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Der VC Kanti steht im Playoff-Final
Im NLA-Playoff-Final 2025 spielen der VC Kanti und Neuenburg ab Mitte April um Gold und Silber.

Grenzenloser Jubel bei Spielerinnen und Fans: Der VC Kanti hat den Einzug in den Playoff-Final geschafft. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Mit dem gestrigen dritten Sieg (3:0) in der Halbfinalserie gegen Volley Lugano schaffte der VC Kanti seit 2013 zum ersten Mal wieder die Qualifikation für den Playoff-Final der Nationalliga A. Dort trifft das Team mit Coach Nicki Neubauer auf den Titelverteidiger Neuenburg UC. Beide Teams erreichten die Finalrunden (Best of 5), die ab dem 13. April ausgetragen werden, auf dem kürzesten Weg. NUC setzte sich mit drei Siegen gegen VBC Cheseaux durch. Die Heimspiele in der BBC-Arena sind für den Ostersamstag, 19. April, und, falls die Serie noch nicht entschieden ist, am Samstag, 26. April, angesetzt.
Bei Saisonrekordbesuch von 1011 Zuschauern, das Programmheft war schnell vergriffen, begann die Partie mit 15 Minuten Verspätung, da die Gäste erst eine knappe halbe Stunde vor dem vorgesehenen Spielbeginn in der Halle eingetroffen waren. Besser ins Spiel fand zunächst Volley Lugano, das trotz vielen (Service-)Fehlern den Spielstand ausgeglichen gestalten konnte, da im Gegensatz zu den Gastgeberinnen im Angriff die Punkte gelangen. «Lugano hatte etwas umgestellt und anders gegen uns geblockt», erläuterte Kanti-Coach Neubauer.
Dann fanden die Gastgeberinnen über den Servicedruck (Botkin) ins Spiel, zogen davon (11:6, 17:11). Doch Lugano leistete, wie schon in den ersten beiden Begegnungen, immer wieder Gegenwehr und kam auf 20:16 bzw. 21:18 heran. Die Schaffhauserinnen «durchtauchten», so drückte Trainer Neubauer es am vergangenen Samstag aus, diese Situationen erneut. Mit Lina Lieb, als kurzzeitige Verstärkung in der Annahme, sicherte sich das Heimteam den ersten Satz (25:18).
«Wir haben in Satz eins und zwei sehr gut gespielt», so der Coach der Schaffhauserinnen nach den nur 66 Spielminuten. Im zweiten Durchgang baute sein Team den Vorsprung schnell auf 12:6 aus und ging mit 25:17 in die Pause von 10 Minuten. Auch danach lief es zunächst nach Plan in Richtung Finalqualifikation (12:8). Doch dann kam es zu einem Bruch im Spielfluss, Lugano kam mit starken Aufschlägen und guter Blockarbeit heran (17:17, 22:22). «Es gab eine Torschlusspanik, wir wurden passiv», erklärte Trainer Neubauer diese Phase. Doch dann gelangen seinem Team die letzten drei Punkte im Spiel.
«Ich bin stolz auf die Mannschaft», zollte Kanti-Trainer Neubauer seinem Team mit der Gewissheit, den Finaleinzug erreicht zu haben, ein Lob. Zur Vorbereitung auf die Mitte April beginnenden drei bis fünf Finalspiele verbleiben den Schaffhauserinnen nun zweieinhalb Wochen Zeit, dabei gibt der Trainer den Spielerinnen die ersten fünf Tage frei. Konkurrent Neuenburg trifft am Samstag, 5. April, noch im Cupfinal in Winterthur auf Aesch-Pfeffingen.
Nationalliga A, Playoff-Halbfinals (best of 5). 3. Runde: Volley Lugano - VC Kanti 3:0 (25:18, 25:16, 25:22), Endstand 3:0. - BBC-Arena. - 1011 Zuschauer. - SR: Rüegg/Droguett. Spieldauer: 23, 20, 23 = 66 Minuten. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Perkovac, Botkin, Lockwood, Holaskova, Ambrosius, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb; nicht eingesetzt: A. Pazin, Popic, Loffreda (Libera), Capraro, Cavka. – Volley Lugano: Hayward (Pass), Solvik, Leban, Sordo, Armer, Zanetti, Mortati (Libera); eingewechselt: Cveticanin, Kovacic; nicht eingesetzt: Garovi, Sacher, Paya (Libera).
Zweite Halbfinalserie: Neuenburg UC - VBC Cheseaux 3:0 (25:19, 25:15, 25:16), Endstand 3:0.
Playoff-Finals (best of 5), Ansetzungen gemäss Modus: 1. Runde: Sonntag, 13. April, Neuenburg UC - VC Kanti. 2. Runde: 19. April, VC Kanti - Neuenburg UC. 3. Runde: Donnerstag, 24. April: Neuenburg - VC Kanti. Ev. 4. Runde: Samstag, 26. April, VC Kanti - Neuenburg UC. Ev. 5. Runde: Neuenburg - VC Kanti.
Den ersten Matchball nutzen
Der VC Kanti hat heute die erste von drei Chancen, zum ersten Mal seit 2013 wieder in den Playoff-Final einzuziehen.

Der VC Kanti ist bereit: Lea Ambrosius (r.) und Jordan Lockwood vor dem Spiel in Lugano. Bild: W. Schläpfer
Reinhard Standke
Die Chancen für den VC Kanti sind gross, nach 12 Jahren Unterbruch wieder in den Final der NLA-Playoffs einzuziehen. Nach dem zweiten Sieg in der Halbfinalserie gegen Volley Lugano ist dafür nur noch ein weiterer Erfolg nötig, während die Tessinerinnen alle drei noch möglichen Spiele gewinnen müssten, um dem Team von Nicki Neubauer den Platz noch streitig machen zu können.
Nach der fünften Partie in der Saison ist das Abtasten schon lange vorbei, die Mannschaften kennen sich gegenseitig. Die mentale und körperliche Erholung werden bedeutender, nur noch Details im eigenen Spielrhythmus, den es durchzuziehen gilt, sind anzupassen.
Nach der Rückkehr vom Spiel im Tessin vom Samstag legte das Team des VC Kanti am Sonntag einen Ruhetag ein, der Montag umfasste ein Krafttraining am Vormittag sowie ein Balltraining, in dem auf «Kleinigkeiten» eingegangen wurde, am Abend, berichtet Trainer Nicki Neubauer. Am Dienstagmorgen wurden individuell Dinge, die es zu verbessern gilt, wiederholt, gefolgt von einer kurzen Videoanalyse und einem 90-minütigen Abschlusstraining. Der Spieltag beginnt mit einem Warm-up mit Aufschlag und Annahme, bevor es am Abend (20 Uhr) «in einer möglichst gut gefüllten BBC-Arena» zur Sache geht.
«Wir wollen den ersten Matchball nutzen», gibt Coach Neubauer die Marschrichtung vor. «Die Mannschaft ist hoch motiviert, wir wollen nicht noch einmal am Freitag ins Tessin fahren.» Dennoch müsse man eine gute Balance finden und den Erfolg nicht zu fest erzwingen. Am vergangenen Samstag hatten die Schaffhauserinnen den Verlust des ersten Satzes zu verdauen. Volley Lugano hatte die Gäste mit dem starken Aufschlag permanent unter Druck gesetzt und den Satzerfolg an sich gerissen. «Da müssen wir kurz durchtauchen und versuchen, ihnen das eigene Spiel aufzudrücken», so Nicki Neubauer zum Fall eines erneuten möglichen Satzgewinnes. «Wenn wir dies schaffen, dann werden wir das Spiel auch gewinnen, weil sie im Moment zu wenige Lösungen haben», so die Analyse des Kanti-Chefcoaches. Das Team habe im Januar deutlich besser gespielt. «Wir müssen so arbeiten, dass die Stimmung bei ihnen runtergeht», so Neubauer. «Wir müssen ruhig bleiben, auch wenn das Spiel wie im vierten Satz lange ausgeglichen ist, und irgendwann den Hebel ansetzen.» Dies war den Kanti-Spielerinnen am Samstag gelungen: Nach dem 22:22 erzielten sie drei Punkte in Folge. «Mit jedem Punkt und jedem Satz, den wir gewinnen, steigt der Stresslevel bei ihnen», denn mit dem Rücken an der Wand steht vor der dritten Begegnung Volley Lugano. Die Sicherheit von zwei Siegen in der Best-of-5-Serie sollte dagegen dem Team des VC Kanti das notwendige Selbstvertrauen geben.
Playoff-Halbfinal, 3. Runde:VC Kanti - Volley Lugano, Mittwoch, 26. März, 20 Uhr, BBC-Arena; Stand 2:0.
VC Kanti 2 trotz weiterer Niederlage im «Final Four».
Bereits vor dem letzten Spiel der Gruppenphase bei Volley Aadorf stand fest, dass das 1.-Liga-Team des VC Kanti in der Gruppe D nicht mehr vom zweiten Platz verdrängt werden konnte.

Niederlage des VC Kanti 2: Libera Anna-Lena Rubli in der Abnahme, flankiert von Vivian Guyer (16) und Melis Cecen (5), rechts. Bild: M. Räss
Im ersten Satz war Kanti noch nicht richtig angekommen. Die Spielerinnen aus Aadorf spielten von Anfang nahezu fehlerfrei. In Kürze gehörte den Aadorferinnen der erste Satz mit 25:14. Im zweiten Satz legte Vivian Guyer so richtig los, unterstützt von den variantenreichen Angriffen von Jeanne Neuhaus. Leider verhinderten die vielen Servicefehler den Gewinn des zweiten Satzes für den VC Kanti. Dieser ging an Aadorf mit 25:19. Claudio Kriech ermahnte seine Spielerinnen noch einen Zacken zuzulegen, und es ging lange gleichauf bis 16:16. Es wurde noch so richtig spannend, bis die Aadorferinnen den letzten Satz eher etwas glücklich mit 25:23 und somit die Begegnung mit 3:0 gewannen. Als Zweiter der Gruppe D treffen die Schaffhauserinnen in den Halbfinals des Final-4-Turniers am Samstag auf den Sieger der C-Gruppe, VB Therwil (14 Uhr, 99er-Sporthalle beim Mühleboden in Therwil BL). Die Ränge 1 bis 4 werden dann am Sonntag in Sursee ausgespielt. (mrä)
Frauen, 1. Liga, Gruppe D. Volley Aadorf 2 - VC Kanti Schaffhausen 2 3:0 (25:14, 25:19, 25:23). - Aufgebot des VC Kanti 2: Kunz (Passeuse), Cavka, Guyer, Schaber, Nussbaumer, Çeçen, Libera: Saipi, Rubli; eingewechselt: N. Pazin, Neuhaus, Brugger; nicht eingesetzt: Schmid, Pensini.
Weitere Resultate: BTV Aarau - VC Smash Winterthur 0:3. STV St. Gallen Volleyball - Volleyball Academy 3:0. Pallavolo Kreuzlingen - TSV Jona Volleyball 3:1. Volley Rüschlikon - VBC Voléro Zürich 1:3. Pizol Volley - VBC Kanti Baden 3:1. – Schlussrangliste: 1. VBC Voléro Zürich 22/60 (62:17). 2. VC Kanti 2 22/49 (54:26). 3. STV St. Gallen 22/49 (56:27). 4. Volley Aadorf 22/39 (45:32). 5. Volley Rüschlikon 22/38 (48:38). 6. Pallavolo Kreuzlingen 22/36 (45:37). 7. VBC Kanti Baden 22/31 (39:43). 8. VC Smash Winterthur 22/30 (39:47). 9. BTV Aarau 22/26 (35:50). 10. Pizol Volley 22/20 (28:54). 11. TSV Jona 22/15 (29:56). 12. Volleyball Academy 22/3 (12:65).
Ein grosser Schritt in Richtung Final
Nach dem 3:1-Auswärtssieg in Lugano fehlt dem VC Kanti nur noch ein Erfolg zum Einzug in den Playoff-Final.

Im dritten Satz gelangen Topscorerin Jordan Lockwood (r.) gleich vier Angriffspunkte in Folge. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Zwei von drei Schritten in Richtung Playoff-Final, dem grossen Saisonziel des VC Kanti, sind geschafft. In der fünften Begegnung in dieser Saison gegen Volley Lugano gelang den Schaffhauser Volleyballerinnen am Samstag der erste Auswärtssieg, nach zwei Niederlagen im Tessin und zwei Erfolgen in heimischer Halle. Den ersten Matchball in der «Best of Five»-Serie könnten die Kanti-Spielerinnen nun am Mittwoch verwandeln.
Die rund 15 mitgereisten Kantifans sollten in den 89 Spielminuten die Stammformation unterstützen. Trotz unterschiedlichem Verlauf des Spiels griff Kanti-Trainer Neubauer zu keiner Auswechselung – ganz im Gegensatz zu Apostolos Oikonomou, Coach des Heimteams. Und dieses sollte, je länger, je mehr, im ersten Durchgang die Akzente setzen. Zwar legten die Gäste mit 4:2 vor, liessen dann aber die Tessinerinnen herankommen (10:9), nicht zuletzt durch vier Fehler, während die Gegnerinnen bislang fehlerlos spielten. Lugano suchte den Erfolg über den Service, insbesondere Kjosas Solvik und Jacqui Armer übten Druck auf Kanti aus, bei dem das Scoring runter ging. Dafür punktete nun Armer, die in der ersten Partie vor einer Woche kaum zum Zuge gekommen war. Beim 13:19-Rückstand griff Nicki Neubauer zum zweiten Time-out.
Aggressiveres Spiel eingefordert
«Es war viel Coaching notwendig, es gab viele Anpassungen, man musste immer wieder etwas verändern», berichte der Kanti-Trainer nach dem Spiel. Die Anpassungen sollten gelingen, Punkt für Punkt kämpfte sich Kanti in der Folge wieder heran (21:22), doch die Schlussphase ging an Volley Lugano (25:21).
Im zweiten Satz fand Kanti dann mehr Druck am eigenen Aufschlag als zuvor. Bis zum 13:12 hatte sich kein Team um mehr als zwei Punkte absetzen können, mit Brigitta Petrenko am Service und guten Block gelang dann die Führung vom 20:12. Kanti überstand eine kurze starke Phase des Gegners (17:21) und kam mit einer kurzen Serie von Katerina Holaskova zum Ausgleich (25:17). Der Spielfluss der Munotstädterinnen hatte auch im dritten Satz Bestand, mit den Aufschlagsserien von Brooke Botkin und Holaskova. Während einer Serie des Captains gelangen Jordan Lockwood vier Angriffspunkte in Folge. Die Gäste setzten sich von 7:6 auf 16:7 ab und dominierten den Durchgang mit 25:14. Diese Überlegenheit der Schaffhauserinnen war im vierten Satz dagegen nicht mehr gegeben, bis zum 22:22 überwog das Sideout-Spiel. Die Schlussphase, mit Botkin am Aufschlag, sicherten sich dann Kanti mit einem Blockpunkt von Holaskova und zwei Angriffspunkten von Lockwood. Am Ende hatte dann Kanti in der Statistik die Werte im Angriff (57:45 Punkte) Aufschlag (9:3 Asse) und 9:6-Blockpunkte auf ihrer Seite. Den Score aufseiten der Schaffhauserinnen bestimmten Lockwood (20), Perkovac (14) sowie Holaskova (13), bei Volley Lugano Selena Leban (15) und Armer (14). «Es war das erwartet schwere Spiel, wir haben uns richtig ‹gebattled› mit ihnen», äusserte sich Kanti-Coach Neubauer nach dem Sieg. «Im ersten Satz haben wir lange nach unserem Aufschlag gesucht.» Zudem habe es viele Angriffsfehler gegeben. In der Satzpause habe man dann ein aggressiveres Spiel eingefordert. «Im Satz zwei und drei schlagen wir sehr gut auf. Im vierten Satz haben wir es mit vielen guten Aufschlägen, Disziplin und guter Abwehrarbeit in unsere Richtung gedrückt.»
Am Mittwoch haben sowohl die Schaffhauserinnen als auch Neuenburg (liegt gegen Cheseaux 2:0 in Führung) mit einem dritten Sieg die Chance, in den Playoff-Final einzuziehen.
layoff-Halbfinals (Best of 5). 2. Runde: Volley Lugano - VC Kanti 1:3 (25:22, 17:25, 14:25, 22:25), Stand 0:2. - Palamondo Cadempino. - 400 Zuschauer. - SR: Sikanjic/Zindel. Spieldauer: 24, 22, 19, 24 = 89 Minuten. – Volley Lugano: Hayward (Pass, 4), Cveticanin (2), Leban (15), Kovacic (2), Armer (14), Zanetti (3), Mortati (Libera); eingewechselt: Sordo (4), Solvik (9), Garovi (1), Sacher; nicht eingesetzt: Paya (Libera). – VC Kanti: Petrenko (Pass, 5), Perkovac (14), Botkin (8), Lockwood (20), Holaskova (13), Ambrosius (5), Habegger (Libera); nicht eingesetzt: A. Pazin, Lieb, Popic, Loffreda (Libera), Capraro, Cavka.
Die nächsten Spiele. 3. Runde: Mittwoch, 26. März, VC Kanti - Volley Lugano, 20.00 (BBC-Arena). Ev. 4. Runde: Freitag, 28. März, Volley Lugano - VC Kanti, 20.00 Uhr (Cadempino). Ev. 5. Runde: Sonntag, 30. März, VC Kanti - Volley Lugano 16.30 Uhr (BBC-Arena).
Zweite Halbfinalserie: VBC Cheseaux - Neuenburg UC 1:3 (25:20, 14:25, 11:25, 21:25), Stand 0:2.



