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VC Kanti mit glattem 3:0-Sieg in Genf
Kanti-Neuzugang Monika Krasteva spielte in Genf solid auf. BILD W. SCHLÄPFER
Beim seit dieser Saison von Andi Vollmer trainierten Genève Volley holt der VC Kanti die angestrebten drei Punkte und liegt in der Tabelle nun wieder auf dem vierten Rang.
Reinhard Standke
Sieg und Niederlage wechseln sich ab beim VC Kanti in dieser Saison. Nach dem 2: 3 am Sonntag vor einer Woche gelang dem Team von Nicki Neubauer vorgestern ein 3: 0-Erfolg in Genf. Gestartet waren die Schaffhauserinnen gegen das vom Büsinger Andi Vollmer gecoachte Team aus der Romandie in der der aktuellen Stammformation mit Neuzugang Monika Krasteva. Beim Heimteam fehlte dagegen weiter die schwedische Stammpasseuse Vilma Andersson, ab Ende des ersten Satzes wurde die neu verpflichtete Französin Lucile Le Thuc eingesetzt.
Unter dem Strich zeigte sich Kantitrainer Neubauer zufrieden mit dem Auftritt in Genf. Allerdings brauchte es in allen drei Durchgängen jeweils das bessere Satzende der Munotstädterinnen, um zum Erfolg zu kommen. Denn zum Beginn jeden Satzes leistete Genf starke Gegenwehr und erarbeitete sich so auch den Vorsprung: Das Heimteam führte im ersten Satz 10: 6, im zweiten mit 6: 3 und im dritten mit 9: 8.
Kanti konnte zwar die Fehlerquote im Vergleich zum Spiel gegen Lugano reduzieren, sie war jedoch höher als beim Gegner. Genf zog die Führung im ersten Satz bis zum 14: 12 und 16: 15 weiter, dann führten Captain Katerina Holaskova und Passeuse Norene Iosia mit Serviceserien das Team zum Satzerfolg (25: 18). Für die Kantipunkte hatte im ersten Satz vor allem die Bulgarin Krasteva gesorgt. Immer wieder kam es zu langen packenden Ballwechseln, bei denen im Gegensatz zu vorhergehenden Spielen am Ende auch Kanti zu Punkten kam.
Im zweiten Durchgang sorgte dann vor allem Korina Perkovac in zwei Serien am Service für Druck, während Romy Jatzko und Katerina Holaskova für die Punkte zuständig waren. Im dritten Satz liess sich Kanti eine Serviceserie von Johanna Remy zum 8: 9-Zwischenstand nach einer 8: 4-Führung, Romy Jatzko konterte mit einer kleinen Serie zum 15: 11, danach brachten die Schaffhauserinenn den Vorsprung heim (25: 20).
Nach den 70 Spielminuten vor 150 Zuschauern blickte Trainer Nicki Neubauer auf eine gute, wenn auch nicht überragende Leistung zurück. «Wir haben gut aufgeschlagen, agierten gut in der Abwehr und haben das Ziel, die gegnerischen Aussenangreiferinnen zu kontrollieren, erreicht.» Allerdings passierten immer noch zu viele Fehler: «Es gab zu viele Situationen mit zu viel Risiko», stellte Neubauer fest.
Nach dem heutigen zweiten Ruhetag beginnt morgen Dienstag die Vorbereitung aufs nächste NLA-Spiel vom Samstag gegen Aesch-Pfeffingen. Der Vizemeister der vergangenen Saison liegt aktuell nur auf dem 9. Rang. In den dann folgenden zehn Tagen stehen für den VC Kanti Auswärts- und Heimspiel im CEV Challenge Cup gegen ZOK Ub (Serbien) an, dazwischen eine Doppelrunde in der Meisterschaft. Der VC Kanti strebt allerdings die Verlegung des Spiels in Düdingen, das bislang am Freitag, 16. Dezember, und damit nur 24 Stunden nach der Rückkehr aus Serbien angesetzt ist, an. Vor den Hammerwochen sind, ausser den beiden rekonvaleszenten Spielerinnen Elisa Suriano und Jasmin Kuch, alle Akteure beim VC Kanti soweit einsatzbereit.
Zu Gast in Genf bei Andi Vollmers neuem Team
Korina Perkovac im Duell gegen Genfs Setter Vilma Andersson
Ein happiges Programm steht dem VC Kanti in der NLA und im Europacup in den zweineinhalb Wochen vor der Weihnachtspause bevor: nicht weniger als sechs Partien in nur 18 Tagen. Auf das heutige Auswärtsspiel in Genf folgt am Samstag in einer Woche der Abschluss der Hinrunde in der NLA-Qualifikation gegen Aesch-Pfeffingen. Nach dem dritten Advent folgt die Reise nach Serbien zum Hinspiel im CEV Challenge Cup bei ZOK Ub (Mittwoch, 14. Dezember). Noch vor dem Rückspiel in der BBC-Arena eine Woche später ist von Swiss Volley eine Doppelrunde in der Meisterschaft angesetzt. Dabei treffen die Schaffhauserinnen auf die beiden Topteams der laufenden Saison: Am Freitag, 16. Dezember, soll Kanti in Düdingen antreten zwei Tage später in Neuenburg.
Der nächste Prüfstein führt das Team von Nicki Neubauer zunächst an den Genfer See. Beim heutigen Rencontre mit Genève Volley (8.) und dem Büsinger Trainer Andi Vollmer wollen die Munotstädterinnen (5.) weitere Punkte holen, um sich im Mittelfeld der Tabelle von den hinteren Teams abzusetzen. «Sie spielen gut, wir dürfen sie nicht unterschätzen», stuft Neubauer das Team aus der Romandie ein, bei dem Jody Larson (zuletzt 28 Punkte beim 2: 3 gegen Franches-Montagnes) und Annie Ertz (16) die beiden Topskorerinnen sind. Genève Volley sorgte in der laufenden Saison vor allem mit dem 3: 2-Sieg in Düdingen sowie dem Punktgewinn gegen Neunburg für Furore.
«Wir müssen druckvoll auftreten und unser Spiel durchziehen», erinnert der Kanticoach an das Spiel in Cheseaux sowie an den starken 1. Satz vom letzten Sonntag im Heimspiel gegen Lugano. Die in der Partie gegen die Tessinerinnen wieder angestiegene Fehlerquote müsse zurückgehen. «Wir müssen eine gute Bilanz finden zwischen dem Powerspiel und Phasen, in denen wir die Ruhe behalten müssen.» Denn die Genferinnen seien ein Team, das da sein, wenn man ihnen etwas anbiete. (R.Sta.)
Kanti dominiert ersten Satz, holt aber am Ende nur einen Punkt
Die Kantizuspielerin Norene Iosia lanciert ihre US-Landsfrau und Mittelblockerin Molly Lohman. BILD W SCH.
Nachdem der VC Kanti gegen Volley Lugano den ersten Satz klar gewonnen hatte, bestimmten in der Folge die Tessinerinnen das Spiel. Im Tiebreak unterlagen die Schaffhauserinnen mit 11:15 und rutschten in der Tabelle hinter Cheseaux auf Rang 5.
Reinhard Standke
Der VC Kanti begann gegen das Team der Stunde der NLA, Volley Lugano, in der aktuellen Stammformation und vom Spielstand her nach dem Geschmack der meisten der 392 Zuschauer. Nach dem ersten Abtasten (2: 2) sorgte Molly Lohmann mit dem Service für Druck (zwei Winner), mit starken Angriffen (Perkovac) und Blocks (Holaskova) stand es bald 10: 2, die Schaffhauserinnen dominierten das Spiel und liessen den Tessinerinnen kaum Raum zur Entfaltung. Lohman servierte später noch einmal stark (drei Winner), Kanti konnte nach nur 19 Minuten den Satzgewinn (25: 15) feiern.
Doch danach sollte es aber nicht so weitergehen, Lugano gab Kontra, sorgte seinerseits für Druck mit dem Aufschlag, kämpfte in der Abwehr, blockte und machte die Punkte. Konnte die Munotstädterinnen bis zum 6: 6 dranbleiben, zogen nun die Gäste über 11: 6, 15: 8 auf 22: 10 davon. Der VC Kanti agierte mit geringerem Fokus als zu Beginn sowie einer hohen Fehlerquote und musste einen klaren Satzverlust hinnehmen (14: 25). Lange ausgeglichen verlief der dritte Durchgang, zunächst lag Kanti zwei bis drei Punkte zurück, um dann mit 16: 14 in Führung zu gehen. Nach einem Kanti-Angriffsfehler gelangen Lugano vier Angriffs- und Blockpunkte (16: 19), die Schaffhauser vermochten den Rückstand nicht mehr wettzumachen (21: 25).
Die Schlussphase musste im vierten Satz den Ausschlag geben, nach dem 16: 16 wehrte sich Kanti, kämpfte und gab nicht auf (16: 18, 20: 18, 21: 22). Mit dem zweiten verwandelten Satzball ging es ins Tiebreak. Hier musste sich das Heimteam bis zum 3: 4 schon drei Fehler anschreiben lassen, danach zog Lugano davon (9: 7, 12: 8) und liess nach dem 15: 11 den Schaffhauserinnen nur einen Tabellenpunkt. Sorgten bei Kanti alle fünf Angreiferinnen für die Punkte, dominierte bei Lugano Topskorerin Runjic.
«Enttäuschend, zu Beginn machen wir alles richtig, dann sind wir jedoch nicht in der Lage, Lösungen zu finden, sind gehemmt, nicht frei und machen uns mit vielen Fehlern das Leben sel-ber schwer», so Trainer Nicki Neubauer. Das Thema sei es immer, Fokus und Energie beizubehalten. Weiter geht es für die Schaffhauserinnen am Samstag bei Genève Volley (8.) und dem Büsinger Trainer Andi Vollmer.
Lugano ist der nächste Prüfstein für den VC Kanti, Kuch verletzt
Die Kanti-Spielerinnen bedanken sich nach dem Sieg in Cheseaux für die Unterstützung durch die Fans. BILD WERNER SCHLÄPFER
Nach dem wichtigen Erfolg beim VC Cheseaux trifft der VC Kanti (4.) am Sonntag im Verfolger- duell auf das drittplatzierte Volley Lugano. Nicht dabei sein kann die junge Mittelblockerin Jasmin Kuch, die sich einen Bänderriss im Fuss zuzog.
Reinhard Standke
Kaum ist mit Monika Krateva, die in Cheseaux eine erfolgreiche Premiere feierte, eine neue Angriffsspielerin zum VC Kanti gestossen, erreicht die nächste Verletztenmeldung das Team. Bereits vor Saisonbeginn fiel Elisa Suriano nach einem Wadenbeinbruch, ein Arbeitsunfall, aus und ist weiterhin nicht einsatzbereit. Dann musste Angel Gaskin die Mannschaft aufgrund einer alten Verletzung am Knie verlassen, ohne ein einziges NLA-Spiel bestreiten zu können. Nun erlitt der 20-jährige Neuzugang von Volley Toggenburg, Jasmin Kuch, während eines Trainings am vergangenen Wochenende einen Bänderriss am Fuss, sie war schon in der Romandie am vergangenen Sonntag nicht dabei. So fehlt Trainer Neubauer und der Mannschaft für einige Wochen die Alternative auf der Mittelblockerposition.
Lugano überraschend stark
In der vergangenen Saison noch auf Rang sieben klassiert, liegt Volley Lugano nach sechs Runden der Qualifikation 2022/23 auf Rang drei. Die Tessinerinnen haben sich unter dem neuen griechischen Chefcoach Oikonomou Apostolos gezielt verstärkt und verloren bislang einzig das Auftaktspiel gegen Leader Neuenburg UC. «Sie strotzen vor Selbstvertrauen, treten mutig und ohne Respekt auf und machen sehr wenig Fehler», hat Nicki Neubauer die bisherigen Partien des nächsten Gegners beobachtet. Beim 3: 0-Sieg bei Aesch-Pfeffingen avancierte die neue Diagonalspielerin Marijeta Runic mit 14 Punkten zur Topskorerin und wird dies am Sonntag in der BBC Arena (Spielbeginn um 16.30 Uhr) wiederholen wollen. Allerdings weise das Team der Tessinerinnen nur sieben starke Spielerinnen auf: «Von der Bank kommt nichts», so die Einschätzung von Nicki Neubauer.
Lugano wird dennoch zu einem richtigen Prüfstein, so der Kant-Trainer, der für sein Team auf das Glück des Tüchtigen hofft. Die Hoffnung liegt auch auf dem kurzfristigen Neuzugang Monika Krasteva, die in Cheseaux ein starkes Debüt gefeiert hatte. «Sie ist sehr präsent, war gleich unsere Topskorerin, hat gut geblockt, ihr gelangen gute Aufschläge, und sie brachte Energie», fasste Neubauer den ersten Auftritt der Bulgarin zusammen.
Gegen das starke Team ist ein weiterer kompakter Auftritt des VC Kanti gefordert, auch der Aufschlag, der in Cheseaux sehr gut war, wird ein Thema sein.



