Frauen Nationalteam 2017

Positiver Abschluss des Swiss Women Nationalteam

Das Swiss Volley Women Nationalteam siegt im abschliessenden Match gegen Tschechien klar und deutlich mit 3:0 - Laura Künzler und Gabi Schottroff mit je 15 Punkten stechen aus dem stark...en Schweizer Kollektiv heraus. Damit klassiert sich das Team auf dem 11. Schlussrang - Gratulation!! 👏🙌

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Timo Lippuner: "Erneut überragte Laura Künzler am Angriff alle, aber heute zeigten auch Martina Halter und Gabi Schottroff gute Leistungen, letztere servierte im 3. Satz gleich 14 mal und langte auch am Block oft erfolgreich zu. Im ersten Satz machte der Block (5 Punkte) den Unterschied, ab Satz 2 dominierten wir dann die gegnerische Annahme nach Belieben und hielten unsere Fehlerquote tief - ein souveräner Sieg nach einer tollen Teamleistung. Insgesamt fällt die Bilanz mit 3 Siegen in 6 Spielen positiv aus, auch wenn die Top10 hauchdünn verpasst wurden. Laura Künzler dürfte im Scorerranking wohl bis am Schluss in den Top3 des Turniers bleiben! Nun geniessen die Spielerinnen noch wenige Tage in Taipei bis zur Abschlussfeier, um dann am 1. September zu ihren Clubs zurückzukehren."

Match statistic women SUI-CZE: bit.ly/2vA06Cj

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Auftakt an der Universade ist geglückt

Das Swiss Women Volleyballteam ist in Taipei erfolgreich ins Turnier gestartet.

Schweiz - Kanada 3:1(22:25, 25:15, 25:20, 25:12)

Wir gewinnen gegen Kanada nach harzigem Beginn mit 3:1! Die Kanadierinnen brachten uns mit guten Aufschlägen und starkem Block in Bedrängnis und wir standen uns zu Beginn mit unnötigen Eigenfehlern selber im Weg. Unter der Regie der beiden Topscorerinnen Maja Storck (22pt) und Laura Künzler (16pt) drehten wir im zweiten Satz dann auf und waren nun auch in der Verteidigung hellwach. So wurde der wichtige Sieg schlussendlich Tatsache! #hoppsuisse

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Die Schweiz beendet eine solide Turnierleistung mit einer Niederlage in drei Sätzen

Die Schweiz verabschiedet sich nach einer Niederlage gegen Polen (25-16, 25-16, 25-16) von den Montreux Masters. Auf der Seite von Polen muss man vor allem die Leistung von Malwina Smarzek anerkennen, die mit 18 Punkten und drei Blocks wiederum ihr Team anführte.

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Argentina soar into semi-finals as group winners with defeat of Switzerland

Schweiz – Argentinien 0:3(21:25, 21:25, 20:25)

Mit einer guten Leistung im letzten Gruppenspiel hielten die Schweizerinnen die Partie über lange Zeit offen und führten gar im letzten Satz.

Auf dem Bild Top Scorerin Maja Storck

Die Schweiz konnte an den Montreux Masters ihre Fortschritte unter Beweis stellen und trotz dem letzten Gruppenplatz dürfen sie erhobenen Hauptes zu den Klassierungsspielen antreten.

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DIE SCHWEIZ KNÖPFT DEN NIEDERLANDEN EINEN SATZ AB

Montreux, 8. Juni 2017 - Im zweiten Spiel am 32. Montreux Volley Masters schafft die Schweiz gegen die Niederlande zwar kein Wunder, holt sich jedoch bei der 1:3-Niederlage (25-23, 14-25, 18-25, 20-25) gegen den Olympia-Vierten den ersten Satz seit der Rückkehr ans Turnier in 2013.   Mehr

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Olympiasieger trotz beherzter Leistung zu stark für die Schweiz

Montreux, 6. Juni 2017 – Die Schweiz unterliegt im Startspiel des 32. Montreux Volley Masters dem Volleyballgiganten China mit 3:0. In den übrigen Partien des Tages bezwingt Brasilien ein aufmüpfiges Polen mit 3:1 und Debütant Argentinien überrascht den Olympia-Vierten aus den Niederlanden mit 3:2.

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Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Swiss Volley Women National Team
Team
WM-Qualifikation 2018
2. Runde, Pool C, in Sofia BUL
31.05.17  16:30  BUL - SUI  Infos
01.06.17  14:00  SUI - TUR  Infos
02.06.17  14:00  KOS - SUI  Infos
03.06.17  14:00  MNE - SUI  Infos
04.06.17  16:30  SUI - ROU  Infos
Hopp Schwiiz !!

Schweiz verliert zum Abschluss der WM-Qualifikation gegen Rumänien

Die Schweizer Volleyballerinnen kassierten zum Abschluss der WM-Qualifikation gegen Rumänien eine 1:3-Niederlage. Das junge Schweizer Team von Timo Lippuner beendet die Gruppe damit im 4. Rang.

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Schweizer Nationalteam legt nach.

2018 FIVB Volleyball World Championship - Women - European Qualification

Zweiter Sieg des Elitenationalteam in Sofia .

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Angeführt von Maja Storck (19 Punkte) gewinnt das Schweizer Frauen Volleyballnationalteam gegen Montenegro ihr zweites Spiel an der Weltmeisterschaftsqualifikation. Im ersten Satz war die Begegnung Langezeit ausgeglichen, ehe im Schlussspurt den Swissgirls die Big Points gelangen. Das 3:8 zu Beginn des zweiten Satzes konterte das Team von Timo Lippunner umgehend und ab der zweiten technischen Auszeit spielte nur noch Switzerland. Mit diesem Satzverlust war der Widerstand von Montenegro gebrochen, was der Schweiz zum zweiten Sieg an diesem Turnier verhalf.

Herzliche Gratulation.

MONTENEGRO vs. SWITZERLAND 0:3(22:25, 16: 25, 17:25)

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Sieg

Im dritten Spiel an der Weltmeisterqualifikation In Bulgarien wurden das Schweizer Frauen Volleyballnationalteam ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnen deutlich mit 3:0 gegen den Kosovo.

Herzliche Gratulation

Kosovo – Schweiz 0:3(11:25, 8:25, 15:25)

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Türkei zu stark

Das Schweizer Team mit einer Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel. In allen drei Sätzen starteten die Swissgirls gut. Im ersten Satz hielten sie das Geschehen bis zur zweiten technischen Auszeit offen, ehe die Türkinnen zulegten und dem Gegner nur noch zwei Punkte zugestanden.

Schweiz – Türkei 0:3(16:25, 11:25, 17:25)

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Swiss Team mit Fehlstart in Bulgarien.

Trotz gutem Spiel einiger Akteurinnen hatte die Schweiz im Auftaktspiel gegen den Gastgeber Bulgarien keine Chance. Erst im dritten Satz fand das Team von Timo Lippuner den Rhythmus.

Bulgarien – Schweiz 3:0 (25:8, 25:9, 25:20)

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Die Frauen-Nati will Begeisterung entfachen

Elf Tage, neun Matches, zwei Destinationen. Der Frauen-Nationalmannschaft steht ab dem 31. Mai mit der WM-Quali in Bulgarien und dem anschliessenden Montreux Volley Masters ein Mammutprogramm bevor. Headcoach Timo Lippuner hatte in der Vorbereitung einige Herausforderungen zu meistern – und dann schlug auch noch die Verletzungshexe zu. Was passiert ist, welche Spielerinnen im 14er-Kader stehen und welche Ziele er gegen die weltbesten Teams verfolgt, verrät uns Lippuner im Interview.  mehr

Moral für das Schweizer Frauen Volleyball Nationalteam

Drei harte Trainingswochen wurden mit zwei Siegen gegen Schweden belohnt.

 

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Die Vorbereitungsphase auf die Weltmeister Qualifikation von nächster Woche in Sofia wurde mit den Testspielen gegen Schweden abgeschlossen. Trotz verletzungsbedingte Absagen auf der Mitteposition konnten die Schweizer Frauen beide Begegnungen für sich entscheiden. Samira Sulser die von Nationaltrainer Timo Lippuner für die Schwedenspiele als Notnagel auf der Mitteposition nominiert wurde, machte ein guter Job. In Bulgarien kann das Team auf Gabi Schottroff und somit neben Madlaina Matter auf eine zweite gelernte Mitteangreiferin zählen.

Schweiz - Schweden 3:0 (25:16, 25:16, 25:19)

Oron-la-Ville. - Spieldauer 65 (21, 22, 22)

Schweiz: Künzler (Captain), Kronenberg, Matter, Storck, Dalliard (Libero), Trösch, Boillat, Pierret, Deprati (Libero), Sulser. - Nicht eingesetzt: Radulovic, Marx, Lorenz (Libero).

Schweiz - Schweden 3:1 (30:28, 23:25, 25:15, 25:19)

Neuenburg. - Spieldauer: 99 (29, 24, 21, 25) Minuten.

Schweiz: Aufstellung: Künzler (Capt.), Kronenberg, Matter, Storck, Dalliard (Libera), Trösch, Sulser, Boillat, Pierret, Deprati, Lorenz, Marx. - Nicht eingesetzt: Radulovic.

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WM-Qualifikation 2018

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2. Runde, Pool C, in Sofia BUL
31.05.17  16:30  BUL - SUI  Infos
01.06.17  14:00  SUI - TUR  Infos
02.06.17  14:00  KOS - SUI  Infos
03.06.17  14:00  MNE - SUI  Infos
04.06.17  16:30  SUI - ROU  Infos

Hopp Schwiiz !!

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Zwei Kanti-Spielerinnen im Elite-Nationalteam

Viviane Guyer (links) und Elise Boillat vom VC Kanti absolvieren das Programm mit dem A-Nationalteam. Bild Werner Schläpfer

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Elise Boillat und Viviane Guyer vom VC Kanti stehen im aktuellen Aufgebot für das Schweizer Nationalteam

Nationaltrainer Timo Lippuner startet in der kommenden Woche mit dem Schweizer Frauen-Nationalteam die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaftsqualifikation von Anfang Juni. Mit Elise Boillat und Viviane Guyer (beide Jahrgang 1998) sind nach längerer Zeit wieder zwei Spielerinnen des Schaffhauser NLA-Clubs VC Kanti im Aufgebot. Während Elise Boillat bereits die zweite Saison als Elite-Nationalspielerin in Angriff nimmt, wurde Viviane Guyer nach guten Leistungen gegen Ende der abgelaufenen Saison erstmals aufgeboten. Beide Akteurinnen gehörten zum 98+-Juniorinnen-Nationalteam, welches am Wevza Turnier von 2015 in Frankreich die Bronzemedaille gewonnen hat.     Kader

Kompaktes Trainingsprogramm
Nach drei Trainingseinheiten, zweimal eine Woche in Magglingen und dazwischen vom 16. bis 21. Mai auch ein paar Tage in der BBC-Arena Schaffhausen, spielt das Schweizer A-Nationalteam in der Woche vom 24. bis 27. Mai Länderspiele gegen Schweden in Neuchâtel - Oron-la-Ville, bevor es nach Bulgarien zur WM-Qualifikation reist. In Sofia warten mit Bulgarien, Kosovo, Montenegro, Rumänien und der Türkei fünf starke Gegner. Interessant dürften die Partien gegen Bulgarien, Montenegro und Rumänien sein, haben die Schweizerinnen doch schon im letzten Jahr gegen diese Kontrahenten in der EM-Qualifikation gespielt, um zu sehen, ob das Team leistungsmässig zu diesen Gegnern aufgeschlossen hat.
WM Qualifikation 2. Runde Bulgarien

Zurück in der Schweiz geht es direkt nach Montreux zum Volley Masters. Die Teilnahme am Turnier vom 6.  bis 11. Juni vor heimischem Publikum ist sicherlich der Höhepunkt in dieser Saison. Den Organisatoren ist es wieder einmal gelungen, einige namhafte Nationalteams in die Schweiz zu holen. Für die Aesch- und Kanti-Spielerinnen im Team von Timo Lippuner gibt es am Genfersee Treffen mit ihren zukünftigen Clubtrainern Nicki Neubauer (VC Kanti Schaffhausen) und Andreas Vollmer (Aesch-Pfeffingen), beide sind in diesem Sommer beim deutschen Nationalteam als Assistenztrainer engagiert. Im Team Thailand steht die frühere Kanti-Zuspielerin Nootsara Tomkom, die mit Fenerbahce türkischer Meister geworden ist. Weiter sind China, Argentinien, Polen, Brasilien und Holland mit von der Partie.
Volley Masters Montreux

Der August steht dann für das Schweizer Nationalteam ganz im Zeichen der Universiade (vom 13. bis 31.  August) in Taipeh/Taiwan. (wschl)
Universiade Taipeh Infos:

NATIONALTEAMS FRAUEN - PLANUNG AKTIVITÄTEN 2017

08.-14.05. Training Magglingen

16.-21.05. Training Schaffhausen

23.-24.05. Training Magglingen

24.-27.05. Matches vs. SWE Neuchâtel/Oron-la-Ville

30.05.-05.06. WM-Qualifikation / qualification au CHM  Sofia, BUL Pool C: BUL, KOS, MNE, ROU, SUI & TUR

05.-11.06. Montreux Volley Masters 6 14 Montreux

24.07.-02.08. Training Darfo Boario Terme, IT

04.08. Meeting Universiade Zürich

05.-12.08. Training Darfo Boario Terme, IT

13.-31.08. Universiade Taipei Jg / an. de naiss. 1989-1999

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Laura Künzler: «Ich will in der Champions League spielen»

Sie führte Sm'Aesch Pfeffingen zu Silber in Meisterschaft und Cup sowie U23-Gold, wurde als «Best Swiss Player» der Saison ausgezeichnet, ist Captain der Nationalmannschaft – und wagt nun den Sprung ins Ausland.

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 Kaum zu glauben, dass Laura Künzler gerade einmal 20 Jahre alt ist. Dass die Aargauerin als eines der grössten Talente im Schweizer Frauenvolleyball gilt, bezweifelt niemand. Im Portrait erfahren wir unter anderem, wie sie ihren grössten Rückschlag weggesteckt hat, wie sie ihre Rolle als Nati-Captain sieht und welche Farbe ihre Match-Unterwäsche hat.

Wuchtig. Laura Künzler im Cupfinal 2017. (Photo ©Markus Foerster / m-press)

Künzler als Captain des Nationalteams an der EM-Quali 2016. (Photo ©CEV)

Künzler punktet auch gegen starke Konkurrenz wie hier gegen Holland am Montreux Volley Masters 2016. (©MVM)

Bereit für weitere Höhenflüge mit der Nati. (Photo ©CEV)

Familienmensch Laura Künzler (2.v.r.) mit ihren drei Schwestern (Photo zVg)

«Verantwortung übernehmen in der Annahme, am Netz und am Service Punkte erzielen, mit dem Team Spass haben und das Match geniessen – genauso wie heute will ich Volleyball spielen», sagte Laura Künzler trotz der knappen 2:3-Niederlage im dritten Playoff-Finalspiel gegen Volero Zürich. Dass sie als Teamleaderin von Sm’Aesch Pfeffingen ein ganzes Stück jünger ist als einige ihrer Mitspielerinnen, sei ihr auf dem Feld nicht bewusst. Auszeichnungen wie diejenige zum «Best Swiss Player» der Saison 16/17 lösen bei der 20-Jährigen hingegen mehr Emotionen aus: «Ich kann manchmal selbst kaum fassen, wie schnell ich mich entwickle. Dieser Preis ist ein schöner Lohn für den grossen Aufwand, den ich in den letzten Jahren betrieben habe. Dass ich ihn beim Cupfinal entgegennehmen durfte, wo meine ganze Familie anwesend war, hat mich fast zu Tränen gerührt.»
 
Das Team und die Familie als Rückhalt
Die Familie ist ein zentrales Element im Leben von Laura Künzler. Auch wenn sie früh alles auf die Karte Volleyball setzte und mit 16 Jahren vom Daheim im aargauischen Neuenhof ganz alleine in eine kleine Wohnung beim Bahnhof Basel zog, um in Aesch in der NLA Fuss zu fassen und gleichzeitig die Schule in Aarau abschliessen zu können. «In einer Grossfamilie mit drei Schwestern wird man vielleicht ein bisschen schneller selbständig, aber der Schritt nach Basel war dann doch nicht ganz einfach. Ich bin ein eher zurückhaltender Mensch. Die Stadt, das Team, das Zuhause – mein ganzes Leben war auf einen Schlag neu, da fühlte ich mich zu Beginn ziemlich verloren», erinnert sich die Angreiferin. Doch sie hat sich durchgebissen, dank dem elterlichen Rückhalt aus Neuenhof, Zeit und der Unterstützung von Sm’Aesch Pfeffingen. «Viele tolle Menschen engagieren sich dort im Hintergrund. In diesem familiären Umfeld wurde ich schnell aufgenommen, ich fühlte mich mit jedem Monat wohler und so fiel es mir immer leichter, meine Leistung abzurufen.» Auf jeden Fall habe sie sich menschlich am meisten entwickelt, meint Künzler rückblickend.
 
Vielleicht liegt es daran, dass die Aargauerin 1996 in den USA – dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten –  geboren wurde, weil ihr Vater im Rahmen seiner beruflichen Weiterbildung eine Zeit lang in Berkeley lebte. Typisch schweizerisch waren die Aussagen des damals 16-jährigen Talents jedenfalls nicht: «Die NLA ist nicht das höchste der Gefühle. Ich will als Profi ins Ausland. Und ich will in der Champions League spielen.» Ein unbändiger Wille, ihre Ziele zu verfolgen, gepaart mit einer grossen Portion Ehrgeiz – so könnte man das Erfolgsrezept der 1.88 Meter grossen Frau bezeichnen. Selbst die erste schwere Verletzung in ihrer Karriere hielt sie nicht auf. Nach einer erfolgreichen Saison als Rookie mit Sm’Aesch Pfeffingen hatte sich Künzler so darauf gefreut, im Europacup ihr Talent endlich auf internationaler Bühne zeigen zu dürfen. Der Rückschlag kam in Spanien jedoch bereits im zweiten Satz in Form eines mehrfachen Bänderrisses im Fuss. «Es war ein Schock, ich haderte noch lange damit und hatte sogar Alpträume. Ich bin dann für ein paar Wochen zurück nach Neuenhof gezogen, habe mit meiner Familie viel über meine Ängste gesprochen und meine Mutter hat mich für jedes Spiel nach Basel zum Team gefahren. Das war wichtig, sie haben mich enorm getragen und aufgemuntert in den drei Monaten, bis ich endlich wieder spielen konnte.»
 
Gute Technik als Basis
Sie habe damals gemerkt, wie wichtig Volleyball für sie ist, sagt die Aargauerin im Rückblick. Sie habe einmal als Kindergärtnerin geschnuppert und sie könne sich vorstellen, eines Tages beruflich in dieser Richtung tätig zu sein. Aber noch nicht jetzt. Sie habe gelernt, geduldig zu sein und auf ihren Körper zu hören, der generell viel Zuwendung brauche. «Ich muss sehr hart arbeiten, um mein Muskelgerüst so aufzubauen, dass es den Belastungen mit den vielen Sprüngen und Verschiebungen standhält.» Im Wachstum hätte sie mit Entzündungen gekämpft und auch jetzt baue sich ihre Muskulatur nur langsam auf. Dafür profitiert Künzler von ihrer guten Technik, die sie seit ihren allerersten Volleyball-Versuchen im Alter von 9 Jahren von ihrer damaligen Trainerin in Neuenhof mit auf den Weg bekommen hat. Vor Matches brauche sie einen klar strukturierten Tagesablauf mit Morgentraining, Essen – die Volleyballerin kocht sehr gerne und probiert immer wieder neue Rezepte aus – einer Ruhepause und dem Fokusaufbau danach. «Maja Storck und ich spielen ausserdem immer in unserer pinkfarbenen Sportunterwäsche», fügt sie schmunzelnd an. Ein kleines bisschen Aberglaube muss also doch sein. Auf dem Spielfeld sei sie dann «sehr konzentriert und ein absoluter Teamplayer». Sie spiele weniger mit dem Publikum, feiere dafür jeden Punkt, egal ob er von ihr oder von einer Mitspielerin kommt, und versuche das Team so mitzureissen.
 
Auch als Captain eine Leaderin
Generell ist Künzler eine, die sich viele Gedanken macht, über ihre Rolle im Team oder in der Nationalmannschaft. Dort wird sie ebenso wie im Klub von Timo Lippuner trainiert, auf den sie grosse Stücke hält: «Er arbeitet akribisch und hat hohe Ansprüche, von ihm werde ich gefordert und gefördert.» Mit 36 Länderspielen ist die Aargauerin bereits die Erfahrenste. Als Captain wolle sie das junge Team anführen und Verantwortung übernehmen. «Manchmal bin ich dadurch vielleicht noch etwas verkram pft, die vielen jungen Spielerinnen im Team helfen mir aber, meine Unbeschwertheit wiederzufinden», sagt sie.
Wie gross ihr Stolz ist, Nationalspielerin zu sein, beweist nicht nur der Fakt, dass der Captain die Nationalhymne immer mitsingt. Sie könne sich auch sehr genau an ihr erstes Länderspiel erinnern. Nicht etwa, weil sie gleich auf Anhieb im Einsatz stand, nein. «Ich spüre noch heute den Ärger, weil ich im entscheidenden Moment diese eine Finte nicht mehr erreicht habe.» Irgendwie bezeichnend. Das war im Herbst 2013, Künzler war 16 Jahre alt.
2017 stehen für das Nationalteam wichtige Turniere auf dem Programm, zuerst die WM-Qualifikation Ende Mai. «Wir haben eine Hammergruppe erwischt. Spielerisch kommen wir den anderen Teams immer näher. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die fehlende Erfahrung mit einer Portion Frechheit zu kompensieren. Dann schauen wir, was herauskommt.» Später folgt der Heimauftritt am Montreux Volley Masters, worauf sie sich schon riesig freue. Und im August dürfte sie bereits zum zweiten Mal an der Universiade teilnehmen. «Das ist ein Riesending mit all den Athleten aus den anderen Sportarten, der unglaublich grossen Mensa und so vielen Eindrücken, die man zu verarbeiten hat. Diesmal weiss ich zum Glück schon, was auf mich zukommt.»
 
Der logische Schritt ins Ausland
Danach wartet eine weitere grosse Veränderung auf die junge Schweizerin. Nach den drei erfolgreichen Jahren in der NLA wagt Künzler nun den Sprung ins Ausland, das steht bereits fest. Am liebsten gemeinsam mit ihrem Freund, Leon Dervisaj von Volley Schönenwerd. Angebote aus der Bundesliga und aus Italien liegen auf dem Tisch. Es ist der logische nächste Schritt in ihrer Entwicklung. Doch genauso wohl überlegt wie sich die 20-Jährige ausdrückt, soll auch dieser Entscheid gefällt werden. «Ich verspreche mir im Ausland weitere Fortschritte. Und es tut mir sicher gut, wieder einmal ins kalte Wasser zu springen.» Nach der Traumliga gefragt, wird nicht lange überlegt: «Einmal in der türkischen Liga zu spielen, das wär‘s.» Kein Wunder, von dort kommt schliesslich der aktuelle Sieger der Champions League. «Ich nehme Schritt für Schritt», sagt Künzler. Aber wem, wenn nicht ihr, ist zuzutrauen, diesen Traum eines Tages zu verwirklichen …

Timo Lippuner, Headcoach der Frauen-Nationalmannschaft, über Laura Künzler: «Laura ist sicherlich eines der grössten Talente im Schweizer Frauenvolleyball der letzten 10-15 Jahre. Sie ist vor allem in der Offensive stark, wo sie in der NLA aber auch in der Nationalmannschaft wichtige Punkte erzielt und viel Verantwortung übernimmt. In der Annahme hat sie bereits grosse Fortschritte erzielt, in der Verteidigung kann sie sich auf jeden Fall noch verbessern. Am wichtigsten ist aber der Umstand, dass sie ihre Zukunft im Profivolleyball sieht und sich deshalb früher oder später ins Ausland orientieren wird, genau solche Spielerinnen brauchen wir in der Nationalmannschaft.»

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Frauennationaltrainer Timo Lippuner wird neuer Cheftrainer der Roten Raben

Die Roten Raben melden die Verpflichtung von Timo Lippuner als Cheftrainer ab der Saison 2017/18. Der 36-jährige Schweizer kommt von Sm’Aesch Pfeffingen, einem Spitzenclub seines Heimatlandes, und betreut zudem das Frauen-Nationalteam der Eidgenossen, was er auch weiterhin tun wird.

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Raben-Geschäftsführer André Wehnert kennt den neuen Mann seit Jahren und hält große Stücke auf ihn: „Timo lebt Volleyball, er hat als Trainer eine klare Handschrift, seine Arbeit ist ziel- und erfolgsorientiert.“ Wie berichtet, verlässt der derzeitige Coach Jonas Kronseder Vilsbiburg nach Saisonende.

Sein Nachfolger freut sich, wie er sagt, schon sehr auf die „neue Herausforderung“ bei den Roten Raben. „Ich verfolge“, so Timo Lippuner, „die Bundesliga intensiv. Die Professionalität der Liga und das optimale Umfeld bei den Raben“ seien es vor allem, die ihn zu diesem Wechsel bewogen hätten. Wobei Vilsbiburg und die Ballsporthalle kein Neuland für ihn sind: Mit dem Team von Sm’Aesch Pfeffingen war er drei Jahre in Folge während der Saisonvorbereitung hier zu Gast und hat Atmosphäre und Strukturen im Raben-Nest aus der Nähe kennen- und schätzengelernt.

Umgekehrt ist den Verantwortlichen in Vilsbiburg die erfolgreiche Arbeit nicht verborgen geblieben, die Lippuner in Aesch geleistet hat. Im Dezember 2013 übernahm er das um den Klassenerhalt in der Nationalliga A bangende Team und formte es in dreieinhalb Jahren zur Nr. 2 im Schweizer Volleyball hinter dem quasi unschlagbaren Volero Zürich (seit fünf Jahren und 167 Spielen auf nationaler Ebene ohne Niederlage!).

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