauer bei der Beobachtung der letzten Spiele festgestellt. «Und sie nutzen das, was der Gegner anbietet.» So habe Aesch-Pfeffingen am vergangenen Sonntag sehr fehleranfällig gespielt. «Aber wir haben trotzdem unsere Chancen dort», meint Nicki Neubauer. Physisch sind die Gegnerinnen nicht das Team mit den ganz gross gewachsenen Spielerinnen. «Sie versuchen, mit viel Tempo zu agieren, mit viel Risiko am Aufschlag und im Angriff. Wenn das aufgeht, machen sie viel Druck», so der Kantitrainer. «Aber unsere Spiele gegen Neuenburg und Lugano haben gezeigt, dass wir mit so einem Stil gut zurechtkommen.» Die allgemeine Krankheitswelle hatte in dieser Woche auch den VC Kanti nicht verschont, ein bis zwei Spielerinnen waren vor dem Wochenende angeschlagen. Aber auch beim Gegner könnte dies der Fall sein.
Gegen NUC im Cup
Den möglicherweise schwersten Gegner hatte der VC Kanti in der Auslosung der Cup-Achtelfinals am Montag erhalten. Die Schaffhauserinnen müssen, fünf Wochen vor dem NLA-Rückspiel, beim Titelverteidiger Neuenburg UC antreten, den man daheim im starken Liga-Spiel vor drei Wochen in drei Sätzen bezwungen hatte. Für die zweite reine NLA-Partie reist Glaronia nach Lugano.
Die konstantere Mannschaft gewann.
Das 1. Liga-Team des VC Kanti empfing im ersten Spiel der Rückrunde die Gäste aus St. Gallen. Die Begegnung war sehr spannend.

Kapitän und Team-Leader Melanie Kunz.
Die letzten 3 Sätzen standen immer auf Messers Schneide. Melis Ceçen und Nina Cavka mussten des Öfteren mehrmals für den gleichen Punkt angreifen, weil die St. Gallerinnen ausgezeichnet in der Verteidigung agierten. Nina Brugger und Sophie Broder waren in der Mitte häufig sehr gut positioniert. Die Finten der Passeuse Melanie Kunz, sonst ein sicherer Wert, reichten nicht immer zum Punktgewinn. Im dritten Satz fiel die Entscheidung erst beim Stand von 30:28 für den VC Kanti 2, anschliessend erzwangen die St. Gallerinnen mit 26:24 den fünften Satz. Hier führten die Gäste mit 6:1, der VC Kanti schaffte es aber auszugleichen bis 8:8. Der Tiebreak ging mit 15:13 an den STV St. Gallen, der sich somit den 3:2-Sieg sicherte. Kanti-Coach Seraina Backer war mit der Leistung ihrer Spielerinnen dennoch sehr zufrieden und sagte: «die konstantere Mannschaft hat am Schluss gewonnen». VC Kanti verbleibt mit dem Gewinn von einem Punkt auf Rang vier und reist am Samstag zum Auswärtsspiel bei Pallavolo Kreuzlingen (8.). (mrä)
Frauen, 1.Liga, Gruppe D: VC Kanti 2 - STV St. Gallen 2:3 (19:25, 25:19, 30:28, 24:26, 13:15). – VC Kanti: Ceçen, Kunz, Brugger, Brander, Broder, Cavka, Loffreda (Libera); eingewechselt: Neuhaus. – Weitere Spiele: Volley Toggenburg - Pallavolo Kreuzlingen 3:0. Volley Aadorf - VBC Voléro Zürich 0:3. VBC Spada Academica - BTV Aarau 0:3. VBC Andwil-Arnegg - TSV Jona Volleyball 2:3. Academy Zürich - Volley Rüschlikon 2:3. – Rangliste: 1. Volley Toggenburg 12/36 (36:5). 2. VBC Voléro Zürich 12/32 (34:8). 3. TSV Jona Volleyball 12/23 (29:20). 4. VC Kanti 2 11/19 (25:19). 5. STV St. Gallen 11/17 (23:21). 6. Volley Aadorf 12/17 (23:24). 7. Volley Rüschlikon 11/14 (17:22). 8. Pallavolo Kreuzlingen 12/13 (18:26). 9. BTV Aarau 12/13 (17:27). 10. Academy Zürich 11/12 (19:26). 11. VBC Spada Academica 12/9 (13:31). 12. VBC Andwil-Arnegg 12/5 (9:34).
Mit zum Auswärtsspiel. Der VC Kanti bietet allen interessierten Fans eine Mitfahrgelegenheit zum Auswärtsspiel gegen den VBC Cheseaux an (Spielbeginn 17.30 Uhr). Abfahrt ist am Samstag 16. Dezember 2023, um 12.30 Uhr ab BBC Arena, Fahrpreis CHF 40.00 (*Bezahlung via TWINT sehr



