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VC Kanti 2 feiert in der 1. Liga zwei Siege zum Jahresende
In den beiden letzten Spielen des Jahres feierte der VC Kanti 2 noch einmal zwei Siege. Trainer Claudio Kriech blickt bei nur einer Niederlage in elf Partien auf eine gute erste Saisonhälfte zurück.

Viviane Guyer und Olivia Nussbaumeram Block gegen Mascha Widmer Bild Werner Schläpfer
VOLLEYBALL. Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause gewann der VC Kanti 2 gegen Volley Aadorf mit 3:2. Es war der 10. Sieg in dieser Saison, die einzige Niederlage resultierte nur gegen den Leader Voléro Zürich. Tags zuvor hatten die Schaffhauserinnen bereits das Auswärtsspiel bei Pallavolo Kreuzlingen mit 3:0 gewonnen.
Statt den Flow vom Tag zuvor mitzunehmen, starteten die Munotstädterinnen nur mühsam ins Spiel gegen die Zürcherinnen. Der erste Satz verlief eng und gehörte am Schluss mit 25:23 knapp Volley Aadorf. Im zweiten Durchgang liessen die Kantispielerinnen nichts anbrennen und gewannen diesen (25:14) und danach auch den dritten Satz (25:20) mit einer wahren Angriffsdynamik, und zwar von allen Angreiferinnen. Das Tempo wurde extrem forciert. Coach Claudio Kriech konnte nach Belieben auswechseln. Es funktionierte einfach. Die etwa 50 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Neuen Kanti Halle konnten ein spannendes Spiel verfolgen. Leider ähnelte der vierte Satz wieder dem ersten. Die Munotstädterinnen neigten wieder zu mehr Fehlern und Volley Aadorf steigerte sich, Kanti 2 begann mit einem 0:7-Rückstand. Diesmal brachten Wechsel nicht den gewünschten Erfolg und der kleine verbleibende Rückstand konnte nicht mehr aufgeholt werden. Volley Aadorf glich zum 2:2 aus mit 25:23. Im fünften Satz war bei Kanti von Anfang an das Feuer da. Kanti führte bald 8:3, konnte trotz einigen Fehlern am Schluss den Vorsprung halten und gewann den Tiebreak mit 15:11.
Nach absolvierter erster Saisonhälfte ist das Team von Kriech als Tabellenzweiter auf Kurs, die Zielsetzung lautet «Medaillengewinn». Der Vorsprung der Schaffhauserinnen auf Rang vier beträgt nach Abschluss der Hinrunde zwei Punkte. Der nächste Einsatz ist ein Auswärtsspiel bei Kanti Baden am Samstag, 11. Januar. ( M. Räss)
Frauen, 1. Liga, Gruppe D: VC Kanti 2 - Volley Aadorf 3:2 (23:25, 25:14, 25:20, 23:25, 15:11). – VC Kanti 2: Kunz (Pass), Cavka, Guyer, Nussbaumer, Neuhaus, Schaber, Loffreda/Rubli (Libera); eingewechselt: N. Pazin, Brugger, Ceçen, Schmid, Saipi. – Dienstag: Pallavolo Kreuzlingen - VC Kanti 2 0:3 14:25, 15:25, 16:25). – Weiteres Spiel (Montag): Volley Rüschlikon - Volley Aadorf 3:1.
Rangliste: 1. Voléro Zürich 10/29 (30:3). 2. VC Kanti 2 11/27 (30:12). 3. St.Gallen 10/22 (25:13). 4. Aadorf 11/22 (25:14). 5. Rüschlikon 9/18 (23:16). 6. Smash Winterthur 10/15 (19:20). 7. BTV Aarau 10/13 (17:22). 8. Pallavolo Kreuzlingen 9/12 (14:17). 9. Jona 9/8 (15:23). 10. Pizol Volley 9/5 (9:24). 11. VBC Kanti Baden 10/5 (9:28). 12. Volleyball Academy 10/1 (6:30).
Der VC Kanti punktet auch in Wattwil
Das Ziel, die Qualifikation in den Top 4 abzuschliessen, rückt näher. Mit dem 3:0-Sieg bei Volley Toggenburg nimmt der VC Kanti drei Punkte mit heim.

Ein kraftvoller Smash von Kanti-Topskorerin Jordan Lockwood. BILD Werner Schläpfer
Reinhard Standke, Wattwil
Draussen Nieselregen, drinnen eine kaum gefüllte Halle: Ganze 150 Zuschauer, deutlich weniger als bei früheren Ostschweizer Derbys, hatten sich in der Wattwiler Rietsteinhalle eingefunden. Vor einer Woche hatte Kanti-Trainer Neubauer anklingen lassen, dass er auch einmal ein Spiel nicht in der Stammformation beginnen könne. Am Samstag war es so weit: Einerseits «vollzog» er den sonstigen Doppelwechsel sozusagen vor Spielbeginn und brachte Alessia Pazin und Lina Lieb von Beginn an. Weiter zum Einsatz kam Mittelblockerin Astrid Popic, die nach der überstandenen Knieverletzung nun zum ersten Mal ein komplettes Spiel eingesetzt wurde. Ganz geschont werden in den 71 Spielminuten sollten Brooke Botkin und Lea Ambrosius.
Volley Toggenburg werde einen schweren Stand haben, hiess es laut Matchprogramm der Wattwilerinnen, und standesgemäss begann die Begegnung zwischen dem Tabellenzweiten und -zehnten auch. Kanti zog auf 8:2 und 17:11 davon, doch plötzlich sollte sich das Geschehen verlagern. In zwei kurzen Serien machten Karin Keller und Kortlyn Henderson mit dem Aufschlag Druck, die Annahme beim VC Kanti stand nicht ganz sicher, die Angriffe funktionierten nicht mehr wie zuvor und dann lagen die Gastgeberinnen nur noch einen Punkt zurück. Beim 18:17 schickte Nicki Neubauer die erste Passeuse, Brigitta Petrenko, auf das Feld. Kanti kam zurück ins Spiel und sicherte sich Satz 1 mit 25:19.
Bei den Schaffhauserinnen ging es mit der Startformation weiter, diese tat sich jedoch zu Beginn schwer und sollte erst beim 3:4-Rückstand zum ersten eigenen Angriffspunkt kommen. Das Heimteam agierte etwas druckvoller am Aufschlag, kämpferischer, die Gäste konnten in der Verteidigung und Annahme nicht immer überzeugen. Zunächst waren die Munotstädterinnen zwar beim 9:9 herangekommen, fielen jedoch auf 9:13 und 13:18 zurück. Beim Stand von 11:15 hatte Trainer Neubauer wieder die Zuspielerin gewechselt. In der «Money Time» lag sein Team lange zurück, erst mit den harten Aufschlägen von Astrid Popic kamen die Schaffhauserinnen von 18:23 auf 23:23 heran, mussten einen Satzball abwehren und konnten erst ihren vierten zum 29:27 nutzen.
Gute Vorbereitung für Cheseaux
Anschliessend spielte Kanti weiter mit Petrenko am Zuspiel, das Team dominierte trotz einigen Fehlern und lag bald mit 15:7 vorne. Ab dem 18:9 gab Nicki Neubauer der jungen Angreiferin Nina Cavka Einsatzzeit, zwei Punkte später kam Alessia Pazin auf die Zuspielposition zurück. Mit 25:14 gelang ein deutlicher Satzgewinn. Für Kanti-Trainer Neubauer war unter dem Strich die Entwicklung der «Winner-Mentalität» aufgegangen, auch wenn zeitweilig die Abstimmung gefehlt habe. Das Spiel, in dem je länger, je mehr, einige Bälle bei der Verteidigung an die relativ tiefe Hallendecke gesprungen waren, sei eine gute Vorbereitung für die kleine Halle in Cheseaux gewesen.
Mission erfüllt, heisst es also für Kanti. In der Tabelle liegt das Team weiter zwei Punkte hinter Neuenburg sowie acht Punkte vor Lugano und Aesch-Pfeffingen. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung auf den fünften Platz, der vom am Wochenende spielfreien VBC Cheseaux belegt wird. Der Partie vom Samstag gegen die Mannschaft aus der Romandie kommt im Kampf um die Top-4-Position, die in den Spielen der Play-off-Phase das Heimrecht im ersten, dritten und ggf. fünften Spiel bedeutet, eine wichtige Rolle zu.
Toggenburg - VC Kanti 0:3 (19:25, 27:29, 14:25). - Rietstein. - 150 Zuschauer. - SR: Hefti/Sikanjic. - Spieldauer: 23, 27, 21 = 71 Minuten. – Volley Toggenburg: Wildberger, Henderson, Petris, Lewis, Suriano, Keller, Schnegg (Libera); eingewechselt: Spiess, Joos, Werfeli, Ilic. – VC Kanti: A. Pazin (Pass), Lieb, Holásková, Lockwood, Perkovac, Popic, Habegger (Libera); eingewechselt: Petrenko (Pass), Cavka , Loffreda; nicht eingesetzt: Botkin, Ambrosius, Capraro. – Bemerkung: Verletzung Lews im dritten Satz (10:22).
Weitere Resultate: Volley Lugano - Franches-Montagnes 3:2 (21:25, 18:25, 25:17, 25:21, 17:15). Sm’Aesch-Pfeffingen - NLZ Academy Zürich 3:0 (25:21, 25:19, 25:13). Neuchâtel UC - Düdingen 3:1 (25:12, 23:25, 25:18, 25:23). Glaronia Glarus - Genève 3:1 (17:25, 25:15, 25:23, 25:22). – Rangliste: 1. Neuchâtel 12/33 (35:9). 2. Kanti Schaffhausen 12/31 (34:12). 3. Sm’Aesch-Pfeffingen 11/23 (27:14). 4. Lugano 12/23 (28:18). 5. Cheseaux 11/19 (23:19). 6. Glarus 12/17 (23:28). 7. Volley 12/12 (17:25). 8. Franches-Montagnes 12/12 (18:29). 9. Düdingen 12/11 (16:27). 10. Toggenburg 12/8 (12:29). 11. Academy Zürich 12/6 (10:33).
VC Kanti: Noch zwei unangenehme Spiele in diesem Jahr
Zwei Spiele in kleinen, engen und tiefen Hallen stehen dem VC Kanti in diesem Jahr noch bevor. Heute treten die Schaffhauser Volleyballerinnen in Wattwil gegen Volley Toggenburg an.

Doppelblock: Jordan Lockwood und Kateřina Holásková gegen Kortlyn Henderson im Heimspielspiel. BILD Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Rang 2 trifft auf Rang 10, so lautet die Affiche des vorletzten Spiels des VC Kanti vor der Pause zum Jahresende. Konnte das Team von Nicki Neubauer zehn der elf bisherigen Partien in der NLA gewinnen, haben die Toggenburgerinnen erst drei Erfolge auf ihrem Konto. Sie gewannen bei Volley Düdingen 3:2, schlugen die Volleyball Academy 3:1 und das Spiel gegen Volley Genève wurde Forfait mit 3:0 gewertet. Aus den letzten fünf Aufeinandertreffen ging jeweils der VC Kanti als Sieger hervor. Die drei Heimspiele wurden jeweils mit 3:0 gewonnen, in den beiden Spielen in Wattwil gelang dem Heimteam jeweils ein Satzgewinn.
«Es gilt, das weiterzumachen, was wir gegen Glarus nicht immer geschafft haben, nämlich, unser eigenes Spiel dem Gegner mehr aufzudrücken», erinnert der Trainer der Munotstädterinnen an die Begegnung vom vergangenen Samstag. In diesem war dies seinem Team insbesondere im zweiten und vierten Durchgang der fünf Sätze nicht gelungen. Sein Team müsse auch dann die Ruhe und Ballkontrolle behalten. «Es ist immer etwas Hektik in den kleinen, flachen Hallen drin, dann sind zwei, drei Bälle mehr an der Decke oder zwei, drei Bälle rundherum, die man nicht mehr herausholen kann», nennt Neubauer zwei besondere Herausforderungen. Es gelte, in den Basics besser zu sein als der Gegner. «Dies ist Aufschlag, Annahme und Ballkontrolle. Ich denke, dass wir im Angriff mehr Optionen haben, dies haben wir ja schon im Hinspiel gesehen», so der Coach der Schaffhauserinnen weiter. «Da müssen wir unseren Hebel ansetzen, unser Spiel machen und uns nicht rausbringen lassen, auch wenn der Gegner mal zwei, drei, vier Punkte am Stück machen sollte.»
Bereits zwei Spiele vor der Weihnachtspause weist Neubauer darauf hin, dass diese den Spielerinnen guttun werde, insbesondere Topskorerin Jordan Lockwood, Korina Perkovac und Katerina Holásková, die fast durchgehend spielen. «Wir wollen in den zwei Spielen am liebsten das Punktemaximum holen, dann wären wir ziemlich sicher in den ersten vier.» Sein Team müsse bis zum Ende der Qualifikation sonst alles verlieren, um da noch herauszufallen.
Beim heutigen Gegner sind insbesondere die Saisontopskorerin, die amerikanische Diagonalspielerin Kortlyn Henderson, sowie Captain Elisa Suriano zu beachten, die am letzten Wochenende in Genf beide 14 Punkte erzielten. Suriano hatte 2019/2020 sowie 2022 bis 2024 beim VC Kanti gespielt. Ende November hatte das Team von Trainer Marcel Erne Julibeth Payano neu verpflichtet. Die aus der Dominikanischen Republik stammende Aussenangreiferin verletzte sich jedoch gleich im ersten Spiel in Lugano und wird erst im neuen Jahr weiter zur Verfügung stehen. Zum Spiel in Genf vor einer Woche war das Team nur mit neuen Spielerinnen angereist.
Gute Nachrichten gibt es dagegen von der jungen Schaffhauser Diagonalspielerin Lia Capraro. Mehr als sechs Wochen nach dem Bänderriss kann sie seit Dienstag wieder voll trainieren, es wird aber noch ein paar Wochen dauern, bis sie ihr volles Vermögen wieder erreicht hat.
Achter Sieg in dieser Saison für den VC Kanti 2
Der VC Kanti 2 gewann am Samstag gegen den TSV Jona Volleyball mit 3:1.

Drei Punkte eingetütet: Die Spielerinnen des VC Kanti 2 mit Trainer Claudio Kriech (rechts) jubeln nach dem 3:1-Sieg über den TSV Jona. BILD Werner Schläpfer
Es war der achte Sieg in dieser Saison, die einzige Niederlage resultierte gegen den VBC Volero. Das Schaffhauser Team fand nur mühsam ins Spiel. Der erste Satz verlief eng, die Schaffhauserinnen konnten sich aber am Schluss durchsetzen und gewannen mit 25:21. Im zweiten Satz setzten die Kanti-Spielerinnen von Anfang an ab und waren immer einen Schritt voraus. Der zweite Satz gehörte ihnen mit 25:16. Die Munotstädterinnen punkteten mit präzisen Angriffen und liessen den Gegnerinnen keine Chance. Leider ähnelte der dritte Satz wieder dem ersten. Das Kanti-Team spielte sehr emotionslos und fehlerhaft. Trotz einigen Wechseln schaffte es Coach Claudio Kriech nicht, den Verlust des dritten Satzes abzuwenden. Im vierten Satz hatte VC Kanti 2 wieder alles im Griff. Die Jonerinnen boten zwar noch Gegenwehr, aber am Sieg des vierten Satzes und damit der Begegnung konnten sie nicht mehr mitreden. Melanie Kunz punktete dreimal mit ihrer berüchtigten Finte, Vivian Guyer griff im vierten Satz nahezu fehlerfrei an, und auch die Blockquote liess sich sehen. Der nächste Einsatz des VC Kanti 2 ist das Auswärtsspiel bei Pallavolo Kreuzlingen am Dienstag, 17. Dezember. Einen Tag später, am Mittwoch, den 18. Dezember, 20.15 Uhr, findet das letzte Heimspiel für den VC Kanti 2 in diesem Jahr in der neuen Kanti-Halle gegen Volley Aadorf statt. (mrä)
Frauen, 1. Liga, Gruppe D. VC Kanti Schaffhausen 2 – TSV Jona Volleyball 3:1 (25:21, 25:16, 18:25, 25:12). - VC Kanti Schaffhausen 2: Kunz, (Passeuse), Cavka, Brugger, Guyer, Schaber, Ceçen, Loffreda/Saipi (Libera); eingewechselt: N. Pazin, Neuhaus, Rubli, Nussbaumer. - Trainer: Claudio Kriech.
Weitere Resultate vom Wochenende: Volley Aadorf - STV St.Gallen Volleyball 1:3 (22:25, 25:19, 20:25, 20:25). Volley Rüschlikon - Volleyball Academy 3:2 (25:13, 25:17, 23:25, 18:25, 15:11). Volleyball Academy - BTV Aarau 0:3 (22:25, 13:25, 20:25). VBC Kanti Baden - VBC Voléro Zürich 2:3 (25:18, 25:21, 21:25, 21:25, 12:15). Pizol Volley - Pallavolo Kreuzlingen 0:3 (13:25, 17:25, 19:25). Volley Rüschlikon - VC Smash Winterthur 3:1 (25:17, 25:20, 23:25, 25:21). – Rangliste: 1. VBC Voléro Zürich 9/26 (27:3). 2. VC Kanti Schaffhausen 2 9/22 (24:10). 3. STV St.Gallen Volleyball 9/19 (22:13). 4. Volley Aadorf 8/18 (19:8). 5. Volley Rüschlikon 8/15 (20:15). 6. VC Smash Winterthur 9/15 (19:17). 7. Pallavolo Kreuzlingen 8/12 (14:14). 8. BTV Aarau 9/10 (14:21). 9. TSV Jona Volleyball 8/8 (15:20). 10. Pizol Volley 8/5 (8:21). 11. VBC Kanti Baden 9/5 (9:25). 12. Volleyball Academy 10/1 (6:30).



