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VC Kanti startet gegen Volley Lugano in die Playoffs

Wie seit Längerem zu vermuten war, heisst der Gegner für den VC Kanti in den Playoff-Viertelfinals Volley Lugano. Das letzte Spiel der Qualifikation gewannen die Schaffhauserinnen mit 3:1 gegen Genève Volley.

 

Die Kanti-Girls um Alessia Pazin setzten sich im letzten Match der Qualifikation gegen Genève Volley durch. BILD Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Nach der 18. und letzten Runde der NLA-Qualifikation sollten sich alle Was-wäre-wenn-Rechenübungen der letzten Tage als überflüssig erweisen. In der Rangliste wurden keine Plätze mehr gewechselt. Während der VC Kanti in der Saison-Stammformation antreten konnte, mussten die Gäste aus Genf auf ihre Topskorerin Jody Larson verzichten. Die Amerikanerin hatte sich, wie der Büsinger Trainer Andi Vollmer erklärte, am Montag bei der Hausarbeit den Rücken verklemmt.

Beim Gratiseintritt dank des Sponsorenclubs Pallavolo waren 568 Zuschauer in der BBC-Arena präsent, darunter der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm sowie einige Vertreter der Pontoniere Diessenhofen. Dem VC Kanti, dem nur noch ein Tabellenpunkt fehlte, um Rang 4 zu sichern, legte gleich mit 5:1 los. Dann liess die Konsequenz im Spiel nach, die Gäste konnten mit druckvollen Aufschlägen den Ausgleich bis zum 10:10 einleiten. Dann kam Kanti mit Barbara Dapic am Service vom 12:11 zum 16:12 und baute die Führung auf 19:12 aus. Anschliessend schlichen sich beim Heimteam wieder einige schlechte Lösungen in Angriff und Block ein, es sicherte sich jedoch Satz 1 mit 25:21.

Im folgenden Durchgang überzeugten die Schaffhauserinnen bis zum 6:7 in der Serviceannahme nicht, mit Lindsay Flory am Aufschlag kehrte jedoch Ruhe und Beharrlichkeit in den Spielaktionen bei Kanti ein. Die lange Serie ging erst mit einem Schlag ins Netz zum 18:8 zu Ende. Anschliessend war die Intensität im Spiel der Munotstädterinnen wieder geringer, sie brachten den Satz jedoch mit 25:19 heim. Dank des Punktgewinns sollte Lugano den Platz mit dem nun feststehenden nächsten Gegner nicht mehr tauschen können.

Auch junge Formation überzeugt

So konnte Kanti-Trainer Nicki Neubauer sein Team umstellen und nach und nach den jungen Schweizerinnen Einsatzzeit gewähren. Ab Satzbeginn drei sorgte Alessia Pazin für die Verteilung der Bälle. Später stiessen auch Jasmin Kuch, Maëlle Corbach, Lina Hinteregger und die zweite Libera Isabelle Loffreda dazu. Nach einer Führung von 16:13 musste das verjüngte Kanti-Team diese abgeben (17:21), die Fehlerquote war gestiegen, sie lag in Satz zwei und drei knapp doppelt so hoch wie zuvor und danach. Genf kämpfte stärker und sicherte sich die Punkte am Block (4:0) und sollte mit Angreiferin Szabo die Topskorerin des Tages stellen (23). Die Schaffhauserinnen kamen noch einmal heran (24:24), vergaben zwei Satzbälle und kassierten dann einen dritten Satzball der Genferinnen (27:29).

Im vierten Satz dominierte zunächst das Heimteam (7:4, 18:9), nach einem Time-out kamen die Gäste schnell näher (19:15, 23:2). Mit einem dritten Satzball (25:23) hatte schlussendlich Kanti drei weitere Tabellenpunkte erspielt, konnte damit aber Düdingen, das mit 3:1 in Cheseaux gewann, nicht mehr von Rang 3 verdrängen. Die meisten Punkte für die Schaffhauserinnen erzielten Dapic und Armer, die weiteren Stammspielerinnen (Suriano/11), Holásková (10) und Perkovac (9) lagen nur wenig dahinter.

«Lugano liegt uns theoretisch», zeigte sich Neubauer vor der nächsten Spielpaarung optimistisch. Auf die Spielweise von Genf ohne die Saisontopskorerin habe sich sein Team neu einstellen müssen. Die junge Formation in der zweiten Hälfte des Spiels habe es nach Anlaufschwierigkeiten dann super gemacht.

Für den VC Kanti geht es in den Viertelfinals weiter am kommenden Sonntag mit dem ersten Heimspiel, die Anspielzeit hängt davon ab, ob diese oder eine andere Partie der 1. Runde live von SRF übertragen wird. Das Auswärtsspiel in Cadempino ist bereits für den Samstag, 9. März (20 Uhr), angesetzt.

Volleyball-Übersicht

NATIONALLIGA A, FRAUEN

Qualifikation/18. Runde. VC Kanti – Genève Volley 3:1 (25:21, 25:19, 27:29, 25:23). - BBC Arena. - 568 Zuschauer. - SR: S. Auricht/Simonovic. - Spieldauer: 23, 23, 30, 26 = 102 Minuten. – Kanti: Flory (Pass), Suriano (11), Holásková (9), Dapic (13), Perkovac (10), Armer (13), Habegger (Libera); eingewechselt: Kuch (2), Corbach (6), A. Pazin (Pass, 1), Hinteregger (3), Loffreda (Libera); ohne Künzler (rekonvaleszent). – Genève: Lyklema (Pass, 2), Nowak (5), Biermann (3), Szabo (23), Warren (12), Remy (9), Reesink (Libera); eingewechselt: Gillon (12), Bartu, Guscetti (Pass); nicht eingesetzt: Brunat, Aveni.

Abschlussrangliste (nach 18 Spielen): 1. Neuchâtel UC 43. 2. Sm’Aesch-Pfeffingen 37. 3. Düdingen 36. 4. VC Kanti SH 33. 5. Volley Lugano 28. 6. Genève Volley 26. 7. Cheseaux 26. 8. Glaronia Glarus 19. 9. Toggenburg 11. 10. Academy Zürich 11.

Nächste Spiele: Playoff-Viertelfinals (best-of-3): Sonntag, 3. März (Zeit offen): VC Kanti - Volley Lugano (BBC Arena). Samstag, 9. März, 20 Uhr: Volley Lugano - VC Kanti (Cadempino).

Nichts für schwache Nerven beim Kanti- Gastspiel in Aadorf

Der VC Kanti 2 verliert in Aadorf in der 1. Liga nicht nur ein spannendes Spiel in extremis, sondern auch Sophie Broder mit einer Verletzung. Trotz ungewohnter Aufstellung und einigen umstrittenen Entscheiden der Unparteiischen kämpften die Kanti-Girls bis zum bitteren Ende. Die Zuschauer sahen ein hart umkämpftes Spiel in Aadorf.

Gegen den Sechsten taten sich die Gäste (4.) zu Beginn etwas schwer. Im Verlauf des ersten Satzes fanden sie immer besser ins Spiel. Dann kam der Schreckmoment für die Kantigirls: Kurz vor Satzende musste Sophie Broder mit einer Fussverletzung vom Platz. Da keine Mittespielerin als Ersatz zur Verfügung stand, musste Trainer Seraina Backer improvisieren. Mit Jeanne Neuhaus auf der ungewohnten Position gelang dem Gegner der Satzgewinn zum 1:1 Ausgleich. Wieder stellte der Kanti-Coach um. Melis Çeçen übernahm die Position in der Mitte und Jeanne Neuhaus spielte wieder auf ihrer angestemmten Aussenposition. Die Aufstellung zeigte Früchte, und es gelang, mit einer kämpferischen Leistung Aadorf den Satz abzunehmen.

Leider begannen die Munotstädterinnen im vierten Satz mit einem veritablen Fehlstart. Erst das Time-out bei 0:6 brachte Abhilfe. Die Hypothek war zu gross, der Rückstand konnte nicht mehr aufgeholt werden, so musste das Tiebreak über den Ausgang der Partie entscheiden. Hier waren die Aadorferinnen mit 14:10 auf Siegeskurs, aber noch gaben sich die Schaffhauserinnen nicht geschlagen, holten mit gutem Service und Moral Punkt um Punkt zum Ausgleich. Es sollte nicht belohnt werden, am Ende feierte der Gegner (14:16).

Im nächsten Spiel tritt der VC Kanti 2 am Mittwoch (19.30 Uhr, Neue Kanti Halle) gegen die Volleyball Academy Zürich an. (wschl)

Frauen, 1. Liga: Volley Aadorf - VC Kanti 2 3:2 (21:25, 25:21, 20:25, 25:22, 16:14). – VC Kanti 2: Kunz (Pass), Cavka, Moser, Neuhaus, Broder, N. Pazin, Brugger, Loffreda (Libera); eingewechselt: Çeçen, Saipi, Brander. – Ranglistenspitze: 1. Toggenburg 19/55 (56:10). 2. Voléro Zürich 19/46 (51:16). 3. STV St.Gallen 19/34 (41:31). 4. VC Kanti 2 19/33 (42:32). 5. Volley Aadorf 20/33 (43:38).

Nur ein Sieg ist für Kanti das Thema

Heute bestreitet der VC Kanti gegen Genève Volley das letzte Spiel der NLA-Qualifikation. Danach steht fest, mit wem es die Schaffhauserinnen in den Playoff-Viertelfinals zu tun bekommen.

 

Die damalige Saison-Topskorerin Korina Perkovac greift im Hinspiel in Genf an. BILD WERNER SCHLÄPFER

 Reinhard Standke

Am vergangenen Sonntag hatten die Kanti-Spielerinnen mit dem 3:2-Sieg in Neuenburg die Möglichkeit erarbeitet, aus eigener Kraft Rang vier zu verteidigen und sich die Chancen auf das Erreichen vom Rang drei zu bewahren. NUC, dass in den ersten vier Sätzen nur jeweils zwei der vier Amerikanerinnen auf das Feld geschickt und im Tiebreak ganz auf diese verzichtet hatte, war am Dienstag in die Halbfinals des CEV Cup vorgestossen.

Gratiseintritt dank Club Pallavolo

Nun ist heute (17.30 Uhr, BBC Arena) der Tabellensechste Genève Volley mit dem Büsinger Trainer Andy Vollmer zu Gast. Zum Spiel bietet der Sponsorenclub Pallavolo den Zuschauern den Gratiseintritt. Die Genferinnen hatten sich Anfang Dezember im Heimspiel mit 3:1 gegen Kanti durchgesetzt und gewannen Ende Januar mit 3:1 bei Aesch-Pfeffingen. Um den Verfolger Lugano (tritt bei Glaronia an) sicher hinter sich zu lassen, benötigen die Schaffhauser Volleyballerinnen mindestens einen Punkt. «Es braucht noch einmal eine gute Leistung, für uns ist weniger ‹wir brauchen nur noch einen Punkt› das Thema, wir wollen das Spiel gewinnen», setzt Kantitrainer Neubauer die Vorgabe.

«Für uns ist wichtig, dass wir unsere Leistung noch mehr stabilisieren. Da haben wir noch in allen Elementen Luft nach oben», so der Coach, der meint, es werde erneut ein Aufschlag-Annahme-Spiel geben. «Wenn man das Genfer Team analysiert, werden wir versuchen müssen, viel mit den beiden Aussenangreiferinnen gut zu arbeiten.» Das Team von Andi Vollmer habe eine gute Libera, die in der Annahme stabil ist. Qualitäten hätten die heutigen Gäste vor allem auch im Block, so der Kantitrainer. Beim Hinspiel hatten die Schaffhauserinnen mehr Blockpunkte kassiert, als das sie selber erzielen konnten.

«Für uns geht es darum, dass wir eine stabile Annahme zeigen und mit der ganzen Breite unseres Angriffsspiels arbeiten können. Und daheim gut aufschlagen.» Mit einem 3-Punkte-Sieg könnte sich der VC Kanti auch noch vor Volley Düdingen setzen, falls die Freiburgerinnen aus Cheseux mit weniger als drei Punkten heimkehren. Ob die Munotstädterinnen zu Beginn der Playoffs, die in einer Woche starten, dann auf Lugano, Cheseaux oder Genf treffen wird, steht erst nach Abschluss aller Spiele am heutigen Abend fest.

Jetzt kein Absteiger sowie 10+1-Teams in der Saison 2024/2025

Es kommt selten vor, dass der Modus einer Meisterschaft (hier ein Nicht-Abstieg) während der laufenden Saison geändert wird. Zuletzt war dies im Volleyball im Covid-Jahr 2020 der Fall, Jetzt stimmte der Zentralvorstand von Swiss Volley einem Antrag über den Fixplatz der nationalen Leistungszentren (NLZ) in der Nationalliga A zu. Zusätzlich behandelte der Vorstand Anträge zu den nächsten Schritten im Zusammenhang mit den Vorgaben zu «lokal ausgebildeten Spielerinnen» (LAS).

Der Zentralvorstand entschied, dass ab der Saison 2024/2025 je Geschlecht ein NLZ-Team einen fixen Platz in der NLA erhält. Um dieses zu ermöglichen, entschied sich in der Frauen-NLA die Volleyball Academy Zürich, ihren Verein aus der NLA zurückzuziehen. Die Academy wird in ihrer Funktion als Trägerschaft der Talentförderung von Swiss Volley das 11. Team in der Liga stellen. Somit wird ein Platz für ein aufstiegsinteressiertes NLB-Team frei und kein Team muss aus der NLA absteigen.

Im Zusammenhang mit den Diskussionen um die Nationalen Leistungszentren Volleyball in der NLA ist die Frage nach den LAS-Regeln erneut aufgekommen. Gemäss des Volleyballreglements müssen bei Spielen in der NLA und im Volley Cup bei Teams aus der NLA immer mindestens zwei lokal ausgebildete Spieler/Spielerinnen auf dem Spielfeld stehen.

Ein Teil der NLA-Teams möchten die LAS-Regelung per sofort abschaffen, andere plädieren vehement für ihre Beibehaltung. Der Zentralvorstand entschied, zu dem Thema eine Arbeitsgruppe einzusetzen, und will im November 2024 einen Entscheid für die Saison 2025/2026 treffen. (R.Sta.)

Sponsorenlauf VC Kanti.


Wie einmal im Jahr ohne Volleyball in der Halle unterwegs waren am vergangenen Sonntag sämtliche Teams des VC Kanti . Beim jährlichen Sponsorenlauf des Vereins in der BBC Arena galt es in zehn Startgruppen so viele Runden (siehe R.Sta.-Bilder: links NLA-Team, rechts 1. Liga) zu laufen wie möglich, damit ein grosser Betrag in die Nachwuchskasse fliesst. Aktiv dabei waren auch einige der Trainer und Vorstandsmitglieder, darunter Vereinspräsident Sandro Poles . Alle Läuferinnen und Läufer sowie Angehörige und Fans konnten sich am feinen Brunchbuffet stärken, welches von eifrigen Helfern im Inneren des Laufovals aufgebaut worden war. Für die ersten drei Teams war der Sponsorenlauf ein erfolgreiches Warm-up für den Match am Nachmittag. Zuerst gewann VC Kanti 2 in der 1. Liga mit 3:0 bei Andwil-Arnegg. Später siegte in der 2. Liga VC Kanti 3 mit 3:1 über Uzwil und zum guten Schluss erkämpfte das NLA-Team ein 3:2 in Neuenburg. (R.Sta.)

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