News
Achtelfinal-Out gegen die Niederlande
Für die Schweizer Volleyballerinnen ging die EM wie erwartet im Achtelfinal zu Ende. Die Niederlande mit Assistenzcoach Nicki Neubauer (VC Kanti) schlugen die Schweizerinnen mit Kanti-Spielerin Julia Künzler 3:0.

Julia Künzler und Nicki Neubauer trafen sich am EM-Spiel in Florenz. BILD ZVG
Gegen die Nummer 4 in Europa erhielten die Schweizerinnen allerdings ihre Grenzen noch einmal deutlich aufgezeigt. In den ersten beiden Sätzen konnten sie zumindest resultatmässig noch einigermassen mithalten. Im dritten, in dem auch Olivia Wassner in ihrem Abschiedsspiel zumindest zu einem Teileinsatz kam, resultierten dann aber gerade mal noch zwölf Punkte.Und auch erfreuliche PerspektivenUnter dem Strich können die Schweizerinnen über diese EM trotzdem eine durchweg positive Bilanz ziehen. Vor allem das im dritten Anlauf erstmalige Überstehen der Gruppenphase war für das erst nach dem Ausschluss von Russland unter die 24 Endrunden-Teilnehmer nachgerückte Team gegen durchweg höher kotierte Gegner ein ebenso überraschender wie historischer Erfolg.Ein grosses Verdienst für die in den letzten Jahren erreichten Fortschritte kommt zweifellos Lauren Bertolacci zu. Für die Nationaltrainerin ist die Entwicklung aber noch nicht abgeschlossen. «Die Equipe, die grösstenteils zusammenbleibt, hat durchaus noch mehr Potenzial. Und ein nächstes grosses Ziel wird die erstmalige Qualifikation für die WM sein».
Künzler traf auf ihren Heimtrainer
Als eine Vertreterin der nächsten Generation war die VC Kanti-Spielerin Julia Künzler im Kader der Schweiz an den EM-Spielen dabei, gemeinsam mit Schwester Laura. Die 20-Jährige war in den Gruppenspielen gegen Kroatien und Bulgarien für den Service eingewechselt worden. «Es war ein schönes Gefühl, auch auf dem Feld etwas beitragen zu können, denn neben dem Feld geben wir natürlich immer alles beim Anfeuern und Tippsgeben.» Im Achtelfinalspiel gegen die Niederlande in Florenz traf Künzler auf ihren Trainer beim VC Kanti, Nicki Neubauer. «Für Julia war es eine tolle Erfahrung, sie hat auch ein bisschen gesehen, was sie noch machen muss», sagte Neubauer im Anschluss an die Partie. «Das wird eine gute Motivation für sie sein», hofft der Trainer darauf, dass Julia Künzler die gemachten Erfahrung im Verein umsetzen kann.Neubauer will, als Assistenzcoach mit den Niederländerinnen, nach dem Viertelfinalspiel von morgen gegen Bulgarien an die Halbfinals nach Belgien weiterreisen. «Wir haben es gegen die Schweiz taktisch sehr gut gemacht und Maja Stork und Laura Künzler sehr gut kontrolliert», bilanziert Neubauer. Das Team habe aber noch Luft nach oben. (sda/R.Sta.)
Der VC Kanti ist leicht dezimiert in die neue Saison gestartet
Zu Beginn dieser Woche haben die Kanti-Girls mit dem Training für die kommende Saison in der Nationalliga A begonnen. Es fehlen aber noch die EM-Teilnehmer sowie die Neuzugänge.

Trainingsauftakt beim VC Kanti. Noch fehlen einige Spielerinnen. BILD WERNER SCHLÄPFER
Das Vorbereitungstraining steht momentan unter der Leitung von Claudio Kriech. Weil Kanti-Trainer Nicki Neubauer mit dem holländischen Nationalteam bis voraussichtlich Anfang September an der Europameisterschaft in Italien engagiert ist, schwitzen die Spielerinnen bei den ersten intensiven Trainingseinheiten ohne ihren etatmässigen Cheftrainer. Unterstützung erhielt der Staff von Ludwig Horvath und Ewa Cabajewska. Von der ehemaligen polnischen Nationalzuspielerin konnten die Setter bereits profitieren.
Anfang September werden die ausländischen Verstärkungsspielerinnen dann ebenfalls in Schaffhausen beim Kanti-Team eintreffen. Nicht dabei beim Trainingsauftakt ist Julia Künzler, die noch mit dem Schweizer Nationalteam unterwegs ist, welches sich erfreulicherweise an den EM in Italien für die Achtelfinals qualifiziert hat und dort gegen Holland (mit Trainer Nicki Neubauer) spielen wird. Die spannende Affiche wird übrigens am morgigen Sonntag, 27. August, ab 18 Uhr von SRF 2 im Fernsehen live übertragen. R.St.
Die internationalen Einsätze von Kanti- Coach Neubauer

Kanti-Coach Neubauer. BILD W. Schläpfer
Wie in den Vorjahren verbringt Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer die NLA-Saisonpause nicht ganz ohne Volleyball: Nach der Universiade in China geht es nun an die Volley-EM der Frauen.
Von Ende Juli bis Anfang August betreute Neubauer als Coach das Deutsche Frauen-Team an der Universiade in der 22 Millionen Einwohner umfassenden Metropole Chengdu. «Ein beeindruckendes Event mit 8000 Athleten, 10 000 Helfern und einer Logistik, die kein europäisches so auf die Beine stellen könnte», so Neubauer. Er stiess mit dem Team, in dem auch die Ex-Kanti-Spielerinnen Wibke Silge (Mittelblockerin, 2020–2022), Romy Jatzko (Angriff, 2021–2023) und Pia Konprecht Leweling (Angriff, 2019–2021) standen, nach den schweren Gruppenspielen bis in die Partie um Rang 5 vor. Dort unterlagen die deutschen Studentinnen knapp 2:3 gegen Italien.
Kam Neubauer am vergangenen Mittwoch aus China zurück, ging die Reise bereits am Freitag weiter: Der Kanti-Chefcoach hat ein Engagement als Assistent seines alten Freundes Felix Koslowski angenommen. Dieser ist seit 2013 Trainer der Damen des Schweriner SC und betreut seit diesem Jahr zusätzlich das niederländische Nationalteam der Frauen, welches in Estland die Gruppenspiele der Volleyball-EM bestreitet und anschliessend in Belgien die Halbfinals erreichen könnte. Von den Kontakten, die Nicki Neubauer an der EM knüpft, könnte zukünftig auch der VC Kanti profitieren.
Neben Neubauer und Julia Künzler wird kein weiteres Teammitglied der Schaffhauserinnen an der EM dabei sein: Neuzugang Barbara Dapic, die im erweiterten Kader Kroatiens geführt wurde, verzichtet auf eine Teilnahme. Bereits im Frühjahr hatte Korina Perkovac aus beruflichen Gründen abgesagt. (R.Sta.)
Der VC Kanti vor der Saison 2023/24
News und Meldungen rund um die Schaffhauser Volleyballerinnen
BILD Werner Schläpfer
In zweieinhalb Wochen beginnt beim VC Kanti die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Am 8. Oktober beginnt mit einem Auswärtsspiel in Lugano die NLA-Saison 2023/2024 für den VC Kanti. Eine Woche später ist VBC Cheseaux zum ersten Heimspiel in der BBC-Arena zu Gast. Während in den Sommermonaten ein eingeschränkter Trainingsbetrieb für die Schweizer Spielerinnen angeboten wird, stossen die Ausländerinnen Anfang September zum Team. Nach einem Teambuilding-Wochenende beginnt dann die Saisonvorbereitung unter Headcoach Nicki Neubauer. Beim Kader war zuletzt noch die 13. und letzte Position offen. Verlängern der VC Kanti und Lina Hinteregger nach deren Schulabschluss den Vertrag, verzichtet der VC Kanti auf der Aussenposition mit Korina Perkova, Julia Künzler, Elisa Suriano, Maëlle Corbach und der gebürtigen Österreicherin Hinteregger auf Spielerinnen aus dem fernen Ausland.
Challenge Cup. Nach dem fünften Rang in der NLA-Saison 2022/2023 nimmt der VC Kanti in der kommenden Spielzeit wiederum im Europacup teil. Für die 1/32-Finals vom Oktober bescherte die Auslosung den Schaffhauserinnen ein Freilos. Somit geht es für das Team in den 1/16-Finals Anfang November weiter, die möglichen Gegnerinnen sind bislang noch nicht bekannt.
Dreifacher Aufstieg. Anfang April war der zweiten Mannschaft des VC Kanti elf Jahre nach dem Abstieg der Wiederaufstieg in die 1. Liga gelungen. Damit zeigte auch das Nachwuchsprojekt, welches vor acht Jahren unter der damaligen Cheftrainerin Mélanie Pauli begonnen wurde, weitere Erfolge. Das 1.-Liga-Team startet unter Trainerin Seraina Backes Ende September mit einem Auswärtsspiel beim STV St. Gallen in die Saison. Das erste Heimspiel wird am 1. Oktober gegen Pallavolo Kreuzlingen folgen. In der 2. Liga ist der VC Kanti weiterhin vertreten, gelang doch der dritten Mannschaft der Aufstieg genau wie dem Team VC Kanti 4, das neu in der 3. Liga um Punkte kämpft.
Fokus auf den Nachwuchs- und Breitensport. Mit der Verpflichtung der ehemaligen polnischen Nationalzuspielerin Ewa Cabajewska als vollamtliche Nachwuchs- und Breitensporttrainerin konnte der Verein nach langer Suche eine Lücke im Trainerteam erfolgreich schliessen. Die 45-Jährige trat ihr Amt Anfang August an und ist hauptsächlich für das 2.- und 3.-Liga-Team sowie die Athletiktrainings am Mittwochnachmittag verantwortlich.
Vorstandsmitglied verstorben. Einen traurigen Verlust hatte der VC Kanti Anfang Juni erlitten. Alexandre Stotz, der seit 14 Jahren die Finanzen des Klubs im Vorstand betreut hatte, verstarb nach kurzer Krankheit. «Alexandre fehlt uns bereits sehr; wir werden sein Andenken in unseren Herzen als eifrigen Schaffer, umsichtigen Kassier, aber auch als tollen Menschen, Helfer und Freund bewahren», so Präsident Sandro Poles. Stotz war auf das Ende der Saison zurückgetreten und konnte seinen Nachfolger Hans Peter Haas einarbeiten. (R.Sta.)



