Impressionen VC Kanti

VC Kanti Team 2021 / 22


News

Leona Kernen und Muriel Bossart sind U18 Europameisterinnen

Leona Kernen und Muriel Bossart werden nach einem 2:1 Sieg gegen die Ukrainerinnen Serdiuk/Romaniuk Europameisterinnen der Kategorie U18. Die jungen Teilnehmerinnen müssen sich am Turnier nur in einem Spiel geschlagen geben. Ein sensationelles Ergebnis!

Es ist ein Resultat mit dem niemand gerechnet hat: die erst 16-jährige Leona Kernen und die 15-jährige Muriel Bossart holen sich an den U18 Europameisterschaften in Ljubljana die Goldmedaille. Sie wachsen von Match zu Match mehr über sich hinaus und zeigen Kampfgeist ohne Ende.

In der Pool Phase gehen die Schweizerinnen als Gruppenzweite hervor. Nur gegen die Ungarinnen müssen sie sich 0:2 geschlagen geben. Dann bricht auch schon der dritte Tag des Turniers an. An diesem holen sich Leona und Muriel gleich drei Siege in zwei Sätzen gegen die Tschechinnen, Italienerinnen und Däninen. Die jungen Schweizerinnen stehen plötzlich im Halbfinal!

Dort zeigen sie sich erneut in Topform. Sie schlagen ihre Gegnerinnen aus Deutschland Jule Mantsch/Annika Berndt – die amtierenden deutschen U20 Meisterinnen – mit 21:16 und 21:17 klar in zwei Sätzen und ziehen somit ins Finalspiel ein. Dort treffen sie auf die Ukrainerinnen Yeva Serdiuk/Daria Romaniuk. Diese zeigen sich vor allem zu Beginn sehr stark und entscheiden den ersten Satz mit 19:21 für sich. Doch es gelingt Leona und Muriel den Spiess umzudrehen. Sie gewinnen den zweiten Satz 21:18 und den dritten klar überlegen mit 15:7.

Auch ihr Trainer, Denis Milanez hat nur lobende Worte für das Team übrig. «Die Mädchen haben von Anfang bis Ende ein tolles Spiel und ein tolles Turnier gespielt! Wir hatten sicherlich mit einem guten Resultat gerechnet, dass sich die beiden jedoch gleich den Europameisterinnentitel holen würden, damit haben wir wegen ihres jungen Alters nicht gerechnet», so der stolze Trainer. «Auf der anderen Seite kenne ich die beiden Spielerinnen sehr gut, ihren Kampfgeist und ihre Stärken. Nachdem wir den ersten Satz im Finalspiel verloren haben, waren wir nicht sicher, was noch drin liegen würde. Aber durch ihre Geduld und ihre Ruhe holten sich die beiden das nötige Selbstvertrauen um das Spiel zu gewinnen. Ich bin unglaublich stolz!»

Für Leona sind es nicht die ersten U18-EM. 2020 holte sie zusammen mit Annique Niederhauser in Izmir den 17. Rang. 2021 nahm sie dann an den U20-EM teil, an der sie zusammen mit Annik Stähli auf den 9. Rang vorstiess und holte sich an den Junior Beachtour Schweizermeisterschaften in der Kategorie U19 die Bronzemedaille. Die junge Muriel wurde an der JBT-SM nicht nur U17 Vize-Schweizermeisterin, sondern wurde auch noch gleich zur MVP ihrer Kategorie gewählt.

VC Kanti beim Trainingsstart 2021/22 noch nicht komplett

Diese Woche hat das NLA-Team des VC Kanti die Saisonvor­bereitung in Angriff genommen. Durch die EM-Engagements zweier Spielerinnen und des Cheftrainers Nicki Neubauer fehlten wichtige Kräfte.

Das Kantiteam beim Saisonstart diese Woche. Hinten v.l.: Matthias Lerch, Scout/SUI, Natalia Cukseeva, Assistenztrainerin/GER, Victoria Deisl, Pass/AUT, Wiebke Silge, Mitte/GER, Katerina Holásková, Mitte/CZE, Vivian Guyer, Pass/SUI, Karis Watson, Mitte/USA, Isidora Ubavić, Diagonal/SRB, Ludwig Horvath Trainer/AUT. Vorne v.l.: Beata Horvath Trainerin/AUT, Lina Hinteregger, Aussen/AUT, Viviane Habegger, Libera/SUI, Melanie Kunz, Pass/SUI, Lisa Contorno, Libera/SUI, Romy Jatzko, Aussen/GER. Auch noch im Kanti-Kader/-Staff: Claudio Kriech, Assistenztrainer/SUI, Eva Svobodava, Aussen/CZE, Korina Perkovac, Aussen/SUI, Nicki Neubauer, Cheftrainer/GER, Maelle Corbach, Aussen/SUI und Alessia Pazin, Pass/SUI. BILD WERNER SCHLÄPFER

Beim aktuellen Schweizer Cupsieger ist es den Verantwortlichen gelungen, trotz der angespannten Corona-Situation ein  Budget aufzustellen in in etwa  derselben Grössenordnung wie in der vergangenen Saison und damit ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. Die Kanti-Supporter bekommen auch in der bevorstehenden Spielzeit Spitzenvolleyball in Schaffhausen zu sehen. So wie es aussieht, dürfen auch wieder Zuschauer in die Halle kommen, es wäre den Machern zu gönnen – unter welchen Bedingungen, wird sich noch zeigen. Wie beinahe jede Saison gab es auch beim Schaffhauser-NLA-Verein einige Veränderungen. Erfreulich ist die Tatsache, dass mit Kapitän Kateřina Holásková, Wiebke Silge und Karis Watson die erfolgreiche Mitteposition weiterverpflichtet werden konnte. Ebenso sind Vivian Guyer, Korina Perkovac und Viviane Habegger weiter mit von der Partie. Für Irina Kemmsies, Pia Leweling, oder Taylor Fricano spielen neu Romy Jatzko, Victori Deisl, Eva Svobodová, und Isidora Ubavić. Aus dem eigenen Nachwuchs sind Alessia Pazin, Maelle Corbach sowie Melanie Kunz im Kader. Weiter konnten die Talente Lina Hinteregger und Lisa Contorno verpflichtet werden. Letztere spielt nach Abschluss ihrer Schule ein Jahr als Profi, für eine Schweizerin ist dies gewiss nicht selbstverständlich.

 Der Saisonstart erfolgt für den VC Kanti diesmal früher als sonst, bereits am Sonntag, 19. September, beim 7. Volleyball Supercup in der Mobiliar Arena in Gümligen. Die Meister treffen da auf die Cupsieger: Neuenburg UC auf den VC Kanti bei den Frauen und Chênois auf den TSV Jona bei den Männern. Und endlich sind auch Fans wieder zugelassen (mit Covid-Zertifikat). Der VC Kanti organisiert in Zusammenarbeit mit Reisepartner Rattin AG eine Fan-Fahrt von Schaffhausen nach Gümligen. Als teilnehmendes Team kann der Club Fan-Tickets mit 25 Prozent Ermässigung bestellen.

VC Kanti trainiert wieder

Nachdem einige Spielerinnen des VC Kanti schon in den vergangenen Wochen mit dem Training angefangen haben, sind am vergangenen Wochenende die restlichen Spielerinnen in Schaffhausen eingetroffen und ­haben gleich am internationalen, vom Pétanque Klub Herblingen ausgerichteten Pallavollo-Pétanque-Turnier ­ teilgenommen. Zusammen mit dem VC-Kanti-Sponsorenverein spielte das Team mehr oder weniger intensiv um den Siegerpokal. Der Finale war eine enge Angelegenheit, bei dem das Team um Kantiscout Matthias Lerch gegen Karis Watson und Co (im Bild von Werner Schläpfer) das bessere Ende für sich behielt.(wschl)

Für einmal eine Kugel aus Stahl: Viel Spass für die VC-Kanti-Spielerinnen beim Pallavollo-Pétanque-Turnier.

Victoria Deisl holt eine weitere nationale Medaille:

Vikoria Deisl(2), Ronja Klingers  Foto: Gert Nepel 

Neben den momentan an der Europameisterschaft engagierten Korina Percovac (Schweiz), Nicki Neubauer (Assistenztrainer Deutschland) und Eva Svobodová (Tschechien) fehlte beim VC Kanti zum Trainingsauftakt auch die neue Zuspielerin ­Victoria Deisl. Die Seekirchnerin hat im Nachbarland letzte Saison mit Linz den Indoortitel gewonnen und sollte ebenfalls am Sonntag zu ihrem neuen Team stossen. Es kam aber anders, die vielseitige Spielerin sprang kurzfristig für Ronja Klingers Schwester ein und holte bei der österreichischen Staatsmeisterschaft im Beachvolleyball Silber. Wenn das kein gutes Omen ist für das Engagement beim VC Kanti. Wir gratulieren. (wschl)

Das Frauen-Nationalteam schafft ein unglaubliches Comeback gegen Ungarn und holt sich das nötige Selbstvertrauen für den Rest der EM

Mit einem 3:2 schafft das Schweizer Team den ersten Sieg an der Europameisterschaft. Damit ist die Grundlage für eine erfolgreiche Gruppenphase gelegt.

 

Der Start des Spiels verläuft ausgeglichen. Die Schweiz ist im Angriff variantenreich und ein druckvoller Service von Laura Künzler bringt erstmals eine Führung. Mitte des Satzes entwickelt sich die Begegnung zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Ungarn holt aber mit einer starken Defense-Leistung zum Schluss den Satz mit 25:22.

Im zweiten Durchgang bekunden die Schweizerinnen Mühe im Angriff gegen einen starken Block. Die Einwechslung von Méline Pierret bringt aber Schwung in den schweizerischen Angriff. Eine Aufholjagd beginnt. Das Spiel: ein Krimi! Das bessere Ende hat: die Schweiz!

Im Dritten ist das Spiel ein offener Schlagabtausch auf hohem Niveau – jede Nervosität ist gewichen. Bis Mitte des Satzes kann sich kein Team wirklich absetzen. Das Spiel ist an Spannung nicht zu überbieten und wogt hin und her; beide Seiten haben Satzbälle. Aber die Schweiz behält die Nerven – 29:27 und 2:1-Satzführung!

Im vierten Satz findet die Schweiz ihren Rhythmus zuerst nicht – zu solid ist der Gegner und zu viele Eigenfehler hindern den eigenen Spielaufbau. Der Vorsprung Ungarns mahnt an den zweiten Satz – doch leider gelingt diesmal die sagenhafte Aufholjagd nicht ganz. Ungarn gewinnt den Satz mit 25:23.

Ungarn erwischt auch den besseren Start im Fünften – doch die Schweizerinnen kämpfen sich dank einer Serviceserie von Nicole Eiholzer wieder rein ins Spiel. Die Schweizerinnen halten stand; spielen Side-Out um Side-Out aus. Der Moment ist perfekt: Die Schweiz gewinnt ihr erstes EM-Spiel 2021 in fünf Sätzen!

Damit ist ein wichtiger Grundpfeiler für eine erfolgreiche Gruppenphase gelegt. Übermorgen folgt der nächste Wettkampf gegen Weissrussland.

Matchtelegramm:

Ungarn – Schweiz: 2:3 (25:22, 23:25, 29:27, 25:23, 11:15)

Matchdetails
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