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Der steile Aufstieg an die Spitze

Zwei Volleyball-Talente Lara Hasler und Viviane Habegger haben Vergangenheit beim VBC Aadorf. Nun spielen sie beim NLA Spitzenteam Kanti Schaffhausen wieder zusammen, beide auf der Libera-Position. Werden nun aus Freundinnen Gegnerinnen? Der Landbote PDF

Viviane Habegger (links) und Lara Hasler wollen sich bei Kanti Schaffhausen pushen. Foto: Roger Metzger

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Dass der VBC Aadorf in der Volleyballszene einen guten Ruf geniesst, ist nicht neu. Auch nicht die Tatsache, dass vom NLB-Team regelmässig Spielerinnen den Sprung in die Nationalliga A schaffen. Vom Team der im März abgebrochenen Saison sind dies Vanessa Gwerder zu Groupe E Valtra sowie Viviane Habegger zu Kanti Schaffhausen. Bei Kanti trifft Habegger auf eine Volleyball-Freundin: Lara Hasler. Die beiden spielten in der Saison 2017/18 noch gemeinsam beim VBC Aadorf, ehe sich ihre Wege trennten. Nun sind sie wieder vereint, ohne es gewusst zu haben. Dass beide beim gleichen Verein unterschrieben hatten, erfuhren sie erst hinterher. Schaffhausen, das zusammen mit Aesch Pfeffingen und NUC (Neuchâtel) zu den drei Topteams der NLA zählt, setzt in der neuen Saison auf zwei junge Spielerinnen auf der Libera-Position. Kanti-Trainer Nicki Neubauer scheint das Potenzial der beiden Aadorferinnen nicht entgangen zu sein.


Nicht gegeneinander
Obschon sie nun wieder im gleichen Team spielen, sind sie im Prinzip Konkurrentinnen, da nur eine Libera auf dem Feld steht. Konfliktpotenzial? Beide winken ab. «Natürlich wollen beide spielen», sagen sie, «aber uns ist klar, dass es zwei Liberas braucht.» Sie sind auch ausserhalb der Sporthalle Freundinnen – dies soll auch so bleiben. «Gegeneinander zu spielen, geht auf die Dauer nicht gut», sagt Hasler. Habegger sieht es ebenso: «Keine soll sauer auf die andere sein, wenn diese spielt. Wir wollen als Team gewinnen, der internen Konkurrentin etwas Schlechtes zu wünschen, wäre falsch.» Und beide sind sich einig: «Wir können uns gegenseitig pushen.»


Verschiedene Wege
Parallelen gibt es bei der 18-jährigen Habegger und der drei Jahre älteren Hasler einige. Beide haben eine Sportschule besucht, beide haben eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Beide spielen auf der Libera-Position. Beide sind ehrgeizig. Und dennoch verliefen ihre Karrieren bisher unterschiedlich. Gerade bei Habegger ist der Aufstieg geradezu kometenhaft. Aus Ellikon an der Thur stammend, spielte sie als Juniorin in Frauenfeld. 2014 wechselte sie zum VBC Aadorf, wo sie sich von der 2. Liga über die 1. Liga bis in die NLB hochspielte. In der wegen der Corona-Pandemie abrupt abgebrochenen Saison war sie trotz ihres jugendlichen Alters eine Leistungsträgerin. Dass sie jetzt schon einen Vertrag bei einem NLA-Spitzenteam erhält, hätte sie noch vor zwei Jahren nicht zu träumen gewagt. «Es ist wie ein Jackpot. Ich freue mich mega auf die neue Herausforderung», sagt sie und strahlt. Einen anderen Weg ging Lara Hasler. Die Aadorferin wechselte auf die Saison 2018/19 zu FranchesMontagnes in die oberste Klasse. «Es war wie ein Lehrjahr», sagt sie rückblickend. «Richtig angekommen in der NLA bin ich in der letzten Saison in Lugano.» Dort wurde sie etwas unverhofft zur Stammspielerin. Bei Kanti sei sie nun bereit für den nächsten Schritt.

 
Nationalteam und Ausland?
Obschon sie noch nicht viele Trainings absolviert haben, sind beide von der Professionalität in Schaffhausen angetan. Lara Hasler, die den Vergleich mit zwei anderen NLA-Teams hat, schwärmt vom hohen Niveau im Training. Mit einem Einjahresvertrag ausgestattet, wollen sie sich bei Kanti etablieren. Ein längerfristiges Engagement ist für beide denkbar, gerade für Hasler, die zwei Wanderjahre hinter sich hat und nun vom Elternhaus in Aadorf nach Frauenfeld umzieht. Sich beweisen bei einem NLASpitzenteam ist das vordergründige Ziel – damit aber nicht genug. Hasler und Habegger wollen sich mit guten Leistungen für das Nationalteam aufdrängen. Im Wissen, dass es ein langer Weg bis dorthin ist. Als Fernziel wäre da noch ein Engagement im Ausland. Für Habegger wäre dies «ein Traum», während es für Hasler nicht an erster Stelle steht. Sie hatte während ihrer Zeit bei Lugano schon Anfragen aus Italien, konkret wurde jedoch nichts. Später könnte ein Wechsel nach Deutschland oder Italien wieder ein Thema werden, während Habegger für Frankreich schwärmt. Als Libera, und das wissen beide, ist der Sprung ins Ausland schwierig. In der Regel werden Angriffsspielerinnen verpflichtet.
Roger Metzger Der Landbote

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Die ersten Trainings beim VC Kanti sind absolviert

Vor zwei Woche hat die Vorbereitung auf die Volleyball-NLA-Saison 2020/21 beim VC Kanti begonnen. Es ist die 30. Saison ohne Unterbruch in der höchsten Liga der Schweiz.

Nicki Neubauer, Viviane Habegger, Vivian Guyer, Lara Hasler, Kateřina Holásková, Matthias Lerch

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Es war für alle eine lange Zeit ohne Teamtraining. Die Spielerinnen des VC Kanti haben sich zwar individuell fit gehalten, aber für eine Teamsportlerin war das erste Training in der Halle der erste Höhepunkt in dieser Saison. Entsprechend motiviert und mit viel Engagement ging es denn auch beim VC Kanti letzte Woche zur Sache.

Wegen des Coronavirus waren alle internationalen Spiele abgesagt worden, ansonsten wäre Kantitrainer Nicki Neubauer zu dieser Zeit mit dem deutschen Nationalteam unterwegs. Dieser Umstand ermöglicht es dem Kanticoach, in Schaffhausen zu trainieren und einzelne Spielerinnen seines Teams in kleinen Trainingsgruppen gezielt zu fördern. Unterstützt werden die in Schaffhausen ansässigen Akteurinnen seit dieser Woche auch vom ehemaligen Assistenztrainer Ludwig Horvath – der Vorarlberger kann einfach nicht sein ganz ohne Volleyball. Die erste Phase der Vorbereitung geht dann Ende  Woche zu Ende. Neubauer wird derweil noch zwei Wochen mit den deutschen Frauen-Nationalteam trainieren. Es wird voraussichtlich der einzige Zusammenzug in diesem Sommer, da die Auflagen für ein Länderspiel für die jeweiligen Verbände derzeit nicht zu stemmen sind – mit dabei ist auch Kanti-Neuzugang Wiebke Silge.

Offizieller Trainingsbeginn beim VC Kanti mit dem vollständigen Kader ist am 1. September. Je nach Situation mit der Corona-Krise, werden die Spielerinnen bereits im Laufe des Monats August in Schaffhausen eintreffen, damit eventuelle Auflagen, vor allem für die US-Spielerinnen, bis Anfang September erfüllt werden können. (wschl)

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VC Kanti klassiert sich im 2. Rang

In der Saison 2019/2020 gibt es in den drei nationalen Ligen keine Meister. In der Nationalliga A und der 1. Liga gilt die Rangliste nach der Qualifikation, in der Nationalliga B diejenige zum Zeitpunkt des Meisterschaftsabbruchs.

Arlindo Miranda, Matthias Lerch, Korina Perkovac(2), Marija Smiljkovic(13), Kelsie Payne(8), Jessica Wagner(15), Vivian Guyer(10), Kateřina Holásková(11), Filiz Yürükalan(12), Claude Bührer, Nicki Neubauer

Laura Koutsogiannakis(17), Pia Leweling(7), Elisa Lohmann(14), Sara Pavlovic(16), Irina Kemmsies(5), Elisa Suriano(18)

 

Der VC Kanti spielte eine hervorragende Saison und klassiert sich mit 15 Siegen aus 18 Partien auf den ausgezeichneten zweiten Rang.

Herzliche Gratulation und vielen Dank für die vielen coolen Partien.

 

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Volleyball-Saison 2019/2020 ohne Meister und Aufsteiger

Keine Meistertitel, keine Aufsteiger und keine Absteiger in den nationalen Ligen: so die Wertung der Saison 2019/2020 nach dem Abbruch der Meisterschaften vom 13. März 2020. Die geplante Reduktion der Nationalliga B wird um ein Jahr auf die Saison 2021/2022 verschoben. Dies hat der Zentralvorstand von Swiss Volley entschieden.

In der Saison 2019/2020 gibt es in den drei nationalen Ligen keine Meister. In der Nationalliga A und der 1. Liga gilt die Rangliste nach der Qualifikation, in der Nationalliga B diejenige zum Zeitpunkt des Meisterschaftsabbruchs. In dieser Saison gibt es weder Auf- noch Absteiger zwischen der Nationalliga A, Nationalliga B und der 1. Liga. Einzig von der 2. Liga in die 1. Liga steigen die aufstiegsberechtigten und angemeldeten Teams auf, damit die Plätze in den 4 Gruppen besetzt sind.

«Wir haben bei allen Ligen darauf geachtet, dass sich die Entscheide auf sportliche Kriterien stützen und über alle Ligen und beide Geschlechter einheitlich sind. Konnten wir einen Aufsteiger oder Absteiger nicht sportlich fair bestimmen – so zum Beispiel, wenn am 13. März 2020 nicht alle Teams gleich viele Spiele gespielt hatten, wurde die Situation gemäss Saison 2019/2020 belassen Speziell ist die Lage für die Teams aus der 2. Liga, die sich für die Aufstiegsspiele angemeldet haben. Diese profitieren von freien Plätzen in der 1. Liga und können somit am grünen Tisch aufsteigen», erklärt Alessandro Raffaelli, Leiter Spielbetrieb bei Swiss Volley.

Die Entscheide in der 1. Liga haben eine Auswirkung auf die 2. Liga in den Regionen. Grundsätzlich können die Regionalverbände in den regionalen Ligen autonom entscheiden. Falls gewünscht, können sie sich aber auch an den Überlegungen der nationalen Ligen orientieren. Swiss Volley ist in engem Kontakt mit ihnen und bietet Unterstützung an.

Die geplante Reduktion der Nationalliga B von zwei Gruppen à 8 Teams auf eine Gruppe à 12 Teams wird erst in einem Jahr eingeführt. Und zu guter Letzt werden am Supercup die Cupfinalpartien nachgeholt. Der Zentralvorstand schafft mit all diesen Entscheiden die Basis dazu, dass Swiss Volley und die Clubs die Planung der Saison 2020/2021 in Angriff nehmen können. Insbesondere die Ranglisten der Nationalliga A sind für die Clubs notwendig, damit sie sich für die europäischen Wettbewerbe, die European Cups des CEV anmelden können. Der Modus für die Saison 2020/2021 und das Datum des Saisonstarts werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.

Der CEO von Swiss Volley Werner Augsburger über die schwierige Entscheidungsfindung: «Es ist klar, dass die ‹perfekte› Lösung, die jedem einzelnen Club gerecht werden kann, nicht existiert. Und uns ist durchaus bewusst, dass die Ausgangslage für die nächste Saison teilweise sehr schwierig sein wird.»

Die Entscheide im Detail

Männer NLA: Es wird kein Meistertitel vergeben. Die Rangliste per Ende der Qualifikation gilt als offizielle Rangliste der Saison 2019/2020. Lutry-Lavaux Volleyball hat seinen Rückzug von der NLA in die NLB auf die Saison 2020/2021 hin bekanntgegeben.

Frauen NLA: Es wird kein Meistertitel vergeben. Die Rangliste per Ende der Qualifikation gilt als offizielle Rangliste der Saison 2019/2020. Die Barragespiele entfallen und Raiffeisen Volley Toggenburg als 10. platziertes Team steigt nicht ab. Die beiden NLB-Teams VBC Glaronia und Raiffeisen Volleya Obwalden, die sich für die NLA angemeldet hatten, verbleiben in der NLB.

Männer NLB: Weil die NLB-Meisterschaft nicht zu Ende gespielt wurde, wird die Reduktion der NLB von 2 x 8 Teams auf 1 x 12 Teams um ein Jahr auf die Saison 2021/2022 verschoben. In der Saison 2019/2020 haben 15 von möglichen 16 Teams gespielt. Lutry-Lavaux Volleyball wird den 16. Platz besetzen. Es gibt keinen Absteiger aus der NLB. Die drei letztplatzierten Teams, die bis zum Abbruch der Meisterschaft im Abstiegspool gespielt haben, verbleiben in der NLB. Zudem gibt es keinen Aufsteiger aus der 1. Liga.

Frauen NLB: Weil die NLB-Meisterschaft nicht zu Ende gespielt wurde, wird die Reduktion der NLB von 2 x 8 Teams auf 1 x 12 Teams um ein Jahr auf die Saison 2021/2022 verschoben. Es gibt keinen Absteiger aus der NLB. Die drei letztplatzierten Teams, die bis zum Abbruch der Meisterschaft im Abstiegspool gespielt haben, verbleiben in der NLB. Zudem gibt es keinen Aufsteiger aus der 1. Liga.

Männer 1. Liga: Auf die Saison 2020/2021 gibt es keine Absteiger aus der 1. Liga in die 2. Liga. Die 8 Teams aus der 2. Liga, die sich für die Aufstiegsspiele angemeldet haben, können aufgrund der freien Plätze trotzdem aufsteigen.

Frauen 1. Liga: Auf die Saison 2020/2021 gibt es keine Absteiger aus der 1. Liga in die 2. Liga. Von den 11 Teams aus der 2. Liga, die sich für die Aufstiegsspiele angemeldet haben, können aufgrund der freien Plätze maximal 7 aufsteigen. Das bedeutet, dass diese 7 Teams per Los bestimmt werden. Sollte ein ausgelostes Team verzichten, rückt das nächste ausgeloste Team automatisch nach.

Mobiliar Volley Cup: Die Teams, die sich für den Mobiliar Volley Cup Final 2020 qualifiziert haben, spielen am Supercup in der Mobiliar Arena in Gümligen gegeneinander: Viteos NUC – Sm’Aesch Pfeffingen bei den Frauen und LINDAREN Volley Luzern – Lausanne UC bei den Männern.

Weitere Informationen

–   Alessandro Raffaelli, Leiter Spielbetrieb von Swiss Volley, +41 79 748 87 06

  Schlussranglisten: NLA

1. Sm'Aesch Pfeffingen I 2. VC Kanti Schaffhausen I 3. Viteos NUC I 4. TS Volley Düdingen 5. VBC Cheseaux I 6. Volley Lugano I 7. ZESAR-VFM 8. Groupe E Valtra 9. Genève Volley 10. Raiffeisen Volley Toggenburg I

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